Archive for the ‘Wettergeschichten’ Category

Schneise der Verwüstung

21. Juni 2013

Gestern tobte hier, wie in vielen anderen Regionen Deutschlands, ein heftiges Unwetter. Allerdings habe ich so etwas in meinem ganzen Leben noch nicht erlebt. Innerhalb weniger Sekunden bauten sich hier kilometerhohe Wolkensäulen auf, es sah schon fast einem Tornado ähnlich. Dann fing es an zu Hageln. Erst „normal“ mit etwa kirschgroßen Körnern, dann irgendwann steigerte sich die Grösse, bis sie Faustgrösse erreichten …
Wir konnten nur hilflos zusehen, wie binnen kürzester Zeit massive Schäden angerichtet wurden. Unser Garten, in dem ich Stunden mit Pflanzen und Pflegen verbracht habe, liegt in Fetzen da. Fast alle unsere Jalousien sehen aus, als ob man mit einem Gewehr darauf geschossen hätte, die Fensterscheiben wären wahrscheinlich zu Bruch gegangen, wie es bei zwei Nachbarhäusern der Fall ist (ich hoffe, die Versicherung übernimmt auch den Schaden an den Jalousien). Auch die Terrassendielen und unsere Holzverschalung am Haus sieht stellenweise übel aus, an meinem selbstgebauten Spalier wurde der Draht einfach in Stücke gerissen.
In den Hochwassergebieten sieht es bestimmt noch schlimmer aus, wir sind im Vergleich äußerst glimpflich davongekommen. Aber traurig bin ich trotzdem 😦

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Schnipsel aus der Kälte

24. Mai 2013

Ja genau, Schnipsel aus der Kälte, für heute mittag war sogar leichter Schneefall angesagt, zum Glück war es dann doch „nur“ wieder eiskalter Regen …

– das Wetter deprimiert mich langsam. Hatte ich mich anfangs noch damit getröstet, daß wenigstens die Pflanzen glücklich sind mit Kälte und viel Nässe, so muß ich nun mitansehen, wie sie fast ersaufen bzw. die Köpfe hängenlassen wegen des Sonnenmangels. Ich möchte in Bälde wenigstens 20 Grad haben und etwas mehr Licht als jetzt !

– ich habe es letzte Woche glatt geschafft, dem Jüngsten das Radiusköpfchen zu luxieren, also den Arm auszurenken, und dabei wollte ich nur mit ihm Toben und ihn zu mir herziehen. War aber zum Glück schnell wieder eingerenkt und nun kennt auch der kleine Sohn das hiesige Krankenhaus von Innen – der große Bruder war letzten Monat dort, nachdem ihm der Nachbarssohn mit dem Mountainbike über den Kopf gefahren war und die Ohrmuschel dadurch zum Aufplatzen gebracht hatte

– zur Zeit koche ich nach Speisekammerinhalt. Als ich selbige letztens aufräumte und sortierte, fielen mir einige Vorräte in die Hände, die aufgebraucht werden sollten bzw. von deren Existenz ich überhaupt nichts wusste. Jetzt greife ich mir täglich eine Packung (gestern rote Linsen, heute Polenta), suche mir anschließend ein passendes Rezept heraus und habe damit mal mehr mal weniger Erfolg bei den Kindern (indische Linsen fanden sie sehr lecker, den Polenta-Zucchiniauflauf heute eher mittelmässig)

– ich geniesse die Ferien der Kinder, lediglich das Einkaufen gestaltet sich schwierig, da jedes Kind einen dieser kleinen Einkaufswagen schnappt, welcher natürlich gefüllt werden soll, und teils waghalsige Rennen veranstaltet werden. Ohne Einkaufswagen gibt es Gemecker und Gemaule, oder ein minütliches „Kaufst Du mir das ?“, „Warum kaufst Du das nicht ?“, gefolgt von „NIE kaufst du uns was !!“. Ansonsten ist es aber meist friedlich, die Aufstehzeit liegt momentan bei 7 Uhr, also eine knappe Stunde später als sonst und der Tag kann ohne Zeitdruck gestaltet werden

– sagte ich bereits, daß ich Wärme und Sonne vermisse ?

Reden übers Wetter

30. März 2013

Normalerweise rede ich nicht viel übers Wetter bzw. meckere nicht darüber. So langsam bekomme aber selbst ich die Krise. Meinetwegen muß es um diese Jahreszeit nicht mehr als 10-15 Grad haben. Das reicht völlig. Das was mir meine müden Augen aber seit Tagen zeigen, sobald ich den Rolladen öffne, deprimiert mich mittlerweile.

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Die Primeln die ich vor drei Wochen optimistisch gekauft hatte erfrieren momentan auf unserer zugeschneiten Terrasse, die Kinder müssen in voller Wintermontur draußen spielen und nun brülle ich auch mal „Ich will Frühling !“.
Andererseits ist dieses Wetter perfekt für andere Dinge. Heute steht die Speisekammer auf dem Plan, die dringend eine neue Ordnung benötigt ….

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Und vielleicht traut sich heute ja die Sonne wenigstens 2 Minuten heraus …

Der Wind, der Wind …

21. Januar 2012

Ist es nur hier so stürmisch oder bläst es auch andere Blogger so durch die Gegend ? Ich kann mich nicht erinnern, jemals so viele Stürme in Folge erlebt zu haben. Liegt es an der Ggend in der wir nun wohnen oder ist das einfach ein extrem windiger Winter ?

Hier jagt eine Orkanwarnung die nächste, Böen um die 80 km/h sind Standard (heute hat es mir auf dem Supermarktparkplatz sämtliche Papierreste aus dem Kofferraum geblasen – hoffentlich war nichts Wichtiges dabei) und ich traue mich an manchen Tagen kaum, die Kinder zum Spielen hinauszulassen.

Die Jalousien und Rolladen flattern dermaßen, daß es sich so anhört als ob sie gleich davonfliegen. Wenn ich die Asche aus unserem Kaminofen nach Draussen zum Kompost bringen möchte, fliegt sie mir erstmal um die Ohren. Und der Regen klatscht waagrecht gegen die Scheiben …

Jetzt gerade tobt der gefühlte 30. Orkan in Folge. Und ich hoffe, daß es einer der letzten sein wird …

Extreme

28. August 2011

Vorgestern 35 °C im Schatten, der Schweiß lief in Strömen am Körper hinunter und die Kinder jammerten nach dem Planschbecken.

Gestern 12 °C und Regen, und ein Sohn, der heulend vor der Tür stand und um Handschuhe bat, weil ihm so kalt sei …

Heute lauschige 16 °C mit steigender Tendenz, aber weit über 20 °C wird das Thermometer nicht kommen.

Und da soll man noch einen stabilen Kreislauf haben …

Frühling ist toll :-)

28. März 2011

Hach ja. Draußen scheint die Sonne, die Vögel zwitschern, es ist einigermaßen warm, und das Beste ist, die Kinder toben draußen herum und kommen nur vorbei um die Toilette zu besuchen oder sich Wassernachschub für ihre Becher zu holen 🙂

Da fällt auch der Besuch der besten Freundin unserer Tochter überhaupt nicht ins Gewicht, denn ob da nun 2 oder 10 Kinder draußen rumrennen ist mir ehrlich gesagt vollkommen egal, solange sie friedlich spielen …

Auch dem geplanten Kellerbau in 1-2 Wochen steht nun nichts mehr im Wege, soweit ich weiß steht kein plötzlicher Wintereinbruch ins Haus.

Sobald das kleine Söhnchen aus seinem „Ich-bin-krank-und-ständig-müde“-Tiefschlaf erwacht, werde ich ihn in den Kinderwagen packen und eine Runde durch die laue, duftende Luft spazierengehen 🙂

Ansichtssache

20. Dezember 2010

Heute haben sich fast alle beschwert, daß der schöne Schnee davonschmilzt. Hier regnet und stürmt es fast schon den ganzen Tag und man kann richtig zusehen, wie alles davonfließt.

Und ich ? Ich freue mich wie bekloppt 🙂

Pervers, oder ? Anstatt weißen Weihnachten hinterherzuheulen bin ich einfach nur erleichtert. Hier war kaum mehr Platz für das viele Weiß, mein armer Mann musste um 5 Uhr schon raus um Schnee zu schippen, ich bin ein paar Mal fast flach auf dem Gehweg gelegen, weil es so rutschig/matschig war, bin mit dem Auto mühsam durch die Gegend geeiert, und nun ist endlich Ruhe. Zumindest für ein paar Tage, bevor das nächste Schneetief kommt.

Das hätte ich nie gedacht, daß ich mich irgendwann mal in meinem Leben darüber freuen würde, aber das Leben hält ja bekanntermaßen immer wieder Überraschungen bereit 🙂

Was hat mich nur geritten …

1. Dezember 2010

Da unser Sohn am Sonntag solchen Katzenjammer hatte wegen des verpassten Kindergeburtstages, hatte ich vorgeschlagen, daß wir eventuell diesen Mittwoch das Kasperletheater nachholen könnten, das die Kinder am Geburtstag besuchten. Hätte ich nur nichts gesagt …

Schon am Montag fing er an „Gell Mama, nur noch 2 Tage, dann gehen wir zum Kasperletheater !“. Gestern Abend „Du Mama, morgen gehen wir zum Kasperletheater, ich freu mich schon so !“. Heute Morgen „Heute gehen wir endlich zum Kasperletheater, juchu !“. Ich versuchte ansatzweise ihm zu erklären, daß heute vielleicht kein so guter Tag sei, da extreme Schneefälle angesagt wären, aber erklär mal einem Vierjährigen, warum Schnee irgendwelche negative Seiten haben könnte …

Das Problem lag nämlich darin, daß besagte Kasperlebühne am anderen Ende der Stadt liegt. Von uns aus genau 31 km …

Da ich aber eine Mutter bin, die ihr Wort hält und ich möchte, daß die Kinder wissen, daß sie sich darauf verlassen können, machte ich mich gegen 14 Uhr auf den Weg. Auf der Autobahn dachte ich mir dann schon „Was hat mich nur geritten …“, alles eierte mit 60 km/h durch die Gegend, die Spuren kaum mehr sichtbar, ständig Schneegestöber. Nach insgesamt 45 Minuten kamen wir endlich an und schafften es gerade noch, die reservierten Karten abzuholen.

Das Kasperletheater an sich war äußerst nett gemacht und wir werden es bestimmt wieder besuchen. Aber nicht an solch einem Tag !

Das dicke Ende kam dann nämlich auf der Rückfahrt. Bereits auf dem Zubringer zur Autobahn Stop-and-Go. Schlechte Sicht, Schneegestöber und kaum geräumte Straßen. Die Kinder fingen nach einer halben Stunde an zu nölen, beschwerten sich, daß ich nicht auf die „schnelle“ Spur abbog und verstanden natürlich nicht, daß diese genau in die entgegengesetzte Richtung führt. Mein Satz „Wir müssen da durch, das ist der einzige Weg nach Hause !“ wurde mit dementsprechender Begeisterung aufgenommen.

Auf der Höhe von Dachau (ungefähr halbe Strecke) meldete mein Sohn an, er müsse gaaaanz dringend aufs Klo. Was macht man da also mitten auf der Autobahn, im Dunkeln ? Genau, die nächste Ausfahrt nehmen (obwohl ich froh war, endlich auf der Autobahn angekommen zu sein). Und prompt standen wir im nächsten Stau, auf der nächsten Bundesstraße 😦

Als ich endlich eine Stelle zum „Pieseln“ gefunden und den Sohn von seiner Kleidung befreit hatte, kam natürlich nichts. Im Nachhinein irgendwie logisch, denn bei -4 °C ist des Mannes bestes Stück nicht bereit, Flüssigkeiten abzugeben. Die Tochter hatte da mehr Glück, ich selber traute mich nicht wirklich, mit Megabauch die Hosen unter einer Straßenlaterne herunterzulassen 😉

Also wieder zurück ins Auto, im Stau zurück zur Autobahn gestanden und dann im Schneckentempo gen Heimat gekrochen. Insgesamt brauchten wir für die gut 30 km 1,5 Stunden …

Aber ich habe mein Wort gehalten, das Kind bzw. beide Kinder sind glücklich und hatten viel Spaß im Kasperletheater, also alles gut. Und im Zweifelsfall würde ich das Ganze vielleicht doch nochmal auf mich nehmen, denn was ist schon ein Schneesturm und 1,5 Stunden Autofahrt gegen ein völlig enttäuschtes und tieftrauriges Kind 🙂

Schneeflöckchen …

29. November 2010

Der Blick von der Haustür aus, heute morgen um 7 Uhr (mittlerweile hat es noch eine ganze Menge mehr heruntergeschneit) …

Blöder Schnee

29. November 2010

Eigentlich mag ich Schnee schon gerne. Aber wenn man hochschwanger ist und es soviel schneit, daß die freigeräumten Stellen nach ca. einer Stunde schon wieder vollgeschneit sind, dann hört der Spaß auf.

Autofahren macht auch überhaupt keinen Spaß, ich bin heute stellenweise ziemlich herumgerutscht, obwohl ich maximal 20 km/h gefahren bin !

Kann das nicht mal jemand abstellen ? Zumindest bis heute Abend, wenn mein geliebter Mann wieder zu Hause ist und das Zeug wegräumen kann ???

Die Kinder freut es enorm, die werden heute begeistert im Weiß herumtoben und todmüde in die Betten fallen. Wenigstens ein Vorteil 😉