Archive for the ‘26.SSW’ Category

Bauchfoto 26.SSW

7. Oktober 2010

Hmmmm, irgendwie nicht viel größer als letzte Woche – allerdings fühle ich mich trotzdem doppelt so schwer 😉

Nun sind es nur noch/immer noch 14 Wochen, mal sehen, was da noch an Wachstum drin ist …

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Yoga die dritte

6. Oktober 2010

Heute Vormittag wieder Yoga. Und ich muß sagen, mit der etwas seltsamen Art der Kursleiterin komme ich zwar nach wie vor nicht so wirklich klar, aber die Übungen machen Spaß. Und entspannen 🙂

Wenn ich dann noch das meist sinnfreie Gelaber ausblende, mit leerem Hirn einen Text mitsinge, den ich nicht verstehe, dann fahre ich ganz schnell herunter und während der Entspannungsphase bin ich dann sogar eingeschlafen 🙂

Heute turnte auch mein Sohn im Bauch mit, sonst verschlief er immer die ganzen 1,5 Stunden, aber heute war Action angesagt. Er drehte und wand sich, strampelte mit den Füßchen und kugelte quer durch den Bauch – ein schönes Gefühl, da er es viel zu selten macht.

Die Kontraktionen, die ich die letzten 2-3 Wochen hatte werden auch deutlich weniger und ich habe das Gefühl, mehr und mehr zur Ruhe zu kommen. Gleichzeitig habe ich immer weniger Lust auf Schwangersein und mir wird immer ganz anders wenn ich daran denke, daß ich den Bauch noch ca. 14 Wochen mit mir herumschleppen muß. Schwangersein ist auf der einen Seite schön, auf der anderen Seite anstrengend und nervig, vor allem wenn es nicht die erste Schwangerschaft ist.

Auf das Ergebnis freue ich mich aber von Tag zu Tag mehr und kann es kaum erwarten, diese kleine Bolle im Arm zu halten 🙂

4:30

6. Oktober 2010

Diese Zeit kann ich momentan jeden Morgen an meinem Wecker ablesen, wenn ich aufwache. Und nein, es sind keine Kinder, Marder oder Ehemänner beteiligt. Ich wache einfach auf und habe das Gefühl, es sei schon Aufstehzeit.

Nach einigen Malen unruhig hin- und herwälzen schlafe ich wieder ein, bis mein Mann dann gegen 5:30 Uhr aufsteht und ich wieder wach werde. Danach nickere ich nochmals ein und wache gegen 6:30 Uhr auf, das ist dann endlich auch unsere normale Aufstehzeit (also meine und die der Kinder).

Aber warum wache ich schon so früh auf ? Obwohl ich noch gar nicht wirklich ausgeschlafen bin (nach 6 Stunden Schlaf eher unwahrscheinlich) ? Einerseits bin ich froh, daß ich wenigstens zwischendurch nicht geweckt werde oder von selber wach werde, aber ich würde unwahrscheinlich gerne mal wieder 7-8 Stunden am Stück schlafen.

So schleppe ich mich dann tranig durch den Tag, bin ab 15 Uhr am Dauergähnen und komme abends kaum mehr vom Sofa hoch.

Die letzten Tage war es sogar soweit, daß ich zusammen mit dem Töchterchen (das ja bekanntermaßen eher Probleme beim Einschlafen hat) ins Bett gegangen bin – sie schläft sowieso meist erst gegen frühestens 21 Uhr ein, also lege ich mich gleich dazu.

Was ich komisch finde ist die Tatsache, daß es völlig egal ist, ob ich um 21 Uhr oder um 23 Uhr einschlafe – jeden Morgen grinst mich wieder die 4:30 Uhr an …

Falls jemand einen Tip oder ähnliche Probleme hat, her damit 🙂

Hallo Sodbrennen !

5. Oktober 2010

Eigentlich habe ich Dich nicht wirklich vermisst. Aber jetzt bist Du wieder da. Pünktlich zur Mitte des 7.Monats …

Gestern Abend konnte ich geschlagene zwei Stunden nicht einschlafen, es brannte, ich musste ständig aufstoßen, einfach ekelhaft. Und das, obwohl ich vorsorglich gegen 18 Uhr zuletzt etwas gegessen hatte.

Es scheint aber davon abzuhängen, wie das Kind liegt. Bisher lag es ja überwiegend in Querlage bzw. zusammengeklappt mit dem Gesicht zum Rücken. Eine magenschonende Position. Gestern rumpelte es dann ordentlich im Bauch und das Kind lag plötzlich anders. Wie es nun liegt kann ich schlecht beurteilen, jedenfalls drückt es mit seinem ganzen Gewicht Richtung Magen. Und der nimmt das übel, im wahrsten Sinne des Wortes.

So werde ich heute höchstwahrscheinlich zur Apotheke pilgern und mir wieder das Wundermittel besorgen, das mit schon in den letzten Schwangerschaften geholfen hat. Ein Algengel (wenn ich mich recht erinnere), das zwar schmeckt wie frischer Nasenrotz (iiihhhh), aber umgehend Erleichterung verschafft. Und vor allem nicht systemisch wirkt, also nicht vom Kreislauf aufgenommen wird.

Ab jetzt wird es gegen Abend nichts mehr Fettes, Saures oder Süßigkeiten geben, sonst bereue ich das bitter, sobald ich im Bett liege …

Normale Geburt – ein Auslaufmodell ?

2. Oktober 2010

Ich weiß ja nicht, wie es anderen Frauen damit geht. Aber mich erschrecken die enorm ansteigenden Kaiserschnittraten enorm. Und nicht nur diese, sondern auch die erhöhte Bereitschaft, in einen normalen Geburtsverlauf einzugreifen, und sei es nur, daß die Fruchtblase vorzeitig gesprengt wird …

Es kann doch nicht sein, daß Geburten heutzutage soviel komplizierter und behandlungsbedürftiger ablaufen als früher. Vor einigen Jahren, da war ein Kaiserschnitt noch eine Notfallmaßnahme, etwas, das nicht besonders häufig vorkam und wenn, dann nur nach vernünftig gestellter Indikation. Mitterweile hat sich das gewandelt. Schon während der Schwangerschaft wird ein Kaiserschnitt vorgeschlagen, da entweder das Baby zu schwer oder zu leicht, das Becken der Frau angeblich zu eng oder aber auch  zuviel Angst vor einer normalen Geburt bei der Gebärenden vorhanden ist.

Um den Termin herum geht es dann erst richtig los. Wenn das Kind nicht termingerecht kommen will (was die unterschiedlichsten Ursachen haben kann, oft liegt auch einfach ein Rechenfehler vor), wird sehr schnell Druck gemacht oder versucht, die Geburt „anzuschubsen“. In vielen Fällen kann das gutgehen. In sehr vielen Fällen geht das Ganze aber nach hinten los, es werden oft tagelang künstliche Wehen produziert, bis die Frau (und auch das Kind) viel zu erschöpft ist, um noch auf normalem Weg zu gebären.

Kommen doch von alleine Wehen, wird auf jede Unregelmäßigkeit geachtet, der Muttermund soll sich lehrbuchmäßig öffnen (ca. 1 cm pro Stunde – und wehe, das tut er nicht), das CTG „schön“ aussehen und die Frau möglichst alle Anweisungen befolgen. Geht es nicht schnell genug, wird oft als erste Maßnahme die Fruchtblase gesprengt. Das verschlimmert den Wehenschmerz, woraufhin dann eventuell eine PDA angeboten oder verlangt wird. Da die Wehenintensität darunter oft nachlässt, wird eventuell ein Wehentropf angehängt. Dieser produziert wiederum Wehen, die die Frau zwar kaum mehr spürt, die aber keine „normalen“ Wehen sind, worunter wiederum das Kind Probleme bekommen kann. Daraufhin wird dem Kind in vielen Fällen Blut aus der Kopfschwarte entnommen, da die Herztöne schlechter werden bzw. noch mehr Druck gemacht, daß das Kind bald kommen muß.

Schlußendlich stehen Mutter und Kind unter Stress, was wiederum die Geburt verzögert oder sogar unmöglich macht und an dieser Stelle wird dann oft ein Kaiserschnitt gemacht.

Es läuft natürlich nicht jede Krankenhausgeburt so ab. Und sicher können Frau und Kind auch Glück haben und entweder eine Bilderbuchgeburt in Standardzeit hinlegen oder an Krankenhauspersonal geraten, das entspannt und ruhig an Geburten herangeht. Aber oft ist es eben heutzutage anders.

Dadurch werden viele Frauen von vornherein verunsichert und wählen lieber gleich die „sichere“ Methode, den geplanten Kaiserschnitt. Selbst wenn sie noch nie selber eine Geburt erlebt haben. Wenn man aber täglich hört und liest, wie schrecklich Geburten sind, bekommt man eben irgendwann Angst und denkt, mit einer OP sei das Problem gelöst …

Ich selber habe meine Kinder zu Hause entbunden. Mit einer Hebamme, der ich blind vertraute, die sich kaum in den Geburtsverlauf einmischte und einfach nur anwesend war, genau wie mein Mann. Die mich beruhigte, wenn ich gerade etwas Zuspruch brauchte, aber ansonsten im Hintergrund war. Ich selber hatte vor der Geburt an sich nie Angst. Ich habe auf die Natur und meinen Körper vertraut, war aber natürlich trotzdem vorbereitet auf einen Umzug ins Krankenhaus, falls unvorhergesehene Komplikationen aufgetreten wären (und dann ist das Krankenhaus in meinen Augen auch der richtige Ort). Die Geburten waren ziemlich lang, anstrengend und wesentlich heftiger, als ich erwartet hätte. Ich hatte aber keinen Zeitdruck, konnte entscheiden, was ich gerade wollte und was nicht, ich fühlte mich geborgen.

Ich will damit nicht sagen, daß eine Hausgeburt das Nonplusultra ist oder für jeden das Richtige ist. Man kann sein Kind nur dort sicher bekommen, wo man sich auch sicher fühlt.

Oft ist diese Sicherheit aber eben trügerisch und mich macht es teilweise sehr wütend, wie viele Frauen um ihr positives Geburtserlebnis gebracht werden, obwohl sie voller Vertrauen in eine Klinik gehen …

Hoffentlich ist der Trend zu Kaiserschnitt und Eingriffen in die Geburt ein vorübergehender, ähnlich wie die Ablehnung gegenüber dem Stillen vor ein paar Jahrzehnten. Hoffentlich heißt es wenn meine Tochter erwachsen ist nicht „… damals, als die Frauen ihre Kinder noch primitiv auf die Welt brachten …“ …

Stürmische Zeiten

1. Oktober 2010

Gerade eben ist meine Hebamme wieder gefahren. Und ich bin froh, daß sie da war. Daß sie sich über eine Stunde Zeit genommen hat, mir zugehört hat, mich getröstet hat.

Diese Woche war einfach zuviel los. Ein Termin nach dem anderen, dann gestern Abend/Nacht bzw. heute am frühen Morgen die entgültige Entscheidung, uns von unserem Architekten zu trennen und quasi fast neu anzufangen, eine Tochter, die abends immer unwilliger wird, wenn es ins Bett gehen soll und wir eigentlich unsere Ruhe haben möchten (die wir dringend bräuchten) und dann noch das massive Wachstum meines Bauches …

Als die Hebamme zur Tür hereinkam, hatte ich gerade mit meinem Mann telefoniert und wir waren nochmals am Diskutieren wegen Architekt, Hauskosten, u.s.w. …

Sie traf mich also nicht gerade sehr entspannt an. Nach ein paar Minuten Gespräch brach dann alles aus mir heraus, ich heulte mich bei ihr aus und fühlte mich anschließend gleich wesentlich besser.

Es ist wirklich zuviel. Ich sehe so viele Baustellen alleine hier im Haus, ständig denke ich darüber nach, wann und wie ich alles sortieren und ausmisten soll, mein Mann ist völlig gestresst, da er übermäßig viel zu tun hat in der Arbeit, der Hausbau schleppt sich total und fängt nun höchstwahrscheinlich erst im März an, zwei Monate nach der Geburt, u.s.w. …

Trotzdem ist noch Energie da und ich spüre, daß ich innerlich nach wie vor eine gewisse Ruhe habe. Selbst mein Blutdruck war ziemlich niedrig, dafür daß ich mich kurz davor aufgeregt hatte, lediglich 100/70 brachte ich zustande 🙂
Das beruhigt mich und ich bin mir sicher, daß wir das schaffen werden. Auch wenn mir alles über den Kopf zu wachsen scheint und ich kaum mehr Land sehe.

Mein Lieblingsbild, daß ich zur Zeit immer visualisiere wenn ich denke, es geht nicht mehr, ist das von meinem Mann und mir, wie wir in 1,5 Jahren abends friedlich aneinandergekuschelt vor unserem Kamin sitzen, die Kinder alle im Bett, wir uns entspannt zurücklehnen, seufzen und murmeln „Wir haben es endlich hinter uns !“. Dieses Bild hält mich am Leben und bringt mich dazu, immer wieder aufzustehen und weiterzumachen.

Ich hoffe trotzdem, daß sich alles ein wenig beruhigt nach dem Architektenwechsel, daß uns die Witterung im Frühjahr wohlgesonnen sein wird und wir uns in allen anderen Dingen gut einigen werden …