Archive for Januar 2012

Gemütlich warm

31. Januar 2012

Was bin ich froh,  daß wir in unserem kuschlig warmen Fast-Passivhaus sitzen dürfen, wenn ich so den Gesprächen im Dorf lausche …

Alle stöhnen jetzt schon ob der Kälte draußen und drinnen, und der Höhepunkt der Kältewelle ist noch nicht einmal erreicht.

Doppelt gemütlich ist es mit dem Holzofen, der praktischerweise über eine Wassertasche gleich das gesamte Haus mitheizt. So sitzen wir hier auf dem weichen Sofa, schauen ins knisternde Feuer und manchmal muß ich sogar alle Schichten bis auf ein T-Shirt ausziehen, damit mir nicht zu warm wird …

Ich bereue es mittlerweile kein bißchen mehr, daß wir kein älteres Haus gekauft und renoviert haben (das war ursprünglich mein Wunsch), sondern neu gebaut haben, mit der bestmöglichsten Isolierung. Auch die Lüftungsanlage ist nun meine beste Freundin, denn bei dieser Saukälte möchte ich nicht mal eine Minute das Fenster öffnen …

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Fußstapfen

30. Januar 2012

Leider tritt der kleine Sohn in Sachen Ohren in die Fußstapfen seines großen Bruders. Hatte dieser im Kleinkindalter ca. 5-6 Mittelohrentzündungen pro Jahr, so hat es der Jüngste im Hause seit seiner Geburt bereits auf 3 Mittelohrentzündungen gebracht, eine davon mit geplatzten Trommelfellen beidseits …

Ich hatte ihn sogar extra gegen Pneumokokken impfen lassen, da laut Studien das Risiko von MOEs dadurch deutlich gesenkt wird, es scheint aber nichts zu bringen, da er sich keine Pneumokokken, sondern irgendwelche anderen fiesen Viren oder Bakterien einfängt.

Vergangenes Wochenende also wieder ein leidendes kleines Kind hier, das fast pausenlos am Weinen und Schreien war, außer es befand sich auf unseren Armen. Wir fuhren wie immer das volle Programm, denn mittlerweile sind wir ja traurigerweise sehr routiniert auf diesem Gebiet, unser Sohn bekam sofort Zwiebelwickel auf die Ohren, Globuli in den Mund (obwohl ich immer noch unsicher bin, ob sie auch tatsächlich wirken) und eine Fußreflexzonenmassage (die wirkt mit Sicherheit, da hatte ich in den vergangenen Jahren beeindruckende Erfolge beim großen Sohn). Anschließend gab es noch ein wenig Watte mit etwas Teebaumöl an den Gehörgangseingang, auch hier bin ich immer wieder begeistert von der antibiotischen und kühlenden Wirkung des Teebaumöls.

Zudem wurde das Kind nach allen Regeln der Kunst verwöhnt mit Kuscheln und Herumtragen. Die Nacht verlief dann ziemlich ruhig, bis 3 Uhr schlief das Kind durch, verlangte dann nach dem Schnuller, um bis 5:30 Uhr weiterzuschlafen.

Heute dann deutlich weniger Gejammer, aber immer noch sehr empfindliche Reflexpunkte  an den Füßen, ganz überstanden ist die Sache also noch nicht, aber er ist über den Berg.

Ich hoffe nun, daß wir die kommenden Wochen bis zum Frühling ohne weitere Infekte überstehen, diesen Winter war der Jüngste wirklich schon genug krank (im Schnitt alle 3 Wochen). Vielleicht ist das Immunsystem mittlerweile auch schon so trainiert, daß er dann im Kindergarten rund um die Uhr gesund sein wird. Irgendeinen Vorteil muß die Sache doch haben …

Gelöscht

29. Januar 2012

Endlich gelöscht habe ich vorgestern meinen Facebookaccount. Das war gar nicht so einfach, erst eine per Suchmaschine gefundene Internetseite konnte mir endlich den entscheidenden Link verraten. Auch bei Formspring hatte ich mich mal aus Neugier angemeldet, dann aber schnell das Interesse verloren. Diesen Account kann man allerdings nicht löschen, sondern lediglich deaktivieren, was mich zum Glück nicht weiter stört, da ich diese Seite so gut wie gar nicht genutzt habe.

Bei Facebook hatte ich mich angemeldet, weil mehrere Bekannte und Freunde dort Accounts hatten, und ich in Kontakt bleiben wollte. Mit der Zeit ging mir diese Seite aber mehr und mehr auf die Nerven. Diese ganzen Spielchen, Erwachsene, die virtuelle Kürbisse züchten oder ähnliches, ständig Anfragen, ob ich diesen oder jenen kenne. Was mich dann entgültig bewogen hat, meine Mitgliedschaft zu kündigen war eine Aktion, die ich sehr zweifelhaft fand. Ich wurde aufgefordert, mich mit meinem GMX-Passwort anzumelden, was mich nicht weiter irritierte, da GMX und Facebook immer zusammenhingen. Anschließend erschien eine Liste mit potentiellen Freunden, bis auf einen Namen löschte ich alle, das dachte ich zumindest …

Kurz darauf erhielt ich eine Freundschaftsbestätigung nach der anderen, anscheinend wurden an alle Personen, mit denen ich jemals Emailkontakt hatte, Freundschaftsanfragen verschickt. Für mich war das in dem Moment nicht wirklich klar ersichtlich, es wurden zwar ein paar Namen angezeigt, aber wie gesagt dachte ich, ich hätte diese gelöscht. Ob es nun an meiner ständigen Müdigkeit durch Schlafmangel liegt oder es wirklich irreführend war weiß ich nicht, aber ich habe meine Konsequenzen daraus gezogen. Es ist nicht meine Welt und wird es nie werden …

Wie leichtfertig viele damit umgehen erschreckt mich sowieso immer wieder. Ich blogge und gebe natürlich damit auch viel Informationen preis. Ich achte aber immer darauf, daß nicht zuviel Persönliches an die Öffentlichkeit gelangt und vor allem nichts, was gegen mich verwendet werden könnte oder mir anderweitig Schwierigkeiten machen könnte. Ich war jedenfalls sehr erleichtert, als ich die Bestätigungsmail erhielt, daß in zwei Wochen meine Daten entgültig gelöscht werden …

Weiter bloggen werde ich erstmal. Und überlegen, wann es Zeit ist, auch damit aufzuhören.

Und wenn man denkt es geht nicht mehr …

27. Januar 2012

…. dann schafft es der Kleinste endlich mal wieder, eine Nacht komplett durchzuschlafen (vorher gab es das nur ein einziges Mal).

Die letzten Wochen habe ich nicht sehr viel über das Schlafverhalten des Jüngsten geschrieben, denn es war gleichbleibend schlecht und ich hätte mich nur ständig wiederholt. Jede Nacht war das Kind mindestens ein Mal wach, an sich nicht sooo schlimm, allerdings dauerte es bis zu 2 Stunden, bis er wieder einschlief. Er tobte, heulte und schrie, oder zappelte wie wild herum ohne zur Ruhe zu kommen.

Zwischendurch war ich mit ihm sogar beim Kinderarzt, weil ich eine krankheitsbedingte Ursache ausschließen wollte. Ich versuchte es mit Kind bei uns im Bett, mit Globuli, Kuscheln, dünnerem Schlafanzug, mehr Essen, weniger Essen, anderem Essen, es half alles nichts. Auch das Kürzen des Tagschlafes brachte keine Besserung, mehr Schlaf bewirkte nur, daß unser Sohn abends noch eine Stunde länger zum Einschlafen brauchte.

Nun neigt sich der 55.Woche Schub dem Ende zu und siehe da, alles wird besser. Das Kind ist nun zwar wesentlich frecher und fordernder als vorher, schläft aber deutlich besser und besitzt einige neue Fähigkeiten. So hält er nun beim Vorlesen sehr viel länger durch als vorher und beteiligt sich aktiv in Form von Zeigen auf die Figuren im Buch und begleitendes Geplapper. Er schiebt Autos durch die Gegend und macht dazu Brummgeräusche. Er klettert die Treppe nicht nur sicher hinauf, sondern auch wieder hinunter. Er versucht, sich anzuziehen, Lieblingskleidungsstück sind zur Zeit Mützen und zwar nicht nur die eigene, sondern alle die zu finden sind. Wutanfälle mit lautem Geschrei sind nun auch an der Tagesordnung …

Eigentlich ist das doch immer so. Man sitzt als Mutter (oder auch als Vater) da und denkt sich „ich habe keine Kraft mehr. Ich kann nicht mehr. So geht es nicht weiter.“ und plötzlich wendet sich das Blatt und es kehrt wieder für einen gewissen Zeitraum Ruhe ein – gut, relative Ruhe, denn bei mehr als zwei Kindern ist es irgendwie nie wirklich ruhig …

Geballte Willenskraft

25. Januar 2012

Wir haben ja bereits einiges an Erfahrung mit Steinböcken sammeln dürfen. Nicht nur der Kleinste, sondern auch die große Schwester wurde in diesem Zeichen geboren.

Ich möchte das was da zur Zeit vonstatten geht natürlich nicht allein auf das Sternzeichen schieben. Sicher ist das auch altersbedingt, das Kind ist ja nun definitionsgemäß ein Kleinkind und kein Baby mehr, da muß es sich auch so verhalten. Aber die Vehemenz überrascht mich doch ein wenig.

Wovon ich spreche ? Vom gerade erwachenden eigenen Willen des Jüngsten. Sicher hatte er von Geburt an einen eigenen Willen und hat diesen auch geäußert, aber jetzt ist er sich allmählich darüber bewußt, daß er nicht nur fordern, sondern auch etwas verweigern kann, und es keimt die Erkenntnis, daß er eine eigenständige Person und nicht nur das Anhängsel seiner Mama ist.

So folgt auf die deutliche Aufforderung, die Blumenerde/das Kabel/die Lampe/… in Ruhe zu lassen kein Schnuteziehen oder Weinen mehr, sondern ein breites Grinsen und eine Wiederholung des Verbotenen. Selbst wenn ich wirklich ungehalten werde, macht das Kind munter weiter. Bekommt er bei Tisch nicht das Gewünschte, gibt es Zornanfälle allererster Güte, alles was sich in Reichweite befindet, landet auf dem Boden, dasselbe passiert, wenn ihm etwas nicht schmeckt.

Natürlich reagiere ich. Trage ihn eben außer Richweite, wenn er weiter an etwas herumspielt. Nehme ihm beim Essen den Teller weg, sobald der Inhalt herumfliegt. Und erkläre immer wieder, warum ich so reagiere. Bisher ist das Kind aber relativ taub, was die Erklärungen angeht und das Vorgehen wird eher energischer und noch frecher als vorher.

Er steckt zur Zeit mitten in einem Entwicklungsschub, auch eine Erklärung. Totzdem sieht man jetzt schon, daß dieses Kind eine enorme Willensstärke hat und sich nicht so leicht die Butter vom Brot nehmen lässt. Ich bin schon sehr gespannt, was da noch auf uns zukommt …

Nicht einfach

25. Januar 2012

Zur Zeit plage ich mich mit einer der schwersten Entscheidungen der Kindergartenzeit herum. Nämlich ob unser Sohn dieses oder nächstes Jahr eingeschult werden soll.

Er wird Anfang September 6 Jahre alt, ist also eigentlich schulpflichtig. Bei meiner Tochter damals hätte ich keine Sekunde gezögert, wenn sie gerade 6 geworden wäre zur Einschulung. Bei ihm ist das anders.

Nicht daß er noch zu verspielt und zu wenig ernsthaft wäre. Er möchte unbedingt in die Schule, versucht mir ständig zu beweisen, daß er reif dafür ist, übt Buchstaben schreiben, auf einem Bein hüpfen u.s.w., aber ich habe kein gutes Gefühl. Er wäre wieder der Jüngste von allen, wie damals im Kindergarten, und das bekam ihm überhaupt nicht. Er ist ein sehr sensibler, ernsthafter und eher ruhiger Junge, der Zeit braucht um aufzutauen und sich an neue Situationen zu gewöhnen und ich denke, daß er sich leichter tun würde, wenn er ein Jahr älter wäre bei der Einschulung.

Ein weiterer Vorteil wäre, daß nächstes Jahr zwei Nachbarjungen von unserer Straße in die  Schule kommen, außerdem die Tochter unserer zukünftigen direkten Nachbarn.

Zudem kommt er jetzt erst langsam richtig im neuen Kindergarten an und findet gerade die ersten Freunde, diese Freundschaften könnte er dann bis nächstes Jahr noch vertiefen und hätte von Anfang an bessere Aussichten, gut in die Klassengemeinschaft integriert zu werden.

Das Einzige was für eine Einschulung dieses Jahr spricht ist die Tatsache, daß sich unser Sohn heulend am Boden wälzt, sobald ich vom Zurückstellen spreche und er eventuell noch riesige Sprünge machen könnte bis September.

Trotzdem tendiere ich immer mehr dazu, noch ein Jahr zu warten. Bis März müssen wir uns entgültig entscheiden und ich hoffe, daß ich bis dahin immer noch so überzeugt sein werde wie jetzt. Auf jeden Fall kann er mehr verlieren, wenn er zu früh zur Schule geht, als wenn er gerade 7 ist …

Bauchmotten ?

24. Januar 2012

Meine T-Shirts geben mir in letzter Zeit Rätsel auf. Egal welche Marke, egal wie alt, egal wie oft getragen, neuerdings haben sie vorne am Bauch fast alle kleine, stecknadelkopfgroße Löcher.

Mich nervt das langsam gewaltig. Motten schließe ich aus, weil die würden ja nicht immer die gleiche Stelle bevorzugen. Auch das Muster ist ähnlich, ein etwas größeres Löchlein in der Mitte, umringt von einigen kleineren. Die Löcher finden sich immer unterhalb des Bauchnabels, mittig. Bauchmotten vielleicht ?!?

Kennt das einer meiner Leser ? Kann man da irgendwie Abhilfe schaffen ? In was soll ich denn im Sommer herumlaufen ? Oder einen neuen Trend setzen, frei nach dem Motto „schick mit Löchern“ ?

Erste Romanze

23. Januar 2012

Unser ältestes Kind ist zum ersten Mal verliebt. Zumindest soweit man im zarten Alter von sieben Jahren von Verliebtsein sprechen kann.

Schon kurz nach unserem Einzug hier freundete sie sich mit einem Jungen an, der zwei Strassen weiter wohnt. Im Laufe der letzten Wochen tauchte er immer öfter auf, in letzter Zeit dann fast täglich. Wenn er mal nicht kam, herrschte grosser Unmut bei der Tochter, teilweise flossen sogar ein paar Tränen.

Er begleitet sie immer von der Schule nach Hause, jedenfalls wenn er zeitgleich Unterrichtsende hat, er trägt ihren Turnbeutel nach dem Kinderturnen hierher, er sucht mir ihr zusammen passende Kleidung aus, wenn sie ihn darum bittet und hört ihr stundenlang beim Quasseln zu. Im Gegenzug wird er angehimmelt, bekommt kleine Liebesbriefe (natürlich noch ganz harmlos, mit ein paar aufgemalten Herzchen und einem selbstgebastelten Papierflieger) und die Hälfte ihrer Süßigkeiten.

Ich mag ihn auch sehr gern, auch die Eltern sind sehr sympathisch, er wäre also der perfekte Schwiegersohn ;-). Ich finde diese erste Romanze richtig süß und sie erinnert mich an meinen ersten Sandkastenfreund. Der wollte damals leider nach der vierten Klasse aufgrund des Spotts seiner Mitschüler nichts mehr von mir wissen …

In 2 Monaten feiert der Angebetete seinen 9.Geburtstag. Natürlich wurde unsere Tochter jetzt schon eingeladen, zumindest mündlich und ich bin schon sehr gespannt, was sie sich als Geschenk ausdenken wird (ich schätze, dieses Mal wird sie mir das Auswählen nicht überlassen). Zu ihrem siebten Geburtstag bekam sie ein Buch von ihm, „Conni und die Jungs von nebenan“, allerdings war der Name Conni durchgestrichen und stattdessen der Name unserer Tochter eingesetzt :-).

Der Wind, der Wind …

21. Januar 2012

Ist es nur hier so stürmisch oder bläst es auch andere Blogger so durch die Gegend ? Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Stürme in Folge erlebt zu haben. Liegt es an der Ggend in der wir nun wohnen oder ist das einfach ein extrem windiger Winter ?

Hier jagt eine Orkanwarnung die nächste, Böen um die 80 km/h sind Standard (heute hat es mir auf dem Supermarktparkplatz sämtliche Papierreste aus dem Kofferraum geblasen – hoffentlich war nichts Wichtiges dabei) und ich traue mich an manchen Tagen kaum, die Kinder zum Spielen hinauszulassen.

Die Jalousien und Rolladen flattern dermaßen, daß es sich so anhört als ob sie gleich davonfliegen. Wenn ich die Asche aus unserem Kaminofen nach Draussen zum Kompost bringen möchte, fliegt sie mir erstmal um die Ohren. Und der Regen klatscht waagrecht gegen die Scheiben …

Jetzt gerade tobt der gefühlte 30. Orkan in Folge. Und ich hoffe, daß es einer der letzten sein wird …

Drei in Einem

20. Januar 2012

Nein, kein Überraschungsei. Auch kein Shampoo oder Werkzeug. Sondern 3 Kinder in einem Zimmer.

Nachdem der große Sohn bereits vor zwei Wochen anfing zu jammern, er könne nicht alleine in seinem Zimmer schlafen und immer häufiger darum bat, in das Zimmer seines Bruders umziehen zu dürfen, erfüllten wir ihm vor 3 Tagen seinen Wunsch. Und es funktionierte auf Anhieb gut. Kein nächtliches Aufwachen mehr, nicht einmal während der wiederholten Schreiarien des kleinen Bruders und ein sehr glückliches Kind.

Heute fing dann die Tochter an. Es sei doch Wochenende und ob sie da nicht ausnahmsweise auch im Zimmer des kleinen Bruders schlafen dürfe. Nach kurzem Überlegen wanderte ihre Matratze ins Nachbarkinderzimmer und nun liegen sie alle 3 glücklich vereint im Zimmer des Jüngsten.

Ich bin gespannt, wie sich das nun weiter entwickeln wird. Ein gemeinsames Schlafzimmer, ein Spielzimmer und ein Hausaufgabenzimmer ? Oder nur eine vorübergehende Phase, bis das eigene Zimmer wieder interessant wird ?