Archive for Mai 2011

Masken unerwünscht

31. Mai 2011

In den letzten Tagen habe ich wieder einmal deutlich gemerkt, daß ich Masken nicht leider kann. In diesem Falle die Masken meiner Mitmenschen.

Es fängt an bei einigen Müttern im Kindergarten und setzt sich fort bis zur Mutter des Nachbarkindes. Mit Männern habe ich viel weniger Probleme, denn die sagen sehr viel öfter was sie denken und verstellen sich kaum.

Wenn mich jemand fragt, wie es mir geht, dann antworte ich wahrheitsgemäß. Wenn ich einen schlechten Tag habe, dann sage ich das auch. Wenn mir alles zuviel wird und ich mich total gestresst fühle, dann teile ich auch das mit. Natürlich auch umgekehrt, wenn es mir besonders gut geht, dann kommt eine durchweg positive Antwort.

Viele Menschen sind allerdings davon irritiert, so zumindest mein Eindruck. Am besten sollte man immer sagen „Alles supi !“ oder ein einfaches „Gut !“. Am meisten gehen mir ewig lächelnde Menschen auf den Zeiger. Diese Sorte, bei der ich genau spüre, daß keinerlei echte Freude oder Sympathie dahintersteckt, sondern einfach nur diese „Grinsemaske“.

Oder die „Ich bin die eierlegende Wollmilchsau“-Maske. Auch als „Bob der Baumeister“-Maske bekannt („Team, können wir das schaffen ?“ „Jo, wir schaffen das !“). Menschen, die ständig wiederholen müssen, was sie alles gleichzeitig machen können und wieviel sie diese Woche bereits geleistet haben ohne die geringste Anstrengung, obwohl man deutlich sieht, daß sie sich übernehmen. Neben denen man sich im ersten Moment ganz klein und wertlos vorkommt, bei näherem Hinsehen aber sieht, daß sie auch nur ganz normale Menschen sind, die nach außen hin wie Duracellhasen wirken möchten.

Ich selbst bin auch nicht ganz frei davon. Manchmal versuche ich, mich anzupassen. Ich versuche, eisern zurückzulächeln, selbst wenn mir zum Heulen zumute ist oder tue so, als ob ich alles im Griff habe und total durchorganisiert bin. Denn manchmal muß man einfach mitschwimmen. So oft es geht, bin ich aber ich selbst und verstelle mich nicht. Alles andere ist mir zu anstrengend und fremd, ich fühle mich nicht wohl, wenn Außen und Innen nicht übereinstimmen. Ich mag mich selber und möchte gar nicht anders sein, und ich wünschte, ich würde öfter auf andere „maskenlose“ Menschen treffen.

Gegenüber meinen Kindern bin ich immer ich selbst. Wenn ich traurig oder wütend bin, oder aber wenn ich mich sehr über etwas freue, dann verstecke ich das nicht. Ich denke, es ist wesentlich schlimmer für Kinder nur zu fühlen, daß Emotionen da sind, ohne sie wirklich greifbar vor sich zu haben, als ein durchweg stimmiges Bild zu sehen.

Ich rufe hiermit zu mehr „Maskenfreiheit“ auf, wo immer es geht und soweit es in unserer Gesellschaft möglich ist !

Holunder, Holunder !

31. Mai 2011

Seit Samstag stand unsere Speisekammer voll mit in Zucker und Wasser eingelegten Holunderdolden. Und heute wurde dann endlich „eingetütet“, zur großen Freude unserer Kinder.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, insgesamt 9 Liter von dem süßen Gebräu habe ich in Flaschen abgefüllt und der Sirup wurde umgehend verkostet, obwohl er noch nicht einmal abgekühlt war.

Ich bin sehr gespannt, wie lange er diesmal halten wird. Letztes Jahr hatte ich großes Pech, da verschimmelte der gesamte Bestand innerhalb von nur 2 Wochen. Dieses Mal habe ich eine ganze Dose Zitronensäure hineingekippt und hoffe, daß diese die Lebensdauer verlängert. Eigentlich hat Holundersirup hier aber gar keine Chance schlecht zu werden, denn die Nachfrage ist enorm hoch und die Kinder lechzen geradezu danach 🙂

4 Monate

30. Mai 2011

Mit 4 Monaten kann der kleine Sohn

– seltsame Lippengeräusche produzieren

– sehr laut quietschen

– Vom Bauch auf den Rücken und zurück drehen

– mit gestreckten Armen den Oberkörper hochdrücken und den Popo über die Knie schieben, allerdings noch nicht gleichzeitig

– sich wie ein Kreisel am Boden drehen

– gackernd lachen und kichern

– äußerst energisch protestieren, wenn Dinge nicht so laufen wie gewünscht

– den großen Bruder anhimmeln, selbst wenn dieser ziemlich grob wird

– mit Genuss an einem Stück Nektarine lutschen, das eigentlich die Mama essen möchte

– deutlich unterscheiden zwischen Menschen, die ihm symphatisch und die ihm unsymphatisch sind

– die Augen nicht mehr von uns lassen, wenn wir essen oder trinken

 

4 Monate sind einfach ein schönes Alter 🙂

Einzig das Gewicht (bestimmt mittlerweile 8 kg) und die Länge (gute 70 cm) machen mir ziemlich zu schaffen. Diese Maße bei einem Kind, das im Arm doch noch ein kleines Baby ist, sind ziemlich unhandlich …

Wir lieben dich alle sehr kleiner Sohn und freuen uns auf die nächsten Monate und Jahre mit Dir 🙂

Leckerer Sonntag

29. Mai 2011

Heute gab es viel Arbeit in der Küche, aber das Ergebnis war sehr lecker und die Mühe wert 🙂

Am Vormittag bereitete ich zusammen mit den Kindern (der Mann beteiligte sich auch mit einer Runde Kartoffeln durch die „Flotte Lotte“ drehen) ca. 220 Gnocchi zu, ich drehte den Teig zu Rollen und schnitt ihn in Stücke, die Kinder drückten das gnocchi-typische Muster mit Gabeln hinein. Anschließend noch kurz in kochendem Wasser schwimmen lassen, in Salbei-Olivenöl-Butter schwenken und mit frisch geriebenem Parmesan sofort servieren.

Ich liebe dieses Essen. Es ist zugegebenermaßen um einiges aufwendiger als Gnocchi aus der Tüte zu nehmen, geschmacklich jedoch überhaupt kein Vergleich. Sie zergehen auf der Zunge, schmecken je nach Kartoffelsorte unterschiedlich und haben nichts gemeinsam mit diesen pappigen Industrieknödelchen. Dazu die Salbeibutter mit frischem Salbei aus unserem Garten, mmmhhhhhh !

Nachmittags ging es dann zum Lieblingskonditor, ein Eis schlecken und danach sofort aufs Erdbeerfeld. Dort pflückten die großen Kinder und ich etwas mehr als 1,5 kg Erdbeeren (der Papa kuschelte den Kleinsten derweil im Tragetuch), zu Hause verarbeitete ich diese quasi noch sonnenwarm zu Erdbeer-Vanillemarmelade (ich gebe immer das Mark von 3 Vanilleschoten zu den kleingeschnittenen Erdbeeren, anschließend koche ich die leeren Schoten noch mit). Morgen wird dann gleich das erste Glas angebrochen, selbstgemachte Erdbeermarmelade hält hier meist nicht sehr lange 😉

Kochen ist für mich pure Leidenschaft. Ich kann mich sehr gut dabei entspannen, ohne Probleme stundenlang schnippeln (momentan natürlich durch unseren Kleinsten etwas eingeschränkt) und freue mich schon während der Arbeit auf das Endergebnis. Kochen ist quasi mein Nähen, wenn ich so in anderen Blogs lese (das habe ich auch ausprobiert, dabei bin ich aber zu wenig geduldig und empfinde es auch eher als anstrengend …).

Als nächstes steht Karamelleis auf dem Plan, mit Butterkaramellstreifen durchzogen und mit etwas Fleur de Sel gewürzt. Vielleicht nächsten Sonntag 🙂

Dinge, die Frau nicht braucht

28. Mai 2011

Wenn mein Körper meint, 4 Monate nach der Geburt wieder auf Normalbetrieb umschalten zu müssen, dann ist das irgendwie doof. Da lese ich immer wieder von Frauen, die während der gesamten Stillzeit ihre Periode nicht bekamen, lese, daß sie ausbleibt, wenn man einen Stillrhythmus unter 3 Stunden hat und auch nachts stillt, u.s.w. …

Unser Stillrhythmus liegt eindeutig unter 3 Stunden. Ich stille nach wie vor auch nachts 2-3 Mal. Und trotzdem, die Hormone haben sich durchgesetzt. Wie nach jeder meiner Geburten nach genau 4 Monaten …

Minigrabscher

28. Mai 2011

Seit seinem 4-Monats-Geburtstag kann unser kleiner Sohn nun bewußt greifen. Und seitdem ist nichts mehr sicher vor ihm …

Vor kurzem standen wir auf dem Rückweg vom Kindergarten vor den geschlossenen S-Bahnschranken. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich zum Kleinsten hinüberzubeugen, um den Schnuller zu suchen, den er wieder einmal durch die Gegend geworfen hatte. In dem Moment griff er beherzt zu und hielt mich am Haarschopf fest, um mich anschließend zu sich hinzuziehen :-). Natürlich gingen genau in diesem Moment die Schranken nach oben und ich hatte wirklich Mühe, mich rechtzeitig wieder zu befreien …

Beim Einkaufen im Tragetuch greift er nach beiden Seiten und wenn ich nicht aufpasse, kauft er mit ein.

Er popelt in den Nasen seiner Geschwister, untersucht die Zähne der gesamten Familie und zieht an jedem Kabel, das in seine Reichweite gelangt (und da der Bewegungsradius täglich zunimmt, wird es langsam gefährlich, ihn länger als 2 Minuten aus den Augen zu lassen).

Natürlich kann er nun auch Spielzeuge greifen und betasten, die sind aber nicht halb so interessant wie der Rest seiner Umwelt.

Am meisten freut ihn, daß er nun den Schnuller selber in die Hand nehmen kann, nur das alleine in den Mund stecken klappt noch nicht so ganz, meist landet der Griff im Mund und nicht der Sauger 😉

Und natürlich kann man mit dieser Fähigkeit auch Kuschelpartner zum Einschlafen herholen, ohne nach Mama rufen zu müssen 🙂

Wenn Blogger Blogger treffen :-)

27. Mai 2011

Heute war es soweit. Die liebe „Frau Ansku“ war hier im Hause zu Besuch.

Nachdem sie den Geburtstermin unseres Jüngsten richtig getippt hatte (sie wurde zufälligerweise genau am gleichen Tag geboren), bot ich ihr als „Gewinn“ ein Frühstück hier bei uns an. Aus Zeitgründen wurde aus dem Frühstück ein Nachmittagstreffen, versüßt mit frisch gebackenen Franzbrötchen und leckerem Ingwer-Vanille-Tee (von S.onnentor, sehr zu empfehlen !).

Zum Fotografieren kam ich leider nicht, erstens habe ich nicht an die Kamera gedacht (so eine richtige Bloggerin mit quasi angewachsener Kamera scheine ich dann wohl doch noch nicht zu sein) und zweitens waren wir auch viel zu beschäftigt.

Es war ein sehr netter Nachmittag. Unter anderem gefüllt mit Gesprächen (über Familie, Arbeit und Co.), Baby angucken und im Arm halten, Überraschungsgeschenke überreichen (nochmal Danke für die Überraschungseier :-)) und zu guter Letzt auf Wunsch der Tochter noch zusammen eine Runde Kinder Monopoly spielen (die der Sohn gewonnen hätte, wenn er nicht vorzeitig den Ort des Geschehens aufgrund akuter Unlust verlassen hätte …).

Alles in allem ein wiederholenswertes Treffen, außerdem bin ich auch immer noch die versprochenen Cookies schuldig (Preis der Bloggeburtstagsverlosung), da ich aus Zeitmangel nicht mehr dazu kam, welche zu backen. Als nächstes ist ein gemeinsamer Besuch des Café „Detterbeck“ in Laim geplant, um dort ein leckeres Eis zu schlecken, vielleicht haben noch ein paar andere Münchner Blogger Lust, dann zu uns zu stoßen ? Termin steht noch nicht fest, Anfragen nehme ich aber gerne schon per Email entgegen (einfach eine Mail an die unter „Kontakt“ angegebene Adresse schicken !) 🙂

Hausbau zweiter Teil

26. Mai 2011

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Hier der zweite Teil. Mit dabei die Fotografin selbst als Spiegelung im Wohnzimmerfenster 🙂

Ich finde das Haus sehr schön, von Außen wird sich nicht mehr viel verändern, das Küchenfenster fehlt noch (es handelt sich um eine Sonderanfertigung) und vorne neben dem Küchenfenster werden noch farbige Elemente angebracht (in Purpurrot, genau wie die Fensterrahmen).

Innen wird sich natürlich noch einiges tun, das werde ich in den nächsten Wochen immer wieder fotografisch festhalten !

Man nehme …

26. Mai 2011

…. ein paar Wände, Fenster, viel Holz und Klebeband, und fertig ist das Niedrigenergiehaus 🙂

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Das war übrigens gestern. Im nächsten Eintrag dann die Bilder von heute …

Sehr spannend das Ganze, aber auch etwas anstrengend, denn mit 3 Kindern täglich fast 60 km hin und 60 km zurück zu fahren, zwei davon auf der Baustelle zu beaufsichtigen und ein etwas mürrisches Baby zufriedenzustellen ist schon eine kleine Herausforderung 🙂

Womanizer

24. Mai 2011

Wenn mich mein Sohn so anschaut, dann schmelze ich dahin …

Ich bin gespannt, wie sich dieser Blick später auf die Mädels auswirken wird 😉