Archive for the ‘Mutterdasein’ Category

Mutter und Tochter

6. Januar 2014

Hier mal wieder ein Foto von mir. Es gibt nicht sehr viele, da ich mir meist nicht gefalle (entweder habe ich die Backen voll mit Essen oder schaue einfach blöd in die Gegend ;-)). Dieses finde ich jedoch sehr gelungen und vor allem bin ich mit einem meiner Herzensmenschen darauf zu sehen, meiner Tochter.
Es entstand auf der Geburtstagsfeier zum 90.Geburtstag meines Opas vor zwei Wochen. Wir hatten beschlossen im Mutter-Tochter-Partnerlook zu gehen, meine Tochter hat sogar extra noch einen halbwegs passenden Schal für sich herausgesucht.
Mir geht jedes Mal das Herz auf wenn ich das Bild anschaue und ich bin so stolz und glücklich, seit neun Jahren Mutter dieses bezaubernden Mädchens sein zu dürfen (im Sektglas befindet sich übrigens alkoholfreier Kindersekt).

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Einschlafgedanken

4. Oktober 2013

Der große Sohn und ich kuscheln zusammen in seinem Bett, kurz vorm Einschlafen. Plötzlich fängt er an zu erzählen.
„Mama, wenn ich mal heirate, dann möchte ich keine große Hochzeit machen. Ich will nicht soviel organisieren, organisieren, organisieren und viele Tische bestellen und bezahlen. Nur meine Verwandten und drei Freunde. Du musst auf jeden Fall dabei sein, sonst wärst Du ja traurig und eine Hochzeit ohne Mama will ich nicht !“.
Nach einer kurzen Pause geht es weiter.
„Mama, gell das geht immer so weiter. Wir sind eure Kinder, dann bekommen wir selber Kinder, die bekommen wieder Kinder und immer so weiter. Und dann sterben Menschen und es werden wieder welche geboren. Sonst wäre es ja bald viel zu voll. Dann müsste jeder ein Los ziehen und es müsste immer einer geköpft werden (an dieser Stelle kommt mein Kommentar, daß das ja ziemlich grausam wäre …). Oder man müsste eben immer mal einen zum Mond hochschiessen, damit er ein wenig herumlaufen und sich bewegen kann !“.
Ich finde es immer wieder erstaunlich, was in so jungen Köpfen vor sich geht. Wieviele ernsthafte Gedanken sich Kinder bereits im Grundschulalter machen. Und ich liebe es, meinem erstgeborenen Sohn dabei zuzuhören und ihn fest im Arm zu halten, während mir die eine oder andere Träne die Wange herunterrollt …

Strohwitwenwochenende

30. September 2013

Seit letzten Mittwoch bin ich schon Strohwitwe. Unter der Woche merke ich das kaum, da mein Mann selbst wenn er hier ist erst ab kurz nach halb sechs anwesend ist (morgens geht er, wenn wir noch alle schlafen), aber am Wochenende sieht es schon etwas anders aus.
Wir haben die Zeit allein aber sehr gut gemeistert und mit viel Programm gefüllt.
Am Samstag habe ich nach einer Aufräumaktion die Kinder eingepackt und wir fuhren nach Buchloe, einer nahegelegenen Kleinstadt, um den Tag der offenen Tür des gerade neu eröffneten Gymnasiums zu besuchen. Zwar wird unsere Tochter erst übernächstes Jahr die Schule wechseln, da aber eine gute Freundin mit ihren Eltern hinfuhr, wollte sie auch dorthin.
Es war sehr interessant, das Gebäude ist durchaus beeindruckend, gar nicht wie die Schulen, die ich bisher kannte. 24 Millionen hat allein der Bau verschlungen und ich denke, dasselbe kann man nochmal für die Einrichtung drauflegen. Überall elektronische Tafeln, Computeranschlüsse an den Schülerbänken, eine große Mensa mit elektronischem Chipsystem, u.s.w..
Es gibt einen naturwissenschaftlichen und einen sprachlichen Zweig, außerdem eine Menge Zusatzangebot von Roboter Programmieren bis hin zu Italienisch lernen.
Anschließend fuhren wir nach München, um eine meiner Freundinnen zu besuchen, wir saßen den restlichen Tag in deren Küche und unterhielten uns, während die Kinder abwechselnd drinnen und draußen spielten. Erst nach 19 Uhr machte ich mich wieder auf den Heimweg, zu Hause angekommen fielen wir alle erschöpft aber zufrieden in die Betten (der Jüngste wachte beim Transfer ins Bett nicht einmal auf).
Erst hatte ich einen ruhigen Sonntag im Kopf, dann packte ich aber kurzfristig nochmals die Kinder ein, um halb zehn saßen wir im Zug Richtung Augsburg, um das dortige Turamichele-Fest zu besuchen. Es findet immer zeitgleich mit dem Marktsonntag statt, so konnten wir sowohl das Fest als auch geöffnete Geschäfte besuchen. Insgesamt fünf Stunden hielten wir uns dort auf, bis die Kinder müde Füße bekamen (der Jüngste ließ sich schieben und schlief kurz vor der Heimfahrt im Buggy ein) und zurück zum Bahnhof laufen wollten. Wieder zurück ging es für alle drei in die Badewanne, anschließend bezogen wir gemeinsam sämtliche Betten frisch und abermals fielen die Kinder müde ins Bett, während ich noch ein wenig herumräumte um eine Stunde später nachzufolgen …
Ein schönes, prall gefülltes Wochenende liegt hinter uns und auch der Start heute morgen lief glatt, auch wenn das frischgebackene Schulkind erst ein wenig Anlaufprobleme hatte.

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Alltag – noch nicht ganz …

17. September 2013

Der Alltag hat uns wieder, aber von Routine noch keine Spur.
Ich schaffe es zwar, die beiden Großen um kurz nach sieben aus der Tür zu schieben und schlage mit dem Jüngsten gegen 8 Uhr in der Krippe auf, das Dazwischen ist aber noch dermaßen hektisch und durcheinander, daß mir schwindelig wird.
Alle drei Kinder stehen zwischen 6:15 und 6:30 Uhr auf. Der Jüngste will dann sofort und auf der Stelle ohne Anziehen sein Frühstück haben, der Mittlere wälzt sich schimpfend auf dem Boden und schreit, daß alles doof sei und er die Schule schwänzen möchte, lediglich die große Schwester ist routiniert und spult ihr Schulprogramm ab.
Ich stehe dazwischen, selber halb angezogen und hungrig, versuche zu beschwichtigen und zu koordinieren, mache drei Brotzeiten fertig, richte Frühstück her, helfe beim Anziehen, treibe den Mittleren an, damit er zumindest Socken anzieht und versuche zwischendurch, mich selbst fertigzumachen. Zum Frühstücken komme ich dann meist erst gegen 7:30 Uhr, danach noch schnell alles wegräumen und los …
Mittags dann wieder viel Geduld und Koordination, die Großen haben sehr unterschiedliche Stundenpläne und ich muß bis zum Mittagessen mindestens ein Kind hinhalten, die Hausaufgaben sind unterschiedlich lang und jeder will dabei Ruhe haben, der Kleinste ist hungrig und müde und muß noch warten, bis ich Zeit für ihn habe, und, und, und …
Die Vormittage sind (noch) mit Herumsitzen in der Krippe gefüllt, jetzt gerade habe ich 20 Minuten „Freigang“, bevor ich den Jüngsten wieder abholen muß …
Nächste Woche klappt es hoffentlich schon etwas länger, sonst bleibt hier immer mehr liegen.
Ich bin aber optimistisch, daß alles bald ruhiger wird, zur Zeit heißt es eben „Augen zu und durch“.
Hier übrigens noch ein Schnappschuss vom Kleinsten heute morgen. Er nimmt sich die große Geschwister zum Vorbild und nutzt jede freie Minute zum „Lesen“ 🙂

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Endlich Schulkind !

12. September 2013

Endlich auch Schulkind !
Lange musste unser Mittelkind warten auf diesen Tag, er wäre ja schon vor einem Jahr schulpflichtig gewesen hier in Bayern, ich werde aber immer wieder aufs Neue darin bestätigt, daß es richtig war, noch ein Jahr zu warten …
Dank einiger Lavendelöltropfen auf dem Kopfkissen konnte das hibbelige Kind nachts ganz entspannt und ruhig schlafen und war gut ausgeruht heute morgen. Gegen 8:20 Uhr machten wir uns auf den Weg zur Schule, inklusive Oma, und trafen dort auf die anderen Erstklässler samt Eltern.
Anschließend gab es eine sehr schöne Begrüssungsfeier in der Schulturnhalle, die mir genau wie vor zwei Jahren ein paar Tränchen in die Augen trieb, Mutterhormone sind wirklich schlimm ! Da aber nicht nur unser Sohn eingeschult wurde, sondern unsere Tochter auch noch einen sehr gelungenen Auftritt mit ein paar ihrer Mitschüler hinlegte, war genug Stoff für mein gebeuteltes und stolzes Mutterherz da :-).
Beim anschließenden ersten Unterricht durften wir noch kurz zuschauen und wer war das Kind, das sich ständig unter „ich weiß es ! Ich weiß es !“-Rufen meldete ? Unser Sohn, der bis vor ein paar Wochen noch die Schüchternheit in Person war ….
Ich bin sehr zufrieden mit diesem tollen Start und wünsche ihm, daß er diese große Freude an der Schule mindestens genauso lang behält wie seine Schwester.
Das beste Geschenk aus der Schultüte war übrigens die elektrische Zahnbürste, wie man an den leuchtenden Augen sehen kann :-).

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Frischgebackenes Krippenkind :-)

11. September 2013

Hier Bilder vom frischgebackenen Krippenkind, das heute seinen ersten Eingewöhnungstag hatte. Das Gesicht sieht etwas verkniffen aus, was aber an der tiefstehenden Sonne liegt. Unser Jüngster war nämlich sehr stolz und hat sich riesig gefreut, wollte sich allerdings heute noch keine fünf Minuten von mir trennen, jedenfalls nicht mehr als 2-3 Meter …

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Schock am Morgen

28. Juni 2013

Wer mich kennt weiß, daß ich nicht so schnell aus der Ruhe zu bringen bin. Heute morgen war ich dann aber doch ziemlich von der Rolle. Und das kam so.
Der Jüngste und ich fuhren zum Einkaufen. Bei der letzten Station hatte er keine Lust mehr mitzukommen, protestierte mit Händen und Füßen, also ließ ich ihn im Auto, da ich sowieso nur wenige Dinge holen wollte. Er war wohlgemerkt angeschnallt und das Auto abgesperrt.
Als ich gerade an der Kasse stand, glaubte ich seine Stimme zu hören und wunderte mich, noch blieb ich aber ruhig. Wenig später kam mein weinendes Kind an der Hand einer Frau herein, laut nach mir rufend. Jede Mutter kann sich denke ich vorstellen, wie ich mich in diesem Moment gefühlt habe.
Er hatte den gesamten Parkplatz alleine überquert, der recht groß ist und zwei Zebrastreifen beinhaltet, und das richtige Geschäft angesteuert, erst vor der Tür nahm ihn die Frau an die Hand. Er erzählte mir dann auch gleich, daß er die Musik im Auto vor dem Aussteigen ausgeschaltet hätte und die Türen geschlossen.
Mir ist nach wie vor nicht klar, wie er aus dem Auto herausgekommen ist. Die Türen sind eigentlich mit einer Kindersicherung ausgestattet, er muß den zentralen Entriegelungsknopf an der Autodecke bedient haben. Aus dem Gurt muß er sich wie Houdini herausgeschlängelt haben, da das Gurtschloß noch geschlossen war.
Einerseits bin ich auch stolz auf diesen kleinen Mann, daß er so selbstständig ist und sich das überhaupt traut, andererseits bin ich nach wie vor am Zittern, da alles mögliche hätte passieren können. Ab jetzt wird er mitkommen müssen, ob er will oder nicht. Noch einmal überleben das meine Nerven nämlich nicht …

Wenn schon, denn schon …

9. Juni 2013

Das dachte sich wohl unsere Tochter ;-).
Gestern morgen war nämlich der zweite Schneidezahn heraus und nun kann sie stolz eine riesige Lücke präsentieren. Abbeissen funktioniert nicht so richtig, die bleibenden Zähne spitzeln aber schon heraus und werden bis zu den Sommerferien bestimmt komplett da sein.

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Zahnwechsel

7. Juni 2013

Was sich ganz banal Zahnwechsel nennt, sieht in der Realität manchmal ziemlich gruselig aus. Mir läuft es vor allem kalt den Rücken hinunter, wenn das Tochterkind den zweiten oberen Schneidezahn um 90 Grad verdreht und dieser dabei ein unangenehmes knirschendes Geräusch macht. Das gab es gestern schon beim ersten, woraufhin dieser ziemlich schnell herausfiel :-).
Was ich ganz süß finde ist das Lispeln, das durch die große Lücke entsteht 😉

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Zerissenes und Blühendes

29. April 2013

Die letzte Woche war vollgestopft bis obenhin, weshalb ich wieder nicht meinem Vorsatz nachgehen konnte, regelmässiger zu bloggen.
Die Gartensaison hat voll angefangen, ich habe bereits tonnenweise Unkraut aus der Erde gerupft, den Rasen gemäht (diese Woche wird er dann noch vertikutiert), die Hibiskusbüsche ordentlich zurechtgestutzt, Pfingstrosen, Clematis und Rosen gepflanzt und die Terrasse mit einem hübschen Mohn verschönert.
Die Kinder waren quietschvergnügt bis überdreht und sprangen den ganzen Tag in der Sonne herum, leider nicht ohne Zwischenfälle. Der große Sohn stürzte beim Herumrennen auf die Straße, der Nachbarssohn konnte sein zu großes Mountainbike nicht mehr rechtzeitig stoppen und fuhr ungebremst über den Kopf des am Boden liegenden Freundes. Folge waren dicke Reifenspuren im Gesicht und ein aufgeplatzter Ohrknorpel. Da ich weiß, wie empfindlich und schlecht heilend diese Stelle ist, ließ ich meine eben eingesetzten Rosen erstmal Rosen sein und flitzte noch schnell mit dem Sohn ins Krankenhaus. Dort trafen wir noch andere gleichaltrige Jungs, allesamt mit Platzwunden an den verschiedensten Stellen …
Die meisten Lacher hatte aber unser Sohn auf seiner Seite, da noch keiner von einem solchen Unfall gehört hatte und die Reifenspuren quer übers Gesicht wirklich irgendwie lustig aussahen. Der Sohn nahm es mit Humor :-).
Es wurden einige Steristrips verklebt, wir wurden nochmals darüber aufgeklärt, daß diese Stelle schlecht heilt und galoppierten wieder nach Hause, um endlich Abendzuessen.
Am Samstag waren wir dann bei den Nachbarn zum Essen eingeladen und es war zwar nett, beim nächsten Mal dann aber vielleicht doch ohne Kinder, denn am Abend sind alle hoffnungslos überdreht und wir kamen kaum dazu, uns in Ruhe zu unterhalten. Gestern dann ein Besuch bei meinen Eltern, zwischendurch ging ich mit den großen Kindern ins Kino und schaute mir mit ihnen den Film „Ostwind“ an, auf Wunsch der Tochter. Wider Erwarten fand ich den Film sogar richtig gut, und das obwohl ich nicht wirklich ein Pferdefan bin. Abends wurde noch über offenem Feuer gegrillt (ich rieche immer noch nach Rauch) und anschließend fielen wir alle sofort ins Bett ….
Nun hoffe ich, daß in den nächsten Stunden endlich der schon seit Tagen angesagte Regen kommt, der Garten braucht das Wasser dringend !

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