Archive for April 2012

Ich bin doch kein Baby mehr !

28. April 2012

Und wer braucht überhaupt einen Mittagsschlaf ?

So spricht jedenfalls das jüngste Familienmitglied. Natürlich noch nicht wirklich verbal, aber er zeigt es umso deutlicher mit Gesten und Mimik.

Seit heute morgen um 6 Uhr war das Kerlchen auf den Beinen. Und abgesehen von einem etwa 20-minütigen Nickerchen im Auto während des Einkaufens am Vormittag (wenn es überhaupt so lange dauerte) hielt er ohne Pause durch bis 19 Uhr ! Natürlich gab es zwischendurch mal einen kleinen Hänger und ab und zu ein Jammern, es hielt sich aber im Rahmen. Der große Sohn war noch mit 4 Jahren mehr durch den Wind ohne Mittagspause, als der kleine Bruder jetzt.

Gegen 18:30 Uhr zeigte unser Sohn dann aber doch deutliche Ermüdungserscheinungen, schaffte es gerade noch, sein Abendessen zu verputzen, um anschließend innerhalb weniger Minuten einzuschlafen …

Nun muß ich mich wohl oder übel daran gewöhnen, daß unser Nesthäkchen bereits mit 15 Monaten den Tagschlaf abschaffen möchte. Vielleicht macht er es auch wie die große Schwester, deren heimlicher Zwilling er ja ist, und fängt erst mit 2 Jahren so richtig damit an, um ihn dann mit 2,5 Jahren entgültig abzuschaffen. Wir werden sehen. Die nächsten Tage werde ich ihn auf jeden Fall wie heute wachlassen und beobachten. Vielleicht gibt es ja auch das Phänomen des Schlafnachholens bei ihm, also daß er einfach alle 2-3 Tage eine Runde Schlafnachschlag braucht und ansonsten ohne auskommt ….

Großwerden

26. April 2012

Seit ein paar Tage versuche ich, den Kleinsten zum alleine Einschlafen zu überreden. Nicht a la Ferber oder ähnliches, nein, ich sage ihm einfach, daß er müde ist und einschlafen soll, küsse ihn und verlasse das Zimmer.

Hat anfangs nicht wirklich funktioniert. Es gab großes Gebrülle, also stillte ich das Bedürfnis unseres Kindes nach Nähe beim Einschlafen und legte mich noch eine Runde zu ihm.

Heute vormittag wieder ein quengeliges Kleinkind, das bereits kurz vor 6 Uhr aufgestanden war und nun gegen 10 Uhr bettreif war. Ich beförderte ihn also in sein Bett und nachdem er während meiner Anwesenheit nur herumkasperte, verließ ich das Zimmer mit den Worten „ich räume jetzt die Küche auf und Du schläfst ein bißchen.“. Unten angekommen hörte ich durch die offene Tür noch leise Proteste, nach einem „schlaf doch einfach ein wenig und komm dann runter zu Mama“ herrschte jedoch Ruhe. Als ich 5 Minuten später neugierig nach oben schlich und nachschaute, lag das Kind platt im Bett und schlief selig :-).

Mir zeigt dieses Ereignis einmal mehr, wie selbstständig und verständig Kinder auch in diesem Alter schon sind bzw. sein können wenn sie wollen  und wieder ist der kleine Sohn ein Stückchen größer geworden …

Gestern überraschten mich auch die großen Kinder. Ich unternahm mit ihnen einen Ausflug in den Nachbarort mit dem Fahrrad, immerhin ca. 5 km einfach. Der große Sohn murrt sonst gerne, wenn es anstrengend wird, dieses Mal zeigte er aber wahre Ausdauer. Wir fuhren die Strecke in etwa 20 Minuten, aßen dort ein Eis, gingen Einkaufen und waren innerorts auch noch einige Zeit unterwegs, anschließend ging es genauso flott zurück, am Schluß gab unser Sohn sogar nochmal richtig Gas und ward nicht mehr gesehen. Das allerdings nahm ich ihm schon ein wenig übel, denn er überquerte auch ganz alleine eine Ortsdurchgangsstraße kurz vor unserem Zuhause ohne auf mich zu warten, und er ist zwar sehr vorsichtig und schaut fleissig hin und her, trotzdem finde ich 5 Jahre einfach noch zu jung für eine unbeaufsichtige Hauptstraßenüberquerung. Er zeigte sich aber reuig und so wie ich ihn kenne, wird er beim nächsten Mal warten …

Zusammen mit der großen Schwester darf er aber schon länger alleine durchs Dorf, gestern mittag retteten die Beiden mich, indem sie noch schnell zum Bäcker sausten und dort Baguette fürs Mittagessen einkauften. Mich entlasten solche Botengänge enorm und obwohl ein kleines bißchen Restunsicherheit bzw. mulmiges Gefühl da ist, weiß ich, daß ich mich auf meine Großen verlassen kann und sie sehr gut ohne mich zurechtkommen. Außerdem sind sie wahnsinnig stolz auf sich und das Selbstbewußtsein wächst gefühlte 10 Meter, genauso stolz bin ich aber auch als Mama …

So oft habe ich während der Babyzeit den Satz gehört „Jaja, wenn sie so klein sind, sind sie noch richtig lieb und süß“. Ich konnte damals schon nicht verstehen, wieso Kinder nur im Babyalter lieb und süß sein sollen. Und ich kann es immer noch nicht verstehen. Mir geht das Herz auf vor Stolz und Freude, wenn ich meine Kinder beobachte. Ich finde sie nach wie vor lieb und süß. Sicher gibt es auch Tage, da möchte ich sie an die Wand klatschen oder auf den Mond schießen, manchmal weiß ich nicht weiter weil etwas holprig läuft in unserer Mutter-Kind-Beziehung, aber das gehört auch dazu. Es gibt kein Licht ohne Schatten. …

Warten …

24. April 2012

Hier wird gewartet. Auf das Ende der lästigen Hustenattacken, die mich die letzten Tage arg gequält haben (vorgestern habe ich gegen Mitternacht aus lauter Verzweiflung irgendwann an rohem Ingwer herumgekaut, das half dann wenigstens ein paar Stunden …). Auf die ersten Pocken am Körper des Jüngsten (letzten Mittwoch in der Krabbelgruppe hat er mit einem Mädchen gespielt, das wenige Stunden später die Windpocken hatte – ansteckend sind sie 1-2 Tage vorher). Auf die Aussage des Hausarztes, ob mein Mann die Windpocken schon hatte (er weiß nicht, ob es die Windpocken oder die Röteln waren und lässt sich morgen Blut zur Titerbestimmung abnehmen, um sich notfalls impfen zu lassen. Im Erwachsenenalter sind Windpocken nämlich kein Spaß). Auf die ersten Schritte unseres zweiten Sohnes, der uns nach wie vor auf die Folter spannt und lediglich frei steht bei jeder Gelegenheit, aber nicht läuft. Auf die ersten Radieschen, die bald aus der Erde kriechen werden. Und auf die warmen Sonnenstrahlen, die angesagt sind 🙂

Virenalarm

20. April 2012

Bäh, dieses Mal hat es mich erwischt. Vielleicht sind es aber auch keine Viren, sondern die netten Streptokokken, denn im Kindergarten prangt ein großes Schild auf dem „Scharlach“ steht. Ich tippe aber eher auf Viren, denn es fing heute ziemlich plötzlich an, erst kratzte der Hals ein wenig, dann fing die Nase an zu laufen und ich musste andauernd niesen, jetzt haben sich noch Ohren- und fiese Halsschmerzen dazugesellt.

Wahrscheinlich war das in letzter Zeit doch zu wenig Schlaf und zuviel Stress, außerdem habe ich die vergangenen Tage viel im Garten gearbeitet und bei den aktuellen Temperaturen zusammen mit Wind und ab und an etwas Nieselregen arbeitet die körpereigene Abwehr nicht mehr optimal.

Dummerweise sind die großen Kinder morgen beide auf einen Kindergeburtstag in München eingeladen und da mein Mann sich für einen Ruderkurs angemeldet hat (er möchte von Fechten auf Rudern umsteigen, denn in diesem Verein sind wenigstens nicht nur Schüler), bleibt mir nichts anderes übrig, als sie selber dorthin zu bringen. Nun hoffe ich, daß es mir morgen besser geht, im schlimmsten Fall müsste ich meinen Mann bitten, den Kurs zu verschieben, dem Geburtstagskind absagen möchte ich nämlich nicht, da es sich um die Herzensfreundin unserer Tochter handelt.

Und sonst so ?

Der Garten gedeiht prächtig mit dem vielen Regen, nächste Woche werden wir dann denke ich schon die ersten Blättchen sprießen sehen (gestern habe ich mit den Kindern Radieschen, Spinat und Mangold gesät und zwei Zwergenobstbäumchen gepflanzt) und die Kinder verplanen bereits die erwartete Ernte. Der große Sohn meinte, er würde dann im Sommer aus allen im Garten verfügbaren Früchten Obstsalat produzieren, meinen Hinweis, daß diese unterschiedliche Reifezeiten haben, ignoriert er einfach :-).

Die Schreiarien des Jüngsten werden nach und nach weniger, mittlerweile habe ich herausgefunden, daß er zwar meine Nähe und Körperkontakt haben möchte, aber ohne Umarmungen. Meist bettet er nach einigem Gebrabbel und Gezappel seinen Kopf auf meine Brust oder meinen Bauch, danach warte ich noch ein paar Minuten und anschließend kann ich ihn umbetten. Wenn nichts dazwischenkommt schläft er fast immer bis 5 Uhr morgens durch, dann wird noch eine Runde auf mir herumgezappelt, bis ich endlich aufstehe und dem jungen Herrn sein Frühstück serviere (um 6 Uhr muß ich sowieso mit unserer Tochter zusammen aufstehen, deshalb versuche ich immer, ihn bis dahin hinzuhalten).

Unsere Tochter bekommt ein neues Zimmer, wir haben heute das alte Hochbett meiner Schwester für sie aufgebaut, der Schrank hat einen neuen Platz bekommen, alle Möbel wurden herumgeschoben. Leider fehlten bei dem Bett noch ein paar Schrauben, deshalb muß sie sich noch etwas gedulden, heute nacht schläft sie aber bereits auf einer Matratze unter dem Hochbett :-).

Jetzt aber ab ins Bett, Schlaf hilft immer noch am besten gegen Siechtum …

Nerven gesucht

18. April 2012

Als ob das Gebrüll heute Mittag nicht genug gewesen wäre, gab es heute Abend noch eine Fortsetzung.

Seit vorgestern stille ich unseren Sohn abends nicht mehr und wir haben natürlich so schnell noch kein neues Abendritual gefunden. Bisher wurde er nach dem Zähneputzen noch gestillt (laut Zahnarzt war das ok, da er sowieso erst 7 Zähne hat), dann Lieder gesungen und meist schlief er bereits nach den ersten 3 Liedern.

Gestern und heute habe ich mich einfach mit unserem Jüngsten zusammen ins Bett gelegt (seit dem Umbau geht das wunderbar ohne Verrenkungen) und noch ein wenig mit ihm gesprochen. Wir haben uns über den heutigen Tag unterhalten („gogog !“, „gagagag !“, „Papa !“), er machte noch ein paar Stehversuche auf der etwas wackeligen Matratze und zuppelte an mir herum. Irgendwann wollte ich ihn zur Ruhe bringen, legte ihn neben mich, er wollte sich aber partout auf mich legen. Das kann ich aber nicht leiden und nach mehreren Versuchen ihn wieder hinzulegen fuhr ich ihn dann an, daß ich das nicht mag.

Ich bin wirklich normalerweise sehr geduldig, aber meine Nerven reichten nicht mehr aus. So ging das eine Weile hin und her, mein Sohn wurde immer wütender und verzweifelter, trat mich und schlug um sich, irgendwann verließ ich dann für ein paar Minuten das Zimmer, um Luft zu holen.

Anschließend legte ich mich nicht zu ihm, sondern setzte mich daneben, er krabbelte auf meinen Schoß, kuschelte sich an mich, ich nahm ihn in die Arme und nach etwas Schniefen und Seufzen schlief er ganz entspannt ein und ließ sich ablegen.

Er tat mir wahnsinnig leid, ich war aber auch ziemlich gestresst und bin gespannt, wie die nächsten Abende ablaufen werden. Natürlich haben wir auch versucht zu tauschen, bei meinem Mann war das Gebrüll jedoch noch viel lauter und er forderte lautstark die „Mama !“ ein ..

Morgen werde ich es mal mit Bilderbuch anschauen versuchen und ihn vielleicht gleich auf meinem Schoß kuscheln lassen, damit beide Seiten zufrieden sind. Und ansonsten warte ich einfach darauf, daß sich wie immer im Leben mit Kindern alles von selber ergibt und uns die Lösung quasi vor die Füße fällt 🙂

Der tägliche Kampf

18. April 2012

Hier tobt sein einiger Zeit täglich ein Kampf. Mutter gegen Kleinkind. Das Kind ist unheimlich müde. Es steht um 5 Uhr auf zur Zeit und bleibt dann bis etwa 13 Uhr problemlos wach. Dann treten deutliche Zeichen auf, daß es Zeit fürs Bett wird.

Sobald ich dann mit dem Sohn das Kinderzimmer betrete, versucht er bereits zu flüchten. Ins Bett bekomme ich ihn nur unter größtem Widerstand, anschließend versucht er ständig, dieses wieder zu verlassen. Es folgt eine halbe Stunde mindestens, in der er um sich schlägt, schreit, nach mir schlägt, kratzt und beisst, das Kind mutiert quasi zur Wildkatze. Danach reibt er sich eine Runde die Augen, schnieft 5 Minuten vor sich hin, um sich dann auf meinen Brustkorb zu werfen und dort augenblicklich einzuschlafen …

Ich kenne das noch von meiner Tochter, sie verhielt sich ähnlich und auch damals hatte ich kein besseres Rezept.

Ich habe versucht, ihn wach zu lassen, dann wird er aber von Stunde zu Stunde nervöser und müder, ist nur noch am Heulen und baut Unfälle. In der Bauchtrage schläft er schneller ein, da gibt es nur kurz Gezappel und Gejammer. Ist aber keine Alternative, mein Rücken streikt aufgrund des stattlichen Gewichts recht schnell und ich habe schlichtweg keine Lust, mein 15 Monate altes Kind täglich in den Schlaf zu tragen. Ruhig beschäftigen und damit herunterfahren klappt bei ihm genauso wenig wie damals bei der Schwester – das Mittelkind hingegen schlief einfach ein, wenn es müde war …

Nun grüble ich, ob es überhapt noch eine andere Methode gibt. Oder ob ich diese absolute Schlafverweigerung noch in Kauf nehmen muß, bis unser zweiter Sohn alt genug ist, um den Tag ohne Mittagsschlaf zu überleben. Momentan braucht er ihn definitiv noch. Seit eineinhalb Stunden schlummert er nun schon und wenn ich ihn anschließend aus dem Bett hole ist er die personifizierte gute Laune und voller Energie.

Vielleicht sind es auch nur die Meilensteine Sprechen und Laufen, die ihn so dermaßen aus der Bahn werfen. Heute Vormittag in der Krabbelgruppe ist er zum ersten Mal mehrere Schritte hintereinander frei gelaufen, nachdem bisher nur das freie Stehen funktionierte und den ganzen Tag über kaut er mir das Ohr ab und möchte Gespräche führen (hat jemand eine Ahnung was „Gogog“ heißen könnte außer „Huhn“ (das meint er sicher nicht damit, da wir ihm das nie vorgesagt haben) ?).

Jedenfalls hoffe ich sehr, daß es nur vorübergehend ist, ich denke, diese Situation zermürbt uns irgendwie beide  …..

Schlaflose Nacht

17. April 2012

In manchen Nächten frage ich mich, ob das wohl ein ausgeklügeltes Experiment ist in dem ich mich befinde und sich die Beobachter gerade totlachen …

Chronik der letzten Nacht:

1:30 Uhr: Sohn 1 ruft und möchte auf die Toilette begleitet werden

3:30 Uhr: mein Mann schnauft so laut neben mir, daß ich dieses Schnaufen im Schlaf als Kinderrufen interpretiere und aufwache

4:20 Uhr: Sohn 2 wacht brüllend auf, lässt aber durch eine Runde Kuscheln trösten

5 Uhr: Sohn 1 steht in der Tür und teilt mir mit, daß er einen Alptraum hatte, er darf in unser Bett, da mein Mann bereits auf dem Weg zur Arbeit ist

5:40 Uhr: Sohn 1 erwacht erneut und ich gebe den Versuch auf, nochmals einzuschlafen, da um 6:15 Uhr sowieso der Wecker der Tochter klingeln wird …

Von einem kurzen Nickerchen zwischen 1:30 Uhr und 3:30 Uhr abgesehen bin ich nun also seit dem ersten Mal Gewecktwerden  wach und fühle mich auch so. Große geistige Leistungen sind heute von mir nicht zu erwarten und ich hoffe, der Ausgleich erfolgt gleich in der kommenden Nacht. Vielleicht sollte ich sicherheitshalber gleich um 20 Uhr ins Bett gehen ….

Gelungener Umbau

16. April 2012

Gestern wurde groß umgebaut im Zimmer unseres Jüngsten. Der große Bruder schlief schon eine ganze Weile beim kleinen, da er sich in seinem eigenen Zimmer einsam fühlte, und da letzterem das Gitterbett nun entgültig zu klein wurde, kam das Etagenbett zum Einsatz.

Schon vor 5 Jahren hatten wir dieses für die Großen gekauft, die sich damals ein Zimmer teilen mussten, nach unserem Umzug vor 3,5 Jahren wurde es aber geteilt in zwei Einzelbetten (es handelt sich um ein sehr flexibles Bettsystem von B.illibolli). Nun also zurück in den ursprünglichen Zustand, nach 4 Stunden hatte mein Mann alles wieder zusammengepuzzelt und die Kinder nahmen das Bett äußerst begeistert in Beschlag.

Ich hatte ein wenig Bedenken wie die Nacht werden würde, vor allem da ich unser Bettschutzgitter nicht auftreiben konnte, der Jüngste schlief aber sehr gut ein und sogar bis 6 Uhr durch ! Wahrscheinlich war ihm das alte Bett schon lange zu klein und er war glücklich darüber, endlich Platz zu haben.

Das Zimmer nimmt nun endlich Gestalt an, bisher stand alles etwas planlos in der Gegend herum, nun sieht es wesentlich gemütlicher und strukturierter aus. Ich bin sehr gespannt, wie lange die beiden Brüder das Zimmer teilen werden, ich denke, daß spätestens mit der ersten Freundin der Große sein Zimmer wiederentdecken wird 🙂

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15. April 2012

Oder 15 Monate.

So alt wurde gestern das jüngste Kind im Hause. Ein Baby ist er schon eine ganze Weile nicht mehr, mehr und mehr kann er nun auch mit seinen großen Geschwistern mithalten.

Unser drittes Kind ist ein absolutes Strahlekind. Was ich vorher immer wieder gehört hatte, beweist unser zweiter Sohn. Er ist fast immer gut gelaunt, fröhlich und freundlich, und lässt sich kaum aus der Ruhe bringen (außer er steckt in einem Entwicklungsschub, hat großen Hunger oder Durst,  oder wird von Ohrenschmerzen geplagt).

Das Laufen klappt immer noch nicht, dafür kann dieses Kind frei Stehen wie eine Eins, selbst auf wackeligen Oberflächen. Es fehlt nur noch das letzte Quäntchen Mut zum Loslassen, typisch Steinbock, der muß alles erst perfekt beherrschen, bevor er seine neuerrungenen Fähigkeiten der Öffentlichkeit präsentiert (die große Schwester war und ist genauso, auch ein Steinböckchen) :-).

Das Sprechen hingegen macht täglich Fortschritte, ich witzelte neulich bereits, daß dieses Kind in ganzen Sätzen sprechen wird, bevor es sich auf zwei Beinen fortbewegt. Angefangen bei Mama und Papa (letzteres wird momentan tagein, tagaus wiederholt), über Oma und Opa (noch eher selten) bis hin zu „Ja“, Katze (Ka) und Ente (gagag). Das sind die Wörter, die wirklich klar erkennbar sind. Dazwischen quasselt das Kind einiges vor sich hin, manchmal glaube ich auch „Hunger“ oder „Danke“ zu hören und verschiedene andere Wörter, noch tappe ich aber ein wenig im Dunkeln.

Beim Essen gibt es kaum etwas, was dieses Kind verschmäht und nach dem dritten Kind in Folge das solch ein Verhalten an den Tag legt denke ich, daß es zumindest bei uns doch an der Erziehung liegt. Machte ich mir zwischendurch doch ein wenig Gedanken, weil unser Kind bis fast zum ersten Geburtstag nichts kaute oder schluckte (außer Muttermilch), sondern nur probierte, herumlutschte und anschließend auf den Boden warf, so zeigte sich am Ende doch wieder, daß Abwarten und Geduld haben immer irgendwann Früchte trägt. Auch beim Kochen ist der kleine Sohn genauso begeisterter Zuschauer und Helfer wie seine großen Geschwister und wehe ich lasse ihn nicht die Rührmaschine mitbedienen, wenn sie in Benutzung ist !

Mit großer Leidenschaft versucht unser Kleinkind zu puzzeln, zeigten die Großen bis zum dritten Geburtstag kaum Interesse daran, ist er Feuer und Flamme. Auch das Bücher anschauen und Vorgelesen bekommen gefällt ihm sehr, es muß aber gefallen und es gibt eindeutig bereits Lieblingsbücher :-). Ansonsten stehen Spielzeugautos, Steckspiele und Herumtoben mit den Großen auf dem Plan, außerdem „Wutsch“ fahren, egal ob Drinnen oder Draußen.

Einen äußerst starken Willen besitzt das Kind auf jeden Fall, es lässt sich von nichts abbringen oder ablenken, nicht erfüllte Forderungen ziehen wildes Geschrei nach sich und die Ausdauer ist enorm. Langsam lernt aber auch dieses Kind, sich ein wenig in Geduld zu üben, zu lange darf man diese aber nicht strapazieren ;-).

Seiner großen Schwester sieht der Kleinste geradezu unheimlich ähnlich, jeder spricht mich darauf an und auf manchen Fotos wüsste ich selber manchmal nicht wer wer ist, wenn ich nicht das Aufnahmedatum kennen würde !

Alles in allem entwickelt sich das jüngste Kind hervorragend, einzig die häufigen Mittelohrentzündungen machen mir manchmal etwas Sorge, da aber der große Bruder auch ständig davon geplagt wurde und heute keinerlei Folgeschäden hat, wird schon alles gut werden …

Alles wächst …

15. April 2012

Wenn der große Sohn zwei Stunden nach dem Frühstück mal eben vier Bananen hintereinander verdrückt und anschliessend gestoppt werden muß, damit er nicht noch den Rest des erst gestern gekauften Büschels wegfuttert, dann ist das äußerst verdächtig.

Nicht nur im Garten befindet sich zur Zeit alles im Wachstum …