Archive for April 2010

Keine Zeit

28. April 2010

Die nächsten Tage wird es eher ruhig in diesem Blog zugehen. Heute war ich schon den ganzen Vormittag im Garten und habe gehäckselt wie ein Weltmeister, heute Nachmittag steht dann das zweite Gespräch in Sachen Hausbau an, dieses Mal ein Anbieter in der Nähe meiner Eltern (sehr praktisch, da wir die Kinder solange dort parken können :-)).

Morgen Vormittag muß ich dann mit dem Töchterchen zum Orthopäden, da bei der U9 ein Beckenschiefstand festgestellt wurde und das nun überprüft werden soll. Ich hoffe, daß der Schiefstand einfach nur wachstumsbedingt ist und wir nichts weiter machen müssen. Nachmittags dann gleich weiter zur Musikschule, dort nehmen beide Kinder an der musikalischen Früherziehung teil.

Am Freitag dann ein weiterer Termin in Sachen Hausbau, wir werden uns das Produktionswerk des Anbieters anschauen, der bereits vor 2 Wochen bei uns zum Gespräch war. Das wird den ganzen Tag in Anspruch nehmen, da sich das Werk in Österreich befindet und wir mit den Kindern unterwegs sind …

Heute also nochmal tief durchatmen und dann die kommenden 60 Stunden wirken lassen.

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Ich gesucht

27. April 2010

Als ich heute den geschlossenen Blog von Frau Ami entdeckte und den „Abschiedssong“ anhörte fühlte ich eine große Melancholie. Nicht nur, weil es diesen liebgewonnen Blog nun nicht mehr gibt, sondern auch weil mich dieses Lied irgendwie ins Grübeln brachte.

Weiß  ich überhaupt noch, wer ich aktuell bin ? Was ich vom Leben in diesem Moment erwarte und brauche ? Kenne ich mein „Ich“ ?

Irgendwie ist in den vergangenen Jahren einiges davon auf der Strecke geblieben. Kurz hintereinander Kinder bekommen, jahrelang gravierender Schlafmangel, diverse Umzüge, da war irgendwie kaum Zeit zum Nachdenken oder an mich selber denken.

So langsam schwimme ich mich wieder frei. Meine Kinder brauchen mich immer weniger, der Nachtschlaf wird besser (kaum zu glauben, nach fast 4 Jahren durchwachsenen Nächten ist seit 4 Tagen Ruhe !), ich komme sowohl psychisch als auch physisch gesehen wieder in die Gänge. Mal abgesehen von solchen Vormittagen wie heute, an denen einfach Sendepause ist – muß aber auch mal sein.

Die Hausplanung, die eigene Midlifecrisis und viele andere Dinge werfen immer mehr neue Fragen auf. Diese gilt es in nächster Zeit zu beantworten, ich möchte mein „Ich“ unbedingt wiederfinden. Ein „Ich“, das nichts mehr mit dem zu tun hat, was es vor den Kindern war. Ich weiß, daß ich wesentlich geduldiger und nachsichtiger geworden bin. Selbstbewußter und kämpferischer. Und auch wesentlich ordentlicher 😉

Es bricht auf jeden Fall ein neuer Lebensabschnitt an, vor dem ich manchmal noch Angst habe, der aber andererseits verspricht spannend zu werden. In 5 Jahren werde ich schon 40 Jahre alt, ist das zu glauben ?

Tschüss Frau Ami

27. April 2010

Heute Mittag bin ich wie jeden Tag zur Seite von „Frau Ami“ gesurft und was musste ich sehen ? Der Blog wurde geschlossen …

Dieser Blog hat mich eigentlich von Anfang an begleitet, eigentlich seit der Entdeckung der Bloggerei überhaupt. Es gab immer wieder äußerst interessante Artikel, die mich teilweise zum Nachdenken angeregt haben, oft auch zum Lachen gebracht haben. Ich habe mich oft wiedergefunden in diesen Artikeln, konnte das was im Kopf war nur nicht so genial in Worte fassen …

Und nun ist Schluß damit. Wieder ein Blog weniger auf meiner täglichen Tour und dieses Mal einer, der mir wirklich ans Herz gewachsen ist.

Ich kann es andererseits gut verstehen, wenn man so viele Leser hat wie sie, dann lastet auch ein ziemlicher Druck auf einem. Das eigene Leben und die eigenen Gedanken werden immer öffentlicher, der Kreis der Leser immer größer und erwartungsvoller, irgendwie hat das nichts mehr mit einigermaßen privatem Geschreibsel zu tun.

Mich freut es sehr, daß ich sie noch im „wahren“ Leben kennenlernen durfte und wünsche ihr eine schöne, entspannte blogfreie Zeit. Irgendwann werde ich bestimmt das Gleiche tun, im Moment macht mir das Bloggen aber noch Spaß und ist teilweise ein gutes Ventil …

Sauber

27. April 2010

Sauber sind nun die ersten Fenster, die Pfannkuchen fürs Mittagessen sind fertig, ich habe mit meinem Mann telefoniert und so langsam steigt die Laune wieder. Arbeit ist immer noch die beste Therapie 😉

Heute dann wieder „Lesefüchse“ mit den Kindern. Dieses Programm wird von der Stadtbücherei angeboten, den Kindern wird gratis eine Stunde lang vorgelesen, anschließend bekommen sie einen Stempel in eine eigens dafür vorgesehene Karte, nach 10 Stempeln bekommen die Kinder ein Buch geschenkt (eines haben wir bereits bekommen). Ich finde das genial, die Kinder freuen sich sehr darüber, ich kann in Ruhe herumstöbern und dann bekommt man auch noch etwas geschenkt !

Bei dem mittlerweile perfekten Wetter werden wir uns mit den Rädern auf den Weg machen, dann springt zusätzlich zu den anderen Vorteilen noch eine Runde müde Kinder heraus 😉

Luft raus

27. April 2010

Ich bin schlecht gelaunt. Wieder eine Nacht mit wenig Schlaf (dieses Mal weder Kinder noch Katzen, dafür Ehemann – öfter mal was Neues …) und heute ein Berg von Arbeit vor mir. Den ich aber nicht mehr schaffen werde, da der Morgen zu spät anfing und sich alles nach hinten verschoben hat.

Es gibt so Tage, da denke ich mir „Ihr könnt mich alle mal“ und es helfen nicht mal die paar mickrigen Sonnenstrahlen, die versuchen, sich durch die Wolkendecke zu bohren. Ich sehe Fenster, die dringenst geputzt werden müssen, einen Garten, der etwas mehr Pflege bräuchte, ein Kinderzimmer, das ein Minimum an Ordnung vertragen würde, ein Arbeitszimmer, das im Chaos versinkt, ein Keller, der ausgemistet und umorganisiert werden sollte, Böden, die einen Bodenwischer herbeisehnen, u.s.w. ….

Die Liste könnte man beliebig erweitern. Und ich weiß nicht, wo ich anfangen soll bzw. habe keine Ahnung, wo ich heute die Energie dafür hernehmen soll.

Es gibt Tage, da habe ich das Gefühl ich schaffe die Arbeit von Wochen. Und dann gibt es Tage wie heute, da hätte ich am liebsten ein paar Heinzelmännchen die herumwuseln …

Geschützt: Brummbär

27. April 2010

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Ausflug

26. April 2010

Nachdem die Kinder in den vergangenen Wochen bereits öfter bemängelten, daß wir nie Kinderbesuch bekommen bzw. auch nie selber jemanden besuchen, habe ich heute beschlossen, daß wir einen Ausflug zu meiner besten Freundin machen. Dort herrscht zwar noch größtenteils Baustelle vor, da sie und ihr Mann seit über einem Jahr ihr Haus am renovieren sind, aber sie hat ebenfalls zwei Kinder und somit sind dann alle Parteien glücklich 🙂
Die Muffins backen gerade noch im Ofen vor sich hin (mit Mango-Vanillejoghurt und Schokotröpfchen) und innerhalb der nächsten halben Stunde  starten wir. Die Regenwolken am Himmel haben sich wieder verzogen und die Sonne strahlt wieder, beste Voraussetzungen also 🙂
Heute früh hatte ich weniger Glück. Nachdem ich das Auto bei der Werkstatt abgegeben hatte (zwecks Reifenwechsel) fing es an zu regnen. Und da ich eine halbe Stunde Fußweg bis nach Hause hatte, war ich anschließend etwas durchweicht.

Für die Natur freut es mich allerdings, endlich lassen die Pflanzen ihre Blätter nicht mehr hängen und die Natur kann aufatmen !

Katzenpack

26. April 2010

Heute Nacht gegen 3 Uhr wurde ich geweckt. Nein, nicht von unseren Kindern, obwohl ich das erst dachte. Es schrie und jaulte nämlich irgendwo, aber draußen, wie ich bald orten konnte.

Erst war ich völlig verwirrt, da sich dieses Schreien wie Babygeschrei anhörte, als dann aber noch Fauchgeräusche dazukamen wurde mir klar, daß es sich um Katzen handelte. Ca. eine halbe Stunde stritt und bekämpfte sich dieses blöde Katzenpack irgendwo in unserem Garten und ich war schon kurz davor, hinauszurennen und die Viecher wegzuscheuchen.

Dann war aber wieder Ruhe, nur brauchte ich leider nochmals eine halbe Stunde, bis ich wieder eingeschlafen war. Nun bin ich müde und etwas gereizt. Und wieso kommen die ausgerechnet in unseren Garten, wo wir nicht mal selber eine Katze haben ?!?

„Omaexpress“ mit Folgen

25. April 2010

Ein ereignisreicher Sonntag liegt hinter uns. Heute morgen lag ich noch friedlich dösend bei meinen Eltern im Gästezimmer, träumte und kuschelte vor mich hin, als mein Mann plötzlich zur Tür hereinkam und mich weckte. Er teilte mir mit, daß meine Mutter sich eine halbe Stunde zuvor an der Schulter verletzt hätte und ich unbedingt kommen und nach ihr schauen müsste.

Ich war wirklich noch im Halbschlaf und registrierte erst gar nicht so richtig, was er mir sagen wollte …

Kurz darauf war ich aber fertig angezogen und interviewte meine Mutter erstmal, was denn eigentlich passiert sei. Sie erzählte mir, daß sie zusammen mit meinem Vater und den Kinder zum Bäcker gegangen sei, um dort frische Brötchen und Croissants zu holen. Auf dem Rückweg spielte sie dann „Omaexpress“, will heißen, sie stürmte im Galopp mit unserem Sohn im Buggy vor sich einen Hügel hinunter, verhedderte sich dann irgendwie während des Rennens und stürzte ziemlich unglücklich seitlich über den Buggy.

Sie teilte mir noch mit, wie elegant sie sich abgerollt hätte und daß sie nur ein wenig mit der Schulter auf den Asphalt gekracht sei. Unser Sohn war natürlich bei der ganzen Aktion nicht angeschnallt und war aus dem Buggy geflogen, hatte sich zum Glück aber nicht verletzt !

Also folgte der nächste Schritt, nämlich die Untersuchung der Schulter und des Schlüsselbeins. Beim Betasten der rechten Seite fiel mir sofort auf, daß dort wo man eigentlich festen Knochen fühlen sollte einfach nur eine weiche Schwellung vorhanden war. Außerdem schrie meine Mutter so dermaßen laut auf, daß ich im gleichen Moment schon wußte, daß der Knochen das „elegante Abrollen“ nicht so gut überstanden hatte und entweder angebrochen oder völlig durchgebrochen sein musste.

Wir frühstückten noch, dann packte ich meine Mutter ins Auto  und transportierte sie in die dortige Unfallambulanz. Vier Röntgenbilder später stand fest, daß das rechte Schlüsselbein gebrochen ist und die Bruchenden sogar leicht verschoben. Gleichzeitig nahmen auch die Schmerzen zu, das Gesicht meiner Mutter nahm plötzlich eine ungesunde, graue Farbe an und erst nach einer ganzen Flasche Schmerzmittel intravenös konnte sie wieder etwas entspannen und sprechen …

Das Ganze wird sich nun mehrere Wochen hinziehen, heute bekam sie lediglich einen sogenannten „Rucksackverband“, am Donnerstag soll wieder kontrolliert werden und dann wird entschieden, ob sie operiert wird oder weiterhin konservativ behandelt wird.

Unseren Sonntag hatte ich mir etwas anders vorgestellt, andererseits wollte ich im Krankenhaus dabei sein, da ich ja vom Fach bin und außerdem neugierig auf die Röntgenbilder war 🙂

Fazit: Ich hoffe meine Mutter hat aus diesem Vorfall etwas gelernt, nämlich daß man mit Buggy nicht unbedingt rennen sollte und daß vor allem das darin sitzende Kind angeschnallt sein sollte, wenn man schon etwas schneller unterwegs ist …

Abendliche Schnipsel

24. April 2010

– heute gleich zwei ehemalige Schulfreundinnen getroffen

– meine Oma ist auch mit 101 Jahren noch voller Witz und Lebensfreude 🙂

– Eisessen mit zwei unausgeschlafenen Kindern gegen 17:30 Uhr ist irgendwie etwas stressig

– mein Italienisch funktioniert immer noch perfekt, trotz einem Jahr Sprechpause

– gestern und heute habe ich so viel Rot- und Weißwein getrunken wie ich sonst in einem halben Jahr trinke (dem italienischen Besuch meiner Eltern sei Dank)

– meine Kinder sind die hübschesten, brävsten und liebenswertesten Kinder dieser Welt, zumindest in 90% der miteinander verbrachten Zeit

– ich habe nicht nur viel Wein für meine Verhältnisse getrunken, sondern auch viel zu viel gefuttert (von Roastbeef bis Spargelsalat auf griechische Art war alles dabei – mjam !)

– so wie heute könnte das Wetter gerne noch ein paar Wochen bleiben 🙂