Archive for the ‘Kranke Hühner’ Category

Turbulent

19. Juni 2013

Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Für Samstag hatte sich lieber Besuch in Form meines Onkels samt Familie angesagt, gleichzeitig überlegte sich unser Jüngster, mal eben krank zu werden. Ich zog ihn mit 39,1 Temperatur morgens aus dem Bett, informierte schnell unseren Besuch, der sich trotzdem unerschrocken auf den Weg machte, und harrte der Dinge, die da kommen sollten.
Als das Fieber weiter stieg und der kleine Sohn ständig „Aua !“ schrie, machte ich mich doch lieber auf in die nahegelegene Bereitschaftspraxis, Zweijährige können leider noch nicht so richtig die schmerzende Stelle zeigen und ich wollte auf Nummer Sicher gehen.
Der Kinderarzt untersuchte ihn von Kopf bis Fuß und entließ uns mit der Empfehlung, dem Kind ordentlich Schmerzsaft zu verabreichen, da er hinten im Rachenbereich überall Aphten hätte.
Wieder zu Hause schlief das Söhnchen eine Runde, ich bereitete das Mittagessen vor und unser Besuch traf ein.
Nach dem Aufwachen brach dann die Hölle los. Mittlerweile fieberte das Kind bis über 40 Grad und fing an zu halluzinieren und schrill zu schreien. Leider passiert das fast jedes Mal bei unserem jüngsten Kind, wenn das Fieber über 39 Grad ansteigt. Ich hatte also ein panisch schreiendes, um sich schlagendes und laut nach mir rufendes Kind auf dem Arm, das mich nicht erkannte, insgesamt für etwa 30-40 Minuten.
Auch nach Gabe von Fiebersaft sank das Fieber nur auf knapp 40 Grad.
Irgendwie war es aber dann doch ein schöner Tag, wir saßen gemütlich auf der Terrasse und aßen Lasagne, nachdem der Fieberanfall vorbei war, und genossen den wunderschönen Tag. Abends wiederholte sich das Drama nochmals, nach Auflegen eines kalten Waschlappens war das Kind aber schlagartig wieder ansprechbar, ich hoffe, das war kein einmaliges Ereignis, sondern wird ab jetzt die Geheimwaffe sein.
Der Blick in den Rachen am Sonntag zeigte entzündete, offene Stellen an der gesamten Rachenwand, während eines Gesprächs mit der Nachbarin kam auf, daß ihre Kinder vor ein paar Tagen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hatten und ich hatte einen Namen für die Seuche. Seit gestern ist das Kind nun übersät von kleinen roten Pünktchen, ich tippe auf eine Mischinfektion von 3-Tage-Fieber und HFM-Krankheit.
Wir verabschiedeten am späten Vormittag unseren Besuch (ich hoffe, mein zweijähriger Cousin hat sich nicht angesteckt) und ließen es den restlichen Tag ruhig angehen. Ich ging mit den großen Kindern aufs Erdbeerfeld, kochte die erste Erdbeermarmelade des Jahres ein, danach ging es ins Kino („Timothy Green“) während der kleine Sohn mit Papa kuscheln durfte.
Mittlerweile geht es ihm schon viel besser, bis auf die Pünktchen merkt man kaum mehr etwas, lediglich beim Schlucken von bestimmten Speisen fängt er noch an zu jammern.
Nun hoffe ich, daß sich die Geschwister nicht angesteckt haben bzw. keinen so spektakulären Krankheitsverlauf bieten werden und wir eine Weile seuchenfrei bleiben.

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Zerissenes und Blühendes

29. April 2013

Die letzte Woche war vollgestopft bis obenhin, weshalb ich wieder nicht meinem Vorsatz nachgehen konnte, regelmässiger zu bloggen.
Die Gartensaison hat voll angefangen, ich habe bereits tonnenweise Unkraut aus der Erde gerupft, den Rasen gemäht (diese Woche wird er dann noch vertikutiert), die Hibiskusbüsche ordentlich zurechtgestutzt, Pfingstrosen, Clematis und Rosen gepflanzt und die Terrasse mit einem hübschen Mohn verschönert.
Die Kinder waren quietschvergnügt bis überdreht und sprangen den ganzen Tag in der Sonne herum, leider nicht ohne Zwischenfälle. Der große Sohn stürzte beim Herumrennen auf die Straße, der Nachbarssohn konnte sein zu großes Mountainbike nicht mehr rechtzeitig stoppen und fuhr ungebremst über den Kopf des am Boden liegenden Freundes. Folge waren dicke Reifenspuren im Gesicht und ein aufgeplatzter Ohrknorpel. Da ich weiß, wie empfindlich und schlecht heilend diese Stelle ist, ließ ich meine eben eingesetzten Rosen erstmal Rosen sein und flitzte noch schnell mit dem Sohn ins Krankenhaus. Dort trafen wir noch andere gleichaltrige Jungs, allesamt mit Platzwunden an den verschiedensten Stellen …
Die meisten Lacher hatte aber unser Sohn auf seiner Seite, da noch keiner von einem solchen Unfall gehört hatte und die Reifenspuren quer übers Gesicht wirklich irgendwie lustig aussahen. Der Sohn nahm es mit Humor :-).
Es wurden einige Steristrips verklebt, wir wurden nochmals darüber aufgeklärt, daß diese Stelle schlecht heilt und galoppierten wieder nach Hause, um endlich Abendzuessen.
Am Samstag waren wir dann bei den Nachbarn zum Essen eingeladen und es war zwar nett, beim nächsten Mal dann aber vielleicht doch ohne Kinder, denn am Abend sind alle hoffnungslos überdreht und wir kamen kaum dazu, uns in Ruhe zu unterhalten. Gestern dann ein Besuch bei meinen Eltern, zwischendurch ging ich mit den großen Kindern ins Kino und schaute mir mit ihnen den Film „Ostwind“ an, auf Wunsch der Tochter. Wider Erwarten fand ich den Film sogar richtig gut, und das obwohl ich nicht wirklich ein Pferdefan bin. Abends wurde noch über offenem Feuer gegrillt (ich rieche immer noch nach Rauch) und anschließend fielen wir alle sofort ins Bett ….
Nun hoffe ich, daß in den nächsten Stunden endlich der schon seit Tagen angesagte Regen kommt, der Garten braucht das Wasser dringend !

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Zurück in den Alltag

4. März 2013

So langsam kehrt hier wieder der Alltag ein. Ich bin nach wie vor nicht sehr belastbar und fühle mich noch nicht richtig gesund, aber im Vergleich zur vergangenen Woche, in der mich selbst das Mittagessen kochen unendlich anstrengte, ist fast schon der Normalzustand wiederhergestellt.
Ein Gutes hatte das Kranksein, ich habe das Häkeln entgültig für mich entdeckt und mittlerweile sind bereits 20 Mützen entstanden.
Hier die neuesten Modelle, nun nicht mehr mit dicker Winterwolle gehäkelt, sondern feinem Baumwollgarn.

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Es macht mir großen Spaß, was ich vorher nie gedacht hätte, und ich bin nun auf der Suche nach weiteren Häkelideen. Die Kinder haben sich noch Kuschelmäuse fürs Bett gewünscht, außerdem möchte ich mir eine Jacke häkeln oder für den Anfang zumindest ein Häkeltop.
Erstmal hoffe ich allerdings, daß sich der Frühling bald durchsetzt und der angekündigte Märzwinter bitte, bitte nicht eintreffen wird ….

Parasit

20. Februar 2013

Hier immer noch keine großartige Besserung in Sicht. Die letzte Nacht war furchtbar, der Jüngste fieberte um 40 Grad herum, was in meinen Augen kein Grund zur Besorgnis ist, allerdings wachte er stündlich auf, halluzinierte, kreischte wild herum, schlug um sich und erkannte uns erst nach etwa 20 Minuten wieder. Das Ganze begleitet von unkontrollierten Zuckungen und weit aufgerissenen Augen. Das ist einerseits selbst dann unheimlich, wenn man weiß, um was es sich handelt, andererseits sehr zermürbend, vor allem wenn man selber noch völlig im Eimer ist. Irgendwann gab ich ihm in meiner Verzweiflung doch Fiebersaft, was aber auch nur minimal half ….
Die Influenza ist schon ein sehr fieses Ding. Man ist nicht einfach nur krank und nach und nach tritt Besserung ein. Nein, wenn man meint, das Schlimmste, also das hohe Fieber, sei überstanden, fängt es erst richtig an. Dann kommen die Sekundärinfektionen aller Art, hier bei mir sind es momentan Halsschmerzen, Schnupfen und ein ekliger, schmerzhafter Husten. Außerdem habe ich das Gefühl, ein Parasit hängt an mir und saugt sofort jegliche Lebensenergie wieder ab, die zaghaft wieder aufkeimt. Dazu noch eine unheimliche Lichtempfindlichkeit, Appetitlosigkeit (ich habe nie Hunger und quäle mir ab und zu etwas Obst oder ein Viertel trockenes Brötchen herunter) und Kreislaufprobleme selbst wenn ich mich nur kurz hinsetze.
Ich hasse das. Und mache es doch schon das dritte Mal mit. Vielleicht kommenden Herbst doch eine Impfung ?
Der große Sohn hat sich leider auch noch nicht wirklich erholt, auch hier kletterte das Thermometer heute wieder auf 39 Grad, nachdem er gestern schon wieder durch die Gegend gehüpft war. Mir wäre es lieber gewesen, er wäre im Bett liegengeblieben, aber einen agilen Sechsjährigen muß man dann schon festnageln oder -binden.
Bald wird es hier auch wieder andere Dinge zu lesen und zu sehen geben. Zum Beispiel bergeweise Mützen, geboren aus meiner neuesten Leidenschaft, dem Häkeln. Oder einfach nur schöne Fotos. Leckere Rezepte. Lustige Alltagsberichte.
Jetzt heißt es allerdings erstmal, diesem blöden Virus endlich den Garaus zu machen. Mit viel Bettruhe, Tee und Geduld.

Einmal Grippe, bitte !

19. Februar 2013

Nun ist sie auch bei uns angekommen, die diesjährige Grippewelle. Eingesammelt haben wir die Viren mit hoher Wahrscheinlichkeit während eines Besuchs bei meinem Opa, der leider bereits flach im Bett lag als wir am Donnerstag ankamen und bis jetzt noch nicht richtig auf die Beine gekommen ist. Am vergangenen Freitag erwischte es meine dort lebende Tante, die nur noch Richtung Sofa taumelte und dann fiebernd liegenblieb.
Eigentlich hatte ich vorgehabt am Sonntag nach dem Frühstück abzureisen, da ich aber am Samstag gegen Abend ein komisches Gefühl hatte, das mir riet, doch lieber sofort zu fahren, warf ich gegen 20 Uhr Gepäck und Kinder ins Auto und trat den zweistündigen Heimweg an …
Mein Gefühl sollte mich nicht getäuscht haben. Hier angekommen ließ ich alles fallen, legte mich sofort ins Bett, um gegen frühen Morgen mit 39 Grad Fieber aufzuwachen. Bis Mittag waren es dann 40 Grad, erst heute früh begann das Fieber langsam etwas zu sinken. Die letzten Tage sind im Nebel verschwunden, ich lag nur im Bett, Sonntag gesellte sich noch eine fiebernde Tochter zu mir, gestern ein hoch fiebernder großer Sohn und mittlerweile hat es auch das kleinste Familienmitglied erwischt, das mit aktuell 39 Temperatur neben mir schlummert, Tendenz steigend …
Mein Mann ist seit heute zu Hause, gestern war mein Bruder eingesprungen, nun hoffe ich nur, daß ich wieder richtig auf den Beinen bin, bevor alle noch Gesunden im Bett liegen.
Ich kann ein paar gedrückte Daumen gut gebrauchen und wünsche allen die es auch erwischt hat gute Besserung !
Nun aber gute Nacht, der Erholungsschlaf wartet.

Und sonst so

27. September 2012

Und was gibt es sonst so zu berichten ? Hier ist immer noch Land unter. Ganz langsam werde ich zwar der Kleiderberge Herr, die sich hier meterweise aufgetürmt hatten (der Herbstkleidermarkt naht mit großen Schritten und ich möchte fast alles verkaufen, was sich über die Jahre angesammelt hat), während ich aber sortiere, wasche, zusammenlege und etikettiere, stapelt sich zeitgleich der restliche Haushalt bis zur Decke. Unglücklicherweise wachte heute morgen der Jüngste wieder mit Fieber auf, nachdem er sich gerade vom Infekt der letzten Woche erholt hatte und wich den Rest des Tages nicht von meiner Seite. Bis zum Abend waren es nun knapp 40 Grad Temperatur und vor einer halben Stunde wachte das arme Kerlchen panisch schreiend und am ganzen Körper zitternd auf. Nach einer Runde Beruhigen und Kuscheln schläft er wieder, es scheint nur ein böser Fiebertraum gewesen zu sein, trotzdem graut mir nun vor der Nacht …
So vieles geht mir im Kopf herum, was ich gerne verbloggen würde, ich komme aber nicht dazu. Tagsüber gibt es kaum eine Pause, abends bin ich immer viel zu erschöpft, um noch etwas aufzuschreiben. Blöd ist das. Aber eben nicht zu ändern. Wie immer hoffe ich, daß die erste Infektwelle bald wieder vorbei ist und wenigstens etwas Verschnaufpause bis zur Adventszeit bleibt. Und daß die Nächte bitte bald wieder etwas weniger durchlöchert sind …
Ohne Schlaf bin ich nur ein halber Mensch, ich kann mir nichts merken, jegliche Arbeiten laufen halb so schnell ab wie sonst und die Reizschwelle ist ein gutes Stück niedriger als sonst. Bitte Daumen drücken, vielleicht kommen dann mal wieder ein paar Nächte am Stück mit zusammenhängendem Schlaf und Tage ohne kranke Kinder 🙂

6 Arme bräuchte man …

19. September 2012

Ich hätte gerne mal eine Portion Langeweile. Dazu eine Prise Nachtschlaf.

Man sollte nie, aber auch wirklich NIE erzählen, daß die Kinder gerade toll schlafen. Es könnte nämlich sein, daß schon in der folgenden Nacht Schluß mit ungestörtem Nachtschlaf ist.

Erst war es nur der große Sohn, der uns jede Nacht weckte, weil er zwar den Weg aus seinem Zimmer heraus, nicht aber zum Klo und wieder zurück ins Bett fand. Er erzählte von Alpträumen, Angst, u.s.w., und wir waren ziemlich ratlos und müde irgendwann. Nachdem ich ihm aber erklärt hatte, daß jeder Mensch manchmal Angst hat und es mir selber immer noch ab und zu unheimlich im Dunkeln ist wenn ich alleine bin, nahmen die nächtlichen Besuche allmählich ab.

Bis dann vor 3 Tagen der Jüngste anfing. In der ersten Nacht meinte er noch, von 1:30 Uhr bis 5:30 Uhr Sprechübungen machen zu müssen – natürlich nur mit Publikum, sobald ich es wagte das Zimmer zu verlassen brüllte er so laut, daß ich sofort kehrtmachte, um den Rest der Familie nicht aufzuwecken. In der folgenden Nacht schliefen zwar die Söhne, dieses Mal rief jedoch die Tochter nach mir, die sonst fast immer durchschläft und anschliessend konnte ich bis zum Morgengrauen nicht mehr einschlafen.

Letzte Nacht nun wieder der kleine Sohn, der plötzlich einen fiesen Pseudokrupp samt erhöhter Temperatur bekam und die gesamte Nacht an bzw. auf mir verbrachte.

Der große Sohn hustet und schnieft ebenfalls und ist stellenweise sehr unleidlich.

Nebenbei müsste ich eigentlich den ganzen Tag Kleidung, Spielzeug und Co. aussortieren und in Kisten packen für den Kleidermarkt in drei Wochen. Den normalen Haushalt erledigen und Dinge, die seit Wochen oder Monaten schon herumliegen und darauf warten, angepackt zu werden. Die Kinderzimmer warten auf eine Entmüllung und Säuberung, der Keller beherbergt leider noch viel zu viele Kisten für meinen Geschmack.

Außerdem würde ich gerne mal Bekannte treffen, zum Frühstück einladen oder ähnliches, damit aus Bekanntschaften endlich Freundschaften werden können.

Ich versuche täglich, soviel wie möglich zu schaffen und doch habe ich das Gefühl, nie fertig zu werden. Wo bleiben bloß meine sechs Hände ? Eigentlich würde mich zur Zeit aber schon eine Mütze Schlaf glücklich machen. Und dann klappt das vielleicht auch mit den sechs Händen. Die reichen dann auch für mehr Blogeinträge, die zwar alle immer in meinem Kopf sind, aber nicht auf den Pc kommen …

Erschöpft

13. Juni 2012

Wir sind zwar bereits seit Sonntag mittag wieder im Lande, aber es ging seitdem ziemlich drunter und drüber, von richtig Ankommen konnte bisher keine Rede sein.

Nach ein paar einigermaßen entspannten Tagen in Österreich bei meinem Opa (soweit eben eine Reise alleine mit drei Kindern entspannt sein kann) machten wir uns am frühen Sonntagvormittag auf die Rückreise, mit im Gepäck meine Cousine samt 3 Monate altem Söhnchen. Vor ihrer Abfahrt nach Berlin mit dem Zug wollte sie noch ein paar Tage bei uns verbringen und nutzte die Mitfahrgelegenheit im Auto.

Hier angekommen fühlte ich mich schon wahnsinnig schlapp und müde, dachte mir aber noch nicht viel dabei. Ich schob es auf das seltsame Wetter und die lange Fahrt.

Mitten in der Nacht wachte ich dann auf und hatte plötzlich heftigen Durchfall, im 1-2 Stundentakt. Der Morgen begann dementsprechend schleppend, ich war richtig fertig, und auch das Töchterchen klagte bereits über Bauchschmerzen und Durchfall. Wir schleppten uns durch den Tag, meine arme Cousine bekam leider nicht die von mir geplante Rundumversorgung mit leckerem Essen und Baby für sie Herumtragen/Bespielen, sondern sprang im Gegenteil noch ein um mir soweit es ging zu helfen.

In der Folgenacht hörte ich dann irgendwann meinen Mann auf dem Klo, um 5 Uhr in der Früh wurde ich von unserer Tochter aus dem Schlaf gerissen, die sich im Schwall übergeben hatte (zum Glück hatte sie fast ausschließlich das Seitenschläferkissen getroffen, an das sie sich nachts immer kuschelt) und durfte anschließend trotz eigener Übelkeit Nudeln mit Pilzen aus dem Bezug kratzen …

Gestern gammelten wir dann alle 3 mehr oder weniger herum, meiner Cousine samt Sohn ging es zum Glück weiterhin gut (ich hoffe, immer noch !), auch unsere Söhne schienen fit zu sein. Beim Abholen aus dem Kindergarten berichtete der große Sohn zwar, er habe ebenfalls etwas Durchfall gehabt, seitdem herrscht aber Ruhe.

Da das Tochterkind gestern Nachmittag anfing zu Fiebern und heute morgen dann zwar fieberfrei, aber unglaublich schlapp war, blieb sie auch heute noch zu Hause. Mein Mann ging tapfer zur Arbeit und ich hangelte mich wieder durch den Tag. Nach dem Abliefern unseres Gastes am Bahnhof brach ich entgültig zusammen, nichts ging mehr und während des Mittagsschlafes unseres Jüngsten lag ich einfach nur im Bett herum und versuchte, meinen Kreislauf wiederzufinden, während die großen Kinder bereits wieder draußen am Toben waren.

Mittlerweile geht es langsam wieder, ich hänge zwar nach wie vor ziemlich in den Seilen, das Abendessen ließ ich mangels Appetit nochmals ausfallen, aber ich denke, das Schlimmste ist vorbei. Keine Ahnung welch fieser Virus das war, ich habe mich lange nicht mehr so erschöpft und ausgelaugt gefühlt. Nun drücke ich meiner Cousine weiter die Daumen, daß sie kein „Souvenir“ mit im Gepäck hat und vor allem mein kleiner Großneffe verschont bleibt …

In Quarantäne

4. Mai 2012

Wirklich blöd ist das zur Zeit. So gerne würde ich mal die Nachbarsfrauen zu Kaffee und Kuchen einladen. Wieder mal die Krabbelgruppe oder den Musikgarten besuchen. Oder ein Treffen mit den zwei netten Müttern ausmachen, die ich vor 8 Wochen auf dem hiesigen Kleidermarkt kennengelernt hatte.

Aber nichts geht momentan, da das jüngste Kind im Hause nach wie vor ständig krank ist. Ich bin schon glücklich, wenn mal 1-2 Wochen Pause herrscht, meist folgt aber Infekt auf Infekt. Aktuell seit Dienstag ein knatschiges, heuliges und klammerndes Kind, seit vorgestern mit Fieber, gestern Abend sogar bis knapp 40 Grad. Nun grüble ich, ob es die Windpocken sein könnten (vor 12 Tagen hatte er Kontakt mit einem infizierten Kind, das aber zu dem Zeitpunkt noch keinen Ausschlag hatte und somit unbemerkt Viren verbreiten konnte) oder ob es einfach eine Verschlimmerung der bereits bestehenden Erkältung mit Husten und Schnupfen ist.

Manchmal fühle ich mich regelrecht eingesperrt, denn mit krankem Kleinkind ist man nicht gesellschaftsfähig. Dazu noch der Schlafmangel, ein Kind, das im kranken Zustand nur mit stetigem Körperkontakt die Augen schließt, keine Möglichkeit, den Haushalt sinnvoll zu erledigen oder in Ruhe einzukaufen, keine richtige Pause.

Ich wünsche mir für die nächsten Monate ausnahmsweise mal ein gesundes Kind. Ein Schnupfen ab und zu ist ok, aber bitte nicht mehr diese zähen und teils sehr heftig verlaufenden Infekte.

So, Kind ist wieder wach, die Pflicht ruft ….

Warten …

24. April 2012

Hier wird gewartet. Auf das Ende der lästigen Hustenattacken, die mich die letzten Tage arg gequält haben (vorgestern habe ich gegen Mitternacht aus lauter Verzweiflung irgendwann an rohem Ingwer herumgekaut, das half dann wenigstens ein paar Stunden …). Auf die ersten Pocken am Körper des Jüngsten (letzten Mittwoch in der Krabbelgruppe hat er mit einem Mädchen gespielt, das wenige Stunden später die Windpocken hatte – ansteckend sind sie 1-2 Tage vorher). Auf die Aussage des Hausarztes, ob mein Mann die Windpocken schon hatte (er weiß nicht, ob es die Windpocken oder die Röteln waren und lässt sich morgen Blut zur Titerbestimmung abnehmen, um sich notfalls impfen zu lassen. Im Erwachsenenalter sind Windpocken nämlich kein Spaß). Auf die ersten Schritte unseres zweiten Sohnes, der uns nach wie vor auf die Folter spannt und lediglich frei steht bei jeder Gelegenheit, aber nicht läuft. Auf die ersten Radieschen, die bald aus der Erde kriechen werden. Und auf die warmen Sonnenstrahlen, die angesagt sind 🙂