Archive for April 2011

Kurswechsel

30. April 2011

So, ich habe es getan. Eben habe ich meine Bestellung für Stoffwindeln und Wollüberhosen abgeschickt, ab jetzt gibt es hier keine „Plastikwindeln“ mehr. Lange habe ich hin und her überlegt. Habe Erfahrungsberichte gelesen, mehrere Onlineshops durchstöbert, ausgerechnet, wieviel wir für P.ampers im Jahr ausgeben und wieviel Müll dadurch entsteht (immerhin braucht man bis zu 3000 Windeln pro Jahr !), mir überlegt, ob ich bereit bin, die Sache mit dem Windelfrei weiter so durchzuziehen wie bisher. Und ich bin zu dem Schluß gekommen, daß ich die „normalen“ Windeln sowieso schon immer doof fand und nun bereit bin für das Wagnis „Naturwindeln“.

Bestellt habe ich „Schlüpfis“ von „Storchenkinder“ und Wollüberhosen. Außerdem Hemdchen, da ich Bodies einfach blöd finde (vor allem beim Thema Windelfrei). Insgesamt kostet der Spaß 150 Euro, wenn man aber bedenkt, daß ein Jahresvorrat an „Plastikwindeln“ ca. 3-4 Mal soviel kostet, ist das noch erschwinglich.

Gründe habe ich mehrere. Erstens weniger Müll. Zweitens angenehmer für die Haut. Drittens praktischer beim „Windelfrei“, da sich die Schlüpfis schnell an- und ausziehen lassen.

Heute bin ich sogar zum ersten Mal auf einen Parkplatz gefahren, weil unser Sohn ganz unruhig wurde, quengelte und offensichtlich pieseln musste. Im ersten Moment kommt man sich da schon ein wenig blöd vor, für einen 3 Monate alten Säugling rechts ranzufahren 😉

Als ich ihn aber ausgepackt und aus der Autotür gehalten hatte, kam ein großes Pipi herausgesprudelt und anschließend schlief das Kind selig ein. Soviel zu „Babies spüren das doch gar nicht …“. Am Nachmittag waren wir dann unterwegs mit den Großen, auf einem Spielenachmittag, insgesamt 2 Stunden lang. Als ich nach Hause kam, war die Windel immer noch trocken, als ich den Sohn abhielt, kam ein Bach heraus, mit dem er dem großen Bruder Konkurrenz machen könnte. Nachts ist die Windel sowieso fast immer trocken, sie wird nur leicht feucht wenn ich nicht sofort reagiere, weil ich manchmal etwas länger brauche bis ich aus dem Tiefschlaf aufgewacht bin.

Ich bin nach wie vor sehr fasziniert und beeindruckt, hätte ich doch nie gedacht, daß es wirklich funktioniert (ich weiß, ich wiederhole mich …). Da muß man erst 3 Kinder bekommen, um sich dranzuwagen, schade, daß ich vorher nicht die Motivation dazu hatte …

Nun freue ich mich auf den Sommer. Endlich nicht mehr dieses Herumgepule, ein nackig strampelndes Kind auch draußen im Garten und Abhalten können an der frischen Luft (allerdings weiß ich noch nicht, ob ich mich das in Sichtkontakt mit anderen Menschen traue, die Blicke sind doch recht seltsam, wenn das Kind nicht älter als 2 Jahre ist, dann wohl eher heimlich hinter Büschen) …

Advertisements

Südländisches Herz

29. April 2011

Wie meinte meine algerische Freundin heute wieder einmal zu mir, „Katrin, Du bist nicht deutsch !“. Sie meint damit nicht meine Staatsangehörigkeit, sondern mein Wesen. Und sie hat recht. Ich habe mich in Deutschland noch nie richtig heimisch gefühlt, träume schon fast mein ganzes Leben davon, nach Italien auszuwandern. Ich bin sehr kontaktfreudig (was hier in München schon öfter zu Befremden bei meinen Mitmenschen geführt hat), äußerst spontan (auch mit 3 Kindern :-)), ein Großfamilienmensch (obwohl diese ja mittlerweile leider auch im Süden aussterben) und mindestens genauso leidenschaftlich und impulsiv wie meine Freundin.

Jedesmal, wenn ich nach Italien fahre, habe ich das Gefühl, nach Hause zu kommen. Klingt komisch, ist aber so. Ich spreche die Sprache fliessend, die Lebensart ist genau die, die ich mir wünsche, das Klima kommt mir sehr entgegen und ich liebe das Meer über alles. Es gibt mehr Chaos, aber auch mehr Gelassenheit gegenüber vielen Dingen. Kinder sind keine Plage, sondern Grund zur Freude.

Sicher gibt es auch dort einiges Negatives. Zum Beispiel eine sehr ausgeprägte Bürokratie. Viel Arbeitslosigkeit. Und an manchen Stellen ist Chaos nicht unbedingt positiv. Aber mein Herz schlägt für den Süden und irgendwann werde ich das mit dem Auswandern dann doch zumindest ausprobieren. Nicht in den kommenden Jahren, nun bauen wir ja ein Haus hier in Deutschland, aber wenn mein Mann und ich irgendwann alleine in diesem Haus sitzen werden, alle Kinder ausgeflogen sind und wir noch Geld übrig haben (oder das Haus dann verkaufen), dann werde ich diesen Traum leben. Zum Glück kann sich auch mein Mann dafür begeistern 🙂

Im Moment lebe ich aber erstmal den Traum von der kleinen Großfamilie. Und das ist mindestens genauso schön 🙂

Prachtkerl

29. April 2011

Heute war ich mit unserem Jüngsten zur U4 und die Kinderärztin war begeistert. Sie meinte, er würde alle bisherigen Rekorde an motorischer Entwicklung, Größe und Gewicht in diesem Alter brechen, zumindest was ihre Praxis angeht.

Und hier die Daten:

Gewicht: 7230 g

Größe: 66 cm

Kopfumfang: 44 cm

Für ein 3,5 Monate altes Kind ist das schon ziemlich groß und er kommt da sehr nach seinem großen Bruder. Der wuchs im ersten Lebensjahr im Raketentempo (lustigerweise solange ich stillte), anschließend pendelte er sich im Durchschnitt ein. Heute ist er ein zwar großer, aber nicht überdurchschnittlich großer Vierjähriger. Ich habe spaßeshalber gleich nachgeschaut, als ich nach Hause kam, der Große hatte in dem Alter haargenau diesselben Maße ! Mit genau 4 Monaten hatte er 7500 g und 68 cm, das wird der Kleine in den nächsten 2 Wochen auch noch schaffen …

Mit der Bemerkung „Super erfreulich“ im Vorsorgeheft und den Worten „Der Kandidat hat 110 von 100 möglichen Punkten“ wurden wir entlassen und ich bin stolz auf unseren „Prachtkerl“ 🙂

Die Impfung habe ich noch weggelassen, ich bin mir einfach noch nicht sicher, was ich impfen lassen soll und was nicht. Außerdem finde ich 3 Monate noch viel zu früh, das muß wirklich nicht sein. Wahrscheinlich wird es eine 5-fach-Impfung werden, ich muß mich aber erst noch über den aktuellsten Stand und die verschiedenen Präparate informieren …

Noch 4 Tage

28. April 2011

Am Montag öffnet der Kindergarten wieder seine Tore. Nach zwei langen Wochen. Und nicht nur die Kinder freuen sich darauf …

Letzte Woche gestaltete sich alles noch ziemlich entspannt. Nach der Hälfte der ersten Woche fuhren die großen Kinder zu meinen Eltern und wurden dort bis Sonntag ausgiebigst bespaßt (an dieser Stelle nochmals ein großes Danke !). Die Zeit nutzten wir leider nicht nur zur Erholung, sondern größtenteils dafür, endlich Ordnung ins häusliche Chaos zu bringen.

Seit Dienstag bin ich nun allein mit unseren Dreien. Und da die Großen schon ziemliche Kindergartenentzugserscheinungen zeigten, waren es bisher 3 wirklich anstrengende Tage. Nachts Geblöke vom Kleinsten, er schubt mal wieder (bitte Kind, hoffentlich weißt Du danach endlich, wie man richtig greift und kannst Rollen – das wird nämlich ausgiebigst geübt). Morgens Gezicke von der Großen („Nein, DU musst mich anziehen, ich bin viel zu müde und hab kein Lust !“, auf mein „Nein“ folgt ausgiebiges Motzen, halbnackt auf den Boden legen und teilweise sogar Heulen). Den ganzen Tag über Geschrei und Gezanke der beiden älteren Geschwister, einschließlich handfeste Prügeleien, Schubserei auf dem Trampolin verbunden mit erneutem Geheul und Tränen, u.s.w. …

Heute dann ein riesengroßer Streit zwischen meiner Tochter und ihrer besten Freundin, mit anschließendem Gebrülle, Geheule und Sätzen wie „Du bist jetzt nicht mehr meine Freundin !!“ und „Du bist die blödste Freundin auf der ganzen Welt !“ – das war bisher wirklich die lauteste und heftigste Szene der Woche. Natürlich vertrugen sie sich nach ca. 15 Minuten Gejaule wieder und schworen mir, daß alles wieder gut sei, aber gut für meine Nerven war es nicht. Was allerdings auch daran lag, daß ich bis dahin keinerlei Pause gehabt und nachts kaum geschlafen hatte.

Nun freuen wir uns alle sehr auf Montag. Endlich wieder 4 Stunden nur für mich (naja fast, aber unser Baby fällt noch nicht wirklich ins Gewicht). Endlich wieder etwas Ruhe im Haus, kein Türenknallen, kein Streit. Wieder klare Gedanken fassen können und den Adrenalinspiegel herunterschrauben.

Ich liebe meine drei Kinder und bin sehr gerne mit ihnen zusammen. Aber alle auf einmal, rund um die Uhr, das schlaucht. Dazu tagsüber alle 2 Stunden Stillen, 7 zwar süße aber sehr schwere Kilo herumwuchten und -tragen, nachts alle 2 Stunden geweckt werden (gestillt wird das Kind nachts nur noch 1 bis maximal 2 Mal, darüber hinaus weigere ich mich und halte ihn eben kreischend im Arm – er hat genug Speckringe und ich bin kein lebender Schnuller) und zwischendurch den Haushalt am Laufen halten (ich weiß, ich weiß, da kommen immer diese Tipps von wegen „lass doch einfach liegen“, aber das mag ich nicht, da fühle ich mich selber richtig unwohl) …

Ein Hoch also auf das Ende der Osterferien. Die nächsten werden bestimmt entspannter, denn erstens wohnen wir dann bereits in unserem eigenen, größeren Haus und zweitens ist der Jüngste dann schon groß genug, um auf längere Ausflüge mitgenommen zu werden und mehr Action auszuhalten. Noch möchte ich das ihm und auch mir nicht zumuten.

Immer positiv denken …

28. April 2011

Einen Vorteil hat ja der Haarausfall nach der Schwangerschaft. Die grauen bzw. weißen Haare fallen auch alle mit aus 🙂

Bleibt nur zu hoffen, daß nicht die Mehrzahl der nachwachsenden Haar grau sein wird !

Strenges Regiment

28. April 2011

Es ist doch immer wieder interessant, andere Eltern bzw. Mütter zu beobachten. Zumindest für mich, die ich schon fast mein ganzes Leben an Psychologie interessiert bin.

Ich berichtete hier bereits ein Mal über die Mutter des Nachbarkindes. Diejenige, welche ihr Kind ständig maßregelt, obwohl es a) nichts Schlimmes verbrochen hat und b) eigentlich überhaupt nicht protestiert, aber trotzdem weiter ermahnt wird. Sowas ist mir immer suspekt, wenn so „vorbeierzogen“ wird.

Nun kennen wir das Mädchen schon ein paar Wochen, die Mutter natürlich auch und dort herrscht wahrlich ein strenges Regiment. Vor allem irgendwie ohne Herz und Bauch.

Vormittags geht die Kleine in den Kindergarten, wird dann um 13 Uhr von der Mutter abgeholt. Von 13-14 Uhr gibt es dann Mittagessen und Gespräche. Von 14-15 Uhr muß das Kind in sein Zimmer und eine „stille Stunde“ einhalten, ganz gleich was sonst ansteht (gestern fragte ich, ob sie zu uns kommen darf, das war gegen 14:30 Uhr, und mir wurde gesagt, die „stille Stunde“ sei noch nicht vorbei …). Um Punkt 15 Uhr ist „Naschzeit“, da darf sich der Nachwuchs 1 Gummibärchen oder 1 Stück Schokolade aussuchen. Von 15-16 Uhr stehen jeweils eine halbe Stunde „Alleine Spielen“ und eine halbe Stunde „Mit Mama Spielen“ an. Danach ist dann quasi „Freispielzeit“, bis spätestens 17 Uhr. Um 19 Uhr geht es ohne Wenn und Aber ins Bett …

Gestern Nachmittag, als das Mädchen dann zu uns gebracht wurde (natürlich um 16 Uhr, mit der Auflage, spätestens um 16:30 Uhr wieder zu Hause zu sein), wurde sie mir mit den Worten „Passt jetzt, sie hat ja schon ausreichend alleine und mit mir gespielt“ übergeben. Mir persönlich ist sowas wirklich unheimlich. Sie betonte auch schon mehrmals, wie wichtig eine glückliche und strukturierte Kindheit sei (steht das  nicht irgendwie im Widerspruch zueinander, außer das Kind wünscht sich die strukturierte Umgebung ??), das Kind wird generell bei Sonneneinstrahlung nicht eingecremt, damit es diese frisch-roten-glückliches-Kind-Backen bekommt (dazu passend die verspielte Pippi-Langstrumpf-Frisur mit herausgezupften Haarsträhnchen) und Löcher in den Hosen sind willkommen (O-Ton „Hauptsache sie haben eine glückliche Kindheit !“ – was hat das bitte mit Löchern in den Hosen zu tun ??).

Ich habe nichts gegen einen gewissen Rhythmus. Unsere Kinder haben sich diesen aber von ganz alleine herausgesucht bzw. darauf bestanden, das eine mehr, das andere weniger (das jüngste Kind ist da recht stur) und ich habe keinen vorgegeben. Es ist auch nicht schlimm, wenn man denn einen vorgibt, aber so am Kind vorbei finde ich das mehr als fraglich.

Das Mädchen selbst ist nett, aber etwas merkwürdig. Sie fragt mich alle zwei Minuten, was sie denn spielen soll (wie wäre es, mit den zwei anwesenden Kindern zu spielen und um was in aller Welt soll ich denn bitte wissen, was das Kind spielen möchte ???), sie fragt mich jedes Mal, ob sie auf die Toilette gehen darf (ja bitte, sonst muß ich wischen …) und man merkt deutlich, wie sich diese tägliche, zu knapp bemessene „Naschzeit“ auswirkt (jedes Mal der Satz „Du, ich habe Hunger !“ und als Antwort auf mein „Soll ich Dir ein Butterbrot schmieren ?“ kommt dann „Nö, ich hätte lieber Schokolade oder einen Muffin“ – ich backe ja öfter welche ;-)).

Sowas gibt es natürlich auch in abgemilderter Form, aber diese Familie übertreibt es wirklich finde ich.

Hier herrscht natürlich nicht absolutes Chaos und Erziehungs- bzw. Rhythmusfreiheit, aber Kopf und Bauch gehen Hand in Hand. Und ich messe das Glücklichsein meiner Kinder nicht an der Zahl der Hosenlöcher und Sonnenbrandwangen, und glaube auch nicht daran, daß Kinder, die mit einem Gummibärchen täglich aufwachsen, später einen vernünftigen Umgang mit Süßem pflegen werden …

Ein Brot geht auf die Reise …

26. April 2011

Nein, nicht Bernd das Brot 😉

Gewinn Nr.1 meiner Verlosung zum Bloggeburtstag machte sich heute auf den Weg. Ein frisch gebackenes, noch warmes, wunderbar duftendes Roggen-Dinkel-Sauerteigbrot. Und ich hoffe, es wird auch so ankommen, wie ich es eingepackt habe. Ohne Bruchschäden, ohne Aromaverluste und vor allem immer noch frisch schmeckend.

Was habe ich mir den Kopf zerbrochen, wie ich dieses Brot am besten verschicken soll, Cookies wären um vieles einfacher gewesen. Schlußendlich wurde es in ein Küchentuch eingewickelt und in einen mit Zeitungspapier ausgestopften Karton gelegt. Wenn sich das bewährt, steht weiteren Brotpaketen nichts mehr im Weg 🙂

Ich wünsche der Gewinnerin samt Familie guten Appetit und bin gespannt auf den Ankunftsbericht (falls es ankommt und den Transport überlebt hat) !

Magischer Fön

26. April 2011

Wenn ich morgens im Bad stehe und mir die Haare föne, kann ich sicher sein, daß innerhalb von wenigen Minuten der große Sohn in der Tür steht. Er setzt sich dann auf den Badezimmerteppich vor mich hin und schaut bzw. hört mir zu. Mit offenem Mund und voller Konzentration.

Bis jetzt bin ich nicht darauf gekommen, warum er das macht. Auf Nachfragen gibt er an, er fände es schön. Aber was genau daran schön ist, konnte er mir bisher auch nicht sagen. Und nein, wir haben ihn als Baby nicht in den Schlaf gefönt wie man jetzt annehmen könnte, es gibt nichts, was er irgendwie damit verbinden könnte.

Ich hingegen hasse das Fönen momentan. Seit 3 Wochen hat nämlich der berühmt-berüchtigte Haarausfall nach der Schwangerschaft eingesetzt und ich komme mir vor wie eine Katze im Frühling. Die Haare fliegen nur so durch die Gegend, unser Bett ist voll davon, der kleine Sohn hat sie ständig in der Hand, im Mund oder sonst irgendwo am Körper und wenn ich mir durch die verbliebene Haarpracht fahre, habe ich sie büschelweise in der Hand 😦

In drei Wochen fahren wir zum Geburtstag meiner Schwiegermutter. Ich hoffe, daß es bis dahin wenigstens etwas besser geworden ist und ich nicht entgültig wie ein gerupftes Huhn aussehen werde …

Entspanntes Elterndasein

23. April 2011

Unsere großen Kinder weilen nun schon seit Donnerstag bei Opa und Oma. Und hier herrscht manchmal fast unheimliche Ruhe, unterbrochen von einzelnen Plapperlauten des Söhnchens und dem Klappern des Vertikutiergerätes, mit dem mein Mann heute den Garten bearbeitete.

Plötzlich ist das Elterndasein ganz entspannt. Nur ein Kind, das beaufsichtigt und betreut werden muß. Keine streitenden, lärmenden Geschwister. In Ruhe Mahlzeiten einnehmen können. Unterhaltungen ohne Unterbrechung. Mehrfachelternparadies 😉

Natürlich freue ich mich darauf, die Kinder bald wieder hier zu haben. Und es ist mir nicht zu stressig, wenn alle 3 hier sind. Aber so ab und zu Zwei- bzw. Dreisamkeit geniessen zu können hat auch seinen Reiz.

Auch der Kleinste freut sich über die volle Aufmerksamkeit seiner Eltern, seine Fortschritte werden ständig beobachtet und er wird angefeuert von beiden Seiten 🙂

Außerdem haben wir das komplette Kinderzimmer aufgeräumt, sortiert und entmüllt, Wahnsinn, was da alles aus den Ecken kriecht ! Die Küche und das Bad erstrahlen auch in neuem Glanz und selbst wenn das Alles von kurzer Dauer sein wird, ich freue mich trotzdem darüber 🙂

Heute Nachmittag vielleicht noch ein Spaziergang in der Sonne und ein gemütlicher Tee im Garten, mal sehen 🙂

Robb n`Roll

23. April 2011

Dieses Kind wird mir langsam unheimlich. Nicht nur daß es viel zu groß und schwer ist für sein Alter, nein, seit heute bewegt es sich auch fort !

Ich halte fest, unser Sohn ist 3 Monate und fast 2 Wochen alt. Und er robbt und dreht sich vom Bauch auf den Rücken.

Das Robben findet zwar noch im 1 cm/Minute Bereich statt, aber er kommt vorwärts. Und lachte sich heute halb kaputt, als er plötzlich an der Bettkante hing mit dem Kopf und mein perplexes Gesicht sah 🙂

Ich hatte ihn neben mich auf das Bett seines Bruders gelegt, da ich dabei war, den Schrank der Kinder zu sortieren. Die Winterklamotten wollte ich wegpacken, die Sommerklamotten einräumen (vielleicht etwas mutig im April, aber ich denke Schnee wird es nicht mehr geben …). Klar hatte ich ihn mit im Blick, aber nicht mit voller Aufmerksamkeit. Er plapperte und strampelte, stemmte sich hoch und plötzlich hing er eben am Rand des Bettes. Als ich ihn fragte, was er denn jetzt machen wolle, grinste er und stiess sich gleich nochmal mit den Füßen ab – wenn ich nicht im Raum und neben ihm gewesen wäre, wäre das der erste böse Sturz geworden …

Das Ganze war einige Mal reproduzierbar, bis er dann nur noch quengelte und nun seit 2 Stunden schläft – ist wohl doch etwas anstrengend in dem Alter.

Besonders witzig finde ich die Technik. Er legt sich flach auf den Bauch, schiebt dann den Popo nach oben, kippt ein bißchen zur Seite und schiebt dann mit den Beinen abwechselnd den Oberkörper nach vorne. Die Arme streckt er aus und probiert, sich mit diesen ebenfalls nach vorne zu ziehen, das klappt aber noch nicht richtig. Es ist also eher eine Art „Schlängeln“, sehr kreativ 😉

Sobald er genug Kraft und Körperspannung haben wird, beginnt das Krabbeln, da bin ich mir sicher …

Leider fällt bisher die Feinmotorik dem Vorwärtskommenwollen zum Opfer, das Greifen findet in Ansätzen statt, besonders interessant findet er es aber noch nicht. Und wieder einmal fühle ich mich sehr an unser erstes Kind erinnert, das ebenfalls nur an Mobilität interessiert war, mit 5 Monaten im Vierfüßlerstand herumwackelte und mit 6 Monaten krabbelte. Auch unsere Tochter ließ dafür alles andere schleifen, wer muß schon greifen können, wenn er sich fortbewegen kann 😉