Archive for Mai 2012

Zwischendurch …

30. Mai 2012

Nur mal ein kleiner Piep. Ich komme kaum zum Bloggen und wenn ich mal Zeit hätte, ist mein Kopf leer und mich übermannt die Müdigkeit.

Zur Zeit habe ich noch ein viertes Kind, eine Freundin unserer Tochter ist noch bis Freitag hier, und jeder der Kinder hat kann sich vorstellen, wie wuselig es hier ist. Gestern habe ich es sogar gewagt, mit allen Kindern einkaufen zu gehen. Ich habe es zwar überlebt, aber es wird bei diesem einen Mal bleiben. 3 Kinder im Alter von 5,7 und 8 Jahren, dazu noch ein Kleinkind, das aktuell ständig versucht, sich aus dem Einkaufswagen zu stürzen (wieso sitzen, wenn man auch stehen kann ?). So pendelte ich also zwischen Fangen spielenden, kreischenden großen Kindern und dem kleinen Kamikazekind, nebenbei versuchte ich einzukaufen …

Heute dann ein wunderschöner Tag, sonnig, nicht zu warm und nicht zu kalt, viel frische Luft und Toben für die Kinder, Buddeln und Pflanzen für mich. Schon bevor wir in unser Haus einzogen hatte ich mein zukünftiges Gemüsebeet abgesteckt und als es dieses Jahr endlich warm genug wurde, fing ich an, es zu bestücken. Momentan beherbergt es Brokkoli, Lauch, Erdbeeren, Spinat, Mangold, Zucchini, Salat, Zuckerschoten, Rhabarber, Radieschen und diverse Kräuter. Und ich merke schon, daß es zu klein ist und nächstes Jahr eine Erweiterung anstehen wird. Die Nachbarin hatte dies bereits vor ein paar Wochen prophezeiht, damals schüttelte ich noch ungläubig den Kopf, dachte ich doch, mein Beet sei riesengroß :-).

Der kleine Sohn läuft immer noch nicht, aber immerhin traut er sich mittlerweile schon, 4-5 Schritte ohne Hilfe zu machen. Es fehlt einfach noch der entscheidende Kick, der den Knoten zum Platzen bringt, ich hoffe, es dauert nicht mehr allzu lange. Krabbelnderweise kommt er aber sehr schnell voran, das Nicht-Laufen-Können hält ihn nicht davon ab, blitzschnell um die nächste Ecke zu verschwinden und die Straße hinunterzuflitzen (heute fand ich ihn dann Kniebeugen machend am Zaun der Nachbarn wieder …).

Ansonsten warten wir auf den Anruf unseres Gartenbauers, der eigentlich versichert hatte, er würde diese Woche noch kommen und unseren Eingangsbereich pflastern, das Telefon schweigt aber nach wie vor beharrlich. Ich wäre so froh, wenn dieser Teil bald erledigt wäre, denn Frostschutzkies und Splitt sind nicht gerade kinderkompatibel. Ständig finde ich Steinchen im ganzen Haus, ganz zu schweigen von den weiß-staubige Fußabdrücken auf unserem eher dunklen Bodenbelag.

Die Terrasse sieht nicht viel besser aus, überall Splitt zwischen den Betonfundamenten und noch kein Holz für den Belag in Sicht. Der Kleinste hat nun diesen Platz zum Riesensandkasten auserkoren und könnte sich stundenlang damit beschäftigen, tonnenweise Splitt im Rasen und im Haus zu verteilen, wenn ich ihn nicht regelmässig davon abhalten würde.

Viel zu tun also, aber alles absehbar. Und vielleicht kehrt auch irgendwann mal etwas Ruhe und eventuell sogar ein wenig Langeweile ein …

Nicht zum Aushalten

23. Mai 2012

Das kleinste Kind im Hause schubt sein ein paar Tagen wieder. Mit einer Gewalt, die mich etwas aus der Bahn wirft. Ich komme nicht zum Bloggen, der Haushalt wird marginal versorgt und die Anspannung ist bereits vor dem Mittagessen ziemlich hoch.

Auf dem Programm stehen:

– wann klappt das endlich mit diesem Sch… Laufen

– wie bringe ich meine Umwelt am besten dazu, mir sofort das zu geben, was ich haben will (laut schreien ? Kreischen, bis die Gläser zerspringen ? Den nächstbesten Gegenstand auf den Boden pfeffern ? Oder gibt es noch andere Möglichkeiten ?)

– alles ist meins, das ist doch klar. Wieso wagt es dann überhaupt jemand, mir etwas aus der Hand zu nehmen ?

– wieso können alle so toll sprechen außer mir bzw. wieso versteht mich denn keiner ?

Das Kind ist sehr anstrengend. Es ist permanent unzufrieden, schmeißt z.B. eine Schale mit Heidelbeeren wütend durch die Luft, kreischt anschließend aber wie besessen, wenn ich diese aufesse und verkünde, daß das keine Tischmanieren sind und es nun keine Heidelbeeren mehr gibt. Es legt sich mit sämtlichen Kindern in der Krabbelgruppe an, flippt total aus, weil es nur den gelben Plastikteller aus der Spielküche bekommt und nicht den blauen, den die Nachbarstochter in der Hand hält. Von Früh bis Spät hallt gellendes Gebrülle in meinen Ohren, ich habe entweder einen sich windenden kleinen Aal auf dem Arm oder ein heulendes Etwas an meinem Knie.

Im Auto anschnallen – bist Du verrückt, Mama ? Tagsüber schlafen – das meinst Du doch nicht ernst ? Wieso darf ich dein Kräuterbeet nicht verwüsten, du gräbst doch auch andauernd Grünzeug aus ?!?

Alles nur eine Phase, ich weiß. Sie wird binnen der nächsten 5 Wochen wieder ein Ende finden und ich werde eine Weile lang wieder ein zuckersüßes und bezauberndes Kleinkind an meiner Seite haben, das Sprechen, Laufen und einigermaßen teilen können wird. Jetzt muß ich nur noch ein Paket Drahtseilnerven finden, damit ich das unbeschadet überlebe. Und wenn ich das gefunden habe, werde ich mich über diese Phase freuen und gespannt beobachten, was dieses kleine Gehirn gerade wieder ausbrütet.

Ich geh dann mal ins Bett, Nerven sammeln und entspannen 😉

Vatertagsmenü

17. Mai 2012

Bevor ich das Rezept für diesen superleckere Vorspeise von heute mittag vergesse, muß ich sie hier noch festhalten. Wer Avocado und Mango mag sollte sie ausprobieren, ich hätte mich reinlegen können, ebenso mein Mann.

Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen, mangels Zutaten musste ich dann jedoch improvisieren. Und das ist dabei herausgekommen:

Avocado-Mango-Salat

1 reife Mango

2-3 reife Avocados (je nach Größe, ich hatte zwei kleine und eine große hier)

1 großer Bund frischer Koriander

etwa 200 g Krabben (frisch oder tiefgefroren)

100 ml Orangensaft

Saft einer halben Zitrone

Salz

Pfeffer

1 TL Senf

ca. 2-3 EL Olivenöl

Agavendicksaft

Die Avocados halbieren, das Fruchtfleisch herauslösen und in kleine Würfel schneiden. Die Mango schälen und ebenfalls würfeln. Mit etwas Zitronensaft mischen, um eine Braunfärbung zu verhindern. Dann kühlstellen. In der Zwischenzeit die Krabben auftauen oder frische Krabben gleich untermischen.

Den Orangen- mit dem Zitronensaft, Senf und Olivenöl mischen. Mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Den Koriander kleinschneiden und unterrühren. Anschließend das Dressing mit dem Salat mischen und geniessen.

Die Krabben haben dem ganzen noch den letzten Pfiff gegeben, ich habe tiefgefrorene von Iglo verwendet, sehr lecker. Dazu habe ich selbstgebackenes Baguette serviert, ein Traum.

Außerdem gab es heute noch eine griechische Moussaka und einen Rhabarberstreuselkuchen.

Ein sehr gelungener Tag mit lieben Gästen (meine Eltern), viel Sonne und hervorragendem Essen 🙂

Von Vorbildern

16. Mai 2012

Heute im Vorbeigehen gelesen. Genauso ist es …

„Was lernt ein Kind, wenn man es ermahnt ? Ermahnen.“

Kichernd in die Nacht

15. Mai 2012

Wie schon die Überschrift verrät gab es heute abend hier viel Gekicher.

Alles fing damit an, daß der Jüngste noch etwas überdreht war. Als ich nun oben im Stockbett mit dem großen Bruder kuschelte, fing dieser plötzlich an zu kichern, da der kleine Bruder wirklich lustige Selbstgespräche eine Etage tiefer führte. Er steigerte sich immer mehr hinein und bald fiel ich in das wilde Kichern mit ein. So lagen wir da, Mutter und Sohn, und lachten, bis uns die Tränen hinunterliefen :-).

Der Jüngste verstummte zunehmend, bis es völlig still war und ich davon ausging, er sei eingeschlafen. Auch der große Sohn beruhigte sich allmählich und ich kletterte wieder nach unten. Dort saß der Kleine mit großen Augen in seinem Bett, völlig erstaunt, was sich über seinem Kopf abspielte. Also legte ich mich noch einen Moment zu ihm, als oben erneut Lachsalven zu hören waren. Ich konnte nicht anders, lachte mit und bald stimmte auch der kleine Sohn mit ein.

Irgendwann beruhigten sich dann alle wieder und schliefen ein. Und ich freue mich über dieses fast surreale Erlebnis, so habe ich bestimmt seit mehr als 10 Jahren nicht mehr gelacht …

Schön spontan

13. Mai 2012

Am heutigen Muttertag haben wir einfach einen faulen Sonntag genossen. Morgens holten die Kinder mit ihrem Papa zusammen leckere Croissants (von denen unser Vielfraß aka der kleine Sohn zwei Stück wegfutterte), ich bekam einen etwas mageren aber mit Liebe gepflückten Wiesenblumenstrauß von unserer Tochter, außerdem die obligatorischen Geschenke aus Schule und Kindergarten (einen kleinen Spiegel mit Glasmosaiksteinen beklebt vom Sohn, eine Stein-Draht-Herzskulptur von der Tochter).

Mittags gab es leckeren Auberginenauflauf mit selbstgebackenem Baguette (viele gehen ja essen oder lassen sich von ihren Männern bekochen, ich koche auch am Muttertag lieber selber, da weiß ich, was auf den Teller kommt und kann ganz entspannt geniessen ;-)), anschließend überlegten wir hin und her, was wir noch unternehmen könnten, als die Nachbarin klingelte und nachfragte, ob wir sie und ihre Kinder auf einen Ausflug an den Lech begleiten wollten (ihr Mann hatte heute Dienst im Krankenhaus und konnte leider nicht mitkommen). Also sagten wir ihr ganz spontan zu und saßen 3 Stunden später im Auto.

Nur wenige Kilometer entfernt machten wir uns dann auf den Weg, wanderten durch den Wald, an einem Lechstausee entlang, bewunderten kleine Tümpel, die „Teufelsküchen“ genannt werden und endeckten viele schöne Ecken, die wir auf jeden Fall wieder besuchen werden. Am See gibt es auch ein nettes Ausflugslokal, die „Teufelsküche“, die aber heute viel zu voll war, vielleicht ein anderes Mal. Stattdessen machten wir Rast auf einer Bank und fielen dort über die mitgenommen Melonenstückchen und Apfelspalten her.

Am witzigsten fand ich heute den Kommentar unseres Sohnes nach den ersten zwei Kilometern. Dieses Kind das sonst nach 500 Metern bereits anfängt zu jammern meinte „das war schon alles ? Wir sind doch erst 4 Schritte gelaufen !“. Also nahmen wir die längere Route bergauf, bergab und bis auf ein zwischendurch eingestreutes „jetzt sind wir aber genug gelaufen“ gab es keinerlei Proteste. Im Gegenteil, ich denke, dieses Jahr sind unsere Kinder endlich bereit für „richtige“ Wanderungen, zumindest die großen. Perfekt für unseren Sommerurlaub, den wir wenn alles gut geht in den Bergen verbringen werden. Das Schleppen des Kleinsten blende ich jetzt einfach mal aus …

Insgesamt ein sehr schöner Tag, den wir aber natürlich auch ohne das Etikett „Muttertag“ gehabt hätten.

Workout im Grünen

8. Mai 2012

So ein eigener Garten ist wirklich praktisch. Man bekommt das Workout ganz gratis und in ausreichender Menge. Heute liegen 17 m Schneckenzaun einbuddeln hinter mir, ca. 10 qm Unkrautjäten, außerdem musste ich die Sonnenblumen vereinzeln, die unsere Kinder ohne meine Aufsicht gesät hatten. Es waren nämlich alle 4 Samen pro Pflanzstelle aufgegangen und die armen Kerlchen traten sich ziemlich auf die Füße …

Leider hatte ich die Sonne etwas unterschätzt bzw. die Zeit, die ich Draußen verbrachte und nun habe ich einen Sonnenbrand, der sich gewaschen hat. Zusätzlich elende Nackenschmerzen, die allerdings eher vom Kind Herumtragen kommen, diese schreien geradezu nach einem Wärmekissen, das sich leider nicht mit der verbrannten Haut verträgt.

Spaß macht es aber allemal, ich war richtig stolz, als ich hinterher mein Werk betrachtete und nun hoffe ich, daß der Zaun auch hält was er verspricht. Probehalber habe ich danach noch 6 Salatpflänzchen gesetzt, wenn diese morgen früh noch existieren, hat sich die Arbeit voll und ganz gelohnt. Hat eigentlich jemand Ahnung, was man am besten vor und hinter einem Schneckenzaun plaziert, damit er nicht zuwächst und die Schnecken noch besser abgeschreckt werden ? Ich dachte da an eine ordentliche Portion Sand oder Rindenmulch …

Ansonsten alles wie immer, unser Jüngster ist endlich wieder auf dem Weg der Besserung nachdem er die ganze letzte Woche krank war, er läuft aber noch immer nicht (irgendwie dauert das von Kind zu Kind immer länger) und dementsprechend leidet mein Rücken. Den Knaller brachte heute noch das Tochterkind, statt das gekaufte Eis in die Tiefkühltruhe zu legen, fand ich es fast 2 Stunden später im Kühlschrank wieder – zum Glück war es noch nicht geschmolzen sondern hatte genau die richtige Esskonsistenz 🙂

Ab morgen dann wird die Straße vor unserer Haustür asphaltiert, ein Gehweg gebaut und insgesamt wird sie etwa eine Woche gesperrt sein. Da es sich um eine Sackstraße ohne weitere Zufahrt handelt wird das bestimmt lustig. Und ich habe noch keine Ahnung, wie ich Einkäufe, nicht laufendes Kleinkind und Co. von der Nachbarstraße bis zum Haus transportieren soll. Ganz zu schweigen von den Buffetbeiträgen meinerseits für das Projektfest im Kindergarten …

Die schönste Überraschung

6. Mai 2012

Gestern im Auto musste ich einerseits schmunzeln, andererseits habe ich mich sehr gefreut.

Wir sprachen über Überraschungen, wie wir auf dieses Thema kamen weiß ich nicht mehr. Unsere Tochter meinte dann „die schönste Überraschung in meinem ganzen Leben war, daß ich so liebe Eltern und so tolle Geschwister bekommen habe !“ :-).

 

In Quarantäne

4. Mai 2012

Wirklich blöd ist das zur Zeit. So gerne würde ich mal die Nachbarsfrauen zu Kaffee und Kuchen einladen. Wieder mal die Krabbelgruppe oder den Musikgarten besuchen. Oder ein Treffen mit den zwei netten Müttern ausmachen, die ich vor 8 Wochen auf dem hiesigen Kleidermarkt kennengelernt hatte.

Aber nichts geht momentan, da das jüngste Kind im Hause nach wie vor ständig krank ist. Ich bin schon glücklich, wenn mal 1-2 Wochen Pause herrscht, meist folgt aber Infekt auf Infekt. Aktuell seit Dienstag ein knatschiges, heuliges und klammerndes Kind, seit vorgestern mit Fieber, gestern Abend sogar bis knapp 40 Grad. Nun grüble ich, ob es die Windpocken sein könnten (vor 12 Tagen hatte er Kontakt mit einem infizierten Kind, das aber zu dem Zeitpunkt noch keinen Ausschlag hatte und somit unbemerkt Viren verbreiten konnte) oder ob es einfach eine Verschlimmerung der bereits bestehenden Erkältung mit Husten und Schnupfen ist.

Manchmal fühle ich mich regelrecht eingesperrt, denn mit krankem Kleinkind ist man nicht gesellschaftsfähig. Dazu noch der Schlafmangel, ein Kind, das im kranken Zustand nur mit stetigem Körperkontakt die Augen schließt, keine Möglichkeit, den Haushalt sinnvoll zu erledigen oder in Ruhe einzukaufen, keine richtige Pause.

Ich wünsche mir für die nächsten Monate ausnahmsweise mal ein gesundes Kind. Ein Schnupfen ab und zu ist ok, aber bitte nicht mehr diese zähen und teils sehr heftig verlaufenden Infekte.

So, Kind ist wieder wach, die Pflicht ruft ….