Archive for the ‘Urlaub’ Category

Al mare 2

1. September 2013

Wir sind immer noch am Meer und geniessen nach wie vor Ruhe, Essen, Sonne und Strand :-).
Der große Sohn hat endlich schwimmen gelernt, diese Woche, kurz vor seinem siebten Geburtstag, ist der Knoten geplatzt. Er ist überglücklich, wir sind sehr stolz und gleichzeitig froh, daß wir das Geld für den im Herbst geplanten Schwimmkurs sparen können. Außerdem liest er mittlerweile so flüssig, daß ich nur noch staunend dasitze, vielleicht ist die tägliche ausgedehnte Siesta daran Schuld ;-).
Übermorgen dann sein Geburtstag. Sieben Jahre wird er alt und wir werden diesen Tag gebührend feiern. Auf dem Programm steht der Besuch des hiesigen Freizeitparks, anschließend Eis und Kuchen bis zum Umfallen. Der Kindergeburtstag wird dann am Wochenende nach Schulbeginn nachgeholt, das Schicksal der Sommerferiengeburtstagskinder …
Unsere Tochter liest, isst, schwimmt, in wechselnder Reihenfolge und freut sich sehr über den vor der Terrasse gelegenen Pool.
Und der Jüngste ? Der trinkt Aranciata in rauhen Mengen (Limonade gibt es zu Hause nicht einfach so), lässt sich von den Geschwistern im Gummiboot herumfahren und staunt über sämtliche neuen Erfahrungen (gestern z.B. Rikschafahren, wobei er sich sehr wunderte, warum mein Mann und ich nach einer halben Stunde nicht mehr weiterfahren wollten – die Pedale hatte er glatt übersehen …).

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Al mare

29. August 2013

Kurz ein paar Grüsse aus dem Süden. Leider streift uns auch hier immer wieder einmal etwas Regen und Kälte, im Großen und Ganzen haben wir bisher aber einen schönen und entspannten Urlaub. Viel zu erzählen gibt es nicht, entweder liegen wir am Strand und lesen, oder schwimmen durch den hauseigenen Pool, abends gibt es fast immer leckeres Eis und ein paar Fahrten mit dem „Trenino“ oder den Miniautos für die Kinder.
Die Nächte sind dank des nahenden Herbstes angenehm kühl und die Kinder so erschöpft, daß sie bis zum Morgen durchschlafen, genau wie wir.
Mein Mann und ich hätten sogar die Möglichkeit, abends noch auszugehen, da die Schwiegereltern mit uns hier sind, bisher waren wir aber noch so mit Akklimatisieren und Ankommen beschäftigt, daß wir meist mit den Kindern zusammen in die Betten fielen. Vielleicht noch in den nächsten Tagen …
Hier noch ein paar Bilder, das Riesenbett unserer Kinder (samt mitgeschlepptem Luftbett), der Lieblingszufluchtsort bei Regen, abendliche Vergnügung, Pool bei Sonne und Pool bei Regen.

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Tagebuchbloggen am 5.8.13 – hoch im Norden

5. August 2013

Lange Zeit kam ich nicht mehr wirklich dazu, beim Tagebuchbloggen mitzumachen. Da ich aber heute ein großes Abenteuer vor mir hatte, nämlich alleine mit drei Kindern gen Hamburg zu fahren, konnte ich das Datum nicht übersehen und somit kommt mal wieder ein Tagebuchblogeintrag 🙂

3:40 Uhr: mein Mann steht auf, scheinbar kann er nicht mehr einschlafen

3:40-5 Uhr: ich wälze mich hin und her, döse immer mal wieder weg, an richtigen Schlaf ist aber nicht mehr zu denken, schließlich leide ich unter akutem Reisefieber !

5-6:30 Uhr: ich nutze die ruhigen Minuten, solange die Kinder noch schlafen, suche alle noch nicht eingepackten Dinge zusammen, schneide meine gestern hergestellte Minze-Joghurt-Gurkenseife in Stücke, lege Wäsche zusammen und surfe noch ein wenig im Netz

6:30-7:45 Uhr: mit nacheinander aufwachenden Kindern kontrolliere ich zum letzten Mal das Gepäck, stecke noch etwas Reiseproviant in den Rucksack, mache den Jüngsten startbereit und treibe die Großen zur Eile an

7:45-9:15 Uhr: wir verlassen das Haus, fahren zum nächstgelegenen Bahnhof und erwischen dort mit Ach und Krach und zitternden Händen den geplanten Bummelzug Richtung Augsburg, der uns zum gebuchten ICE bringen soll. Dieser steht dann kurz vor Augsburg ca. eine halbe Stunde im Stau, da die Strecke momentan nur eingleisig befahrbar ist wegen Bauarbeiten. Dank viel eingeplanter Extrazeit kommen wir aber noch rechtzeitig genug am Hauptbahnhof an.

9:15-9:40 Uhr: ich nutze die Aufenthaltszeit, um noch schnell Frühstück für die hungrigen Kinder und mich zu besorgen (der eingepackte Proviant hat gerade mal für die Hälfte der ersten Etappe gereicht …), außerdem brauchen wir dringend etwas zu Trinken, die vorbereitete Flasche steht noch zu Hause in der Küche. Der Kleinste kommt mit, die Großen lasse ich am Gleis mit der Anweisung, so laut wie möglich zu schreien, falls sich jemand an unserem Gepäck oder an ihnen zu schaffen machen sollte.

9:40-15:30 Uhr: der ICE trifft mit etwas Verspätung ein. Leider stehen wir vor Wagen Nr.20, reserviert haben wir aber in Wagen Nr.27. Also fängt die Zugfahrt an mit einer Odyssee durch 7 Wagen, gefühlt sind wir etwa eine halbe Stunde unterwegs, da die Gänge zu eng sind und die Menschen sowohl in der einen als auch in der anderen Richtung unterwegs sind. Endlich erreichen wir unsere Plätze und lassen uns erleichtert in die Sitze plumpsen, bei unserem Anblick verlässt das ältere Ehepaar neben uns sofort seine Sitze und zieht um in den nächsten Wagen. Ich hatte bei der Buchung angegeben, daß drei Kinder dabei sind, und wo befinden sich die reservierten Sitze – im Ruhebereich der ersten Klasse. Erste Klasse war schon richtig, die gab es für 20 Euro mehr also hatte ich zugeschlagen, aber Ruhebereich ?

Die Kinder bewundern die lustigen „Pssst !“- und Handyverbotaufkleber an der Wand, ich bin leicht beunruhigt, ob unsere Kinder die fast 6 Stunden Fahrt auch ruhig bleiben werden.

Wider Erwarten verläuft aber alles glatt, immer wieder betonen die Kinder, wie cool ICE-Fahren in der ersten Klasse sei, alle naselang gibt es gratis Gummibärchen, außerdem die üblichen Malsachen und einen Mini-ICE, der Jüngste macht sogar planmässig einen Mittagsschlaf im mitgeschleppten Buggy, während die Grossen lesen bzw. Monopoly auf dem mitgenommenen IPad spielen.

Kurz vor Hamburg landet dann noch mal ein Berg Gummibärchen auf unserem Tisch, dieses Mal von den Mitreisenden, die sich für die angenehme Fahrt bei mir bedanken und betonen, wie lieb und ruhig die Kinder gewesen seien und daß sie richtig erleichtert waren – und ich erst !

15:30-17 Uhr: Wir kommen in Hamburg-Altona an und werden dort von meiner Tante begrüsst, anschließend geht es mit dem Bus Richtung Eimsbüttel und zur dort befindlichen Wohnung. Nach kurzem Beschnuppern ziehen die Kinder mit meiner Tante Richtung Spielplatz ab und ich geniesse die Ruhe, schreibe diesen Blogbeitrag und werde mich gleich noch ein paar Minuten aufs Sofa legen …

Heute Abend hat meine Tante noch Grillen auf dem Einmalgrill im Park geplant und danach werden wir alle wie abgeschossen in die Betten fallen. Der Tag war lang und aufregend, die nächsten Tage werden denke ich nicht weniger gefüllt sein, deshalb wird es wahrscheinlich auch keinen weiteren Beitrag mehr geben, erst wieder zu Hause.

Falls hier Hamburger mitlesen und uns treffen möchten, einfach Kontakt über meine Mailadresse auf dem Blog aufnehmen 🙂

 

Urlaubsbilder

23. August 2012

Und wer ein paar Einblicke in unsere Urlaubstage haben möchte, bittesehr 🙂
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Sommerpause

17. Juli 2012

Da ich sowieso zur Zeit kaum zum Bloggen komme, läute ich eine kleine Sommerpause ein. Nicht ohne Unterbrechungen denke ich, aber es wird ein paar Wochen so ruhig wie bisher bleiben.

Hier tobt wie immer das Leben. Der Garten muß regelmässig versorgt werden, das Haus ist der Stein des Sisyphos und nicht zu vergessen gibt es auch noch drei mehr als lebhafte Kinder.

Das jüngste Kind läuft nun fast ausschließlich, wird zunehmend schneller und das erleichtert vieles. Allerdings wird es dadurch nicht etwa schneller müde. Immer wieder höre ich, wie geschafft die meisten Kinder sind, wenn sie mit Laufen anfangen. Und unsere ? Der große Sohn war eine Ausnahme, der kleine Sohn präsentiert sich aber genau wie seine Schwester als Duracellhase. Ein kleines Nickerchen zwischendurch im Auto, mehr ist nicht. Mittagsschlaf ? Gibt es hier schon lange nicht mehr, zumindest nicht regelmässig. Abends Schlafengehen ? Nein, erst noch eine Runde Fangen oder Aufs-Hochbett-Klettern spielen …

Die großen Kinder freuen sich auf die Sommerferien, allerdings meinte das Tochterkind bereits, diese seien viel zu lang. Viele ihrer Freunde fahren dann weg wenn wir aus unserem Urlaub zurückkommen, es wird dann kaum jemand zum Spielen da sein, außerdem freut sie sich schon sehr auf den Schulbeginn und die zweite Klasse. Überhaupt geht sie nach wie vor sehr gerne in die Schule, kümmert sich um alles was diese angeht selbstständig, ich bekomme nur ab und zu eine Lernzielkontrolle zur Unterschrift vorgelegt. Letztere sind überwiegend fehlerfrei und mit lachenden Gesichtern oder Krönchen ausgezeichnet, was mich immer darin bestärkt, sie weiterhin sich selbst zu überlassen, wie bisher.

Der große Sohn wird nun endlich auch zum Vorschulkind, am liebsten wäre er dieses Jahr schon in die Schule gegangen, ich denke aber nach wie vor, daß es eine kluge Entscheidung war ihn zurückstellen zu lassen. Er wird sich noch mehr hier einleben, die bestehenden Freundschaften können sich vertiefen und bis zum Schulbeginn wird er entgültig angekommen sein. Das fällt meines Erachtens leichter im Kindergarten durch das gemeinsame Spielen und den fehlenden Leistungsdruck. Wir merken jetzt schon, wie er mehr und mehr integriert wird und sich wohlfühlt, das hat lange genug gedauert. Zudem ist er bis dato nicht sehr interessiert an Buchstaben und Co., im Gegensatz zu seiner Schwester, die schon ein Jahr vor der Einschulung fehlerfrei lesen konnte und bereits vor ihrem sechsten Geburtstag mehr als schulreif war.

Wir Eltern brauchen denke ich insgesamt am längsten um anzukommen, ich merke, wie es mit zunehmendem Alter schwieriger wird, Freundschaften zu knüpfen, einerseits aufgrund der bereits jahrelang bestehenden Freundeskreise der anderen, andererseits mangels Zeit und eingeschränkter Spontanität. Die eine oder andere Bekanntschaft besteht bereits, ich bin beileibe kein kontaktscheuer Mensch, diese gilt es aber noch zu vertiefen und ich hoffe, daß aus der einen oder anderen auch echte Freundschaft wird …

Jetzt aber erstmal Sommerferien, in 10 Tagen ist Ferienbeginn, 6 Wochen lang drei Kinder von Früh bis Spät, davon zwei Wochen in den Bergen. Es wird anstrengend werden, aber auch sehr schön und vielleicht auch teilweise erholsam …

Wenn einer eine Reise tut …

27. Juni 2011

… dann kann er was erleben.

So oder so ähnlich könnte man unseren Urlaub beschreiben.

Ziel war Lignano Riviera, welches im Friaul, ungefähr zwischen Grado und Venedig liegt.

Schon die Fahrt dorthin gestaltete sich anders als gedacht. Wir fuhren um 4 Uhr morgens in München los, eine Stunde später als eigentlich geplant. Ob es nun diese eine Stunde war oder ob es sowieso so gekommen wäre, keine Ahnung. Jedenfalls standen wir von 7 Uhr bis 10 Uhr zusammen mit tausenden anderer Urlauber im Stau vorm Tauerntunnel. Wer selber 3 Kinder hat oder aber ein gutes Vorstellungsvermögen kann sich denken, wie sich diese 3 Stunden in etwa gestalteten. Am wenigsten witzig fand es der Babysohn, der zwar nach jeder Blockabfertigung aus seinem Sitz gepflückt wurde, aber trotzdem ziemlich ungehalten war, weil wir nur dumm im Auto herumsaßen.

Als wir endlich wieder freie Fahrt hatten war der Jubel groß – bis zum nächsten Stau …

Gegen 15:30 Uhr erreichten wir dann unser Zwischenziel, das Weingut von Freunden meiner Eltern. Eigentlich hatte ich ursprünglich geplant, am Vormittag dort zu sein, Hallo zu sagen und eine Kleinigkeit zu essen und anschließend zum Meer zu düsen (von dort aus fährt man noch ca. eine Stunde). Soviel zum Plan.

Schlußendlich trafen wird dann kurz nach 17 Uhr am Urlaubsort ein, 11 Stunden nach der Abfahrt. Die Kinder völlig durch den Wind, das Baby total verzweifelt und erschöpft und wir Eltern auch nicht gerade entspannt. Nach einem weiteren Stopp beim Supermarkt und dem Abholen der Wohnungsschlüssel betraten wir endlich die gebuchte Ferienwohnung. Und dort die nächste Katastrophe. Es sah aus wie Sau, überall Dreck, es lagen sogar noch Nudeln über die Fliesen verstreut. Und das, obwohl die Endreinigung im Mietpreis inbegriffen ist. Also gleich ein Anruf bei der Agentur, 20 Minuten später rückte dann ein Putztrupp an und schickte uns hinaus, um wieder Ordnung herzustellen.

Als wir eine halbe Stunde später die Wohnung erneut betraten, roch es zwar extrem nach Ammoniak, aber alles war sauber und wir konnten endlich unser Gepäck verstauen. Vor dem Herrichten der Betten wollte ich dann noch sämtliches Geschirr durch die Spülmaschine jagen, da es auch nicht besonders sauber aussah, als ich diese jedoch anschaltete, lief unten literweise Wasser heraus ! Auch das reklamierten wir sofort und wurden auf den nächsten Tag vertröstet. Die Nacht verlief glücklicherweise eher ruhig, wir waren alle so fertig, daß einfach keine Energie mehr für Unruhe da war …

Am nächsten Tag trafen meine Schwiegereltern ein, die begeistert erzählten, daß sie eine völlig entspannte und schnelle Reise gehabt hätten, bis auf einen kleinen Stau von einer Stunde Dauer vorm Tunnel …

Da die von ihnen gebuchte Wohnung (die nur wenige Schritte von unserer entfernt lag) als „Zentrale“ besser geeignet schien, tauschten wir an diesem Tag noch die Wohnungen, also wieder alle Koffer und Taschen durch die Gegend tragen und erneut einräumen.

Die folgenden 3 Tage verliefen relativ ruhig, bis auf die total überdrehten Kinder, die abends spät ins Bett gingen und nachmittags noch nicht wirklich Siesta hielten.

In der 4. Nacht dann das nächste Erlebnis. Das Bett auf welchem wir Eltern schliefen, gab von Anfang an seltsame Geräusche von sich und schaukelte ziemlich hin und her, sobald sich einer von uns umdrehte, ich dachte mir aber nichts Böses, sondern nahm an, daß das an der sehr harten und überbreiten Matratze läge. Dachte ich 😉

In bewußter Nacht wurden die Geräusche immer lauter und lauter. Es hörte sich irgendwann so an, als ob eine dieser italienischen Plastikwasserflaschen unterm Bett stünde und immer wieder zusammengedrückt würde. Gegen 4 Uhr morgens erkannte ich dann das Geräusch, allerdings zu spät. Als sich mein Mann zum wiederholten Male herumwälzte machte es plötzlich „Krach“ und wird lagen eine Etage tiefer am Boden ! Da der Bettrahmen am Kopfende keine eigenen Füße hatte, sondern nur mit der Rückenlehne verschraubt war, war das Bett so instabil, daß es einfach auseinanderbrach. Da lagen wir also, um 4 Uhr morgens, und wussten erst nicht, was wir nun machen sollten. Mein Mann stand dann auf und setzte sich an das mitgebrachte Laptop um zu programmieren, ich holte mir aus dem Kinderzimmer eine Matratze und legte sie neben das Reisebettchen des kleinen Sohnes (die ersten Nächte schliefen die großen Kinder bei den Großeltern in der Wohnung).

Am nächsten Tag erneut ein Anruf bei der Agentur wegen des Bettes, welches dann erst am Abend gegen ein anderes ausgetauscht wurde, zum Glück noch rechtzeitig, bevor wir schlafen gehen wollten.

Gegen Ende der ersten Woche startete ich dann die ersten Beikostversuche beim kleinen Sohn. Die angebotenen Zucchini fand er sehr lecker, so daß ich beschloß, ihm am nächsten Tag wieder welche anzubieten, dann mit etwas „Babypasta“ gemischt (in Italien gibt es Minipasta bereits für Babies ab dem 4.Monat). Am nächsten Tag brüllte er aber nur herum, sobald der Löffel in den Mund kam, also brach ich ab. Als er beim Stillen immer noch jammerte, schaute ich irgendwann in den Mund hinein und was sah ich – alles weiß, die ganze Mundhöhle geschwollen. Da er zusätzlich auch noch Fieber bekam, ging ich sicherheitshalber doch zum „Pronto soccorso“. Dort überwies man uns ins nächste Krankenhaus in die Kinderabteilung, da unser Sohn ihnen als Patient einfach zu klein war.

So fuhren wir dann statt am Strand zu liegen mit unserem Kleinsten durch die Gegend, in dem Moment war ich wirklich froh, daß meine Schwiegereltern mit im Urlaub waren, so hatten wir wenigstens Babysitter für die Großen.

Im Krankenhaus war dann 3 Stunden Warten angesagt (irgendwie war das der Urlaub des Wartens ;-)), ein Neugeborenes hatte aufgehört zu atmen und die einzige anwesende Ärztin musste das Kind beobachten, bis der Transport aus der Uniklinik eintraf. Als wir an der Reihe waren, war es bereits wieder fast Abend, entlassen wurden wir mit der Diagnose „Candidosis“ und „3-Tage-Fieber“. Also schmierte ich dem Kleinsten die nächsten 4 Tage täglich mehrmals eine Anti-Pilzsalbe in den Mund, ich selber musste das Zeug natürlich auch ständig auf die B.rustwarzen schmieren, um keinen „Ping-Pong-Effekt“ zu erzielen. Während dieser 4 Tage verbrachte ich die meiste Zeit in der Wohnung, denn mit fieberndem, quengelnden und schreienden Baby macht ein Strandbesuch einfach keinen Spaß und stresst sowohl Kind als auch Eltern.

Ich habe unseren Kleinsten noch nie so unglücklich gesehen, es verirrte sich kaum ein Lächeln in sein Gesicht, beim Stillen ließ er immer wieder los und weinte, da ihm der Mund wehtat, alles in allem keine Freude. Zum Glück war er einen Tag vor der Abreise wieder ganz der Alte, ich hatte schon Angst, wir müssten stundenlang mit krankem Kind nach Hause fahren.

Auf der Rückfahrt dann wieder 20 km Stau vorm Tauerntunnel, dieses Mal verließen wir jedoch die Autobahn vor dem Stau und fuhren über den Felbertauern gen München.

Alles in allem ein ziemlich chaotischer und teilweise hektischer Urlaub, trotzdem aber irgendwie erholsam und schön. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, wir hatten fast jeden Tag über 25 °C und Sonnenschein, die Strände waren zwar belebt, aber nicht überfüllt, an sich perfekt. Trotzdem würde ich nie wieder mit einem Baby ans Meer verreisen, nicht nur wegen des Krankseins, sondern weil es einfach zu anstrengend in Sachen UV-Schutz, Stillen und Co. ist. Beim nächsten Mal werden wir ein Kleinkind im Gepäck haben, da freue ich mich schon drauf 🙂

Edit: Fotos gibt es übrigens keine (ich habe mich so geärgert, daß ich vergessen habe, das kaputte Bett zu fotografieren !), nur ca. 4-5 Stück von der Abfahrt. Irgendwie war weder Zeit noch Lust vorhanden …

So Tage …

9. Juni 2011

Es gibt so Tage, da habe ich das Gefühl, ich befinde mich in einer Testanordnung und werde beobachtet, wie ich mich so durchschlage …

Es fing damit an, daß ich ab 1 Uhr wieder stündlich geweckt wurde und so gut wie gar keinen Schlaf abbekam, da ich erst gegen 22 Uhr ins Bett gegangen war (wir hatten uns die Freiheit herausgenommen, mal wieder eine DVD anzuschauen).

Gegen 6 Uhr war die Nacht sowieso vorbei, da krähte der Jüngste bereits wieder munter durch die Gegend, übte die 3-fache Rolle rückwärts und machte den Eindruck, als ob er schon 3 doppelte Espressi getrunken hätte. Die Großen folgten auf den Fuß und wollten unbedingt noch den Papa verabschieden, der bis morgen am späten Nachmittag auf einer Fortbildung weilt.

Ich stolperte ziemlich müde durch die Gegend, die meiste Zeit den Kleinsten auf dem Arm, da dieser wie bereits im letzten Eintrag geschrieben enorm schubt und kreischt, sobald er auch nur ansatzweise in Richtung Boden bewegt wird.

Da wir immer pünktlich am Wald sein müssen, trieb ich die Kinder an und beinahe wären wir auch rechtzeitig aus dem Haus gekommen, wenn nicht der Mittlere diese Feststellkordel aus dem Gummistiefelschaft gezogen hätte. Ich mühte mich nach Kräften ab, bekam sie aber nicht richtig eingefädelt, also machten wir uns etwas verspätet auf den Weg. Natürlich standen wir anschließend gleich vor den geschlossenen S-Bahnschranken. Und in diesem Moment meinte der Mittlere, er habe seine Jacke zu Hause liegenlassen. Normalerweise nicht schlimm, nur im Wald und bei angesagtem Regenwetter keine gute Idee.

Also lieferte ich erst die Kinder ab, fuhr dann mit mittlerweile ziemlich knatschigem Baby wieder nach Hause, holte die Jacke, fuhr wieder in den Wald, übergab sie im Eiltempo und machte mich wieder auf den Rückweg.

Hier angekommen jammerte und heulte der kleine Sohn quasi durchgehend. Ich konnte ihn irgendwann zu einem einstündigen Schläfchen überreden, in der Zwischenzeit fing ich an zu packen und aufzuräumen, in der Hoffnung, vielleicht mittags noch ein kleines Nickerchen mit ihm zusammen machen zu können.

Kurz vor der Abholzeit der Großen fuhr ich noch zur ADAC-Niederlassung hier um die Ecke, um Vignette und Videomaut für die Fahrt zu erstehen, dort traf ich dann auf die langsamste Mitarbeiterin der Welt. Beim Verlassen der Niederlassung hatte ich noch genau 5 Minuten Zeit, um wieder zum Wald zu fahren. Und natürlich hatte ich unterwegs ein altes Ehepaar vor mir, das in der 50-Zone 30 fuhr, als dieses endlich abgebogen war, war just in der Straße die zum Wald führt ein mittelgroßer Stau (sonst gibt es dort mittags nie Verkehr !). Innerlich fluchend schob ich mich Zentimeter für Zentimeter näher ans Ziel und kam mit etwas Verspätung dort an.

Vor dem Losfahren hatte ich Pizza für eine feste Uhrzeit bestellt, da ich vor lauter Packen, Waschen und Räumen keine Energie mehr fürs Kochen übrig gehabt hatte, diese wollte dann schnell abgeholt werden. Die Kinder schäumten erst über vor Begeisterung, als der Sohn aber merkte, daß ich nur Pizza und nicht seine geliebten Wan Tan bestellt hatte, fing er an zu heulen und zu wüten. Er aß dann die Pizza trotzdem, aber mit Tränen in den Augen und einem Blick à la „Wie konntest Du nur vergessen, daß ich am liebsten gebackene Wan Tan esse !?“.

Anschließend wollte ich den Jüngsten zu einem Mittagsschlaf hinlegen, nach einer halben Stunde war aber klar, daß er partout nicht schlafen wollte. Also Kinder ins Auto gepackt und zum Einkaufszentrum gefahren, um noch Geschenke für ein Kindergartenkind zu besorgen, zu dessen Geburtstag die Großen heute eingeladen waren. Ich wusste zwar schon vorher von dem Geburtstag, momentan vergehen aber die Tage so dermaßen schnell und es gibt soviel anderes zu organisieren, daß mir dieser Termin beinahe entfallen wäre.

Nachdem ich die Kinder beim Geburtstag abgeliefert hatte, fuhr ich mit dem immer noch wachen Baby nach Hause, packte es dort in den Kinderwagen, schnappte mir das noch abzugebende Retourenpäckchen und die zu verschickende Mietkündigung, und lief los zur Post. Der kleine Sohn blieb wach. Danach ging ich noch zum nächsten P.enny, da es dort gerade sehr günstige Unterwasserkameras gibt, die sich die Kinder für den Urlaub gewünscht hatten, der Sohn blieb immer noch wach.

Auf dem Weg nach Hause legte ich ihn dann auf den Bauch, um ihn endlich zur Ruhe zu bringen, er reckte sich aber hoch so weit er konnte und blieb bis zu Hause in dieser Position …

Hier angekommen dann ein halbstündiges Schreikonzert im Tragetuch, danach nochmals 20 Minuten Geschrei in meinen Armen auf dem Bett, in seinem Bett anschließend immer noch eifriges Hin- und Hergewälze, Vierfüßlerstandversuche und Gezappel, bis er dann endlich einschlief …

Kurz danach Eintreffen der großen Kinder, die ziemlich überdreht vom Geburtstag waren, schnell beide ins Zimmer gescheucht, Zähne geputzt, Geschichten vorgelesen, um 20 Uhr war dann endlich Ruhe. Naja, fast. Denn kurz darauf rief meine Schwiegermutter an, um noch Details wegen unseres Urlaubs zu klären, gerade als ich aufgelegt hatte dann ein Anruf von unseren zukünftigen Nachbarn, die noch dieses Jahr neben unserem Haus mit Bauen anfangen möchten, dieses Gespräch zog sich dann bis vor 10 Minuten hin und nun werde ich hinaufwanken und mich schnell ins Bett legen.

Solche Tage kommen mir immer vor wie eine Art Prüfung. Wie geduldig und belastbar ich schon bin. Oder so ähnlich.

Morgen dann hoffentlich wieder ein wenig ruhiger, ein paar Dinge müssen noch gepackt und dann alles ins Auto geräumt werden, danach kann ich aber aufatmen und mich ganz entspannt auf den Urlaub freuen 🙂

Vom Affen gebissen …

6. Juni 2011

Was war heute nur los ?

Dieser Tag war anstrengend, laut, stressig und nervenaufreibend. Die Großen stritten und prügelten sich den gesamten Nachmittag, der Kleinste kreischte, sobald er auch nur ansatzweise über dem Boden schwebte und wollte nur Brust an Brust bei mir sein und ich war irgendwann nur noch genervt und gereizt.

Hoffentlich war es nur der Wetterwechsel, sonst bin ich bald reif für die Insel. Was aber auch nicht weiter schlimm wäre, denn nun sind es nur noch 5 Tage bis zu unserem Sommerurlaubsbeginn 🙂

Bis dahin muß ich noch einiges erledigen, es stehen noch ein paar Termine an, es sollen Taschen für 5 Leute gepackt werden, ich hoffe, daß die letzte Woche bestellten Utensilien wie z.B. ein UV-Schutzzelt für den Kleinsten noch hier ankommen bevor wir abfahren und bei allem Hin und Her möchte ich gerne ruhig, entspannt und gelassen bleiben 🙂

Am besten wäre es, wenn wir es schaffen würden, das Haus aufgeräumt und geputzt zu hinterlassen, denn nichts hasse ich mehr, als vom Urlaub zurückzukommen und das alte Chaos vorzufinden. Mal sehen, was sich bis Freitag noch realisieren lässt …

Kurzer Zwischenstop

1. November 2010

Seit 3 Stunden sind wir wieder in München. Die Tage bei den Schwiegereltern waren schön, wir sind aber auch froh, wieder zu Hause zu sein. Es stand einiges auf dem Programm, Verwandtenbesuche, Ausflüge, Stadtbummel und ein Zahnarztbesuch (mein Mann lässt sich am liebsten von seinem Bruder behandeln).

Sohn Nr.2 war plötzlich sehr aktiv, trat und strampelte herum wie ein Wilder (hatte er bisher kaum getan), vielleicht spürte auch er, daß wir uns in fremder Umgebung befanden, mit anderen Stimmen, Geräuschen und auch ungewohnter Ernährung.

Kurz vorm letzten Frauenarztbesuch letzten Donnerstag hatte er sich über Nacht plötzlich ganz brav in Schädellage gedreht (die Tage davor traten mich ständig kleine Füße in den Unterleib :-)) und zeigte sich als wahres Musterbaby. Mittlerweile wiegt das gute Kind bereits 1700 g, das konnte mich aber nicht schocken, da er bestimmt nicht das Gewicht seines Bruders toppen wird (der hatte 4400 g bei der Geburt und ich glaube nicht, daß unser zweiter Sohn innerhalb von 10 Wochen noch fast 3 kg zulegen wird …). Einzig das Köpfchen ist etwas groß, auf 28 cm Umfang bringt er es bereits, aber auch das ist noch im Rahmen …

Nun bin ich ziemlich geschafft von den letzten Tagen und der langen Fahrt (immerhin fast 3,5 Stunden), übermorgen geht es dann aber gleich weiter, ich werde mit den Kindern noch einen Abstecher nach Vorarlberg machen, um meinen Opa, Tanten, Onkel und Freunde zu besuchen. Außerdem müssen wir unbedingt meinem neugeborenen Cousin einen Besuch abstatten, der Ende September das Licht der Welt erblickte …

Auf dem Rückweg wird uns meine Tante Gesellschaft leisten, die voraussichtlich eine Woche hier bei uns bleibt.

Die Herbstferien sind jedenfalls gefüllt mit Action und langweilig wird den Kindern und mir ganz bestimmt nicht …

Hüttenimpressionen

18. August 2010

Seit gestern sind wir nun wieder in München. Noch ziemlich müde (nach einem langen Tag mit zwei Kindern noch knapp 2 Stunden Auto zu fahren ist nicht gerade entspannend) und verzweifelt vor einem Berg Arbeit sitzend, aber einigermaßen erholt.

Es war schön, aber auch sehr kalt und nass. Obwohl die ersten beiden Tage gar nicht so übel waren, wie man unschwer auf den Fotos erkennen kann. Am dritten und vierten Tag kam dann aber der große Regen und so beschlossen wir (meine Tante, meine Mutter und ich) ziemlich spontan, die Berge zu verlassen. Es waren Murenabgänge und Schlagregen angesagt, was in einem Bergdorf, das sowieso fast abgeschnitten von der Außenwelt ist, nicht gerade Lust auf mehr macht …

Die Kinder waren erstaunlich motiviert, Wandern wurde zum neuen Lieblingshobby erklärt und tagsüber waren sie kaum sichtbar, sondern streiften über die Wiesen und kletterten auf diverse Felsen 🙂

Ich bin immer wieder froh, daß wir die Möglichkeit haben, dort Urlaub zu machen, die Hütte ist nämlich in Familienbesitz (zumindest zur Hälfte, die andere Hälfte gehört dem Bruder meines Opas …).