Archive for September 2012

Und sonst so

27. September 2012

Und was gibt es sonst so zu berichten ? Hier ist immer noch Land unter. Ganz langsam werde ich zwar der Kleiderberge Herr, die sich hier meterweise aufgetürmt hatten (der Herbstkleidermarkt naht mit großen Schritten und ich möchte fast alles verkaufen, was sich über die Jahre angesammelt hat), während ich aber sortiere, wasche, zusammenlege und etikettiere, stapelt sich zeitgleich der restliche Haushalt bis zur Decke. Unglücklicherweise wachte heute morgen der Jüngste wieder mit Fieber auf, nachdem er sich gerade vom Infekt der letzten Woche erholt hatte und wich den Rest des Tages nicht von meiner Seite. Bis zum Abend waren es nun knapp 40 Grad Temperatur und vor einer halben Stunde wachte das arme Kerlchen panisch schreiend und am ganzen Körper zitternd auf. Nach einer Runde Beruhigen und Kuscheln schläft er wieder, es scheint nur ein böser Fiebertraum gewesen zu sein, trotzdem graut mir nun vor der Nacht …
So vieles geht mir im Kopf herum, was ich gerne verbloggen würde, ich komme aber nicht dazu. Tagsüber gibt es kaum eine Pause, abends bin ich immer viel zu erschöpft, um noch etwas aufzuschreiben. Blöd ist das. Aber eben nicht zu ändern. Wie immer hoffe ich, daß die erste Infektwelle bald wieder vorbei ist und wenigstens etwas Verschnaufpause bis zur Adventszeit bleibt. Und daß die Nächte bitte bald wieder etwas weniger durchlöchert sind …
Ohne Schlaf bin ich nur ein halber Mensch, ich kann mir nichts merken, jegliche Arbeiten laufen halb so schnell ab wie sonst und die Reizschwelle ist ein gutes Stück niedriger als sonst. Bitte Daumen drücken, vielleicht kommen dann mal wieder ein paar Nächte am Stück mit zusammenhängendem Schlaf und Tage ohne kranke Kinder 🙂

Walking in my shoes

27. September 2012

Da das Schuhe anziehen mit den eigenen noch nicht so richtig klappen will, bedient sich der jüngste Sproß einfach an meinen Schuhen. Das Anziehen hat er bereits perfektioniert, nur das Laufen will in Größe 41 einfach nicht funktionieren 🙂

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Nachgereicht

27. September 2012

10 Tage ist der Kindergeburtstag unseres großen Sohnes nun schon her, trotzdem möchte ich zumindest noch ein paar Fotos nachreichen.
Es war ein sehr turbulenter Geburtstag, nur Jungs, und ich hoffe, das wird mit zunehmendem Alter der Gäste etwas besser. Oder ich mache doch etwas, was ich eigentlich nie wollte, und verlagere die Feier an einen anderen Ort, z.B. Indoorspielplatz oder ähnliches …

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Piratenschiff

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Totenkopf-T-shirt bemalen

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Geburtstagsmorgen

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Geburtstagsmorgen 2

Süß

19. September 2012

Aber süß sind sie ja schon, und das macht vieles wieder wett 🙂

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6 Arme bräuchte man …

19. September 2012

Ich hätte gerne mal eine Portion Langeweile. Dazu eine Prise Nachtschlaf.

Man sollte nie, aber auch wirklich NIE erzählen, daß die Kinder gerade toll schlafen. Es könnte nämlich sein, daß schon in der folgenden Nacht Schluß mit ungestörtem Nachtschlaf ist.

Erst war es nur der große Sohn, der uns jede Nacht weckte, weil er zwar den Weg aus seinem Zimmer heraus, nicht aber zum Klo und wieder zurück ins Bett fand. Er erzählte von Alpträumen, Angst, u.s.w., und wir waren ziemlich ratlos und müde irgendwann. Nachdem ich ihm aber erklärt hatte, daß jeder Mensch manchmal Angst hat und es mir selber immer noch ab und zu unheimlich im Dunkeln ist wenn ich alleine bin, nahmen die nächtlichen Besuche allmählich ab.

Bis dann vor 3 Tagen der Jüngste anfing. In der ersten Nacht meinte er noch, von 1:30 Uhr bis 5:30 Uhr Sprechübungen machen zu müssen – natürlich nur mit Publikum, sobald ich es wagte das Zimmer zu verlassen brüllte er so laut, daß ich sofort kehrtmachte, um den Rest der Familie nicht aufzuwecken. In der folgenden Nacht schliefen zwar die Söhne, dieses Mal rief jedoch die Tochter nach mir, die sonst fast immer durchschläft und anschliessend konnte ich bis zum Morgengrauen nicht mehr einschlafen.

Letzte Nacht nun wieder der kleine Sohn, der plötzlich einen fiesen Pseudokrupp samt erhöhter Temperatur bekam und die gesamte Nacht an bzw. auf mir verbrachte.

Der große Sohn hustet und schnieft ebenfalls und ist stellenweise sehr unleidlich.

Nebenbei müsste ich eigentlich den ganzen Tag Kleidung, Spielzeug und Co. aussortieren und in Kisten packen für den Kleidermarkt in drei Wochen. Den normalen Haushalt erledigen und Dinge, die seit Wochen oder Monaten schon herumliegen und darauf warten, angepackt zu werden. Die Kinderzimmer warten auf eine Entmüllung und Säuberung, der Keller beherbergt leider noch viel zu viele Kisten für meinen Geschmack.

Außerdem würde ich gerne mal Bekannte treffen, zum Frühstück einladen oder ähnliches, damit aus Bekanntschaften endlich Freundschaften werden können.

Ich versuche täglich, soviel wie möglich zu schaffen und doch habe ich das Gefühl, nie fertig zu werden. Wo bleiben bloß meine sechs Hände ? Eigentlich würde mich zur Zeit aber schon eine Mütze Schlaf glücklich machen. Und dann klappt das vielleicht auch mit den sechs Händen. Die reichen dann auch für mehr Blogeinträge, die zwar alle immer in meinem Kopf sind, aber nicht auf den Pc kommen …

20 Monate

14. September 2012

20 Monate ist unser Jüngster nun alt. Und auf der einen Seite zuckersüß, auf der anderen Seite zeitweise unausstehlich.

Das Sprechen interessiert ihn nach wie vor eher wenig bzw. es funktioniert nicht so, wie das Söhnchen gerne möchte. So kommt es vor, daß er etwas haben möchte, es aber nicht artikulieren kann, dann steigert er sich immer mehr in seine Wut hinein und rollt sich schlußendlich nur noch schreiend am Boden herum.

Alles was die Geschwister machen, möchte er auch machen. Alleine nach Draußen gehen (was ich mehr und mehr auch zulasse, da unsere Straße nicht sehr viel befahren und zudem eine Sackgasse ist), lange aufbleiben (manchmal geht das, sehr oft trage ich jedoch ein um sich schlagendes, kreischendes Kind ins Zimmer) oder Fernsehen (wenn es nichts allzu aufregendes ist, darf er manchmal mitschauen, meist schicke ich die Großen in den Keller zum Zweitfernseher).

Lieblingsspielzeuge sind Autos und Puzzle, außerdem liest das Kind unheimlich gerne. Entweder lese ich ihm vor, oft sitzt er aber alleine auf dem Sofa und blättert eifrig in den Büchern der Geschwister. Die Autoliebe gilt vor allem der Feuerwehr und der Polizei, eines der wenigen klar verständlichen Wörter ist „tatütata“ :-).

Der Mittagsschlaf ist gänzlich abgeschafft, dafür schläft das kleinste Kind nachts hervorragend (ich will nichts beschreien, aber da das nun schon einige Wochen so geht, traue ich mich mal …), meist 11-12 Stunden am Stück. Versuche ich es doch ihn tagsüber hinzulegen, endet das immer in lautem Gebrüll und Gezappel, außerdem wird dann abends bis mindestens 21 Uhr herumgehibbelt vor dem Einschlafen.

An sich ist unser Jüngster ein sehr sonniges und humorvolles Kind, die letzten Tage ist allerdings total der Wurm drin, tägliche exzessive Wutanfälle die durch nichts zu stoppen sind und schlechte Laune schon beim Aufstehen kosten mich einiges an Nerven. Vielleicht ist das doch der Knoten beim Sprechen der noch nicht geplatzt ist, vielleicht die Backenzähne oder einfach der entgültige Eintritt ins Kleinkindalter (obwohl er gefühlt schon ewig kein Babx mehr ist).

Ich hoffe, daß bald ein paar Steine ins Rollen kommen. Daß der riesige Passivwortschatz bald den Sprung in den aktiven Bereich schafft. Daß die Wutanfälle aus heiterem Himmel etwas besser unter Kontrolle gebracht werden können und an Häufigkeit abnehmen. Daß Kind (und auch Mutter) bald wieder aufatmen können und entspannter miteinander leben können. Er tut mir oft sehr leid, wenn er so seiner Raserei gefangen ist und jegliche Versuche ihm zu helfen fehlschlagen. Und manchmal bin ich selber ganz zermürbt und verzweifelt, weil mir nichts mehr einfällt außer abzuwarten bis der Sturm vorbeigezogen ist und ich mein Kind wieder in die Arme schließen kann. Es kann eigentlich nur besser werden.

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Sonnenschein

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Wutknilch

Lieblingsbild

4. September 2012

Mein momentanes Lieblingsbild vom Jüngsten …

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Verschiebung

4. September 2012

Schon lustig. Fast 8 Jahre nach der Geburt meines ersten Kindes werde ich erstmalig nicht durch die Kinder vom Schlafen abgehalten, sondern vom Pflaumenmus. Dieses will auch nach mittlerweile 5 Stunden nicht fertig werden, ich habe mich wohl etwas verschätzt bei der Zeit die 6 kg Pflaumen brauchen, um einen Großteil ihres Wassers zu verdampfen (hier wird Pflaumenmus ohne Gelierzucker hergestellt, mittels stundenlangen Einkochens im Backofen – heute deutlich zu lang …).

Hilft nichts, auf morgen verschieben bringt nichts, also heißt es die Nacht durchmachen für ein paar Gläser Mus 😉

Dorfleben

4. September 2012

Ich sitze im Moment auf dem Sofa und warte auf mein Pflaumenmus. Zeit für einen kleinen Artikel zum Thema Dorfleben.

Heute war ich bei der Nachbarin im Garten, Pflanzen giessen und ernten (die Familie ist noch bis nächste Woche im Urlaub). Das bescherte uns bereits ein halbes Kilo Himbeeren (jeden zweiten Tag schleppe ich eine Schale voll nach Hause), die es nach dem Abendessen in Form einer Creme gab. Während ich dort im Garten stand und pflückte, spazierte eine Gruppe kleiner Hühner aufgeregt gackernd an mir vorbei und kurz darauf hörte ich eine Stimme jenseits des Zaunes die rief „was seid ihr denn so aufgeregt ? Kommt zurück in den Garten !“, also klärte ich die Nachbarin auf, daß die Hühner wohl deshalb etwas aufgescheucht seien, weil sie mich nicht kennen, da ich nur zum Gartenpflegen da bin.

Nach einem kurzen Gespräch lud sie mich zum Pflaumenpflücken ein, die gute Frau ist nämlich alleinstehend, besitzt aber einen riesigen Obstgarten. Dieser beherbergt unzählige Obstpflanzen, Pflaumen-, Zwetschgen-, Mirabellen- und Apfelbäume und sie kommt nicht hinterher mit Pflücken und Verwerten.

Also stiefelte ich am Nachmittag hinunter und pflückte. Insgesamt 7 kg kamen zusammen, einen Teil davon schenkte ich unserer direkten Nachbarin, die wie wir noch keinen eingewachsenen Garten besitzt, einige Pflaumen wanderten direkt in die Münder der anwesenden Kinder, der Rest landete in meinem Bräter, zusammen mit Rohrzucker, Zimt und Nelken, und nun warte ich bereits seit über drei Stunden darauf, daß die Mischung endlich abfüllbereit ist.

Auf dem Rückweg verratschte ich mich dann noch bei anderen Nachbarn, die weitere Nachbarn zu Besuch hatten und draußen auf dem Bänkchen vor ihrem Hof saßen, man kommt hier kaum 100 Meter weit, ohne angesprochen zu werden :-).

Manch einer mag von so etwas genervt sein, ich finde es schön. Es ist ein tolles Miteinander, wir bekommen auch ohne eigene Bäume leckeres frisches Obst umsonst, einer passt auf den anderen auf, die Kinder haben einige Rückzugsmöglichkeiten außerhalb unseres Hauses und ich bin nach wie vor heilfroh, daß wir die Entscheidung fürs Landleben getroffen haben.

Und falls sich jetzt jemand wundert, warum ich nicht auch Negatives aufschreibe oder jammere – klar gibt es das auch. Aber ich nehme es gerne in Kauf, wenn ich die Vorteile betrachte, die wiegen das meiste wieder auf …

Nun aber zurück zum Pflaumenmus, das bald wieder in den hungrigen Mündern meiner Kinder verschwinden wird 🙂

Vor 6 Jahren …

3. September 2012

Und fast zwei Stunden wurde unser großer Sohn geboren. Eigentlich wäre der errechnete Termin der 2.9. gewesen, aber an diesem Datum tat sich rein gar nichts. Also machte ich mir noch einen schönen Tag mit Mann und Tochter, wir bummelten durch die Stadt, gingen gemütlich essen (der Zwiebelrostbraten den ich verspeiste sollte noch für Verwirrung sorgen) und ich sagte dem Sohn, jetzt sei es mir egal wann er kommt und er könne meinetwegen noch 1-2 Wochen im Bauch bleiben.

Am nächsten Tag drückte es beim Frühstück im Bauch und ich dachte mir noch „super, war wohl doch keine so gute Idee, soviel Zwiebeln zu essen“. Die vermeintlichen Blähungen entpuppten sich aber gegen späten Vormittag als Wehen und kurz vor 19 Uhr wurde unser zweites Kind und unser erster Sohn geboren.

Von Anfang an war er ein äußerst sensibles und ungeheuer verschmustes Kind, ich hatte mir zwar ein kuschelfreudiges Baby gewünscht, bereute diesen Wunsch nach einigen Wochen aber fast.

Auch heute braucht unser Sohn noch viel Körperkontakt und Nähe. Nach wie vor erinnert er mich an die Mimose, die ich kürzlich mit ihm im Gartencenter bewunderte, sobald ihn etwas zu stark berührt, zuviele Reize vorhanden sind oder er sich ungerecht behandelt fühlt, zieht er sich augenblicklich zurück wie diese zarte Pflanze, um erst nach einiger Zeit wieder vorsichtig seine Fühler auszustrecken. Ich kenne ihn mittlerweile sehr gut und weiß mit dieser Sensibilität umzugehen, trotzdem passiert es mir immer noch ab und zu, daß ich vorübergehend vergesse, wie stark diese ausgeprägt ist.

Ich liebe dieses Kind so sehr. Dieses zarte, mitfühlende und auch oft sehr überschwängliche Wesen. Zu dem die übersprudelnde Freude und Begeisterung genauso gehört wie die oft sehr plötzlich auftretende Wut und Verzweiflung.

Sechs Jahre alt ist unser großer Junge nun schon, kaum zu glauben. Und über Nacht schien er mit sogar noch ein paar Zentimeter gewachsen zu sein. Jedenfalls schaute ich ihn heute morgen an und dachte mir „ja, genau so sieht ein Sechsjähriger aus“ :-). Der erste Wunsch war dann auch gleich, alleine zum Bäcker gehen zu dürfen, um Semmeln fürs Frühstück zu holen. Ohne Schwester, ohne mich, nur er alleine. Voller Stolz marschierte er also im Morgennebel los, drehte sich an der Kurve noch einmal um, um mir zuzuwinken, und ich war mindestens genauso stolz auf ihn.

Ich wünsche ihm für die nächsten Jahre, daß er sich sein Wesen bewahrt und sich nicht von anderen aus der Ruhe bringen lässt, weil er nicht cool oder hart genug ist, daß er vielleicht trotzdem die Welt nicht allzu ernst und sich alles zu Herzen nimmt, und Freunde findet, die ihn so nehmen und mögen wie er ist.

 

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