Ein Aupair, ein Aupair !

Nun hat die Blogpause doch länger gedauert als geplant. Das lag vor allem daran, daß unser Alltag erstmal durch die Ankunft unseres Aupairs etwas durcheinandergewürfelt wurde, anschließend kam noch ein spontaner Italienurlaub dazwischen, von dem wir letzte Nacht zurückgekehrt sind.
Aber der Reihe nach.
Am 4.Juni machte ich mich nach dem Frühstück auf den Weg nach Frankfurt zum Flughafen. Gegen 13:40 Uhr sollte unser Aupair dort landen und ich wollte auf jeden Fall rechtzeitig da sein. Vorher hängte ich aber noch schnell mit meiner Mutter zusammen die Willkommensgirlande auf :-).

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Gegen Mittag kam ich am Flughafen an, stellte das Auto ab und vertrieb mir die Zeit mit Flugzeuge gucken und Herumspazieren. Irgendwann hielt ich die Spannung nicht mehr aus und sprach ein ebenfalls wartendes älteres Ehepaar an, dem ich in der nächsten halben Stunde mein Herz ausschüttete. Ich war so aufgeregt, ich wäre sonst geplatzt …
Als dann endlich das Flugzeug gelandet war und die ersten Fluggäste vom Gepäckband kamen, wurde ich noch nervöser, erst recht, als ich das Aupair auch nach ein paar Minuten nicht sichten konnte.
Irgendwann ganz am Schluß kam sie dann durch die Schranken. Etwas verängstigt und ziemlich verloren aussehend.
Nachdem ich sie begrüsst hatte, stellte ich ziemlich dämliche Fragen (die Aufregung !) wie zum Beispiel „bist du sehr müde ?“ (Nach fast 24 Stunden Reise :-)) oder „war deine Schwester sehr traurig, als du abgeflogen bist ?“ ( die kleine Schwester ist erst knapp 12 Jahre alt).
Die Rückfahrt verlief eher schweigend, da sie die meiste Zeit schlief, während ich versuchte, den zwei Millionen Staus aufgrund der beginnenden Rushhour auszuweichen.
Zuhause gab es dann noch ein schnelles Abendessen und im Anschluß entliess ich sie sofort ins Bett.
Am nächsten Morgen holten wir dann das eigentlich für den Vortag geplante Ankunftsfoto nach.

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Diesen Tag verbrachte „Nessie“ (so wird sie von den Kindern genannt :-)) weitestgehend in ihrem Zimmer, nur zum Essen und Einkaufen gehen verließ sie es. Gegen Abend als die Kinder im Bett waren erzählte ich ihr dann, daß mein Mann und ich getrennt leben und stürzte sie damit erstmal in tiefe Verzweiflung und einen Heimwehanfall.
Der nächste Tag glättete die Wogen aber wieder, ich gab alles, zeigte ihr die Stadt, wir gingen Eisessen, redeten sehr viel und am Abend ging es ihr wieder besser.

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Samstag vor zwei Wochen dann das erste Highlight, ein Ausflug nach München. Ihre Traumstadt und ihr Wunschort für ein Studium nächstes Jahr. Ohne Kinder machten wir uns auf den Weg, ich zeigte ihr die Universität, den englischen Garten, den Marienplatz und zum Abschluß besuchten wir noch das einzige indonesische Restaurant der Stadt, das „Ganesha“, das ich wärmstens empfehlen kann, mir hat es zumindest sehr gut geschmeckt :-).

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Am darauffolgenden Tag ging ich mit den Kindern ins Freibad und Nessie ruhte sich aus, am Nachmittag besuchten wir die einzige Moschee der Stadt Landsberg und feierten dort den Tag der offenen Tür mit.
Die zweite Woche verlief schon wesentlich harmonischer und organisierter, wir redeten viel mehr miteinander und Nessie begann unaufgefordert im Haushalt mitzuhelfen und mit den Kindern mehr und mehr Kontakt auszunehmen, vor allem mit unserem Jüngsten.
Gegen Ende der letzten Woche reifte dann die Idee, noch einmal vor Arbeitsbeginn zu verreisen. Die Kinder hatten noch eine Woche Ferien und so beschloß ich Freitag vor einer Woche, am nächsten Tag mit Kind und Kegel nach Italien zu fahren. Gesagt getan, nach einem Anruf bei der dortigen Agentur hatte ich die Ferienwohnung, organisierte noch eine Vignette und Videomaut für den Tauerntunnel und keine 10 Stunden später saßen wir im vollgepackten Auto und brachen auf in den Süden !
Ich habe schon spontan Urlaub gemacht, aber so spontan, vor allem mit frisch angereistem Aupair und Kindern, das gab es noch nie !
Wir hatten eine schöne Woche, haben uns mehr und mehr aneinander angenähert und ich denke, das wird alles auch gut laufen, wenn ich in 10 Tagen anfange zu arbeiten.
Den Job habe ich ebenfalls sehr kurzfristig bekommen und bin ziemlich nervös. Vorerst 40 Stunden pro Woche, ab Oktober dann 30 Stunden pro Woche. Das wird sehr anstrengend die nächsten Wochen, aber ich werde es hoffentlich überleben – und die Kinder samt Nessie ebenfalls …

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