Archive for the ‘Freunde’ Category

Dieses Wochenende …

3. Juni 2012

Dieses Wochenende habe ich

– dem Kleinsten beim frei Laufen zugesehen und ihn bewundert, wie gut er schon Drehungen beherrscht und über Hindernisse steigen kann, endlich ist der Knoten geplatzt 🙂

– spontan die Nachbarn zu einer Spargelpizza am Abend eingeladen – sehr leckeres Essen, formidabler mitgebrachter Weißwein und 5 tobende Kinder

– mit den Kindern Holunderblüten gesammelt und anschließend etwa 20 Liter Sirup ansetzt (morgen wird abgefüllt und die Kinder freuen sich schon tierisch auf das Zeug)

– heute spontan andere Nachbarn zum Kuchenessen eingeladen, die ich schon ewig einladen wollte. Es gab Erdbeerlasagne (mit Biskuitplatten statt Lasagneplatten und einem ganzen Kilo Erdbeeren), nette Gespräche und abermals 5 tobende Kinder

– ebenfalls dieses Wochenende, am Freitag, wurde unser Eingangsbereich endlich gepflastert und sieht nun nicht mehr nach Baustelle aus

– erneut zwei Kellerkisten mit der Aufschrift „diverse Reste“ geleert und sortiert, ich bin stolz auf mich 🙂

Die nächsten Tage wird es dann wieder etwas ruhiger hier auf meinem Blog, ich werde zusammen mit den Kindern meinen Opa in Österreich besuchen …

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Anstrengend, aber schön

9. Januar 2012

So kann man am besten die vergangenen Tage beschreiben. Am Donnerstag der Geburtstag der Großen samt Party. Am Freitag Nachfeiern bei meinen Eltern samt eines Geburtstagsgastes, der über Nacht geblieben war (viel geschlafen hatten die beiden Mädels nicht gerade, um 23 Uhr herrschte endlich Ruhe im Kinderzimmer, um 7:30 Uhr wurde die Nacht dann schon für beendet erklärt).

Am Samstag folgte dann eine grössere Aufräumaktion hier im Haus, viel Liegengebliebenes wurde endlich erledigt (z.B. endlich die letzten Lampen im Kinderzimmer des Jüngsten montiert und die Rauchmelder an den Zimmerdecken installiert) und die letzten Spuren der Geburtstagsparty im Keller beseitigt (wir haben gefühlte 10 kg Luftschlagen zusammengekehrt :-)).

Gestern dann der letzte Ferientag, welchen wir bei Freunden in München verbrachten. Dort gab es ein äußerst leckeres algerisches Essen und ich konnte einiges über die Herstellung der gereichten Nudeln lernen. 3 Personen braucht es dazu und einige Stunden Arbeit, bis aus einem einfachen Nudelteig aus Griess, Wasser und Salz hauchdünne, lange und sehr wohlschmeckende Nudeln werden. Meine Freundin scheut die Arbeit und lässt sich im Heimaturlaub immer von der Verwandtschaft damit eindecken, anschließend fliegen die Nudeln in Handgepäck mit nach Deutschland. Wir fühlten uns also sehr geehrt, daß wir diese wertvolle Köstlichkeit mit unseren Gastgebern verspeisen durften und sie schmeckten wirklich sehr besonders (sie wurden mit einer Art Hühnersuppe und etwas Zimt gereicht).

Ein sehr schöner Ferienabschluß und auf jeden Fall wiederholenswert (nächstes Mal werden wir zusammen hier bei uns kochen, entweder etwas typisch Deutsches oder aber wieder Algerisch). Ich liebe es, in fremde Kulturen hineinzuschnuppern und bin immer wieder fasziniert, wie verschieden und doch manchmal auch ähnlich sie sind. Auch unsere Kinder profitieren von solchen Freundschaften, sie lernen einiges, was wir ihnen so nicht beibringen können, so diskutieren sie beispielsweise über den Islam und Lebensgewohnheiten, was sie sehr spannend finden …

Heute also nun der Start in den Alltag, Schule und Kindergarten haben wieder geöffnet, ich werde mich daran machen, wieder Ordnung in den Haushalt zu bringen (wenn die ganze Familie hier im Haus ist herrscht einfach ein anderer Rhythmus und eine andere Ordnung) und die wiedergewonnene Ruhe geniessen (bis auf den Geräuschpegel, den unser Jüngster verbreitet).

Frühling, Sonne, Lagerfeuer

9. April 2011

Der Titel sagt eigentlich schon alles 🙂

Wir folgten heute der Einladung meiner besten Freundin zu einer Grillparty am Isarufer anlässlich ihres Geburtstages. Es war ein sehr schöner Nachmittag, T-Shirtwetter, unzählige spielende Kinder (wenn man selber viele Kinder hat, kennt man irgendwann fast nur noch Leute mit vielen Kindern ;-)), halb durchgegrillte Würstchen (nächstes Mal nehmen wir unseren Holzkohlen-Koffergrill mit) und ein wenig Sonnenbrand (unseren großen Sohn hat es ziemlich übel an den Waden erwischt, da er davonlief, als ich ihn eincremen wollte und ich anschließend leider so abgelenkt war, daß ich nicht mehr daran dachte 😦 …).

Der Kleinste verschlief den Großteil der 4 Stunden im Tragetuch und war richtig ausgeruht und glücklich, als ich ihn wieder auspackte, es lebe das Tuch (mit Kinderwagen herumschuckeln wäre auch etwas schwierig gewesen bei dem steinigen Ufer) !

Auf jeden Fall wiederholenswert, das nächste Mal nur vielleicht etwas besser organisiert (anständiger Grill, zu Hause schon eincremen, u.s.w. …) …

Und endlich mal ein Foto, auf dem ich mir gefalle, da es nicht von unten herauf aufgenommen wurde 🙂

Der Mann mit der Gitarre ist übrigens meiner 🙂

Grausam

18. März 2011

Unsere Tochter hat eine sehr gute Freundin im Kindergarten. Ich kann sie zwar normalerweise nicht so gut leiden, da sie eine richtige Zicke ist und mir manchmal mit ihrer Art auf den Geist geht, aber heute tat sie mir sehr leid.

Die Kinder hatten ausgemacht, daß sie heute zusammen spielen und ich wurde gleich beim Abholen mit einem „Bitte Mama, darf ich bei der K. essen und dort spielen ?“ empfangen. Ich habe nichts gegen spontane Verabredungen, sagte aber den Kindern, daß ich noch auf K.s Mutter warten wolle, um nachzufragen ob es ihr überhaupt recht wäre. Also standen wir noch eine Weile herum, bis die Mutter auftauchte.

Sie wurde ebenfalls sofort mit demselben Satz empfangen wie ich, teilte ihrer Tochter dann aber mit, daß sie ins Handballtraining müsse. Die Tochter fing bitterlich an zu weinen, meine Tochter kurz darauf auch, die Mutter ließ sich aber nicht erweichen. Was ich dann wirklich grausam fand, war der Grund für das Handballspielen. Die Mutter beugte sich mir entgegen und murmelte „Die muß da unbedingt hin, die faule Nuss bewegt sich sonst ja nie und wird noch fett“. Das Mädchen ist genauso alt wie unsere Tochter und sieht finde ich überhaupt nicht dick aus, einfach nur normal. Und ich finde, Bewegung sollte Spaß machen und nicht aufgezwungen sein.

Das Mädchen ist ein Einzelkind, hat also niemanden, mit dem es zu Hause spielen und toben könnte, alleine draußen spielen macht ja auch wirklich keinen Spaß und die Eltern sind beide selbstständig und arbeiten den ganzen Tag zu Hause …

Statt öfter Verabredungen mit anderen Kindern zu organisieren (die dann freiwillig herumtoben und -rennen), ist zwei Mal die Woche Sport angesagt, damit das Kind nicht auseinandergeht !  Zu Hause wird kein Kinderbesuch empfangen, da der Vater keinen Kinderlärm im Haus haben möchte, damit er ungestört arbeiten kann. Außerdem bekommt sie ständig haufenweise Süßigkeiten zu essen (unsere Kinder sind immer ganz neidisch), es wäre dann doch logischer, diese etwas zu reduzieren.

So blöd ich das Gehabe dieses Mädchens manchmal finde, aber mir tut es weh zu sehen, wie mit ihr umgegangen wird (und natürlich resultiert wahrscheinlich daraus auch ebendieses Verhalten). Auf das Weinen wurde auch nicht weiter eingegangen außer „Nun hör endlich auf herumzuheulen, was soll das denn ?“. Daß das Kind wirklich unglücklich sein könnte und es vielleicht geholfen hätte es in den Arm zu nehmen, kam der Mutter nicht in den Sinn …

Anstrengend, aber schön

6. Dezember 2010

So sah unser Wochenende aus. Wir bekamen am Samstag lieben Besuch aus Vorarlberg (in meiner Linkliste unter „Familienbande“ zu finden :-)) und hatten anschließend mehr als 24 Stunden Action im Haus (insgesamt 5 Kinder und 4 Erwachsene). Wir besuchten den Weihnachtsmarkt um die Ecke, sahen den Nikolaus (und die Kinder kassierten eifrig Geschenke), unterhielten uns in Ruhe, als die Kinder alle im Schlafkoma lagen, hatten ein gemütliches Adventsfrühstück und insgesamt ein wirklich schönes Wochenende.

Ich geniesse es, ab und zu das Haus voll und zwischendurch doch wieder etwas soziales Leben zu haben, für viele Leute kochen zu dürfen, Kindergewusel und -gekreische um mich zu haben, auf der anderen Seite habe ich gemerkt, daß mich das Wochenende ziemlich geschlaucht hat, die Hochschwangerschaft eignet sich nur bedingt dafür. Trotzdem, es hat viel Spaß gemacht und ich schicke ganz liebe Grüße Richtung Vorarlberg, hoffentlich können wir das bald wiederholen (dann mit 6 Kindern :-)).

Es wird eng !

24. Oktober 2010

Nein, nicht nur in meinem Bauch (der zieht momentan auch ganz ordentlich, aua !).

Heute Nachmittag war meine beste Freundin zu Besuch. Die mittlerweile auch 3 Kinder hat. Und somit hatten wir folgende Alterskonstellation, 5, 4, 3 Jahre, 21 Monate und knapp 3 Monate. Alle auf einem Haufen und alle ziemlich laut.

Ich hatte Apfelwaffeln gemacht (fast das doppelte Rezept) und als wir dann am Tisch saßen merkten wir schon, daß unser jetziger Tisch nicht mehr besuchertauglich ist. Jedenfalls nicht, wenn wir Freunde mit mehr als einem Kind erwarten 😉

Während wir dann so saßen kamen wir auf das Thema Auto. Und daß unser Auto (das wirklich nicht klein ist !) mit seinen sieben Sitzen nicht mehr ausreicht, um gemeinsam einen Ausflug zu machen. Nicht einmal, wenn nur meine Freundin, ich und unsere gemeinsamen Kinder wegfahren wollen. Sie und ihr Mann denken über einen VW-Bus nach, das wäre dann vielleicht die Lösung.

Ich finde es wunderbar, viele Kinder zu haben. Das Dumme ist nur, daß man dann meist auch Freunde und Bekannte mit vielen Kindern hat (zumindest in unserem Fall) und jegliche Treffen eine Art Kindergartenatmosphäre produzieren …

Ab Januar sind wir dann, wenn wir uns als vollständige Familien treffen, 10 Leute. 10 Leute, davon 6 Kinder, die alle noch nicht mal in der Grundschule sind.

Jetzt herrscht nahezu himmlische Ruhe, die ich aber kaum mehr geniessen kann, da ich einfach fertig bin. Der Geräuschpegel und das Wuseln hat mich geschafft und ich bin froh, wenn ich gleich nachher in mein Bett fallen kann. Beim nächsten Mal vielleicht Ohropax ab 17 Uhr 😉

Spannendes Anderssein

16. September 2010

Letzte Woche habe ich in der Bücherei eine sehr nette Frau kennengelernt, samt Tochter im Alter meiner Tochter. Wir waren uns auf Anhieb sympathisch, sowohl wir Frauen als auch die Kinder 🙂
Das Spannende an dieser Bekanntschaft ist, daß die Familie aus Algerien kommt. Klar, in München gibt es sehr viele verschiedene Nationalitäten, das ist nichts Besonderes, aber man kommt finde ich nicht so oft in Kontakt.

Jedenfalls haben unsere Töchter richtig einen Narren aneinander gefressen, vorgestern wurden wir gleich spontan nach dem wöchentlichen Vorlesen in der Bücherei auf einen Tee eingeladen, wir beiden Frauen ratschten in der Küche und futterten übriggebliebenes Ramadangebäck, während die Kinder einträchtig miteinander spielten. Als ich aufbrechen wollte, konnten sie sich überhaupt nicht trennen, die Mädels umarmten sich ständig und versicherten sich, daß sie sich bestimmt bald wieder treffen.

Heute auf dem Weg zum Spielplatz meinte meine Tochter dann, daß wir doch spontan noch bei K. vorbeischauen könnten, um sie zu fragen, ob sie mit auf den Spielplatz kommt. Gesagt, getan und eine halbe Stunde später saßen wir zusammen auf dem Spielplatz.

Da entspann sich dann ein Gespräch zwischen der Mutter und mir, wir sprachen über Religion und Glauben (sie ist bekennende Muslima), über die jeweils landestypische Küche, Erziehungsmethoden und Bräuche. Ich fand schon die Diskussion über Religionen sehr interessant, bin ich selber doch bekennende Atheistin 😉

Zum Glück sind wir aber beide sehr aufgeschlossen und tolerant, wir waren zumindest in dem Punkt einer Meinung, daß jeder Mensch den Lebensentwurf für sich wählen muß, der ihn glücklich macht. Ganz egal um was es geht. Und daß man dem anderen immer seine Meinung und seinen Standpunkt lassen sollte.

Sowohl sie als auch ich machen uns allerdings Gedanken darüber, was wohl in den Köpfen unserer Kinder vorgehen mag. Ihre Tochter geht zwar ein Mal die Woche mit in die Moschee. Andererseits nimmt sie auch an den christlichen Gottesdiensten und sonstigen Veranstaltungen der Schule teil, da die Mutter sie davon nicht ausschließen möchte und will, daß sie sich auch darüber eine Meinung bilden kann.

Bei uns ist es ähnlich. Unsere Kinder bekommen über andere Kinder oder den Kindergarten manches über das Christentum mit, haben aber auch Kontakt mit andersgläubigen Menschen oder eben mit uns, die keiner Religion angehören. Da kommen oft Fragen auf und auch ich würde dann gerne wissen, was in den kleinen Köpfen vor sich geht.

Nun schweife ich aber vom Überschriftthema ab.

Ich finde es einfach immer wieder faszinierend, wie unterschiedlich die einzelnen Kulturen sind, wie spannend es ist, in eine fremde Welt einzutauchen, andererseits bestehen doch überall Ähnlichkeiten, am meisten verbindet finde ich die Sorge bzw. Freude über die Kinder …

Das heute war bestimmt nicht unser letztes Treffen und ich könnte mir sogar vorstellen, daß sich eine längere Freundschaft daraus entwickeln könnte. Ich freue mich darauf 🙂

Produktiver Vormittag

22. August 2010

Es ist erst 20 Minuten nach 10, es liegt aber bereits ein produktiver Vormittag hinter mir. Heute Nachmittag besuchen wir meine beste Freundin samt neugeborenem dritten Kind (2 Wochen ist er nun alt), im Gepäck ein noch warmer Schoko-Kirsch-Kuchen, frisch gebackenes Roggenbrot und eine Lasagne (und natürlich Geschenke für das Baby und die Geschwister !). Außerdem entstanden nebenbei noch frische Frühstücksbrötchen, die wir vorhin verspeist haben, alles in allem ziemlich arbeitsintensive 3 Stunden …

Ich bin selber sehr oft bekocht worden nach der zweiten Geburt, eine gute Freundin in Vorarlberg brachte mir mittags immer mal frisch gekochtes Essen mit in den ersten Wochen. Ich war so dankbar dafür, es war solch eine Erleichterung, mit zwei winzigen Kindern nicht auch noch kochen zu müssen, daß ich das gerne weitergeben möchte. Am liebsten würde ich das jeden Tag machen, leider wohnen unsere Freunde über eine halbe Stunde Fahrzeit entfernt, das ist mir dann momentan doch etwas zuviel. Heute aber werden wir uns einen schönen Tag machen, das mitgebrachte Essen futtern und anschließend eventuell noch an einen See fahren.

Meiner Oma geht es unverändert, sie bekommt nun keinerlei Nahrung oder Infusionen mehr und es ist nur eine Sache der Zeit, bis der Tod eintreten wird. Mein Opa ist Tag und Nacht bei ihr, alle Geschwister versammeln sich nach und nach (es sind immerhin 6) und das große Warten hat begonnen.

Ich bin etwas unschlüssig, ob ich noch hinfahren soll oder nicht. Eigentlich hatte ich bereits genug Zeit, mich von ihr zu verabschieden, auf der anderen Seite denke ich mir, daß sie vielleicht doch noch wartet, bis wirklich alle bei ihr waren …

Ich freu mich :-)

18. Mai 2010

Jetzt gleich Frühstücken mit meiner besten Freundin. Ohne Kinder, einfach nur wir Beide, in Ruhe quatschen, frühstücken und trödeln. Normalerweise ist das nicht möglich, da sie Vollzeit arbeitet, am Wochenende möchte ihr Mann meist nicht auf die beiden Kinder aufpassen. Momentan ist sie jedoch zu Hause wegen einer schlimmen Gürtelrose und kommt sowieso nächste Woche in den Mutterschutz, da im August das dritte Kind kommt.

Diese Zeit müssen wir noch nutzen, denn anschließend wird es bestimmt wesentlich schwieriger, Zeit gemeinsam zu verbringen, jedenfalls zu zweit …

So, nun aber los, es warten ca. zwei Stunden süßer Müßiggang auf mich, muß auch mal sein 🙂

Edit

8. Mai 2010

Edit: Nach dem Lesen der Kommentare zu dem vorhergehenden Artikel muß ich nun doch noch etwas hinzufügen. Abgesehen von der in meinen Augen ziemlich rüden Erziehungsmethoden ist meine Freundin ein herzensguter Mensch. Sie liebt ihre Söhne abgöttisch, ist aber selber so erzogen worden und kann es wahrscheinlich deswegen auch nur so weitergeben. Die ganze Familie (zumindest ihre Schwestern) betreibt diesen Erziehungsstil, es ist also ein Muster erkennbar. Nicht jeder kann sich von solchen Mustern im Lauf seines Lebens befreien, deshalb verurteile ich sie auch nicht.

Trotzdem schockiert es mich und macht mich traurig. Traurig weil ihre Söhne darunter leiden, traurig aber auch weil ich dann darüber nachdenke, wie es ihr selber wohl als Kind ergangen sein mag. Keiner kann sich ganz frei machen von seiner Vergangenheit, das ist das Tragische im Leben. Ich selber wäre wahrscheinlich genauso, wenn ich mich nicht vor dem Mutterdasein in Therapie begeben hätte und alles aufgearbeitet hätte …

Manche geben ihre eigenen Kindheitserfahrungen eins zu eins weiter. Andere versuchen genau das Gegenteil zu machen, was meistens auch nach hinten losgeht. Im Zweifelsfall verlassen sich viele, wie eben auch meine Freundin, auf das, was ihnen die Eltern mitgegeben habe. Wenden Strategien an, weil ihnen nichts anderes, besseres einfällt.

Wie gesagt, als Mensch schätze ich meine Freundin sehr, habe viel Spaß mit ihr und vertraue ihr. Als Mutter finde ich sie mittelmäßig, aber ich denke, sie schafft es bestimmt in anderen Situationen, ihren Kindern zu zeigen, daß sie erwünscht sind und geliebt werden. Obwohl sie vielleicht auch die eine oder andere Neurose abbekommen werden. Aber wer hat die nicht ?