Turbulent

Die letzten Tage waren ziemlich turbulent. Für Samstag hatte sich lieber Besuch in Form meines Onkels samt Familie angesagt, gleichzeitig überlegte sich unser Jüngster, mal eben krank zu werden. Ich zog ihn mit 39,1 Temperatur morgens aus dem Bett, informierte schnell unseren Besuch, der sich trotzdem unerschrocken auf den Weg machte, und harrte der Dinge, die da kommen sollten.
Als das Fieber weiter stieg und der kleine Sohn ständig „Aua !“ schrie, machte ich mich doch lieber auf in die nahegelegene Bereitschaftspraxis, Zweijährige können leider noch nicht so richtig die schmerzende Stelle zeigen und ich wollte auf Nummer Sicher gehen.
Der Kinderarzt untersuchte ihn von Kopf bis Fuß und entließ uns mit der Empfehlung, dem Kind ordentlich Schmerzsaft zu verabreichen, da er hinten im Rachenbereich überall Aphten hätte.
Wieder zu Hause schlief das Söhnchen eine Runde, ich bereitete das Mittagessen vor und unser Besuch traf ein.
Nach dem Aufwachen brach dann die Hölle los. Mittlerweile fieberte das Kind bis über 40 Grad und fing an zu halluzinieren und schrill zu schreien. Leider passiert das fast jedes Mal bei unserem jüngsten Kind, wenn das Fieber über 39 Grad ansteigt. Ich hatte also ein panisch schreiendes, um sich schlagendes und laut nach mir rufendes Kind auf dem Arm, das mich nicht erkannte, insgesamt für etwa 30-40 Minuten.
Auch nach Gabe von Fiebersaft sank das Fieber nur auf knapp 40 Grad.
Irgendwie war es aber dann doch ein schöner Tag, wir saßen gemütlich auf der Terrasse und aßen Lasagne, nachdem der Fieberanfall vorbei war, und genossen den wunderschönen Tag. Abends wiederholte sich das Drama nochmals, nach Auflegen eines kalten Waschlappens war das Kind aber schlagartig wieder ansprechbar, ich hoffe, das war kein einmaliges Ereignis, sondern wird ab jetzt die Geheimwaffe sein.
Der Blick in den Rachen am Sonntag zeigte entzündete, offene Stellen an der gesamten Rachenwand, während eines Gesprächs mit der Nachbarin kam auf, daß ihre Kinder vor ein paar Tagen die Hand-Fuß-Mund-Krankheit hatten und ich hatte einen Namen für die Seuche. Seit gestern ist das Kind nun übersät von kleinen roten Pünktchen, ich tippe auf eine Mischinfektion von 3-Tage-Fieber und HFM-Krankheit.
Wir verabschiedeten am späten Vormittag unseren Besuch (ich hoffe, mein zweijähriger Cousin hat sich nicht angesteckt) und ließen es den restlichen Tag ruhig angehen. Ich ging mit den großen Kindern aufs Erdbeerfeld, kochte die erste Erdbeermarmelade des Jahres ein, danach ging es ins Kino („Timothy Green“) während der kleine Sohn mit Papa kuscheln durfte.
Mittlerweile geht es ihm schon viel besser, bis auf die Pünktchen merkt man kaum mehr etwas, lediglich beim Schlucken von bestimmten Speisen fängt er noch an zu jammern.
Nun hoffe ich, daß sich die Geschwister nicht angesteckt haben bzw. keinen so spektakulären Krankheitsverlauf bieten werden und wir eine Weile seuchenfrei bleiben.

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Eine Antwort to “Turbulent”

  1. Corinna Says:

    Ach Mensch, hoffentlich geht’s dem kleinen Mann wieder besser!! Mit der Hand Mund Fuß Krankheit haben wir noch nie Bekanntschaft gemacht, allerdings neige ich sehr zu Aphten und kann den kleinen Mann sehr gut verstehen, Zu Spitzenzeiten habe ich nur mit dem Strohhalm Wasser zu mir genommen, selbst das Spucke runterschlucken tut dann weh. Ich habe herausgefunden, dass ich keine Tomaten (dabei esse ich das so gerne) und keinen Essig und keine Essigprodukte (auch keine eingelegten Gurken) vertrage bzw. ich dann mit 95 % iger Wahrscheinlichkeit wieder Aphten bekomme.
    LG
    Corinna

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