Archive for November 2010

Ambivalente Gedanken

30. November 2010

Zur Zeit kreisen meine Gedanken fast nur noch um die Geburt und die Ankunft unseres dritten Kindes. Und diese Gedanken sind durchaus sehr ambivalent und gemischt.

Bevor ich schwanger wurde, wünschte ich mir dieses Kind von ganzem Herzen. Als ich dann schwanger war, fühlte ich unbändige Freude, andererseits fühlte ich mich stellenweise hundeelend.

In der Mitte der Schwangerschaft plätscherte alles so dahin, die Beschwerden vom Anfang waren vorbei, neue noch nicht in Sicht, die Geburt noch weit weg ..

Jetzt sind es noch gut 6 Wochen, vielleicht auch weniger, und ich fange an zu Grübeln. Da ist immer noch große Vorfreude, Neugierde auf dieses kleine Wesen, Spannung. Auf der anderen Seite ein wenig Angst. Angst davor, wie sich dieser kleine Mensch in die Familie einfügen wird. Wie die Geschwister damit umgehen werden. Ob ich wieder so am Ende sein werde körperlich, wie bei den anderen beiden Geburten.

Dieses Mal mache ich mir wenigstens keine Gedanken darüber, ob ich die gleiche Liebe für dieses Kind empfinden werde wie für seine Geschwister. Das weiß ich mittlerweile, daß in einem Mutterherz unendlich viel Platz ist und sich die Liebe nicht teilt, sondern einfach vervielfältigt. Ich weiß, daß dieses Kind schlüpfen wird und ich mir nach ein paar Tagen nicht mehr werde vorstellen können, wie es ohne diesen Zwerg war 🙂

Aber wie wird es der großen Schwester gehen, die plötzlich zwei kleine Brüder hat ? Wie wird der Bruder reagieren, der plötzlich Mittelkind und großer Bruder wird ? Wie werden die Beiden damit umgehen, daß ich erstmal nicht mehr so machen kann wie vorher, daß ich nicht ständig präsent und voller Energie bin (bin ich natürlich jetzt auch nicht mehr wirklich, aber ich gebe mein Bestes und es ist bestimmt jetzt noch einfacher als danach) ?

Richtig große Angst ist es nicht. Aber eben so ein wenig Unsicherheit, die sich in mein Gehirn bohrt und es zum Kreiseln bringt. Und es ist nicht nur die Zeit kurz nach der Geburt. Auch die Gedanken, wie es wohl sein wird, wenn die Großen richtig „groß“ sind, aber das Geschwisterchen noch zu klein, um Mitzuhalten. Ich hatte bisher nur einen Abstand von 20 Monaten und jetzt einen von 4 Jahren !

Vielleicht liest jemand mit, der mich beruhigen kann und schon Erfahrungen in die Richtung gemacht hat. Der mir sagt, daß alles gut wird und ich mir keine Sorgen zu machen brauche. Und vielleicht hört ja kurz vor der Geburt dieses Gedankenkarussell wieder auf und ich habe gar keine Zeit und Kraft mehr, zu grübeln …

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Jugendliche Hitze

29. November 2010

Da die große Schwester heute auf dem nächsten Kindergeburtstag war und der kleine Bruder leider keine Einladung bekommen hatte, machte ich mich kurzerhand mit ihm zusammen auf den Weg zum Schlittenhügel, als kleiner Trost.

Für mich war es ein ziemlicher Marathon ca. 2 km durch Schnee und Kälte zu hatschen, aber was tut man nicht alles, um ein unglückliches Kind wieder ein bißchen glücklicher zu machen 🙂

Dort angekommen zeigte mein Sohn eine für ihn ziemlich untypische Ausdauer, er akzeptierte sogar, daß ich den Schlitten nicht mehr den Hügel hinaufziehen kann (ich verfalle ja schon in Schnappatmung, wenn ich nur die Kellertreppe hochgehe) und erledigte dies selbstständig über eine Stunde lang, am Schluß auf allen Vieren 😉

Während ich da also auf dem Hügel stand, näherten sich zwei Mädels, ca. 14-15 Jahre alt, in der Hand Plastiktüten. Schlitten sind in dem Alter wahrscheinlich uncool, deshalb die Tüten, auf denen sie den Hang hinunterrutschen wollten. Was mich aber eigentlich in den Bann zog war die kleidungstechnische Ausrüstung der Beiden. Knallenge Stretchjeans, Sweatjacken, schicke Lederstiefelchen (die schon tiefgefroren aussahen), weder Mütze, noch Schal, noch Handschuhe ! Und das bei -1 Grad und einem sehr unangenehmen Wind. Ich stand schnatternd da, in insgesamt 4 Schichten gehüllt (Unterhemd, Langarmshirt, Fleecepulli, knielange Daunenjacke) und kam mir richtig alt vor …

Ich hätte mir sogar noch eine wärmende Strumpfhose und eine schwangerengerechte Schneehose hergewünscht …

Schlußendlich brachen wir deswegen auch nach dieser einen Stunde auf, nicht etwa wegen eines verfrorenen, müden Kindes, sondern einer verfrorenen, müden Mutter.

Schön war es trotzdem, frische Luft tut einfach gut und einem vergnügten Kind sehe ich immer gerne zu, aber vielleicht hat jemand Tips, wie man sich als Hochschwangere gegen diese unangenehme, fiese Kälte schützen kann und vor allem gegen die Nässe von unten (die Jeans wurde am unteren Ende doch ziemlich nass …). Gibt es irgendwo solche Plastikstulpen, die man über die Winterstiefel bis zum Knie hochziehen kann ? Oder sonst irgendetwas ?

Ich hätte unheimlich gerne mit meinem Sohn getauscht, der sich in seinem mollig warmen, wasserdichten Schneeanzug samt wind- und wasserdichten Handschuhen sichtlich wohl fühlte 🙂

Schneeflöckchen …

29. November 2010

Der Blick von der Haustür aus, heute morgen um 7 Uhr (mittlerweile hat es noch eine ganze Menge mehr heruntergeschneit) …

Blöder Schnee

29. November 2010

Eigentlich mag ich Schnee schon gerne. Aber wenn man hochschwanger ist und es soviel schneit, daß die freigeräumten Stellen nach ca. einer Stunde schon wieder vollgeschneit sind, dann hört der Spaß auf.

Autofahren macht auch überhaupt keinen Spaß, ich bin heute stellenweise ziemlich herumgerutscht, obwohl ich maximal 20 km/h gefahren bin !

Kann das nicht mal jemand abstellen ? Zumindest bis heute Abend, wenn mein geliebter Mann wieder zu Hause ist und das Zeug wegräumen kann ???

Die Kinder freut es enorm, die werden heute begeistert im Weiß herumtoben und todmüde in die Betten fallen. Wenigstens ein Vorteil 😉

Herzschmerz

28. November 2010

Oje, heute morgen musste ich viele Tränen trocknen. Und beinahe meine eigenen auch noch.

Unser Sohn freut sich bereits seit Wochen auf die Geburtstagsfeier seines Freundes (der Sohn meiner besten Freundin). Diese findet heute statt, in einem Kasperletheater, mit anschließendem Waffelessen und Spielen.

Nun ist es so, daß er zwar heute morgen nur noch erhöhte Temperatur hatte, aber einen sehr geschwächten Eindruck macht, der Rotz fließt immer noch aus der Nase, die Lunge klingt wie ein verrosteter Blasebalg und insgesamt ist dieses Kind alles andere als gesund. Nach einem Telefonat mit meiner Freundin stand fest, daß er lieber hier bleiben sollte, denn dort in dem Theater ist es sehr warm, die Kinder sitzen dicht an dicht, da macht sich eine Virenschleuder nicht besonders gut 😦

Ich wurde übelst beschimpft („Du blöde Mama ! Du bist so gemein !“), mein Kind brach laut heulend zusammen und berappelte sich erst wieder einigermaßen, als Papa und Schwester zum Fest aufgebrochen waren (Beginn ist um 11 Uhr). Ich kann es so gut verstehen. Das habe ich ihm auch erklärt, daß ich ihn gerne hingebracht hätte, daß ich selber traurig bin, daß er nicht gehen kann und daß er ruhig sauer und traurig sein darf. Vor allem da seine Schwester morgen schon wieder auf einen Kindergeburtstag eingeladen ist und er ausdrücklich nicht …

Ein wenig hat ihn getröstet, daß er morgen zum Nachfeiern und Vertilgen der Geburtstagskuchenreste eingeladen wurde falls es ihm wieder besser geht, noch mehr die Tatsache, daß er vor dem Fernseher sitzen und „Mumins“ gucken darf 🙂

Solche Situationen finde ich immer sehr schlimm. Einerseits müssen Kinder natürlich lernen, mit soetwas umzugehen, daß eben nicht immer alles klappt und manchmal höhere Mächte am Zug sind, andererseits tut es mir jedesmal sehr weh, sie dann so leiden zu sehen, diese echte Verzweiflung …

Für viele Erwachsene mag es vielleicht „nur“ ein Kindergeburtstag sein, aber für so einen kleinen Menschen bricht dann fast die ganze Welt zusammen …

Nun werde ich mich mal wieder zu dem kranken Huhn gesellen und ihm Gesellschaft beim DVD gucken leisten …

Virenalarm

27. November 2010

Tja, vergangene Woche wahrscheinlich ein Brechvirus (zum Glück blieb der Rest der Familie bisher verschont), seit heute Nacht ein Hust-Rotz-Fieber-Virus, der wieder einzig unseren Sohn erwischt hat, die arme Socke …

Letzte Nacht hustete er sich fast wieder bis zum Erbrechen, nach zwei Gaben Hustenstiller im Abstand von jeweils 5 Stunden (den gebe ich im Notfall dann nachts doch, denn sonst können weder wir uns noch er sich erholen …) ging es einigermaßen, dafür fing er gegen frühen Morgen an zu glühen und das Thermometer zeigte vor dem Frühstück 38,9 °C an.

Trotzdem war er erstaunlich gut gelaunt, zumindest bis mittags, dann brach  nach und nach alles zusammen und vorhin habe ich dann ein kleines Häuflein Elend in den Schlaf gesungen, das mit Rotznase, Röcheln und Apfelbäckchen still vor sich hinlitt 😦

Ich selber fühle mich auch wie vom Laster überfahren und werde baldmöglichst das Bett aufsuchen, so einen Infekt kann ich momentan wirklich nicht gebrauchen. Die Schwangerschaft schlaucht schon genug, ich bin sowieso viel langsam als sonst, das würde mir den Boden unter den Füßen wegreißen …

Bitte eine Runde Daumendrücken, daß unser Sohn der einzige Malade bleibt und nicht noch weitere Familienmitglieder folgen !

Wie Hund und Katz …

26. November 2010

Was haben diese Kinder nur ? Seit vorgestern benehmen sie sich buchstäblich wie Hund und Katz. War es vorher so, daß sie gleich nach dem Kindergarten friedlich im Kinderzimmer verschwanden und für ca. 1-2 Stunden nicht mehr auftauchten, bekriegen sie sich nun rund um die Uhr.

Ständig Geschreie, mit den Fäusten aufeinander losgehen, Kratzen, Beißen, Treten …

Ich mische mich kaum ein (manchmal ist es doch nötig, bevor Blut fließt), da ich nicht die Rolle des Schiedsrichters übernehmen möchte und das meiner Meinung nach auch wenig Sinn hat (meist wird es dann nur noch schlimmer), aber es geht mir gehörig auf die Nerven.

Vielleicht spielt es eine Rolle, daß sich unsere Tochter mehr und mehr von ihrem Bruder distanziert. Bisher waren sie unzertrennlich. Einer konnte nicht ohne den anderen, es herrschte absolute Harmonie. Die Interessen waren allerdings auch sehr ähnlich und dadurch ergab sich genug „Spielstoff“. Nun ist es so, daß das Töchterchen seit einigen Tagen richtig gut lesen kann und das auch ständig und überall demonstriert und übt. Außerdem hat sie im Kindergarten mittlerweile ihre „Vorschulclique“, die kleine Brüder vom Spielen ausschließt. Das ist für ihn natürlich ziemlich bitter und er reagiert teilweise sehr aggressiv auf diese Ausgrenzung.

Mir tut mein Sohn wahnsinnig leid und das Gestreite ist manchmal wirklich ziemlich nervig, mir fällt aber bisher einfach keine Lösung ein. Einmischen kann ich mich schlecht, denn ich kann weder meine Tochter noch die anderen Kinder zwingen, sich mit ihm abzugeben, Trost kann ich ihm aber auch nur bedingt spenden, denn was hilft es schon, wenn Mama ihn in den Arm nimmt, er aber trotzdem alleine stehenbleibt 😦

mein bester Freund

26. November 2010

… wird in Zukunft Milchreis sein 🙂

Vielen Dank für die vielen guten Tips von gestern Abend. 2-3 hatte ich schon gelesen, da kam mir die Idee, es mal mit Milchreis zu probieren. Milch soll ja sowieso helfen (pur tat sie es bisher leider nicht …), Reis wirkt ebenfalls neutralisierend und saugt Flüssigkeit auf, also dachte ich mir, das könnte ein gutes Bindemittel sein für die Magensäure.

Und siehe da, ich aß einen ganzen Topf voll, sogar mit Zimtzucker obendrauf, und das Sodbrennen war weg 🙂

Erst hatte ich Angst, es würde vielleicht wiederkommen, aufgrund der großen Menge, die ich gegessen hatte (immerhin ein halber Liter), es blieb aber alles ruhig und ich schlief die komplette Nacht sogar durch (bis auf 2 oder 3 Mal Umwälzen aufgrund von Hüftschmerzen).

Nun habe ich mein Geheimmittel gefunden und bin sehr zufrieden damit, Milchreis mochte ich schon immer gerne. Da ich ihn aber nicht jeden Abend essen möchte und das bestimmt auch nicht besonders figurfreundlich wäre, fuhr ich vorhin dann doch noch zur Apotheke und habe mir Gaviscon besorgt, das  mich schon in den letzten beiden Schwangerschaften begleitete und immer mein Rettungsboot im Sodbrennenmeer war.

Es brennt und brennt und brennt …

25. November 2010

Hat irgendjemand gute Tips gegen dieses elendige Sodbrennen ? Heute ist es besonders schlimm, ich habe seit mittags nicht mehr gegessen und trotzdem habe ich ständig Magensäure in der Speiseröhre 😦

Ich würde so gerne wenigstens eine Kleinigkeit essen, damit ich heute Nacht keinen Hunger bekomme, aber mir fällt nichts ein, was da ratsam wäre.

Falls jemand mitliest, der damit Erfahrung hat, wäre ich dankbar für einen Vorschlag …

 

Edit: Milch hilft gar nicht (weil das schon mal geraten wurde) und die Apotheke hat leider auch schon zu …

Vollmond oder was ?

25. November 2010

Hängt das mit dem nahenden Vollmond zusammen oder stehen die Sterne schief ?

Hier war heute den ganzen Nachmittag Gejaule und Gejammere, weniger die Tochter, dafür aber der Sohn.

Ständig „Mama, ich will dieses, ich will jenes“ und auf meine Antwort „NEIN“ kam dann immer „Bitte, nur eine Ausnahme, bitte, bitte, bitte !“, auf ein erneutes „NEIN“ Geschreie, dann irgendwann nur noch „Du blöde Mama !“ und teilweise auch Tritte oder Schläge.

Es gipfelte dann heute Abend im Versuch eines Trittes gegen meinen Bauch, da war für mich Schluß mit Lustig und ich bin ziemlich ausgerastet. Ergebnis dann ein am Boden zerstörtes, heulendes, schluchzendes Kind, das seinen ganzen Tageskummer herausweinte und sich beklagte, wie schlecht die Welt sei und daß es nie wieder in den Kindergarten ginge und überhaupt seine Koffer packen und zu Opa und Oma fahren wolle …

Zu 90% bin ich ein sehr ruhiger, entspannter Mensch, ich ertrage Gejaule stundenlang, aber das heute war wirklich irgendwie sehr anstrengend. Vielleicht auch noch eine Nachwirkung dieses komischen Virus (das Erbrechen scheint durch einen selbigen ausgelöst worden zu sein) ?

Jedenfalls hoffe ich, daß der Tag morgen etwas ruhiger verlaufen wird, sonst muß ich mir etwas einfallen lassen.