Archive for Juni 2010

Aufatmen

30. Juni 2010

Es handelte sich anscheinend doch nur um einen Eintagsfliegenvirus, heute morgen hatte das Kind zwar noch 38,4 °C Temperatur, weigerte sich aber strikt in den Fahrradanhänger zu klettern und radelte auf seinem eigenen Fahrrad zum Kindergarten. Den Besuch desselben ließ ich aber dennoch nicht zu, und so kam mein Sohn in den Genuss eines zweiten Frühstück mit der besten Freundin.

Mittlerweile ist er völlig fieberfrei und tobt herum wie immer, gottseidank 🙂

Ich bin allerdings völlig matschig und müde, letzte Nacht waren höchstens 3 Stunden Schlaf drin. Und das lag nicht nur am Sohnemann. Gestern Abend kam noch unser Architekt zu Besuch, um Einzelheiten bezüglich des Hausangebotes zu besprechen, dieser fuhr dann gegen 22:30 Uhr weg (ich war allerdings schon eine halbe Stunde vorher im Bett, da ich mein krankes Kind nicht alleine lassen wollte). Gegen 23 Uhr kroch mein Mann in die Federn. 5 Minuten später klingelte es dann Sturm. Mein Mann sprang wieder auf, ging hinunter, ich hörte nur noch durchs geöffnete Dachfenster „Sie müssen hier einsteigen !“ und dann fuhr ein Auto aus der Einfahrt …

Mein Mann tauchte nicht wieder auf und ich konnte mir einfach keinen Reim darauf machen, wo er abgeblieben war. Mir gingen die wildesten Sachen durch den Kopf, als dann eine halbe Stunde später das Auto zurückkam und mein Mann wieder ins Bett stolperte. Auf meine Frage wo er denn gewesen sei erzählte er, daß der Architekt an der Tankstelle um die Ecke habe Tanken wollen und dann plötzlich gemerkt hatte, daß er kein Geld dabei hatte – dummerweise als der Tank bereits voll war.

Also gab er in der Tankstelle Bescheid und teilte dort mit, daß er das Geld bei uns besorgen würde. Der Tankwart forderte ihn auf, das Auto stehen zu lassen, er fuhr aber trotzdem damit zu uns, da er Angst hatte, mein Mann schliefe vielleicht schon …

Bei der Rückkehr wurde ihm dann mitgeteilt, daß die Polizei bereits unterwegs sei und eine Anzeige wegen Diebstahls erhoben worden sei – obwohl der arme Mann nur 10 Minuten weg war, seinen Ausweis sogar dalassen wollte und mein Mann für ihn bezahlt hatte …

Jedenfalls war das alles sehr aufregend und ich lag noch ein paar Minuten wach da. Gegen Mitternacht fielen mir endlich die Augen zu, als plötzlich in der Nachbarschaft eine Motorsäge anfing zu heulen ! Ich dachte ich bin im falschen Film. Um Mitternacht eine Motorsäge anwerfen, wer macht denn sowas (naja, vielleicht ein Kettensägenmörder, aber ich tippe eher auf einen Besoffenen dem einfiel, daß er noch ein paar Äste am Baum absägen wollte …).

Das Ganze ging eine halbe Stunde, dann schlief ich ein. Um eine halbe Stunde später von einem brüllenden Kind aus dem Schlaf gerissen zu werden, das unstillbaren Durst hatte – zum Glück hatte ich wenigstens die Wasserflasche vorsorglich neben mein Bett gestellt …

Insgesamt wurde es dann ca. 2 Uhr bis ich endlich tief eingeschlafen war, um 5 Uhr weckte mich dann ein heftiges Gewitter mit Regenschauer (bei offenen Dachfenster suboptimal ..) und um 6 Uhr stand ich etwas entnervt auf.

Jetzt bin ich müde. Sehr müde. Und es gibt noch einen riesen Haufen zu erledigen und zu Packen. Aber wenigstens sind wieder alle gesund und den Schlaf werde ich hoffentlich kommende Nacht nachholen können …

Blöd, blöd …

29. Juni 2010

Wenn der Sohn gegen 21:30 Uhr schreiend aufwacht und von Monstern erzählt, die ihn ständig im Zimmer besuchen kommen, wenn man dann das Kind anfasst und merkt, daß es ziemlich glüht, dann ist das nicht gut.

Wenn das Thermometer dann noch 39,6 °C Temperatur anzeigt, ist das einfach nur blöd. 3 Tage bis zur Abfahrt nach Italien und unser Sohn entwickelt hohe Temperatur mit unbekannter Ursache ..

Ich hoffe, es handelt sich nur um eine extreme Körperreaktion auf den heutigen Tag, der sehr lang und anstrengend war, ein Sonnenstich kann es eigentlich nicht sein, mal sehen wie er mich morgen begrüßen wird.

Bitte Daumen drücken, daß sich nichts Ernsteres daraus entwickelt und wir vor allem alle gesund in den Urlaub starten können …

Morgendliche Besucher

29. Juni 2010

Heute morgen stand ich bereits um 5:30 Uhr auf – freiwillig, die Kinder schliefen noch tief und fest. Aber wer kann schon bei solch wunderbarem Wetter lange im Bett  liegenbleiben ! Außerdem liebe ich diese Kühle am Morgen, reiße alle Fenster auf und mache einen Gartenrundgang.

Auf diesem Rundgang, unmittelbar nach dem Pflanzengiessen, fiel mir ein Rascheln in der Nähe der Garage auf. Also pirschte ich mich heran und was sah ich – einen Igel ! Ich flitzte ins Haus, holte die Kamera, und als ich wieder an die Stelle zurückkam, hatte sich ein zweiter Igel dazugesellt, ein Pärchen also 🙂

Das Nahrungsangebot ist aber auch sehr attraktiv, dank der vielen Regenfällen der vergangenen Wochen quillt alles über vor Schnecken. Gegen 6:15 Uhr weckte ich die Kinder und ging  nochmal mit ihnen zusammen zur Igelfundstelle, so oft sieht man diese nachtaktiven Tierchen ja nicht. Sie waren begeistert und somit fing der Morgen dann auch nicht mit Morgenmuffelgrummeleien an, sondern mit guter Laune. Und außerdem werden sie heute Abend wie die Steine ins Bett fallen 🙂

Geschützt: Bauchbild 12.SSW

29. Juni 2010

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Nur noch 4 Tage …

28. Juni 2010

Und noch so viel zu tun …

Heute nachmittag war die Babysitterin da und ich nutzte die Zeit, um schnell in die Innenstadt zu flitzen (naja, mit S-Bahn ist das nicht unbedingt flitzen, aber in der Stadt rannte ich dann 😉 ). Dort besuchte ich den ADA.C, holte eine Vignette und eine Viacard, außerdem bezahlte ich zwei Fahrten durch den Tauerntunnel im Voraus. So müssen wir am Freitag nirgendwo anhalten, sondern düsen frei durch alle Schranken 🙂
Auf dem Rückweg zur S-Bahn sackte ich noch eine Packung Stillshirts bei Tchi.bo ein, die sind dort nicht nur sehr günstig zu haben diese Woche, sondern bestechen auch durch einen praktischen Schnitt und einigermaßen neutrale Farben (besonders angetan hat es mir dieses Apfelgrün …).

Morgen werden die ersten Taschen gepackt und die Urlaubsliste notfalls ergänzt (falls mir noch etwas einfallen sollte), damit der Freitag Vormittag ganz entspannt verläuft und ich ihn zum Ausruhen vor der großen Fahrt nutzen kann und nicht herumrotiere vor lauter Stress und Reisefieber …

Anschließend herrscht in diesem Blog voraussichtlich 2 Wochen lang absolute Stille, denn im Ausland werde ich nicht extra ein Internetcafé aufsuchen und bloggen. Nein, ich werde entspannen, die Zehen in den Sand hineinwühlen, leckeres Essen geniessen, im blauen Meer unter blauem Himmel schwimmen und die lauen Nächte in mich einsaugen 🙂

Hebammenbesuch

28. Juni 2010

Heute lernte ich nun also meine Hausgeburtshebamme kennen. Und der beim Telefonat gewonnene Eindruck hat sich bestätigt, es passt alles, wir liegen auf einer Wellenlänge und ich kann mir gut vorstellen, mit dieser Frau zusammen ein Kind zu bekommen …

Wir redeten und redeten (vorwiegend eher ich), insgesamt wurde dann aus der geplanten einen Stunde zwei Stunden – ich schaffte es gerade noch, die Kinder rechtzeitig vom Kindergarten abzuholen.

Sie hat selber 5 Kinder zwischen 10 und 19 Jahren (4 davon im 18-Monats-Abstand !), wirkt sehr ausgeglichen und entspannt, und ist vor allem nicht auf eine bestimmte Richtung festgelegt. Sie ist nicht besonders esoterisch angehaucht (sowas mag ich nicht), lehnt die Schulmedizin nicht völlig ab (machen manche Hebammen), behandelt viel mit Akupunktur und Homöopathie und am besten gefällt mir, daß sie menschlich eine ungeheure Wärme ausstrahlt.

In den 2 Stunden Gespräch fielen gerade mal 5 Minuten auf die körperliche Vorsorgeuntersuchung (die bestand aus Urintest und Blutdruckmessen), aber in der 12.SSW kann man auch noch nicht wirklich viel vom Kind ertasten oder die Herztöne abhören. Das wird bei der nächsten Untersuchung Ende August anders aussehen, dann werde ich auch das Herzchen schlagen hören …

Ich denke, daß meine Entscheidung die Untersuchungen abwechselnd von Hebamme und Frauenarzt vornehmen zu lassen genau die richtige ist, die Hebamme ist mehr für den seelischen Teil zuständig, der Arzt fürs „Technische“.

Auch wenn man keine Hausgeburt in Betracht zieht kann ich nur empfehlen, eine Hebammenvorsorge machen zu lassen. Die Atmosphäre ist sehr entspannt, man kann über alles mögliche reden und vor allem besteht kein Zeitdruck.

Schlaue Kinder

26. Juni 2010

Vorhin spielten unsere Kinder im Garten der Großeltern, tobten herum und amüsierten sich.

Plötzlich kamen sie jedoch beide ins Haus gerannt und riefen „N. hat eine Zecke am Bein !“. Ich war völlig überrascht, mein Mann schaute dann nach und hielt kurz darauf etwas Schwarzes auf seinem Finger in die Höhe, begleitet von den Worten „Ist das eine Zecke ?“. Während er noch auf den Finger starrte und überlegte sah ich, wie das Viech anfing sehr schnell zu krabbeln und sich tatsächlich als Zecke entpuppte !

Ich hätte da nie so gelassen bleiben können und die Zecke auf dem Finger herumkrabbeln lassen ! Sie endete dann im nächsten Wasserglas und wurde anschließend im Abfluß entsorgt.

Es hat mich aber sehr beruhigt, daß unsere Kinder so gut aufpassen und dann auch so schnell reagieren ! Immerhin habe ich selbst teilweise Mühe diese Tierchen zu entdecken und vor allem so schnell, daß sie sich noch nicht mal festgesaugt haben …

Alles fliesst

26. Juni 2010

Hier fliesst und plätschert alles dahin, keine spannenden Ereignisse oder Gedanken, die es wert wären, gebloggt zu werden.

Wir geniessen alle das wunderschöne Wetter, das sich nach wie vor genau richtig anfühlt, der Garten wächst und gedeiht endlich und die Urlaubsvorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Die letzten Tage habe ich damit verbracht, Fugen auszukratzen. Wer ein Haus mit zugehörigem Garten hat weiß, daß früher oder später immer diese lästige Arbeit naht, vor allem wenn man viele Steinplatten herumliegen hat. Überall kriecht das Unkraut heraus, Gras, Moos, Löwenzahn, und muß irgendwann beseitigt werden, da es sonst a) völlig heruntergekommen aussieht und b) die Platten gesprengt werden …

Also mühte ich mich stundenlang ab, zog den Fugenkratzer beherzt durchs Grün und nun sieht alles wieder etwas adretter aus. Mein Rücken ist allerdings kaputt und bei dieser Arbeit fühlte ich mich entgültig schwanger – die Kondition ist nicht mehr die Allerbeste und ich spüre jeden Muskel. Theoretisch könnte man das Zeug auch „abflammen“, also wegbrennen, ich finde aber die Kratzer-Methode sinnvoller, da dabei meist auch die Wurzeln mit herauskommen.

Heute in einer Woche liege ich dann bereits in einem kuschligen Bett im schönen Friaul, lausche den Weckrufen der Käuzchen und freue mich auf ein schönes italienisches Frühstück, hach ja 🙂
Anschließend werden wir in Richtung Meer aufbrechen und unseren zweiwöchigen Urlaub mit den Schwiegereltern antreten. Dies haben wir bereits letztes Jahr getan und es funktionierte eigentlich ganz gut. Meine Schwiegermutter und ich sind zwar so verschieden wie man nur sein kann, auf fremdem Terrain klappt es aber einigermaßen und wenn man eingeladen wird und gleichzeitig auch noch kostenlose Babysitter vor Ort hat ist das doch Anreiz genug …

Dieses Wochenende aber erstmal noch ein Besuch bei meinen Eltern, dort wird heute gegrillt und vielleicht schaffen mein Mann und ich es abends, mal zusammen ins Kino zu gehen (außer wir sind wieder zu müde, wie fast immer – unfreiwillige Aufstehzeit heute war 5 Uhr …) !

Wozu Fernsehen

24. Juni 2010

Wir haben keinen Fernsehanschluß. Und sind glücklich damit. Ab und zu, wenn wir Lust auf einen Film haben, leihen wir uns eine DVD in der Bücherei aus.

Und wozu braucht man das Fernsehen überhaupt, wenn man einen Biergarten neben dem eigenen Garten hat ? Gestern Abend konnten wir das Spiel Deutschland-Ghana sehr gut mitverfolgen. Nicht ganz freiwillig zugegebenermaßen, aber es war doch irgendwie lustig 🙂

Die Skala reicht von angespannter Stille, über ein langgezogenes „Aaaaaahhhhh !“ bis hin zu einem enttäuschten „Ohhhhhh !“. Das Tor konnte man nicht überhören, denn es gab lautes Klatschen, Gröhlen und Kreischen …

Manchmal nervt mich diese Nachbarschaft ziemlich, vor allem dieses grelle Gackern und Kreischen angetrunkener Frauen. Manchmal ist es aber doch amüsant und das Rauschen der Stimmen und Klirren der Maßkrüge wiegt mich jedesmal zuverlässig in den Schlaf (außer siehe oben, kreischende Frauen …).

Geschützt: Bauchbild 11.SSW

23. Juni 2010

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