Archive for Juni 2011

Wenn einer eine Reise tut …

27. Juni 2011

… dann kann er was erleben.

So oder so ähnlich könnte man unseren Urlaub beschreiben.

Ziel war Lignano Riviera, welches im Friaul, ungefähr zwischen Grado und Venedig liegt.

Schon die Fahrt dorthin gestaltete sich anders als gedacht. Wir fuhren um 4 Uhr morgens in München los, eine Stunde später als eigentlich geplant. Ob es nun diese eine Stunde war oder ob es sowieso so gekommen wäre, keine Ahnung. Jedenfalls standen wir von 7 Uhr bis 10 Uhr zusammen mit tausenden anderer Urlauber im Stau vorm Tauerntunnel. Wer selber 3 Kinder hat oder aber ein gutes Vorstellungsvermögen kann sich denken, wie sich diese 3 Stunden in etwa gestalteten. Am wenigsten witzig fand es der Babysohn, der zwar nach jeder Blockabfertigung aus seinem Sitz gepflückt wurde, aber trotzdem ziemlich ungehalten war, weil wir nur dumm im Auto herumsaßen.

Als wir endlich wieder freie Fahrt hatten war der Jubel groß – bis zum nächsten Stau …

Gegen 15:30 Uhr erreichten wir dann unser Zwischenziel, das Weingut von Freunden meiner Eltern. Eigentlich hatte ich ursprünglich geplant, am Vormittag dort zu sein, Hallo zu sagen und eine Kleinigkeit zu essen und anschließend zum Meer zu düsen (von dort aus fährt man noch ca. eine Stunde). Soviel zum Plan.

Schlußendlich trafen wird dann kurz nach 17 Uhr am Urlaubsort ein, 11 Stunden nach der Abfahrt. Die Kinder völlig durch den Wind, das Baby total verzweifelt und erschöpft und wir Eltern auch nicht gerade entspannt. Nach einem weiteren Stopp beim Supermarkt und dem Abholen der Wohnungsschlüssel betraten wir endlich die gebuchte Ferienwohnung. Und dort die nächste Katastrophe. Es sah aus wie Sau, überall Dreck, es lagen sogar noch Nudeln über die Fliesen verstreut. Und das, obwohl die Endreinigung im Mietpreis inbegriffen ist. Also gleich ein Anruf bei der Agentur, 20 Minuten später rückte dann ein Putztrupp an und schickte uns hinaus, um wieder Ordnung herzustellen.

Als wir eine halbe Stunde später die Wohnung erneut betraten, roch es zwar extrem nach Ammoniak, aber alles war sauber und wir konnten endlich unser Gepäck verstauen. Vor dem Herrichten der Betten wollte ich dann noch sämtliches Geschirr durch die Spülmaschine jagen, da es auch nicht besonders sauber aussah, als ich diese jedoch anschaltete, lief unten literweise Wasser heraus ! Auch das reklamierten wir sofort und wurden auf den nächsten Tag vertröstet. Die Nacht verlief glücklicherweise eher ruhig, wir waren alle so fertig, daß einfach keine Energie mehr für Unruhe da war …

Am nächsten Tag trafen meine Schwiegereltern ein, die begeistert erzählten, daß sie eine völlig entspannte und schnelle Reise gehabt hätten, bis auf einen kleinen Stau von einer Stunde Dauer vorm Tunnel …

Da die von ihnen gebuchte Wohnung (die nur wenige Schritte von unserer entfernt lag) als „Zentrale“ besser geeignet schien, tauschten wir an diesem Tag noch die Wohnungen, also wieder alle Koffer und Taschen durch die Gegend tragen und erneut einräumen.

Die folgenden 3 Tage verliefen relativ ruhig, bis auf die total überdrehten Kinder, die abends spät ins Bett gingen und nachmittags noch nicht wirklich Siesta hielten.

In der 4. Nacht dann das nächste Erlebnis. Das Bett auf welchem wir Eltern schliefen, gab von Anfang an seltsame Geräusche von sich und schaukelte ziemlich hin und her, sobald sich einer von uns umdrehte, ich dachte mir aber nichts Böses, sondern nahm an, daß das an der sehr harten und überbreiten Matratze läge. Dachte ich 😉

In bewußter Nacht wurden die Geräusche immer lauter und lauter. Es hörte sich irgendwann so an, als ob eine dieser italienischen Plastikwasserflaschen unterm Bett stünde und immer wieder zusammengedrückt würde. Gegen 4 Uhr morgens erkannte ich dann das Geräusch, allerdings zu spät. Als sich mein Mann zum wiederholten Male herumwälzte machte es plötzlich „Krach“ und wird lagen eine Etage tiefer am Boden ! Da der Bettrahmen am Kopfende keine eigenen Füße hatte, sondern nur mit der Rückenlehne verschraubt war, war das Bett so instabil, daß es einfach auseinanderbrach. Da lagen wir also, um 4 Uhr morgens, und wussten erst nicht, was wir nun machen sollten. Mein Mann stand dann auf und setzte sich an das mitgebrachte Laptop um zu programmieren, ich holte mir aus dem Kinderzimmer eine Matratze und legte sie neben das Reisebettchen des kleinen Sohnes (die ersten Nächte schliefen die großen Kinder bei den Großeltern in der Wohnung).

Am nächsten Tag erneut ein Anruf bei der Agentur wegen des Bettes, welches dann erst am Abend gegen ein anderes ausgetauscht wurde, zum Glück noch rechtzeitig, bevor wir schlafen gehen wollten.

Gegen Ende der ersten Woche startete ich dann die ersten Beikostversuche beim kleinen Sohn. Die angebotenen Zucchini fand er sehr lecker, so daß ich beschloß, ihm am nächsten Tag wieder welche anzubieten, dann mit etwas „Babypasta“ gemischt (in Italien gibt es Minipasta bereits für Babies ab dem 4.Monat). Am nächsten Tag brüllte er aber nur herum, sobald der Löffel in den Mund kam, also brach ich ab. Als er beim Stillen immer noch jammerte, schaute ich irgendwann in den Mund hinein und was sah ich – alles weiß, die ganze Mundhöhle geschwollen. Da er zusätzlich auch noch Fieber bekam, ging ich sicherheitshalber doch zum „Pronto soccorso“. Dort überwies man uns ins nächste Krankenhaus in die Kinderabteilung, da unser Sohn ihnen als Patient einfach zu klein war.

So fuhren wir dann statt am Strand zu liegen mit unserem Kleinsten durch die Gegend, in dem Moment war ich wirklich froh, daß meine Schwiegereltern mit im Urlaub waren, so hatten wir wenigstens Babysitter für die Großen.

Im Krankenhaus war dann 3 Stunden Warten angesagt (irgendwie war das der Urlaub des Wartens ;-)), ein Neugeborenes hatte aufgehört zu atmen und die einzige anwesende Ärztin musste das Kind beobachten, bis der Transport aus der Uniklinik eintraf. Als wir an der Reihe waren, war es bereits wieder fast Abend, entlassen wurden wir mit der Diagnose „Candidosis“ und „3-Tage-Fieber“. Also schmierte ich dem Kleinsten die nächsten 4 Tage täglich mehrmals eine Anti-Pilzsalbe in den Mund, ich selber musste das Zeug natürlich auch ständig auf die B.rustwarzen schmieren, um keinen „Ping-Pong-Effekt“ zu erzielen. Während dieser 4 Tage verbrachte ich die meiste Zeit in der Wohnung, denn mit fieberndem, quengelnden und schreienden Baby macht ein Strandbesuch einfach keinen Spaß und stresst sowohl Kind als auch Eltern.

Ich habe unseren Kleinsten noch nie so unglücklich gesehen, es verirrte sich kaum ein Lächeln in sein Gesicht, beim Stillen ließ er immer wieder los und weinte, da ihm der Mund wehtat, alles in allem keine Freude. Zum Glück war er einen Tag vor der Abreise wieder ganz der Alte, ich hatte schon Angst, wir müssten stundenlang mit krankem Kind nach Hause fahren.

Auf der Rückfahrt dann wieder 20 km Stau vorm Tauerntunnel, dieses Mal verließen wir jedoch die Autobahn vor dem Stau und fuhren über den Felbertauern gen München.

Alles in allem ein ziemlich chaotischer und teilweise hektischer Urlaub, trotzdem aber irgendwie erholsam und schön. Das Wetter zeigte sich von seiner schönsten Seite, wir hatten fast jeden Tag über 25 °C und Sonnenschein, die Strände waren zwar belebt, aber nicht überfüllt, an sich perfekt. Trotzdem würde ich nie wieder mit einem Baby ans Meer verreisen, nicht nur wegen des Krankseins, sondern weil es einfach zu anstrengend in Sachen UV-Schutz, Stillen und Co. ist. Beim nächsten Mal werden wir ein Kleinkind im Gepäck haben, da freue ich mich schon drauf 🙂

Edit: Fotos gibt es übrigens keine (ich habe mich so geärgert, daß ich vergessen habe, das kaputte Bett zu fotografieren !), nur ca. 4-5 Stück von der Abfahrt. Irgendwie war weder Zeit noch Lust vorhanden …

So Tage …

9. Juni 2011

Es gibt so Tage, da habe ich das Gefühl, ich befinde mich in einer Testanordnung und werde beobachtet, wie ich mich so durchschlage …

Es fing damit an, daß ich ab 1 Uhr wieder stündlich geweckt wurde und so gut wie gar keinen Schlaf abbekam, da ich erst gegen 22 Uhr ins Bett gegangen war (wir hatten uns die Freiheit herausgenommen, mal wieder eine DVD anzuschauen).

Gegen 6 Uhr war die Nacht sowieso vorbei, da krähte der Jüngste bereits wieder munter durch die Gegend, übte die 3-fache Rolle rückwärts und machte den Eindruck, als ob er schon 3 doppelte Espressi getrunken hätte. Die Großen folgten auf den Fuß und wollten unbedingt noch den Papa verabschieden, der bis morgen am späten Nachmittag auf einer Fortbildung weilt.

Ich stolperte ziemlich müde durch die Gegend, die meiste Zeit den Kleinsten auf dem Arm, da dieser wie bereits im letzten Eintrag geschrieben enorm schubt und kreischt, sobald er auch nur ansatzweise in Richtung Boden bewegt wird.

Da wir immer pünktlich am Wald sein müssen, trieb ich die Kinder an und beinahe wären wir auch rechtzeitig aus dem Haus gekommen, wenn nicht der Mittlere diese Feststellkordel aus dem Gummistiefelschaft gezogen hätte. Ich mühte mich nach Kräften ab, bekam sie aber nicht richtig eingefädelt, also machten wir uns etwas verspätet auf den Weg. Natürlich standen wir anschließend gleich vor den geschlossenen S-Bahnschranken. Und in diesem Moment meinte der Mittlere, er habe seine Jacke zu Hause liegenlassen. Normalerweise nicht schlimm, nur im Wald und bei angesagtem Regenwetter keine gute Idee.

Also lieferte ich erst die Kinder ab, fuhr dann mit mittlerweile ziemlich knatschigem Baby wieder nach Hause, holte die Jacke, fuhr wieder in den Wald, übergab sie im Eiltempo und machte mich wieder auf den Rückweg.

Hier angekommen jammerte und heulte der kleine Sohn quasi durchgehend. Ich konnte ihn irgendwann zu einem einstündigen Schläfchen überreden, in der Zwischenzeit fing ich an zu packen und aufzuräumen, in der Hoffnung, vielleicht mittags noch ein kleines Nickerchen mit ihm zusammen machen zu können.

Kurz vor der Abholzeit der Großen fuhr ich noch zur ADAC-Niederlassung hier um die Ecke, um Vignette und Videomaut für die Fahrt zu erstehen, dort traf ich dann auf die langsamste Mitarbeiterin der Welt. Beim Verlassen der Niederlassung hatte ich noch genau 5 Minuten Zeit, um wieder zum Wald zu fahren. Und natürlich hatte ich unterwegs ein altes Ehepaar vor mir, das in der 50-Zone 30 fuhr, als dieses endlich abgebogen war, war just in der Straße die zum Wald führt ein mittelgroßer Stau (sonst gibt es dort mittags nie Verkehr !). Innerlich fluchend schob ich mich Zentimeter für Zentimeter näher ans Ziel und kam mit etwas Verspätung dort an.

Vor dem Losfahren hatte ich Pizza für eine feste Uhrzeit bestellt, da ich vor lauter Packen, Waschen und Räumen keine Energie mehr fürs Kochen übrig gehabt hatte, diese wollte dann schnell abgeholt werden. Die Kinder schäumten erst über vor Begeisterung, als der Sohn aber merkte, daß ich nur Pizza und nicht seine geliebten Wan Tan bestellt hatte, fing er an zu heulen und zu wüten. Er aß dann die Pizza trotzdem, aber mit Tränen in den Augen und einem Blick à la „Wie konntest Du nur vergessen, daß ich am liebsten gebackene Wan Tan esse !?“.

Anschließend wollte ich den Jüngsten zu einem Mittagsschlaf hinlegen, nach einer halben Stunde war aber klar, daß er partout nicht schlafen wollte. Also Kinder ins Auto gepackt und zum Einkaufszentrum gefahren, um noch Geschenke für ein Kindergartenkind zu besorgen, zu dessen Geburtstag die Großen heute eingeladen waren. Ich wusste zwar schon vorher von dem Geburtstag, momentan vergehen aber die Tage so dermaßen schnell und es gibt soviel anderes zu organisieren, daß mir dieser Termin beinahe entfallen wäre.

Nachdem ich die Kinder beim Geburtstag abgeliefert hatte, fuhr ich mit dem immer noch wachen Baby nach Hause, packte es dort in den Kinderwagen, schnappte mir das noch abzugebende Retourenpäckchen und die zu verschickende Mietkündigung, und lief los zur Post. Der kleine Sohn blieb wach. Danach ging ich noch zum nächsten P.enny, da es dort gerade sehr günstige Unterwasserkameras gibt, die sich die Kinder für den Urlaub gewünscht hatten, der Sohn blieb immer noch wach.

Auf dem Weg nach Hause legte ich ihn dann auf den Bauch, um ihn endlich zur Ruhe zu bringen, er reckte sich aber hoch so weit er konnte und blieb bis zu Hause in dieser Position …

Hier angekommen dann ein halbstündiges Schreikonzert im Tragetuch, danach nochmals 20 Minuten Geschrei in meinen Armen auf dem Bett, in seinem Bett anschließend immer noch eifriges Hin- und Hergewälze, Vierfüßlerstandversuche und Gezappel, bis er dann endlich einschlief …

Kurz danach Eintreffen der großen Kinder, die ziemlich überdreht vom Geburtstag waren, schnell beide ins Zimmer gescheucht, Zähne geputzt, Geschichten vorgelesen, um 20 Uhr war dann endlich Ruhe. Naja, fast. Denn kurz darauf rief meine Schwiegermutter an, um noch Details wegen unseres Urlaubs zu klären, gerade als ich aufgelegt hatte dann ein Anruf von unseren zukünftigen Nachbarn, die noch dieses Jahr neben unserem Haus mit Bauen anfangen möchten, dieses Gespräch zog sich dann bis vor 10 Minuten hin und nun werde ich hinaufwanken und mich schnell ins Bett legen.

Solche Tage kommen mir immer vor wie eine Art Prüfung. Wie geduldig und belastbar ich schon bin. Oder so ähnlich.

Morgen dann hoffentlich wieder ein wenig ruhiger, ein paar Dinge müssen noch gepackt und dann alles ins Auto geräumt werden, danach kann ich aber aufatmen und mich ganz entspannt auf den Urlaub freuen 🙂

Duracellbaby

8. Juni 2011

Seit der neue Schub begonnen hat, braucht unser Sohn keinen Schlaf mehr. Wozu auch, die Welt ist viel zu spannend, um die Augen zuzumachen …

Gestern stand er gegen 7 Uhr auf, macht dann ein (sehr) kurzes Nickerchen gegen 10 Uhr, ein Schläfchen von einer Stunde mittags und war dann durchgehend wach bis 18 Uhr am Abend. Zwischendurch sah man ihm deutlich an, wie müde er war, allerdings hielt ihn das nicht davon ab, weiter durch die Gegend zu gucken.

Letzte Nacht dann die Krönung. Von 1 bis 4 Uhr morgens turnte der Kleinste neben mir herum, begleitet von lautstarken „Ha-Gö ! Ha-Gö !“ und „Raö ! Raö !“. Ständig rollte er von einer Seite auf die andere, mal lag er auf dem Bauch, mal auf dem Rücken, patschte mir zwischendurch die Hände ins Gesicht (obwohl ein dickes Stillkissen zwischen uns liegt, das hält ihn aber nicht mehr auf) und ich fand das zwar furchtbar süß, andererseits wollte ich einfach nur schlafen …

Heute morgen gegen 6 Uhr war dann die Nacht bereits wieder zu Ende und es tönte wieder „Ha-Gö !“ neben mir. Erst jetzt, kurz vor 10 Uhr, habe ich es geschafft, ihn zu einem Nickerchen zu überreden. Nach einigem Hin- und Herwerfen und wildem Gebrabbel schlief er irgendwann mitten im „Satz“ ein 😉

Ich hoffe, er lässt sich zumindest nachts in den nächsten zwei Wochen zum Schlafen überreden. Bzw. ist so kaputt und müde nach ein paar Stunden Strand und Wasser, daß er ohne Wälzen einfach sofort einschläft. Sonst wird das ein nicht ganz so entspannter Urlaub wie erhofft, zumindest nicht besonders erholsam von der Schlafseite her …

Was er schlußendlich gerade ausbrütet werde ich erst in 3-4 Wochen erfahren. Ich tippe auf Krabbeln, denn das möchte er schon lange. Oder freies Sitzen, denn auch das übt er ständig. Ich bin jedenfalls sehr gespannt und kann mittlerweile auch mit diesen „Duracellwochen“ einigermaßen umgehen. Denn es wird bald wieder aufhören und er wird wieder das verschlafene, zuckersüße Baby sein, das dann einfach ein paar Dinge mehr kann als vorher 🙂

Jetzt aber packen, denn sobald das Kind wieder aufwacht, geht es wieder rund …

Kribbelkrabbel

7. Juni 2011

Die Waldwoche im Kindergarten ist eine tolle Sache. Die Kinder können nach Herzenslust herumtoben, tausende von Nägeln in Hölzer hauen und die Natur entdecken.

Bisweilen werden sie dort auch ziemlich nass, denn ausgerechnet in dieser Woche regnet es immer. Seit unsere Kinder diesen Kindergarten besuchen, beginnt es pünktlich zum geplanten Termin zu regnen. Auch wenn es vorher wochenlang knochentrocken war …

Ist aber alles kein Problem mit der richtigen Einstellung und der richtigen Kleidung, den Kindern macht es kaum etwas aus.

Was mich aber wirklich nervt, das sind die Zecken. In dem Waldstück in dem die Waldwoche stattfindet wimmelt es nur so davon. Bisher kamen wir jedes Mal heil davon oder ich habe die Viecher jedesmal übersehen, bis heute. Vielleicht auch, weil es erst ab morgen so richtig regnen soll. Das warme Wetter ließ die Krabbeltiere anscheinend richtig aufleben und sie befielen auch unsere Kinder.

Beim abendlichen Absuchen sah ich erst nichts und dachte schon, wir hätten wieder Glück gehabt. Dann fiel mein Blick auf den Oberschenkel unseres Sohnes und ich sah einen winzigen dunklen Fleck, der nicht wie ein Muttermal aussah. Noch ein paar Zentimeter weiter, unterhalb des Knies, entdeckte ich dann den zweiten ungebetenen Gast. Die Tochter rannte derweil herum und wollte sich nicht untersuchen lassen, O-Ton „Ich hatte noch nie eine Zecke Mama, das weißt Du doch !“. Dieses Mal war aber das erste Mal, bei ihr fand ich sie auf der Schulter sitzend …

Also hektisches Herumsuchen und natürlich fanden wir alles mögliche, aber nicht die Pinzette (eigentlich befindet sie sich immer in meinem Nageletui, aber aus unerfindlichen Gründen ist sie dort nicht mehr). Kurz vor knapp machte sich mein Mann dann auf den Weg zur nächsten Apotheke, um dort noch eine Zeckenzange zu besorgen. Und ich durfte zum ersten Mal in meinem Leben Zecken entfernen. Und dann gleich 3 Stück und bei meinen eigenen Kindern …

Nun hoffe ich, daß ich alles richtig gemacht habe, die Tierchen lebten zumindest noch und versuchten sofort wegzukrabbeln (nun schwimmen sie dank Klospülung irgendwo durch die Abwasserkanäle). Die Stelle am Oberschenkel des Sohnes war etwas angeschwollen und rot (aber bereits bevor ich die Zange ansetzte), die werde ich auf jeden Fall beobachten. Desinfektionsspray habe ich großzügig auf allen 3 Stellen verteilt, mal sehen, ob das ausreicht …

Nochmal muß ich das nicht unbedingt haben. Ab morgen werden die Beiden mit dem heute erworbenen Anti-Zecken-Spray behandelt, außerdem soll es sowieso wie aus Kübeln schütten, dann sinkt das Risiko automatisch.

Ready for takeoff ;-)

6. Juni 2011

Hier wird eifrig das Fliegen geübt 😉

Sieht ganz stark danach aus, als ob als nächstes das Krabbeln auf dem Plan steht …

Momente Teil 2

6. Juni 2011

Neben dem ganzen Streiten und Prügeln gibt es auch ruhige Momente. Heute waren die zwar Mangelware, aber dieses Bild vom Wochenende beweist, daß die Großen auch ein Herz und eine Seele sein können. Vor allem wenn die große Schwester dem mittleren Bruder vorliest 🙂

Vom Affen gebissen …

6. Juni 2011

Was war heute nur los ?

Dieser Tag war anstrengend, laut, stressig und nervenaufreibend. Die Großen stritten und prügelten sich den gesamten Nachmittag, der Kleinste kreischte, sobald er auch nur ansatzweise über dem Boden schwebte und wollte nur Brust an Brust bei mir sein und ich war irgendwann nur noch genervt und gereizt.

Hoffentlich war es nur der Wetterwechsel, sonst bin ich bald reif für die Insel. Was aber auch nicht weiter schlimm wäre, denn nun sind es nur noch 5 Tage bis zu unserem Sommerurlaubsbeginn 🙂

Bis dahin muß ich noch einiges erledigen, es stehen noch ein paar Termine an, es sollen Taschen für 5 Leute gepackt werden, ich hoffe, daß die letzte Woche bestellten Utensilien wie z.B. ein UV-Schutzzelt für den Kleinsten noch hier ankommen bevor wir abfahren und bei allem Hin und Her möchte ich gerne ruhig, entspannt und gelassen bleiben 🙂

Am besten wäre es, wenn wir es schaffen würden, das Haus aufgeräumt und geputzt zu hinterlassen, denn nichts hasse ich mehr, als vom Urlaub zurückzukommen und das alte Chaos vorzufinden. Mal sehen, was sich bis Freitag noch realisieren lässt …

Momente

5. Juni 2011

Etwas unscharf, aber mein momentaner Lieblingsschnappschuss der beiden Brüder. Die Eifersucht ist mehr und mehr auf dem Rückzug und weicht echter Zuneigung und Geschwisterliebe 🙂

Wochenendschnipsel

5. Juni 2011

– zuviel Hitze schlägt mir aufs Hirn

– zum Glück kam vorhin ein kräftiges Gewitter und hat die Luft wieder auf Normaltemperatur heruntergefahren

– 3 Stunden Bäderausstellung mit 3 Kindern ist anstrengend, aber machbar

– zum Glück einigen mein Mann und ich uns fast immer innerhalb von 5 Minuten, sonst würde uns der Hausbau in den Wahnsinn treiben

– heute nochmals 2 kg Erdbeeren frisch vom Feld zu Marmelade verarbeitet, vom ersten Mal sind nur noch 2 Gläser übrig

– zumindest der Keller des neuen Hauses ist teilweise gestrichen (muß sein, da hinterher die Rohre und die Heizung an die Wand kommen)

– der kleine Sohn schubt wieder gewaltig, aber ist unheimlich süß dabei 🙂

– morgen beginnt die Waldwoche im Kindergarten und es ist für fast die gesamte Woche Regen angesagt

– am Ende der Woche fahren wir für zwei Wochen nach bella Italia, juchu !

Vielfalt

3. Juni 2011

 Sonst mache ich das nie, aber heute habe ich mir zum ersten Mal seit langem die Motive der Euromünzen in meinem Geldbeutel angeschaut. Und siehe da, es hat sich gelohnt 🙂

Leider sind die zwei Münzen mittlerweile schon wieder ausgegeben, ich fand sie wirklich hübsch.

Es ist schon interessant, welche Motive andere Länder haben und ich finde es schön, daß es keine einheitliche Euromünze gibt. Man kann ein regelrechtes „Länderraten“ veranstalten oder einfach nur die Vielfalt bewundern 🙂