Tagebuchbloggen Teil 3

Und wieder ein neuer Tag, der heute noch früher als die letzten beiden angefangen hat …

5:29-5:45 Uhr: ich werde von einem in Abständen laut piepsenden Feuermelder geweckt, ein Zeichen dafür, daß die Batterie fast leer ist. Leider habe ich noch nicht herausgefunden, welcher es ist, da die Piepsabstände (noch) zu groß sind und die Kinder (zum Glück) alle noch schlafen. Aber selbst wenn, die meisten befinden sich in 4 Meter Höhe und die große Leiter bekomme ich nicht alleine die Treppe nach oben. Ich mache mich fertig und fange an, tagebuchzubloggen 🙂

5:45-6:00 Uhr: ich schleiche wieder herum und suche den defekten Feuermelder, sch…, er befindet sich natürlich in dem Zimmer, wo ich es am wenigsten brauchen kann, nämlich im Kleinkindzimmer. Andererseits ist es das einzige Zimmer oben, das fast normale Raumhöhe hat, also ab in den Keller die kleine Klappleiter holen, vorsichtig hineinschleichen soweit das mit klappernder Leiter geht, und den Feuermelder vom Balken pfriemeln. Der Jüngste fängt zwar an sich zu räkeln und Augen zu reiben, ich bin aber schnell wieder aus dem Zimmer und hoffe, er schläft nun noch eine Runde …

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6:00-7:50 Uhr: Ofen anfeuern (auch hier ist jetzt die Kälte entgültig angekommen), Frühstücksbrei kochen, Brotzeit vorbereiten, den Kindern nacheinander Frühstück hinstellen, selber kurz frühstücken, die riesige Pipilache aufwischen, die der kleine Sohn auf dem Wutsch sitzend produziert hat (er wollte morgens nicht aufs Klo, wie sonst, sondern erstmal frühstücken und mit dem Bruder Rennen fahren), den kleinen Sohn waschen und entgültig anziehen, jetzt gleich Abfahrt zum Kindergarten, da ich um 8:15 Uhr Elterngespräch habe

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7:50-11Uhr: das Elterngespräch verläuft wie erwartet, laut Erzieherin ist der große Sohn schulüberreif und ein ganz liebes, vielleicht etwas zu stilles Kind. Anschließend fahre ich nochmals Einkaufen, beim Feuermachen habe ich gemerkt, daß die Anzünder nun entgültig ausgegangen sind und neue her müssen (mein Mann hatte mich bereits vorgewarnt, ich habe aber leider nicht daran gedacht), außerdem besorge ich noch zwei Megapack Windeln die im Angebot sind für den Jüngsten und einen Stabmixer für meine Eltern. Zuletzt bleibe ich beim Sportgeschäft nebenan etwas hängen, dieses schließt nächsten Monat und hat daher alles gnadenlos reduziert. Ich verliebe mich in eine Skihose die wie angegossen passt (ich hatte mich schon gefragt wo ich billig eine herbekomme, da ich zur Zeit keine besitze) und zudem unwiderstehlich günstig ist (39 statt 170 Euro !). Beschwingt mache ich mich auf den Weg nach Hause.

11-12 Uhr: ich heize den Ofen an und schiebe eine Tiefkühlpizza hinein, heute sind wir nämlich mittags nur zu dritt, da der große Sohn bis 16 Uhr im Kindergarten bleibt, außerdem fehlt sowieso die Zeit zum anständig Kochen (die Tochter hat mittwochs wieder um 11:10 Uhr Schule aus). Bis 11:30 Uhr telefoniere ich außerdem mit meiner Mutter, gerade als ich auflege trifft die Tochter ein und wir essen gemeinsam. Jetzt sitzt das große Kind oben und macht Hausaufgaben, der kleine Bruder leistet ihr Gesellschaft und ich setze mich mit einer Tasse Tee aufs Sofa, blogge und lege einen Moment die Füsse hoch.

12-14 Uhr: Während ich so auf dem Sofa sitze, sehe ich meine Häkelarbeit dort liegen und beschliesse, die Mütze für die Nichte fertigzumachen. Danach häkle ich noch zwei verschieden große Häkelblumen, die ich aufeinander auf die Mütze nähe.

14-15 Uhr: ich habe mich beim Häkeln bereits gewundert, daß es so ruhig ist, vor lauter Konzentration beim Blumenherstellen habe ich jedoch nicht gemerkt, daß der kleine Sohn ein Bröselmassaker mit den letzten Nachtischoblaten angerichtet hat. Also Staubsauger her und da ich sowieso schon dabei bin, sauge ich das gesamte Erdgeschoss. Danach wieder Wäsche aus der Waschmaschine holen und aufhängen, Trockner leeren und befüllen (dort kommen bei uns nur Handtücher, Bettwäsche, Socken und Unterhosen hinein, der Rest trocknet auf dem Ständer), Spülmaschine aus- und wieder einräumen und zuletzt widme ich mich noch dem großen Südfenster, da das Wetter dafür perfekt ist (grau, Schneefall). Zwischendurch mache ich wieder Brötchenteig und notiere mir nebenbei wie ich ihn mache, da bereits gefragt wurde – ich arbeite nämlich fast immer ohne Rezept (das Geschreibsel habe ich fotografiert, das entgültige Rezept folgt noch). Währenddessen toben große Schwester und kleiner Bruder auf dem Sofa, der große Bruder ist noch im Kindergarten.

15:00-15:30 Uhr: ich blogge, schnaufe nochmal durch, bevor es dann gleich zum Kindergarten geht um den großen Sohn abzuholen, danach geht es mit dem kleinen Sohn zum Kinderturnen, der große Bruder begleitet uns, die Tochter ist eben zu einer Freundin gegangen und kommt erst zum Abendessen wieder.

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15:30-16:00 Uhr: ich mache den Jüngsten und mich selber fertig fürs Turnen, hole vorher noch den großen Sohn vom Kindergarten ab, während der kleine Sohn schreiend und heulend auf dem Parkplatz stehenbleibt und wir kommen gerade noch rechtzeitig an, dank Sirene an meiner Hand bemerkt auch jeder unser Eintreffen 🙂

16-17 Uhr: Kinderturnen. Der große Sohn macht wie immer begeistert mit, vor allem die Massage am Anfang (heute unter dem Motto „Kuchen backen“), der kleine heult und schnieft erstmal noch eine halbe Stunde auf meinem Arm herum (müde ? Hunger ? Keine Lust auf Kinderturnen ? Ich werde es nie erfahren), bis er sich dann doch irgendwann seinen Anorak ausziehen lässt und plötzlich, oh Wunder, ebenso begeistert wie sein großer Bruder durch die Halle rennt und fast alle Stationen absolviert (bis auf die an Turnringen aufgehängten Bänke, die ihm von Anfang an schon unheimlich waren, da sie a) zu hoch für seinen Geschmack sind und b) beim Betreten schwanken).

17:15-19:15 Uhr: gleich nach der Ankunft zu Hause schleife ich den vorbereiteten Teig zu Brötchen und heize den Ofen vor, die Kinder schauen sich vereint für eine halbe Stunde „die Mumins“ an, ein Klassiker aus meiner Kindheit. Ich decke den Tisch, mein Mann kommt nach Hause und ich fische die mittlerweile fertig gebackenen Brötchen aus dem Ofen. Gemeinsames Essen. Anschließend räume ich noch auf, während mein Mann die Kinder ins Bett bringt, ich drücke jeden noch einmal und sage Gute Nacht, dann gehe ich los zur Turnhalle, Rückenkurs.

19:15-20:30 Uhr: wir trainieren schon wieder mit Hanteln (am Montag gab es das bereits intensivst) und ich habe das Gefühl, mein Schultergürtel samt Rücken ist nun schrottreif. Der Spruch der Trainerin „wenn man seinen Körper nicht quält, quält einen irgendwann der Körper“ tröstet mich nur bedingt. Trotzdem schön, wieder Sport zu treiben. Anschließend wieder nach Hause.

20:30 Uhr: ich sitze gemütlich mit einem Mann und einer Tasse Abendtee auf dem Sofa, er spielt Gitarre, ich blogge und bald werden wir müde ins Bett fallen …

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2 Antworten to “Tagebuchbloggen Teil 3”

  1. Nadine Says:

    Hallo Kathrin!

    Passt jetzt nicht zu deinem Post, aber dennoch eine Frage: war eins deiner Kinder nicht auch ein „Breiverweigerer“? Ich meine mich zu erinnern, dass du darüber mal was geschrieben hattest? Meine Cousine hat gerade das „Problem“, dass ihre Kleine den Löffel völlig verweigert und nur würgt (wenn denn mal was im Mund landet). Was hast du damals angeboten? Weiches Gemüse? (Die Kleine ist 7 Monate alt und wird voll gestillt). Hast du Tipps?

    LG
    Nadine

    P.S. Was ist eigentlich aus deinem Lauftraining geworden? ;o)

    • tekelek Says:

      Hallo Nadine,

      richtig gegessen hat unser Jüngster erst mit einem Jhr. Bis dahin habe ich ihn mehr oder weniger voll gestillt, er hat aber alles mögliche probiert. Anfangs, mit 6 Monaten ungefähr, hat er Pfirsiche ausgelutscht, Nudeln zermatscht, u.s.w…, später hat er alles gekostet, was wir auch gegessen haben, selbst indisches Curry, allerdings immer nur Mikroportionen und meist hat er kaum etwas hinuntergeschluckt. Kurz vorm ersten Geburtstag hat es dann plötzlich „Klick“ gemacht und von einem Tag auf den anderen war er bis aufs Einschlafstillen abgestillt.
      Das Lauftraining würde ich gerne so bald wie möglich wieder aufnehmen, leider laboriere ich immer noch an dem Schleimhusten, den mir die Grippe gebracht hat und warte darauf, daß dieser endlich verschwindet. Sobald ich wieder komplett fit bin, starte ich wieder !

      Liebe Grüsse,

      Katrin

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