Archive for September 2011

Zwischen den Welten

26. September 2011

Zur Zeit ist alles durcheinander. Ein Teil unseres Haushaltes ist noch in München. Ein großer Teil im neuen Haus im Keller. Und ein weiterer, kleiner Teil hier in der zwischengemieteten Wohnung. Wir leben momentan aus Umzugskisten, einzige Möbel sind unser Ehebett, Tisch und Stühle, ein Sofa und zwei kleine Metallküchenregale. 2-3 Mal die Woche fahre ich nach München mit dem Kleinsten, packe dort unter großen Geheule und Protesten seinerseits die letzten Kisten, zwischendurch versuche ich, Ordnung in den Haushalt hier in der Wohnung zu bringen, am liebsten würde ich auch noch im neuen Haus aufräumen und putzen, aber mit Baby im Schlepptau und ohne wirklich Zeit übrig zu haben ist das sehr schwierig.

Zum Glück habe ich meine Mutter, sie ist seit Wochen unsere Vertretung auf der Baustelle, sie räumt, putzt, malt, organisiert und passt bei Bedarf auf die großen Kinder auf, wenn ich mal wieder länger in München bin. Ohne sie würde ich das alles kaum schaffen, zu viel ist zu tun und ich muß an zu vielen Orten gleichzeitig sein. Zudem ist der Jüngste momentan nur am Weinen, sobald ich ihn absetze oder aus dem Raum gehe, die Kisten in München packe und trage ich überwiegend mit ihm auf dem Rücken, denn dieses verweifelte, fast panische Weinen und Schreien ertrage ich einfach nicht. Wahrscheinlich kommt alles zusammen, Entwicklungsschub, Krabbelnlernen, Umzug, Zahnen, u.s.w. …

Manchmal möchte ich einfach nur meine Sachen packen und wegfahren. Der Druck und Stress ist groß, wir sind nirgendwo richtig zuhause, es gibt kaum Ruhepausen (die Nächte sind dank zahnendem Baby immer noch sehr kurz) und ich sehne mich danach, endlich an einem Platz bleiben zu können, wieder Wurzeln schlagen zu können und neue Energie zu tanken.

Es ist nun alles absehbar und das hält mich noch über Wasser. Ich denke oft schon an Weihnachten, wie ich mit den Kindern zusammen in unserer neuen Küche Plätzchen backe, wir zusammen nach einem Winterspaziergang am Esstisch sitzen und Punsch trinken und es wieder viele gemütliche, ruhige Momente gibt. Noch etwa 5-6 anstrengende Wochen (dazu rechne ich nicht nur den Einzug ins Haus, sondern auch das Kisten auspacken, einräumen, u.s.w. …), die schaffen wir nun auch noch ….

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Landleben

15. September 2011

So, nun mal das erste „Piep“ vom Dorf 🙂

Am Montag sind wir umgezogen, in eine große, helle 4-Zimmer-Wohnung, etwa 800 m vom neugebauten Haus entfernt. Dienstag war dann gleich die Einschulung unserer Tochter und seitdem sind wir mittendrin im Dorfleben. Jeder kennt jeden (somit auch jeder uns, wir aber im Gegenzug noch nicht so viele ;-)), jeder hilft jedem (über die zukünftige Nachbarin sind wir an die Wohnung gekommen, eine andere Nachbarin hat mir die fehlenden Schulsachen für unsere Tochter besorgt da ich zeitlich nicht dazu kam, der Kindergarten hat unser Tochter Asyl gewährt, da am Montag noch keine Schule war, u.s.w. …) und alles läuft viel ruhiger, entspannter und gelassener.

Teilweise komme ich mir vor wie in einem Heimatfilm, mir geht es ähnlich wie der Autorin von „Maultaschen und Ravioli“. Vorgestern stand ich auf dem Feld vor der Wohnung, ließ mit den Kindern Drachen steigen, die Sonne schien vom blitzblauen Himmel, eine Frau mit Kind radelte im Zeitlupentempo und in Schlangenlinien lächelnd an uns vorbei, alles ist irgendwie etwas unwirklich wenn man aus der Stadt kommt.

Im Haus gegenüber wohnt ein Klassenkamerad der Tochter, seit heute laufen die Beiden nun alleine morgens zur Schule, was mir eine halbe Stunde mehr Zeit einbringt (den großen Sohn bringe ich erst gegen 8 Uhr zum Kiga). Apropos Laufen. Alles ist zu Fuß erreichbar, das Auto brauche ich nur, um in München weiter Kisten zu packen, ein weiterer Pluspunkt. Wir haben hier  einen Bäcker, einen Metzger, zwei Banken, diverse Hofläden und noch andere Dienstleister, außerdem Schule, Kindergarten und Gemeindeverwaltung.

Wir fühlen uns sehr wohl in der Dorfgemeinschaft und ich bin gespannt, wie die nächsten Wochen so werden …

Innere Uhr

12. September 2011

Ich bin immer wieder fasziniert, wie gut meine innere Uhr arbeitet. Gestern vor dem Einschlafen überlegte ich noch, den Wecker für heute früh zu stellen (sonst habe ich die letzten Tage meist bis mindestens 7 Uhr geschlafen, da ich durch Packen und zerlöcherte Nächte mehr als fertig war), nahm mir dann aber einfach fest vor, um 6 Uhr aufzuwachen. Und was soll ich sagen – um genau 5:57 Uhr machte ich die Augen auf 🙂

Nun also noch schnell die Brotzeit für die Kinder einpacken, dann gegen spätestens 7:15 Uhr zum zukünftigen Wohnort düsen, dort hoffentlich beide Kinder im Kindergarten abgeben (die Schule beginnt erst morgen und ich hoffe, der Kindergarten lässt Gnade walten und gewährt unserer Großen für einen Tag Asyl), meinen Bruder am Kindergarten auflesen (der hilft glücklicherweise heute beim kleinen Umzug mit) und wieder zurück nach München düsen, um den gemieteten Transporter zu beladen.

Ich hoffe, daß wir gegen frühen Nachmittag fertig sein werden mit dem Umzug und dann werden wir uns erstmal in Ruhe einleben. Morgen dann der erste Schultag, ich weiß nicht wer aufgeregter ist, meine Tochter oder ich 😉

umzugsmüde

11. September 2011

So langsam werde ich ziemlich umzugsmüde. Seit Wochen sortiere ich nun, packe ein, entmülle und versuche, einen Gesamtüberblick zu bekommen. So langsam lichtet sich das Chaos, ich schätze, 2/3 sind ungefähr bereits verpackt, vor allem die neuralgischen Punkte wie Wohnzimmer und Arbeitszimmer. Der Keller ist so gut wie entmüllt und größtenteils in Kisten verpackt.

Morgen erfolgt dann unser „Zwischenumzug“, wir werden eine leerstehende 4-Zimmer-Wohnung im zukünftigen Wohnort beziehen und dort die nächsten 3-4 Wochen bleiben, bis unser eigenes Haus endlich übergabebereit ist. Vom Schreiner haben wir eine Miniküche zugesagt bekommen, somit wäre auch das Problem der fehlenden Küche in der Wohnung behoben.

Warum wir den ganzen Aufwand betreiben ? Ich möchte unbedingt vermeiden, daß die Kinder zu sehr durch den Umzug und den Hausbau gestresst werden. 3-4 Wochen fast 60 km einfach Pendeln, spätestens um 5:30 Uhr Aufstehen und im totalen Chaos leben, das hält man nicht lange aus. Bzw. es wäre zwar irgendwie auszuhalten, aber wozu, wenn man ein günstiges Alternativangebot hat ?

Die Wohnung befindet sich ca. 200 m von der Schule unserer Tochter entfernt, sie kann also von Anfang an gleich alleine hin- und zurücklaufen, der Kindergarten befindet sich genau daneben, der große Sohn ist also auch innerhalb weniger Minuten „verstaut“ und ich kann danach in Ruhe bei Bedarf nach München fahren und dort die verbliebenen Reste verpacken. Mittags hole ich die Kinder wieder ab, wir essen zusammen und anschließend können sie bequem ihre Freunde besuchen gehen, zu Fuß und ohne Mama 🙂

Für den kleinen Sohn bleibt zwar noch der Stressfaktor fremde Umgebung und ein paar Wochen später erneut eine fremde Umgebung, zwischendurch die Fahrerei, aber da sonst genug Ruhe und Ausgleich vorhanden ist, wird er es denke ich gut wegstecken.

Auch das Problem der Unterbringung von Helfern ist gelöst (Freunde von uns wollten beim Pflastern der Einfahrt helfen und reisen von Österreich an, jetzt haben wir eine kostenfreie Schlafgelegenheit :-)) und die Kinder haben auf den 100 qm genug Platz zum Spielen und Herumsausen. Zwischendurch werde ich auf die Baustelle schauen, die 5 Laufminuten entfernt ist, dort nach dem Rechten schauen und anfangen mit Putzen.

Das Ganze bekommen wir für 150 Euro pro Woche, alles inklusive, und das ist wesentlich billiger als die vorher besichtigten Ferienwohnungen, verbunden mit wesentlich mehr Platz. Unschlagbar ist allerdings die Lage, besser hätten wir es nicht treffen können. Der Tipp kam von unseren zukünftigen Nachbarn, die verdienen auf jeden Fall ein ganz dickes DANKE.

Nun müssen wir morgen nur noch sämtliche nötigen Einrichtungsgegenstände hinbringen und verstauen, der Transporter ist bereits bestellt. Und übermorgen können wir ganz entspannt zur Einschulung unserer Tochter gehen, abends muß ich nicht noch über 100 km zum ersten Elternabend fahren und es kehrt etwas Ruhe ein.

Einziger Wermutstropfen momentan ist die Tatsache, daß der Nabelbruch den ich seit der letzten Schwangerschaft habe sich immer stärker bemerkbar macht durch das viele Geschleppe und Geräume, und ich um eine kleine Operation in der nächsten Zeit nicht herumkommen werde. Erstmal muß jedoch der gesamte Umzug über die Bühne gehen und wir im Haus sein, dann habe ich auch die Ruhe, das in Angriff zu nehmen. Kisten und Möbel schleppen fällt allerdings erstmal flach, zumindest wenn sie ein gewisses Gewicht überschreiten …

Bild des Tages

7. September 2011

Und hier noch das Bild des Tages. Ein kleiner Sohn, der ganz aufgeregt ist aufgrund der Hektik um ihn herum, der außerdem fleissig Krabbeln trainiert und deshalb keinen Mittagsschlaf machen möchte und heute dann einfach vor lauter Erschöpfung mitten auf dem Boden einschlief …

Sortieren, Räumen, Wegwerfen

7. September 2011

So lautet hier das Motto.

Und so sieht das dann aus mit 3 Kindern im Schlepptau 😉

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Geburtstag

7. September 2011

Ich lasse Bilder sprechen, für viel Text bin ich viel zu müde, auch 4 Tage danach …

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Es war ein schöner Tag. Anstrengend, aber schön. Es wurde viel gebastelt (Baumwollsäckchen wurden bemalt, Indianerstirnbänder und Traumfänger gebastelt), gegessen (Nudeln mit Tomatensauce und Schokoladenkuchen) und gespielt (Indianer). Der große Sohn war sehr zufrieden und glücklich, vor allem über sein Hauptgeschenk (ein heiß ersehntes Kettcar) und ich sehr erleichtert, daß alles gut klappte, das Wetter mitspielte und die Gäste alle Zeit hatten …

5

2. September 2011

Morgen wird der große Sohn schon 5 Jahre alt. Genauer gesagt in weniger als einer Stunde …

Eigentlich wollte ich noch einen kleinen Bericht schreiben. Und ein Foto vom Geburtstagstisch präsentieren.

Bis jetzt waren wir allerdings mit den Vorbereitungen beschäftigt und werden nun wie tot ins Bett fallen.

Alles was ich sonst noch schreiben wollte, werde ich dann schreiben, wenn ich wieder Zeit dafür habe …

Einzahn

1. September 2011

Der Jüngste ist seit letzter Nacht ein Einzahn 😉

Nach etwa einer Woche Unruhe, stündlichem Aufwachen und einem nahezu nicht zu beruhigenden Baby entdeckte ich heute morgen (nach einer sehr ruhigen Nacht) den Übeltäter – den ersten Zahn, und zwar der untere linke Schneidezahn.

Mit 7,5 Monaten genau im Durchschnitt, für viele vielleicht sogar etwas spät, allerdings ist er hier unangefochtener Spitzenreiter. Die große Schwester bekam erst mit 12 Monaten Zähne (ich dachte damals schon, sie bliebe zahnlos), der große Bruder mit etwas über 9 Monaten.

Er setzt ihn auch schon ganz fleißig ein, zerfleddert mit dem Zahn alles, was in den Mund hineinkommt (die Penne von heute abend sahen aus wie in Streifen geschnitten :-)) und natürlich sieht man bisher nur die Spitze, aber ich denke in ein paar Tagen wird er dann auch richtig zu sehen sein (und vielleicht schaffe ich es dann, ein „Einzahn“-Foto zu schießen).

Ansonsten hier Land unter, übermorgen Geburtstag des Mittleren, Kindergeburtstag und Eintreffen der Schwiegereltern am späten Nachmittag.

Eigentlich müsste ich jetzt noch in den Keller schleichen und weiter sortieren und einpacken. Eigentlich müsste ich die Wäsche aus dem Trockner holen und zusammenlegen. Eigentlich müsste ich noch die Küche putzen. Aber jetzt im Moment will ich einfach nur mal auf dem Sofa sitzen und „Pffff“ sagen. Zumindest so lange, bis wieder ein bißchen Energie nachgewachsen ist …