Tagebuchbloggen am 5.4.2013

Frau Brüllen hat vorgeschlagen, an jedem 5. eines Monats Tagebuchbloggen zu betreiben und da es mir das letzte Mal großen Spaß gemacht hat, nehme ich wieder teil …

4:45 Uhr: mein Mann steht auf, um zur Arbeit zu fahren, ich werde ebenfalls wach

5:30 Uhr: da sämtliche Versuche wieder einzuschlafen fehlschlagen, stehe ich auf und gehe duschen

6:00 Uhr: ich suche im Internet Zugverbindungen heraus, da ich geplant habe, mit den Kindern heute einen Ausflug nach Augsburg zu machen, werde aber vom jüngsten Kind unterbrochen, das lautstark nach mir verlangt

7:00 Uhr: wir sitzen gemeinsam am Tisch und frühstücken, die Kinder selbstgemachten Hirse-Reis-Brei (gibt es immer wenn ich meine Getreidemühle saubermache – das mache ich mit einer Handvoll Milchreis, der sie entfettet, anschließend wird das entstandene Reismehl z.B. für Brei verwendet), für mich gibt es ein Brot mit Samba und eine große Tasse Tee

8:00 Uhr: nach Aufräumen, Waschmaschine beladen, Kinder zum Aufbruch scheuchen und noch schnell eine Übersicht der Augsburger Innenstadt ausdrucken geht es endlich los Richtung Bahnhof, unterwegs lade ich noch meine Geldkarte auf, ich liebe diesen Chip 🙂

8:30 Uhr: wir sitzen im Zug und warten auf die Abfahrt, der Jüngste wiederholt mantraartig „Tututut ab ! Tututut ab !“, die Großen wollen mit mir Uno spielen, da ich aber schon beim ersten Mal gewinne, wird das Spiel wieder eingepackt. Mit 3 Minuten Verspätung starten wir, begleitet von lauten „Tututut los ! Tututut nell !“-Rufen begleitet, das Kind fährt zum ersten Mal im Leben Zug.

9:15 Uhr: nach einer entspannten Fahrt erreichen wir den Hauptbahnhof Augsburg und nach einigem Buggygeschleppe können wir diesen auch verlassen (gibt es dort wirklich keine Aufzüge ?). Bei eisigen Temperaturen und grauem Himmel steuern wir die Innenstadt an, mein erstes Ziel ist eine Wolle Rödel Filiale, die sich allerdings schnell als Reinfall entpuppt (weder das Angebot noch die miesepetrige Verkäuferin konnten überzeugen). Also brechen wir zum zweiten Wollladen auf, dort ist nicht nur der Empfang wesentlich freundlicher, auch das Sortiment gefällt mir gut und glücklicherweise werde ich in der Angebotskiste mit Auslaufknäueln gleich fündig :-). Die Kinder sind auch die erste halbe Stunde erstaunlich ruhig, erst danach fängt das Mittelkind an, sich „Mir ist so laaangweilig !“ brüllend am Boden zu wälzen, der Jüngste verteilt derweil eine zerbröselte Semmel auf dem Teppich. Die Verkäuferin bleibt aber nach wie vor freundlich und ich verlasse mit einer vollen Tüte das Geschäft 🙂

10:15 Uhr: da die Kinder so kooperativ waren, gehen wir anschließend zu „ihrem“ Laden, der Filiale einer Gummibärchenkette, und wir erstehen drei kleinere Tütchen der süßen Dinger. Danach gibt es laute „Hunger !!“ Rufe (die zwei Butterbrezen, eine normale Breze und eine Semmel waren anscheinend nur für den hohlen Zahn) und ich beschließe spontan, zur Feier dieses Ausflugstages mit den Kindern Fish und chips bei der „Nordsee“ zu essen. Dort gibt es allerdings laut Aussage des Personals keine Toiletten für Gäste (obwohl es einen Restaurantbereich gibt) und da der Jüngste neuerdings ohne Windeln unterwegs ist, müssen wir den Besuch leider abbrechen. Frierend und enttäuscht wollen die Kinder gleich und sofort nach Hause, am Bahnhof erstehe ich aber noch schnell ein paar Pommes, damit ich nicht gemeuchelt werden von den hungrigen Kindern.

11:40 Uhr: wir sitzen wieder im Zug und ich versuche den Jüngsten davon zu überzeugen, daß er nach nunmehr fast fünf Stunden vielleicht doch mal die Toilette besuchen sollte, er lehnt aber freundlich laut kreischend ab und geniesst lieber die Aussicht aus dem Panoramafenster und das Schaukeln des Zuges. Auch die Rückfahrt verläuft ruhig, die Kinder sind mit Gummibärchenessen beschäftigt (das heute war wahrlich kein gesunder Tag …) und geniessen die Zugfahrt.

12:30 Uhr: wir kommen in Kaufering an und mir fällt ein, daß noch ein paar Dinge auf der Einkaufsliste stehen, also machen wir noch eine kleine Supermarktrundfahrt, außerdem schaue ich nochmals bei dem bald komplett schließenden Sportgeschäft vorbei und finde dort eine superschöne Joggingjacke für nur noch 10 Euro :-). Natürlich sind die Kinder vollkommen überdreht, jagen durch das Geschäft, schlagen sich die Köpfe ein, irgendwann schläft der Jüngste erschöpft im Buggy ein, aber ich bleibe beinahe entspannt. Auf dem Rückweg fragen die Kinder bereits nach ihrem Papa und sind völlig erstaunt, daß es erst 15:30 Uhr ist – bei dem grauen Wetter sieht aber auch jede Tageszeit gleich aus.

15:30 Uhr: wir kommen zu Hause an und sehen uns den Rest des gestern angefangenen Filmes gemeinsam an, danach gehen die Großen mit Freunden spielen, ich schaue nach der Wäsche, räume die Einkäufe weg und tobe eine Runde mit dem kleinen Sohn herum, nebenbei versuche ich immer wieder, an meiner gerade angefangenen Sommermütze weiterzuhäkeln

17:15 Uhr: mein Mann kommt nach Hause und löst mich beim Toben ab, ich fahre nochmals zum Supermarkt um das vergessene Waschmittel, Shampoo für meinen Mann und Mayonaise zu holen, danach essen wir Abendbrot, es gibt Würstchen mit Senf und Brot.

18:30 Uhr: die Tochter verabschiedet sich zur Nachbarstochter zum Übernachten, wir bringen die Söhne ins Bett.

20:15 Uhr: die Tochter möchte nun doch wieder nach Hause und wird vom Papa abgeholt, der kleine Sohn kann immer noch nicht schlafen vor lauter Aufregung „Mama, Tututut, nell, toll, hin, her !!“ und da er heute erstmalig auch ohne Nachtwindel schläft, setze ich ihn nach soviel Gequatsche nochmal auf die Toilette, mit Erfolg. Ich möchte wenigstens dem großen Sohn noch Gutenacht sagen und versuche den kleinen Bruder dazu zu überreden, in seinem Bett auf mich zu warten, er möchte aber mit, also lege ich ihn zum großen Bruder und singe ihnen noch eine Runde vor – danach schlafen sie engumschlungen auf einer Matratze 🙂

20:30 Uhr: nach ein paar Küssen und Drückern schlüpft auch die Tochter unter ihre Decke und ich setze mich endlich zum Häkeln aufs Sofa, danach blogge ich. Gerade vorhin hat sich nun der kleine Sohn gemeldet und wurde doch in sein Bett verfrachtet, nun sind wieder alle da, wo sie hingehören ;-).

22:20 Uhr: Ende, aus, fertig, jetzt machen wir das Licht aus und gehen schlafen …

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