Archive for März 2012

M wie Mittelohrentzündung

30. März 2012

…oder M wie Mist oder Musste das sein.

Dies war nun schon die dritte Mittelohrentzündung im kurzen Leben unseres Jüngsten und wir alle hätten gut darauf verzichten können. War er vor ein paar Tagen lediglich etwas erkältet, so wurde er bis vorgestern abend zusehends unruhiger, bis das Ganze in eine durchwachte Nacht mit nicht zu beruhigendem, völlig verzweifeltem Geschrei mündete, in deren Verlauf mir schlagartig klar wurde, womit wir es zu tun hatten.

Ein Besuch beim Kinderarzt am nächsten Morgen brachte die traurige Gewissheit, das Trommelfell auf der rechten Seite war bereits gerissen, trotz sofort noch nachts eingeleiteter Gegenmaßnahmen. Diese Kind ist unglücklicherweise recht leidensfähig und meldet sich erst dann lautstark, wenn es bereits zu spät ist.

Mittlerweile bin ich ernsthaft am Überlegen, doch einmal zu einem Homöopathen zu gehen, vielleicht hilft es ja vorzubeugen. Ansonsten gibt es hier keinerlei Risikofaktoren, das Kind ist seit einem Monat komplett schnullerfrei (Schnullern erhöht die Wahrscheinlichtkeit einer MOE), wir rauchen beide nicht (auch das ist nachgewiesenermaßen ein Risikofaktor), ich habe lange vollgestillt und stille immer noch 1-2 Mal in 24 Stunden (Stillkinder haben deutlich weniger Mittelohrentzündungen normalerweise), ich habe unseren Sohn sogar vor einem halben Jahr gegen Pneumokokken impfen lassen, welche einen Großteil der Entzündungen auslösen …

Da der große Sohn ebenfalls auffallend häufig unter Mittelohrentzündungen litt tippe ich auch auf eine potentielle genetisch bedingte Neigung, nur ist mir nichts bekannt, daß es in unseren Ursprungsfamilien jemanden mit diesem Problem gab. Bleibt zu hoffen, daß der Spuk wie beim großen Sohn nach dem vierten Geburtstag ein Ende haben wird. Bei diesem ist seit letztem Jahr Ruhe in Sachen Ohren und ich hatte damals eigentlich aufgeatmet und gedacht, ich könne Heilwolle und Zwiebelwickel aus unserem Repertoire verbannen …

Puh

28. März 2012

Wie kann ein schubendes Kleinkind im Handumdrehen noch anstrengender werden, als es vorher schon war ? Genau, es fängt an zu fiebern und bekommt eine so dicke Rotznase, daß es kaum mehr Luft durch selbige bekommt. Heute hier dieses Horrorszenario, samt vorhergehender Nacht, die sich nicht Nacht schimpfen darf, da unser kleiner Sohn uns mindestens stündlich weckte, weil ihn der Schnupfen so störte.

Ach so, die 3 demnächst durchbrechenden Zähne hatte ich fast schon vergessen 😉 …

Piep

27. März 2012

Nur mal ein kurzes Piep, für mehr reicht es im Moment nicht.

Hier im Hause sind gerade alle bis auf meinen Mann dick erkältet, der Kleinste schubt, zahnt und rotzt, keine gute Kombination wenn man ruhige Nächte haben möchte. Keine ruhigen Nächte heißt, daß ich tagsüber relativ planlos durch die Gegend stolpere, meist schnell gereizt bin und zudem schlecht meine Erkältung auskurieren kann.

Trotzdem sind wir zur Zeit sehr viel Draußen und unseren Kleinsten bekomme ich oft nur unter lautem Protestgebrüll und Gestrampel wieder ins Haus. Die Tochter übt fleissig Inlineskaten und kann mittlerweile richtig sicher fahren, es fehlt lediglich der Feinschliff. Wenn nicht gerade geskatet, geradelt oder mit dem Kettcar herumgeheizt wird, dann finde ich die beiden Großen meist auf dem monströsen Haselstrauch auf der Wiese vor unserem Haus, der größentechnisch eigentlich eher in die Kategorie Baum einzuordnen wäre. Dort hangeln sie sich stundenlang von Ast zu Ast und bisher gab es zum Glück keine schlimmeren Unfälle.

Unser kleiner Sohn beherrscht nun das Wutsch-Fahren perfekt (mittlerweile heißt das Teil „Pukylino“, es handelt sich dabei um eine Art Babylaufrad), er kann lenken, Hindernisse überwinden (selbst kleine Mauern sind kein Problem, da wuchtet er einfach das Vorderrad nach oben und hoppelt darüber) und Rückwärtsfahren. So langsam ist er auch dabei herauszufinden, wie man damit richtig Gasgeben kann und ohne Helm wird er in Zukunft nicht mehr fahren dürfen. Das freie Laufen ist damit natürlich wieder unattraktiver geworden, denn wozu laufen, wenn man auf vier Rädern viel schneller unterwegs sein kann ;-). Aber auch hier gibt es Fortschritte, von an Wänden/Schubladengriffen/Händen entlanglaufen ist ein Übergang zu an einer Hand laufen/immer länger frei stehen/von Möbel zu Möbel laufen erkennbar. Nach dem jetzigen Schub wird er denke ich richtig durchstarten in Sachen Laufen und vor allem Sprechen. Es wird gebrabbelt und geredet was das Zeug hält, noch nicht jedes Mal verständlich, aber doch auffallend mehr als vor ein paar Wochen.

Das Mittelkind ist gerade mal wieder in einer schlimmen „Keiner mag mich. Alle schimpfen immer nur mit mir. Ich bekomme immer am wenigsten.“- Phase und ab und zu geht mir das ziemlich auf die Nerven bzw. manchmal stehe ich vor ihm und weiß nicht so richtig, wie ich am besten reagieren soll. Es entspricht definitiv nicht der Realität, er empfindet das nur so, aber wie kann man das ändern ? Erschwerend kommt hinzu, daß er hier an der Straße zu den jüngsten Jungs gehört, aber natürlich bei den Großen mitspielen möchte. Die davon nur mäßig begeistert sind bzw. ihn im Spiel dann entweder ausnutzen oder als Prügelknaben benutzen. Wenn dann noch ein auch nur ansatzweise lautes Wort zuhause fällt, ist es vorbei. Vielleicht hilft in dieser Sache nur die Zeit und Geduld haben ..

100 Prozent angekommen sind wir denke ich alle noch nicht, aber auf einem guten Weg. Langsam findet alles seinen Platz (wobei die letzten Wochen aufgrund des bösen Schubes des Jüngsten auch wieder sehr viel liegenblieb), die neuen Freundschaften vertiefen sich allmählich und das Alltagsleben bekommt wieder so etwas wie einen Rhythmus. Vielleicht findet sich auch irgendwann wieder mehr Zeit zum Bloggen oft schweben schon fertige Artikel in meinem Kopf herum, mir fehlt dann aber schlicht die Zeit, sie niederzuschreiben. Heute habe ich eine der seltenen Schlafpausen des Jüngsten genutzt, da in dessen Wachphasen eine PC-Pause quasi unmöglich ist. Mal sehen, wie es nach dem Schub wird !

Dies und Das

17. März 2012

Zur Zeit bin ich sehr müde. Seit Januar hat der Kleinste nachts nicht mehr durchgeschlafen. Erst steckte er in einem Schub, dann war er krank und aktuell schubt er wieder und ich vermute, daß auch endlich weitere Zähne durchbrechen (er hat immer noch nur 4 Zähne oben und 2 unten). Letzte Nacht war die schlimmste seit langem, ab 2 Uhr morgens war der kleine Sohn unruhig, jammerte und heulte herum, das zog sich über 2 Stunden, bis ich ihn dann völlig entnervt in unser Bett umzog, wo er nach nochmaligem Gejammer und Herumgewälze irgendwann in meinem Arm einschlief. Der Papa, der sonst hoch im Kurs steht, wird nachts kategorisch abgelehnt, einzig die Mama wird akzeptiert. Was mir einerseits schmeichelt, andererseits ein Abwechseln um ein Häppchen Schlaf abzubekommen nahezu unmöglich macht …

Der große Sohn hingegen scheint seinen Schub hinter sich gelassen zu haben, nach wochenlangem Gemotze und chronischer Unfreundlichkeit ist er plötzlich wie ausgewechselt, hilft mir wo er kann (letztens saugte er im Alleingang das halbe Erdgeschoss, putzte im Badezimmer den Spiegel und räumte anschließend sogar noch den Toberaum im Keller auf), spielt zufrieden mit seinem kleinen Bruder ohne Eifersucht zu zeigen und wirkt insgesamt wesentlich aufgeräumter und entspannter. Das freut mich sehr, waren meine Nerven doch schon ziemlich überbeansprucht.

Unsere Große benimmt sich stellenweise schon wie eine Dreizehnjährige und ich kann mir bereits ansatzweise vorstellen wie es dann sein wird, wenn sie dieses Alter tatsächlich erreicht hat (noch fehlen ganze 6 Jahre). Die Frisur muss sitzen, die Kleidung muß schick genug sein (noch freut sie sich aber über gebrauchte Klamotten vom Kleidermarkt) und sie macht sich finde ich viel zu viel Gedanken darüber, was ihre Mitschüler über sie denken. Für sie ist es natürlich auch nicht einfach, fast alle Schüler ihrer Klasse kannten sich schon aus dem Kindergarten, sie ist mitten in eine gewachsene Gruppe gekommen und muß sich als Zugereiste behaupten …

Ansonsten fällt mir um mich herum eine gewisse Erziehungsmüdigkeit auf. Es scheint normal zu sein, seine Kinder stundenlang vor dem Fernseher zu parken, es gibt kaum feste Zubettgehzeiten, Unhöflichkeit ist normal (meine Kinder würden nie auf den Gedanken kommen, eine fremde Mutter „Luschimama“ zu nennen  oder ihr Schimpfwörter nachzurufen) und manchmal komme ich mir vor wie ein Relikt aus der Steinzeit. Ich nehme meinen Erziehungsauftrag sehr ernst. Und das ist oft sehr anstrengend, aber ich denke, es lohnt sich. Hier gibt es z.B. einen Fernsehkuchen. Die Kinder bekommen ihn am Anfang der Woche, er beinhaltet 8 Viertelstundenstücke und diese dürfen frei eingeteilt werden, wenn der Kuchen allerdings „aufgegessen“ ist, müssen sie bis zur Ausgabe des nächsten warten. Meist reichen die zwei Stunden für vier Tage, manchmal schaffen sie es sogar, sich noch Stücke bis zum Wochenende aufzuheben. Ins Bett geht es jeden Abend gegen 19 Uhr, Ausnahmen gibt es, aber eher selten (meist wenn Besuch da ist). Unhöfliches Benehmen wird unterschiedlich behandelt. Werde ich im Befehlston ohne ein „Bitte“ angesprochen, stelle ich mich einfach taub. Bei Schimpfwörter stelle ich klar, daß ich das nicht möchte und erinnere die Kinder daran, daß sie selber auch traurig sind, wenn sie beschimpft werden, meist wirkt das ganz gut. Ich würde nie aus Bequemlichkeit in einer Sache nachgeben die mir wichtig ist, so laut das Geheule auch sein mag, denn langfristig zahlt sich Konsequenz aus und die Kinder wissen immer, woran sie sind.  Nun bin ich etwas abgeschweift, mir fiel dieses Thema nur in letzter Zeit vermehrt auf.

Aufgrund der vergangenen Horrornacht werde ich nun diesen Blogartikel beenden und schlafen gehen, obwohl es noch einiges zu schreiben gäbe. Demnächst wieder, wenn ich wacher bin …

Voller Erfolg

11. März 2012

Der gestrige Kleidermarkt war ein voller Erfolg und zwar in jeder Hinsicht. Freitag Abend hatte ich mich dazu aufgerafft, einen weiteren Kuchen zu backen, dieses Mal einen „Gute-Laune-Kirschkuchen“, und das war gut so, denn am Samstag blieb von den Kuchen kaum ein Stück übrig. Kleider und andere Dinge wurden ebenfalls in rauhen Mengen verkauft, ich selbst hatte den Vorteil, bereits am Vortag in aller Ruhe einkaufen zu dürfen und schlug dann auch zu.

Das allerbeste Schnäppchen war ein Fahrrad für unsere Tochter. Wir hatten uns schon den Kopf zerbrochen, wo wir günstig ein schönes Fahrrad in der richtigen Größe herbekommen könnten, als es mir dann buchstäblich vor die Füße fiel. Als ich den Fahrzeugraum betrat fiel es mir sofort auf. Rot (die Lieblingsfarbe unserer Tochter), Nabendynamo, 28 Gänge und aus Alu. Dazu noch eine eigentlich recht teure Marke. Kein Kratzer im Lack, nichts kaputt und bezahlt haben wir nur 75 Euro. Es wurde dann gestern bereits ausgiebig getestet und herumgezeigt und unser Kind ist rundum glücklich, genau wie wir Eltern. Ansonsten gab es noch ein paar Hosen, da diese quasi minütlich zerlegt werden, zwei fast neue Kleinkindbücher für unseren Jüngsten und dazu noch einen Sommerschlafsack. Ach ja, vergessen habe ich fast die Sitzstütze für den Fahrradanhänger, die den Kleinsten geradehalten soll, wenn er mal im Anhänger einschläft …

Meine Aufgabe während des Kleidermarktes war es dann, den Notausgang zu bewachen, so ziemlich der langweiligste Job, da ich zwei Stunden herumsaß und lediglich darauf achten musste, daß keiner mit seiner vollen Tasche durch diesen Ausgang schlich, bzw. hätte ich im Falle einer Massenpanik die Tür offenhalten müssen. Wenn ich aber eine andere Aufgabe gehabt hätte, hätte ich womöglich eine interessante Geschichte bzw. zwei neue Bekanntschaften verpasst.

Und das kam so. Ich saß dort herum, als plötzlich eine panische wirkende Frau auf mich zulief und mich bat, sie doch bitte hinauszulassen, da vorne bei den Kassen kein Durchkommen mehr sei und sie dringend ihr Baby stillen müsse, das draußen bei ihrem Mann sei. Ich hatte Mitleid, kontrollierte noch die leere Tasche und ließ sie hinaus. Ein paar Minuten später hörte ich sehr lautes Babygebrüll und sie kam mit Mann und Kind wieder herein, um dann auf der Bank mir gegenüber ihren Säugling zu stillen. Völlig überrascht war ich dann aber, als ich das Gesicht ihres Mannes sah. War es doch der letzte Freund den ich hatte, bevor ich meinen jetzigen Mann kennenlernte ! Es stimmt wirklich, man sieht sich immer zwei Mal im Leben …

Die Beziehung ging damals nicht sehr glücklich auseinander, aber nach mehr als 11 Jahren relativiert sich alles wieder und wir unterhielten uns sehr nett. Die nächste Überraschung folgte dann ein paar Minuten später. Die Frau wollte ihren Sohn wickeln und ich bot ihr an, in unseren Abrechnungsraum nebenan zu gehen. Sie meinte dann, sie würde ihren Sohn abhalten und brauche eine Toilette. Als ich antwortete, daß auch unser Sohn zumindest zeitweise windelfrei aufwächst war auch sie sehr erstaunt und nachdem der Kleine versorgt war, unterhielten wir uns noch eine Weile. Es kam noch eine Freundin dazu, die mir eröffnete, daß auch sie ihr Kind abhält, sie habe sich von ihrer Freundin anstecken lassen. Da treffe ich monatelang niemanden, der sein Kind so aufwachsen lässt und dann begegnen mir gleich zwei Frauen auf einmal !

Wir vereinbarten dann, daß wir uns in den nächsten Wochen irgendwann treffen werden umd tauschten Namen und Telefonnummern aus. Ich werde mich auf jeden Fall bald bei den Beiden melden und sie zu mir einladen, denn erstens waren sie mir ungeheuer sympathisch und zweitens verbindet uns eben auch das Thema Windelfrei, das von vielen falsch verstanden bzw. ungläubig und äußerst kritisch betrachtet wird …

Insgesamt also ein voller Erfolg in jeder Hinsicht, aber sehr anstrengend. Freitag 3,5 Stunden Kleidung vorsortieren, Samstag von 8 bis um 17:30 Uhr Organisieren, Helfen und Rücksortieren (ich kann keine Nummern mehr sehen, insgesamt waren es 173 Körbe mit Kleidung, Spielsachen und Schuhen !) und dazwischen noch Kuchen backen, Brezen aufbacken und mit Butter beschmieren, außerdem hatte ich am Samstag morgen noch Pizzaschnecken gebacken fùr alle Helfer.

Heute lassen wir es ruhig angehen und es steht nicht viel auf dem Programm. Und zum Glück sind es noch 7 Monate bis zum nächsten Kleidermarkt …

3 auf einen Schlag

8. März 2012

Heute war Weltfrauentag. Und was habe ich gemacht ? Den ganzen Nachmittag damit verbracht, 3 Torten für den Kuchenverkauf am Samstag (Kleidermarkt im Kindergarten) zu backen …

Fantaschnitten, eine Amarena-Nuss-Torte und ein Whiskey-Preiselbeer-Schoko-Zupfkuchen sind entstanden. Vielleicht nicht unbedingt das, was man einem solchen Tag normalerweise machen sollte, aber wenigstens bringt es Geld in die Kasse des Elternbeirates 🙂

Morgen dann eventuell noch zwei Kastenkuchen und Muffins, für Samstag stehen dann Pizzaschnecken auf dem Programm, als Ersatzmittagessen für die Kleidermarkthelfer. Vielleicht sollte ich doch ein Cafe aufmachen …

Ansonsten hat unsere Tochter gestern ihren ersten Milchzahn verloren, ein großes Ereignis, das wir nach dem Kleidermarkt noch gebührend feiern werden.

Der Jüngste hängt nach wie vor pausenlos jammernd an meinem Bein, die Fotos von „io“ („Maultaschen oder Ravioli“) gleichen dem Bild, was sich mir hier täglich bietet. Vielleicht schaffe ich es auch mal, das Ganze festzuhalten und dann auch mal auf den Computer zu bringen, zur Zeit reicht meine Energie nur für schnöden Text.

Deshalb geht es jetzt auch ganz schnell ins Bett und ich hoffe, ich habe dieses auch einige Stunden für mich ohne einen heulenden, um sich schlagenden Sohn neben mir. Wann platzt endlich der Knoten mit dem Laufen, ich denke das würde vieles wieder entspannen …

Anhalten bitte

4. März 2012

Die Tage rasen momentan förmlich dahin. Gefühlt ist es eine Stunde nach dem Frühstück schon wieder Abend, Freitag folgt auf Montag. Dazwischen ein schubendes Kleinkind, das mir durchgehend am Bein hängt und wahlweise wütend kreischt oder jämmerlich heult, nicht weiß was es eigentlich will und vollkommen unzufrieden mit seiner Situation ist. Das Laufen klappt noch nicht, das Sprechen trotz eifrigster Versuche auch noch nicht (sehr amüsant war heute Abend das Nachahmen meines Niesens in Form eines „Haschi !“) und überhaupt ist alles doof. Hunger ? Ja, aber was soll ich nur essen ? Durst ? Ja, aber soll ich jetzt alleine aus dem Glas trinken oder es mir doch lieber von Mama an den Mund halten lassen ? Müde ? Ja, eigentlich schon, aber Schlafen ist auch irgendwie blöd …

Das könnte man nun beliebig fortführen. Dazu kommt noch panische Angst, sobald ich den Raum verlasse und wenn es nur für 2 Sekunden ist.

Es passiert sehr viel, das ich gerne bloggen würde, komme aber nicht dazu. Untertags sowieso nicht, abends bin ich platt. Die Nächte sind unruhig, da wird denke ich alles neu Gelernte intensiv verarbeitet, manchmal reicht es, wenn ich den Jüngsten ein paar Minuten in den Arm nehme und drücke sobald er weinend aufwacht, manchmal dauert es eine halbe Stunde, bis er wieder einschläft.

Ansonsten haben wir hier die Eissaison eröffnet, vorgestern war Karamelleis dran (war mir viel zu süß und intensiv, noch verbesserungswürdig), heute Schokoladeneis. Nebenbei habe ich ein Blech Haselnüsse geröstet für das Haselnusseis, das demnächst auf dem Plan steht. Außerdem bin ich dem Cupcakefieber verfallen, seit ich vor einer Woche einen ersten Versuch gestartet hatte, gehen mir diese niedlichen Törtchen nicht mehr aus dem Kopf. Heute also neben Schokoladeneis auch noch Zitronencupcakes mit einer Füllung aus selbstgemachtem Lemoncurd (da könnte ich mich reinlegen, ich liebe alles was mit Zitronen zu tun hat). Klingt nach viel Kalorien und Arbeit, aber Kochen und Backen entspannt mich und gerade am Wochenende kann ich mich in dieser Hinsicht ausleben. Da hängt nämlich unser schubender Jüngster auf Papas Arm oder wird von seinen Geschwistern bespielt und ich kann fast ungestört werkeln. Und wenn das Wetter in den nächsten Wochen weiterhin einigermaßen frühlingshaft bleibt, werden die angefutterten Kilos einfach mithilfe meines Lieblingssportgeräts (Fahrrad mit kleinem Kind im Anhänger dahinter) wieder abtrainiert (dann bleibt das Auto stehen und es wird auch der Wocheneinkauf mit dem Fahrrad erledigt – 6 km einfache Strecke sind denke ich geeignet für ein gutes Training).

Diese Woche dann zusätzlicher Stress in Form des hiesigen Kleidermarktes, da ich Mitglied im Elternbeirat des Kindergartens bin, werde ich dem Ganzen nicht entkommen können. Das obligatorische Kuchenbacken für den Verkauf ist das geringste Übel, siehe oben. Es steht aber auch die Verpflegung sämtlicher Helfer an, das Vor- und Rücksortieren der zum Verkauf stehenden Kinderkleidung und anderer Artikel, außerdem bin ich zuständig für die Überwachung, die auch das Aufräumen zerwühlter Kleiderstapel vorsieht. Am Sonntag ist dann alles vorbei und die Kasse hoffentlich gut gefüllt, handelt es sich bei diesem Markt doch um die Haupteinnahmequelle des Elternbeirates.

Nun aber erstmal ins Bett krabbeln und ein wenig Energie für die neue Woche sammeln ….