Archive for the ‘Urgroßeltern’ Category

Schockmoment

11. August 2011

Am vergangenen Dienstag erlebte ich einen mich immer noch etwas mitnehmenden Schockmoment.

Unsere Kinder weilen diese Woche bei meinen Eltern. An ebendiesem Dienstag beschloß ich, sie besuchenzufahren, ich wollte diesen Besuch mit einer kleinen Baustellenbesichtigung verbinden (praktischerweise liegt unsere Baustelle genau zwischen unserer jetzigen Bleibe und dem Haus meiner Eltern) und außerdem hatte ich gehört, daß meine geliebte Oma zu Besuch sei. Da ich sie schon etwa 4 Wochen nicht mehr gesehen hatte und nun mit über 102 Jahren die Wahrscheinlichkeit ihres Ablebens täglich ansteigt, freute ich mich schon sehr auf sie.

Als ich gegen Mittag ankam, hielt sie gerade ein Nickerchen, was mich aber nicht weiter beunruhigte. In dem Alter ist man eben nicht mehr den ganzen Tag wach. Als sie dann aber zwei Stunden später immer noch nicht die Augen geöffnet hatte und auch nach mehreren Ansprech- und Umarmungsversuchen nicht reagierte, wurde mir doch mulmig zumute.

Schlußendlich saßen wird irgendwann alle um sie herum, sie atmete nur ganz flach, sah gelblich-bleich im Gesicht aus und wir rechneten eigentlich damit, daß sie in den nächsten Stunden sterben würde. Und ich war todunglücklich, da ich meinte, zu spät gekommen zu sein. In diesem Moment war ich völlig verzweifelt, ich hätte so gerne noch einmal mit ihr gesprochen und ihr in die Augen gesehen.

Als ob sie das geahnt hätte, schlug sie ca. eine halbe Stunde später die Augen auf, räusperte sich lautstark und war plötzlich wieder da. Sie sah und erkannte mich auch sofort, freute sich, daß alle ihre Lieben um sie herum waren, kuschelte mit unserem Jüngsten und wiederholte mehrmals, wie glücklich sie in diesem Moment sei. Anschließend kam noch der Satz, sie würde bald gehen und wünsche uns noch ein schönes und glückliches Leben.

Ich habe mich nun entgültig von ihr verabschiedet. Vielleicht werden wir uns doch noch einmal sehen, aber lange wird es nicht mehr dauern, bis sie diese Erde verlässt. Einerseits freue ich mich für sie, ihr Leben ist nicht mehr wirklich lebenswert (sie ist fast blind, fast taub, hat mittlerweile offene Beine, die nicht mehr zuheilen, immer wieder Angina pectoris Anfälle, u.s.w. …), andererseits vermisse ich sie jetzt schon. Mich verbindet ein sehr festes Band mit ihr, sie war für mich sehr oft Zufluchtsort und hat mich getröstet, und ich denke, es wird das erste Mal in meinem Leben sein, daß ich wirklich tief um einen Menschen trauere, wenn sie nicht mehr da ist.

Zum Glück war das am Dienstag nicht das Ende. Ich bin sehr, sehr dankbar, daß ich nochmals die Gelegenheit hatte ihr zu sagen, wie sehr ich sie liebe, sie drücken und streicheln konnte …

102

2. März 2011

So alt wurde meine Oma am Montag. Ich hätte nie gedacht, daß sie so lange leben würde, sie selber wohl noch weniger. Als ich noch jünger war erzählte sie mir immer, daß sie schon glücklich war, als sie noch Kinder bekam (sie war für damalige Verhältnisse schon richtig „alt“, nämlich um die 40). Daß noch Enkel folgen würden, war damals für sie unvorstellbar. Die Enkel kamen aber, ich war die erste, dann folgte noch mein Bruder und zum Schluß meine Schwester, das Nachzüglerkind. Und zu ihrer großen Überraschung nun sogar noch 3 Urenkel 🙂

Für mich war sie immer Vertraute und Vorbild, dieser unerschütterliche Optimismus, diese Lebensfreude und der immer noch vorhandene Humor haben mich von klein auf beeindruckt und auch heute bewundere ich sie, daß sie, fast blind und taub und körperlich insgesamt nicht mehr auf der Höhe, nach wie vor positiv denkt (natürlich nicht immer, aber wer kann das schon …) und so weit es geht noch aktiv am Leben teilnimmt.

Falls ich jemals so alt werden sollte, hoffe ich, daß auch ich es schaffen werde, mir trotz aller Widrigkeiten meinen Optimismus zu bewahren und noch Freude am Leben zu haben. Bisher gelingt mir das sehr gut, aber ich habe ja noch ein ganzes Stück Leben vor mir 😉

Worte, die Eltern nicht hören möchten …

4. November 2010

Es gibt Worte bzw. Sätze, die man als Eltern nicht gerne hört.

Hier ein paar Beispiele: „Mama/Papa, ich glaube, mir ist ein bißchen schlecht“ – 5 Minuten später dann ein Schwall von Kot… (bei uns kam das bisher glücklicherweise nur 1-2 Mal vor …); „Mama/Papa, ich friere so“ bzw. „Mama/Papa, könnt Ihr mich ins Bett bringen ?“ – gefolgt von 39-41 °C Körpertemperatur …

Als wir gestern Mittag hier in Vorarlberg eintrudelten, fiel beim Mittagessen der schicksalsschwangere Satz „Mama, mein Ohr tut mir soooooo weh !“, gefolgt von stundenlangem Geheule und Gejammere. Zum Glück hatte ich bisher nicht das Vergnügen, Ohrenschmerzen zu haben, es muß wirklich ganz fürchterlich sein.

Unser Sohn neigt leider dazu, letzten Winter waren es ca. 5-6 Mittelohrentzündungen, diese ist nun die erste in diesem Winter. Es traf mich gänzlich unvorbereitet. Sonst schleppe ich meist Watte, Teebaumöl und alle möglichen „Waffen“ mit mir herum, dieses Mal hatte es nur der Fiebersaft in die Medikamententasche geschafft.

Also düste ich gleich am Nachmittag nochmals los, besorgte alle nötigen Utensilien, Sohnemann bekam einen Wattestöpsel mit etwas Teebaumöl beträufelt ins Ohr (wirkt oft Wunder, da das Teebaumöl kühlend und schmerzhemmend wirkt, außerdem noch leicht antibiotisch), viertelstündlich Chamomillaglobuli, auf eigenen Wunsch Salbeitee mit Honig (so abartig das klingt, unser Sohn liebt Salbei in allen Variationen), eine dicke Mütze auf den Kopf (darauf besteht er jedesmal und gibt sie nicht mehr her …) und zu guter Letzt gab es dann noch eine ausgedehnte Fußreflexzonenmassage (die mit entsetzlichen Schreien, Krokodilstränen und den Worten „Mama, das ist so grauenhaft !“ quittiert wurde).

Was schlußendlich geholfen hat weiß ich nicht, ich tippe ja auf die Fußreflexzonenmassage, da diese fast immer gut wirkt, jedenfalls war die Nacht wider Erwarten recht ruhig, lediglich ein einziges Mal wachte das kranke Kind auf um auf die Toilette zu gehen und mit mir zu kuscheln, dann schlief es weiter bis fast 6:30 Uhr.

Der Schmerz in Ruhe ist verschwunden, allerdings kam vorher der Satz „Mama, wenn ich an der Backe ziehe, tut es noch weh – ist aber nicht so schlimm, gell ?!“ – also wird es nachher nochmals eine Runde Massage für die Füße geben, damit auch dem letzten Virus/Bakterium der Garaus gemacht wird …

Kurzer Zwischenstop

1. November 2010

Seit 3 Stunden sind wir wieder in München. Die Tage bei den Schwiegereltern waren schön, wir sind aber auch froh, wieder zu Hause zu sein. Es stand einiges auf dem Programm, Verwandtenbesuche, Ausflüge, Stadtbummel und ein Zahnarztbesuch (mein Mann lässt sich am liebsten von seinem Bruder behandeln).

Sohn Nr.2 war plötzlich sehr aktiv, trat und strampelte herum wie ein Wilder (hatte er bisher kaum getan), vielleicht spürte auch er, daß wir uns in fremder Umgebung befanden, mit anderen Stimmen, Geräuschen und auch ungewohnter Ernährung.

Kurz vorm letzten Frauenarztbesuch letzten Donnerstag hatte er sich über Nacht plötzlich ganz brav in Schädellage gedreht (die Tage davor traten mich ständig kleine Füße in den Unterleib :-)) und zeigte sich als wahres Musterbaby. Mittlerweile wiegt das gute Kind bereits 1700 g, das konnte mich aber nicht schocken, da er bestimmt nicht das Gewicht seines Bruders toppen wird (der hatte 4400 g bei der Geburt und ich glaube nicht, daß unser zweiter Sohn innerhalb von 10 Wochen noch fast 3 kg zulegen wird …). Einzig das Köpfchen ist etwas groß, auf 28 cm Umfang bringt er es bereits, aber auch das ist noch im Rahmen …

Nun bin ich ziemlich geschafft von den letzten Tagen und der langen Fahrt (immerhin fast 3,5 Stunden), übermorgen geht es dann aber gleich weiter, ich werde mit den Kindern noch einen Abstecher nach Vorarlberg machen, um meinen Opa, Tanten, Onkel und Freunde zu besuchen. Außerdem müssen wir unbedingt meinem neugeborenen Cousin einen Besuch abstatten, der Ende September das Licht der Welt erblickte …

Auf dem Rückweg wird uns meine Tante Gesellschaft leisten, die voraussichtlich eine Woche hier bei uns bleibt.

Die Herbstferien sind jedenfalls gefüllt mit Action und langweilig wird den Kindern und mir ganz bestimmt nicht …

Glücklicher Tod

23. August 2010

Seit gestern ist nun die erste meiner beiden Omas tot. Gegen Mittag ist sie gestorben, ohne nochmal aufzuwachen. In meinen Augen ein schöner Tod. Alle hatten noch Zeit, sich von ihr zu verabschieden (naja, fast alle, bis auf meine Tante aus Hamburg, die heute erst mit dem Flugzeug kam), dann schlief sie ein und wachte bis gestern Mittag nicht mehr auf. Wenn ich mir einen Tod wünschen könnte, dann diesen. Einschlafen, nicht mehr aufwachen, fertig.

Da nun alles so schnell ging, stellte mich der Wochenanfang auch gleich vor mittelschwere Probleme, denn am Freitag ist bereits das Begräbnis und ich hatte bis heute Mittag nichts Schwarzes. Weder bei den normalen Klamotten, noch bei den Umstandssachen. Am Nachmittag sollte ich meine Hamburger Tante am Flughafen abholen (sie ist erst am Freitag an der Hand operiert worden und kann deshalb nicht wirklich gut Koffer tragen) und legte auf dem Weg dorthin noch schnell einen Zwischenstopp am Marienplatz ein. Dann hatschte ich, meine zwei Kinder im Schlepptau, durch die gesamte Fußgängerzone, um dann bei Be.netton ein einigermaßen schickes, schwarzes Etuikleid zu finden. Eigentlich kein Umstandskleid, aber in Größe L passte der Bauch gerade noch rein und da es tailliert geschnitten ist, sieht es auch ganz passabel aus.

Die größte Freude war aber der Preis. Dank Nachwehen des Sommerschlußverkaufes musste ich nur 14,90 Euro bezahlen, mit in die Tüte wanderte noch eine schwarze Strickjacke (wer weiß, wie Freitag das Wetter wird), die ich nach der Geburt immer noch gut tragen kann (momentan bekomme ich sie nicht zugeknöpft, muß ja aber auch nicht sein). Ich hatte schon Angst davor, Unmengen an Geld für ein passendes Begräbniskleid ausgeben zu müssen, das danach sowieso in der Versenkung verschwunden wäre.

Das Begräbnis an sich wird aber denke ich nicht allzu düster werden (jedenfalls nicht so wie die Kleidung), denn was ich so gehört habe, ist der Rest der Verwandtschaft genau wie ich ziemlich erleichtert, daß meine Oma kein Pflegefall geworden ist und noch wochenlang im Bett vor sich hinvegetieren musste. Außerdem war sie eben schon 86, auf keinen Fall zu jung zum Sterben.

Nun hoffe ich, daß meine andere Oma uns noch eine Weile erhalten bleibt, an dieser hänge ich sehr und ich wünsche mir, daß sie noch ihren dritten Urenkel kennenlernen darf. Allein der Gedanke daran, sie könnte nicht mehr da sein, treibt mir jedesmal die Tränen sofort in die Augen. Und das, obwohl der nächste Geburtstag der 102. wäre. Aber sie ist noch so voller Lebensfreude, positiver Energie und Witz, man denkt wirklich nicht, daß sie schon die 100 überschritten hat.

ohne Bewußtsein

20. August 2010

…. das ist meine Oma mütterlicherseits nun seit gestern Nachmittag.

Gestern morgen erlitt sie einen Schlafanfall, beim Frühstück fiel ihr der Löffel einfach aus der Hand und sie konnte nicht mehr sprechen. Ich wurde gleich über Handy durch meine Tante informiert und musste dann einen Familienrundruf starten, da meine Nummer die einzige auf dem Handy war …

Letzte Woche war sie bereits ins Krankenhaus eingeliefert worden, da sie nach einem Sturz den Arm gebrochen hatte, diesen Montag war sie entlassen worden. Am Dienstag Abend brach ich dann mit den Kindern nach München auf – eigentlich wollte ich noch die ganze Woche bleiben, da aber so viel zu organisieren ist in nächster Zeit (vor allem in Sachen Haus), machte ich mich früher auf den Weg. Ich bin aber froh, daß ich noch die paar Tage bei meinen Großeltern war und mich verabschieden konnte, ich hatte schon die ganze Zeit ein komisches Gefühl in Bezug auf meine Oma und ahnte bereits, daß sie das nächste Jahr und ihren dritten Urenkel nicht mehr erleben würde.

Trotzdem bin ich nicht traurig. Jedenfalls nicht richtig. Sie ist 86 Jahre alt, hatte sowieso keine richtige Lebenslust mehr, konnte sich kaum bewegen vor Schmerzen wegen einer schlimmen Arthrose, wenn sie also demnächst einschläft (laut Ärzten liegt sie bereits im Sterben), ist es denke ich auf jeden Fall besser für sie. Zudem hatte ich nie eine wirklich tiefe Bindung zu ihr, einerseits aufgrund der Distanz Deutschland-Österreich (wir haben meine Großeltern früher ca. 2-3 Mal pro Jahr gesehen), andererseits habe ich sie mein Leben lang als sehr verbitterte, beinahe tyrannische Frau erlebt, die nicht wirklich liebevoll mit ihrer Umwelt umging. An so eine Oma bindet man sein Herz nicht unbedingt als Enkelin.

Deshalb fühlte ich mich auch irgendwie komisch, als meine Schwiegermutter total theatralisch reagierte (sie hat meine Oma ganze zwei Mal gesehen !) und meinte wie furchtbar, schrecklich und traurig das sei, es klang einfach nicht echt. Muß man völlig betroffen und außer sich sein, nur weil ein alter Mensch stirbt ? Selbst wenn man verwandt miteinander war/ist ? Und dieser Mensch ein hohes Alter erreicht hat ?

Für mich ist der Tod nichts Schlimmes, außer er trifft Kinder oder Menschen, die noch einiges an Lebenszeit und Plänen vor sich hatten. Oder aber er trifft einen Menschen, mit dem ich mich tief verbunden fühle, etwa wie meine andere Oma, die nun 101 ist und für mich immer wie eine Art Ersatzmutter war …

Hüttenimpressionen

18. August 2010

Seit gestern sind wir nun wieder in München. Noch ziemlich müde (nach einem langen Tag mit zwei Kindern noch knapp 2 Stunden Auto zu fahren ist nicht gerade entspannend) und verzweifelt vor einem Berg Arbeit sitzend, aber einigermaßen erholt.

Es war schön, aber auch sehr kalt und nass. Obwohl die ersten beiden Tage gar nicht so übel waren, wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann. Am dritten und vierten Tag kam dann aber der große Regen und so beschlossen wir (meine Tante, meine Mutter und ich) ziemlich spontan, die Berge zu verlassen. Es waren Murenabgänge und Schlagregen angesagt, was in einem Bergdorf, das sowieso fast abgeschnitten von der Außenwelt ist, nicht gerade Lust auf mehr macht …

Die Kinder waren erstaunlich motiviert, Wandern wurde zum neuen Lieblingshobby erklärt und tagsüber waren sie kaum sichtbar, sondern streiften über die Wiesen und kletterten auf diverse Felsen 🙂

Ich bin immer wieder froh, daß wir die Möglichkeit haben, dort Urlaub zu machen, die Hütte ist nämlich in Familienbesitz (zumindest zur Hälfte, die andere Hälfte gehört dem Bruder meines Opas …).

Lebenszeichen

15. August 2010

Weil eine Nachfrage kam, hier nun kurz ein Lebenszeichen. Uns geht es sehr gut, ich bin nur seit über einer Woche mit beiden Kindern in Österreich unterwegs, erst in einer Berghütte ohne Internet und jetzt bei meinen Großeltern – zwar mit Internetanschluß, aber ziemlich langsamem. Außerdem gibt es so viel anderes zu tun, als vor dem Computer zu sitzen, daß ich das auf die Zeit nach unserem Urlaub verschoben habe …

Zu Hause wartet das Laptop und ein schneller Internetzugang auf mich, da macht das Bloggen einfach mehr Spaß 😉

Wir geniessen die Zeit hier sehr, nur Sohnemann vermisst den Papa sehr (der muß leider arbeiten …) und heult mir beinahe jeden Abend die Ohren voll, warum wir nicht längst auf dem Weg nach München sind …

Viele Grüße aus dem „Ländle“ und bis bald 🙂 !

Müde getobt

27. Mai 2010

Nachdem die Kinder gestern erst um 22:30 Uhr in die Kissen fielen und bereits um 6 Uhr heute morgen wieder auf der Matte standen befürchtete ich bereits, daß der Tag mit nölenden, unausgeschlafenen Kindern beginnen und enden würde.

Es war aber nicht so. Die Beiden waren quietschvergnügt, tobten den ganzen Vormittag herum und wollten auch mittags keine Pause machen. Während ich im Bett lag und eine ganze Stunde lang friedlich schlummerte (MICH hat der gestrige Tag und die kurze Nacht nämlich schon geschafft …), tanzte der Bär im Haus meiner Großeltern, der Hometrainer wurde ausgiebig benutzt, das Trampolin fast durchgehüpft und gekreischt was das Zeug hält – Uropa und Uroma wollten Leben im Haus, nun haben sie mehr als genug davon 😉

Gegen Nachmittag brach Sohnemann zwar kurzzeitig etwas ein, drehte nach dem Zwischentief jedoch wieder voll auf und hielt noch bis 18 Uhr durch. Genau um diese Zeit kam dann das Tochterkind auf mich zu (das immerhin nur 7 Stunden geschlafen hatte letzte Nacht) und meinte „Mama, darf ich hochgehen und mich umziehen, ich bin soooo müde“ 🙂

Also ging es nach oben, beide Kinder wurden bettfertig gemacht, ich las noch drei Bücher vor, anschließend wurde noch eine selbsterfundene Geschichte eingefordert (heute die Geschichte von der Maus, die unbedingt eine Tropfsteinhöhle besuchen wollte …), nach dem ersten Schlaflied war mein Sohn eingeschlafen, nach dem letzten auch die Tochter – genau um 18:30 Uhr !
Seitdem herrscht Stille und ich hoffe, diese hält bis zur gewohnten Zeit gegen 6:30 Uhr an. Dann sollten nämlich Beide wieder eingetaktet und ausgeruht sein, und der Überdrehtheitsgrad sinkt vielleicht etwas gegenüber heute.

Jedenfalls geniesse ich die Zeit hier, wenn ich mich mal hinlegen möchte werden die Kinder von meiner Tante oder dem Uropa bespaßt (die Uroma ist leider nicht mehr ganz so mobil), es fliesst alles so dahin und der wunderschöne Blick auf die Berge ist Balsam für die Seele …

Im „Ländle“

27. Mai 2010

Gestern Abend sind wir nun also in Vorarlberg alias das „Ländle“ bei meinen Großeltern angekommen. Viel später als eigentlich geplant, was daran lag, daß meine Eltern noch Besuch bei sich zu Hause hatten und sich das Abendessen nach hinten verschoben hatte. Geplante Ankunft hier war 8 Uhr, es wurde dann 10 Uhr und somit gab es nur noch ein kurzes, müdes „Hallo“, nach welchem die Kinder umgehend ins Bett gebracht wurden, dort aber natürlich trotzdem nicht gleich einschliefen, sondern erst, nachdem ich mich dazugelegt hatte, eine Geschichte von der Bergsteigermaus erzählt und ein paar Schlaflieder gesungen hatte.

Sie waren einfach noch zu aufgeregt, das Töchterchen hatte die ganze Fahrt lang Wache gehalten und mich mit tausend Fragen gelöchert „Mama, wie schnell darfst Du hier fahren ? Mama, wann kommt die Autobahn ? Sind wir schon auf der Autobahn ? Warum brauchen wir jetzt eine Vignette ? Mama, den Tunnel kenne ich, da kommt gleich noch einer, gell ?“ :-), Sohnemann schlief zwar den größten Teil der Fahrt, aber ich merke immer wieder, daß der Autoschlaf lange nicht so erholsam ist wie der Bettschlaf …

Großeltern in Vorarlberg habe ich übrigens deswegen, weil meine Mutter von hier kommt. Ich bin somit Halbösterreicherin bzw. -vorarlbergerin, habe aber leider nie den Dialekt gelernt, was ich manchmal schon schade finde. Meine Mutter wurde von meinem Vater damals dazu angehalten, nur Hochdeutsch zu sprechen, sonst hätte das mit der „Zweisprachigkeit“ vielleicht funktioniert.

Wir werden hier jedenfalls ein paar ruhige, entspannte Tage verbringen, den Urgroßeltern mitteilen, daß sie zum dritten Mal Urgroßeltern werden und noch einige Freunde besuchen. Leider ohne meinen Mann, da dieser arbeiten muß. Dafür mit zwei süßen, lieben Kindern, die mittlerweile zu mir ins Arbeitszimmer meines Opas geschlichen kamen und grinsend und kuschelnd neben mir sitzen 🙂