Archive for the ‘22.SSW’ Category

Bauchfoto 22.SSW

9. September 2010

So, heute mal zwei Bilder, hintereinander aufgenommen. Insgesamt habe ich glaube ich 15 Bilder geschossen, bis dann mein rechter Arm anfing zu zittern (eine Spiegelreflexkamera wird ganz schön schwer nach ein paar Minuten). Mit keinem Bild war ich wirklich zufrieden, viele waren unscharf, bei anderen der Bauch nur halb sichtbar, u.s.w. …

Diese beiden sind nach eifrigem Löschen übriggeblieben und gehen einigermaßen …

Ich fühle mich immer schwerer und „nilpferdiger“, manchmal kann ich wirklich nicht glauben, daß erst 22 Wochen vorbei sind …

Da der Bauch jetzt schon so nach vorne unten zieht, habe ich mir überlegt, mir einen Stützgurt zu kaufen. Bei meiner Tochter hatte ich damals einen und es war die totale Erleichterung. Bei unserem Sohn konnte ich das Ding überhaupt nicht tragen, es störte nur, also habe ich es damals verkauft 😦

Unser zweiter Sohn ist nach wie vor eher ein ruhiges Kind, Bewegungen sind zwar täglich da, aber sehr zurückhaltend und zaghaft. Ich bin gespannt, ob sich das in naher Zukunft noch ändern wird.

Der winzige rote Streifen unten oberhalb des Slips ist übrigens kein Schwangerschaftsstreifen (ich hoffe, daß ich auch dieses Mal verschont bleibe), sondern der Abdruck meiner Jeans 😉

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Pieks, pieks

8. September 2010

Gestern wurde endlich mein neuestes „Spielzeug“ geliefert, nämlich ein nagelneues Kombiset zum Blutzuckermessen, als Auslaufmodell für nur 15 statt 45 Euro erworben :-). Da ich gerne auf den Glucosetoleranztest verzichten möchte, den mittlerweile fast alle Schwangeren machen, aber trotzdem gerne wissen möchte, wie mein Körper auf Nahrungsaufnahmen reagiert.

Deswegen messe ich nun seit gestern ca. 6 Mal am Tag meinen Blutzucker. Morgens vor dem Frühstück, dann jeweils eine bzw. zwei Stunden danach. Eine bzw. zwei Stunden nach dem Mittagessen. Und abends nochmal. Ich hasse es zwar, mir Nadeln in die Fingerkuppen zu jagen, finde aber so eine Vorgehensweise sinnvoller, als 75 g Zucker auf einmal in mich hineinzuschütten, meine Bauchspeicheldrüse damit  überzustimulieren und dann lediglich zwei Messungen vornehmen zu lassen.

Außerdem bin ich überrascht, wie bewußt ich plötzlich esse. Ich führe seit heute morgen genau Buch darüber, wann ich esse, was ich esse und wieviel ich esse. Inklusive der anschließend gemessenen Werte. Und die sind glücklicherweise optimal, sogar weit unter den Grenzwerten 🙂

Heute morgen war ich richtig überrascht, wie niedrig mein Blutzucker nach 1 bzw. 2 Stunden war, obwohl ich wirklich ordentlich gefrühstückt hatte (insgesamt 3 Scheiben Vollkornbrot, eine mit Käse, die anderen beiden mit „Samba“=Schoko-Nuss-Creme, dazu eine große Tasse Gewürztee mit Milch) – das hätte ich nicht gedacht.

Alles in allem bin ich sehr beruhigt. Eine Neigung zum Schwangerschaftsdiabetes scheine ich nicht zu haben und somit ist es auch unwahrscheinlich, daß die Kinder die ich austrage deswegen so schwer sind. Unser jüngster Nachwuchs hat ja auch schon wieder viel mehr geschätzte Größe und Gewicht als der Durchschnitt, das scheint doch genetische Ursachen zu haben (wobei unsere Kinder als Babies nie dick waren, eher einfach groß und athletisch). Ein wenig Restangst hatte ich nämlich doch, daß ich einen versteckten Diabetes haben könnte, obwohl bis auf das Geburtsgewicht keinerlei Risikofaktoren vorhanden waren/sind.

Die angelegte Tagestabelle werde ich sowohl Hebamme als auch Frauenarzt nochmal vorlegen und bin gespannt, was sie dazu sagen werden …

P.s.: Wen es interessiert, der Nüchternblutzucker heute morgen lag bei 80 mg/dl, eine Stunde nach dem Frühstück bei 95 mg/dl, zwei Stunden danach bei 92 mg/dl. Nach einem ausgiebigen Mittagessen (eine große Portion Nudeln mit Sauerrahm, Zucchini und Schinken) lag er eine Stunde später bei 102 mg/dl, die nächste Messung steht noch aus …

Gedanken

7. September 2010

Heute schwirrten mir mal wieder viele Gedanken um die jetzige Schwangerschaft und um die nahende Geburt im Kopf herum (ja, ich denke die nächsten 18 Wochen werden schnell herumgehen).

Immer wieder bin ich fasziniert, wie nah und doch gleichzeitig fern man dem neuen kleinen Menschen ist. Einerseits ist da diese Rundumversorgung, das Fühlen des Strampelns, der wachsende Bauch und das Wissen darum, daß in einigen Wochen ein fertiger Mensch „ausschlüpft“. Andererseits mischt sich ein anderes Gefühl mit hinein. Nämlich daß man diesen neuen Menschen überhaupt nicht kennt. Weder sein Aussehen, noch seinen Charakter oder irgendwelche Vorlieben.

Manchmal finde ich das mehr als merkwürdig, irgendwie richtig abgefahren. So als ob man einen wildfremden Menschen auf der Straße aufsammelt und bei sich wohnen lässt, ohne seinen Hintergrund zu kennen. Sicher, das Kind trägt unsere Gene, es gehört jetzt schon zur Familie. Und doch lerne ich es erst nächstes Jahr wirklich kennen und lieben. Ja, die wirkliche Mutterliebe fängt meines Erachtens auch erst im Moment der Geburt an. Vorher freut man sich zwar und eine Schwangerschaft fasziniert sehr, aber diese unbändige, alles durchdringende Liebe, die kommt erst danach …

Ähnlich ist es mit der Geburt. Ich hatte bei beiden Geburten einige Momente in denen ich mir dachte „Och ne, kann nicht jemand anders dieses Kind bekommen ?“ oder „Das war definitiv die letzte Schwangerschaft und auch das letzte Kind !“. Und doch waren es für mich die eindrücklichsten, gewaltigsten Erlebnisse, die ich je hatte. Erlebnisse, die süchtig nach einer Wiederholung machen. Obwohl die Schmerzen und die Ohnmacht ebenfalls noch im Gedächtnis sitzen …

Aber dieser Moment, wenn der Kopf geboren wird. Wenn man zum ersten Mal sein neugeborenes Kind sieht. Wenn es die ersten Töne von sich gibt und die Augen öffnet. Und dann auf der Brust liegt, beobachtet und die ersten Züge an der Brust macht – dieser Moment gehört zu den schönsten, die eine Frau erleben kann …

Ich freue mich darauf. Ich freue mich, bald den unbekannten Jungen in mir kennenzulernen. Ich freue mich auf die Urgewalt der Geburt, die ich hoffentlich erneut zu Hause erleben darf. Und ich zähle die Tage, die es bis dahin noch dauert …