Letzter Tag

Der letzte Tag des Jahres ist angebrochen und ich kann seit 3:30 Uhr nicht mehr schlafen. Schuld daran war unser Jüngster, der meinte, um diese Uhrzeit ganz dringend eine Portion Mamakuscheln und Decke zurechtwurschteln zu brauchen. Anschließend lag ich da, hellwach. Zusätzlich nervte mich meine verstopfte Nase, die mir mein Mann vererbt hat (er lag über Weihnachten mit einer Art Grippe flach), so daß ich gegen 5:30 Uhr aufstand, um etwas Sinnvolleres anzustellen, als mich hin- und herzuwälzen.
So kommt es, daß nun um 6 Uhr morgens bereits fertig zubereiteter Hefeteig für frische Zimtschnecken vor sich hingeht, die Küche blitzt und die Spülmaschine im Hintergrund vor sich hinrauscht …
Die vergangenen Feiertage waren schön, aber anstrengend. Heiligabend verbrachten wir zu fünft, das heißt eigentlich mehr oder weniger zu viert, da der Mann wie gesagt arbeitnehmerfreundlich am ersten Urlaubstag krank geworden war. Am 1.Feiertag waren meine Eltern, mein Opa und meine Geschwister hier, wir genossen ein leckeres 4-Gänge-Menü (fruchtiger Rotkohlsalat, Maronen-Weißweinsuppe, Rehragout mit Wirsing und Spätzle und als Dessert eine Ziegenfrischkäsemousse mit Rotweinkirschen), saßen gemütlich zusammen und verteilten Geschenke. Am zweiten Weihnachtsfeiertag kamen meine Schwiegereltern vorbei, dieses Mal nur ganze 12 Stunden (und das bei 3,5 Stunden Anfahrt), da die Heizung am Morgen Mucken gemacht hatte und sie Angst vor einer Kellerüberflutung oder Schlimmerem hatten.
Die letzten Tage standen im Zeichen des Ausruhens, Ausschlafens und Energietankens. Dank des trockenen, warmen Wetters konnten wir viel Spazierengehen, die Kinder packten die Inliner aus und die Sonne zauberte Stress und schlechte Laune davon.
Der Tag heute hat schon eine gewisse Bedeutung für mich, es ist eben der letzte Tag des alten Jahres und ich lasse an diesem Tag immer die vergangenen Monate Revue passieren, allerdings steht nicht mehr das Feiern und lange Aufbleiben im Vordergrund. Lange hatte ich überlegt, ob wir dieses Jahr Freunde einladen und so feiern, wie wir es vor den Kindern gemacht haben, aber mir fehlte schlichtweg die Lust und die Energie. Seit 8 Jahren haben wir Silvester nicht mehr richtig gefeiert. Es fing damit an, daß damals die Geburt unseres ersten Kindes bevorstand (ET 5 Tage nach Silvester) und ich ausgeruht sein wollte im Falle des Einsetzens von Wehen. Also gingen wir gegen 22 Uhr schlafen und verpassten das Feuerwerk.
Die Jahre darauf verlief der Jahreswechsel ähnlich, entweder waren wir durch Schlafmangel total gerädert oder eines unserer Kinder war krank (bevorzugt Mittelohrentzündungen).
Vielleicht schaffen wir es nächstes Jahr eine Feier zu organisieren. Ich fand Silvester als Kind immer toll, es war ein besonderer Tag und das wünsche ich mir auch für unsere Kinder. Heute werden wir es noch einmal wie die vergangenen Jahre halten, ein besonderes Abendessen kochen (kein Fondue, kein Raclette, mir schweben seit heute morgen Schnitzel mit Kartoffelsalat vor :-)), ein wenig Böllern mit den Kindern sobald es dunkel wird (eventuell lassen wir zumindest die Großen etwas länger wach) und dann schlafen gehen, wenn wir müde sind, ganz gleich, ob es bereits Mitternacht oder erst 22 Uhr ist …
Am nächsten Morgen werden wir ausgeruht aufstehen und die Stille und Menschenleere geniessen.
Fürs neue Jahr habe ich mir fest vorgenommen, endlich die 6 kg abzunehmen, die zuviel an mir hängen. Für diesen Vorsatz werden in den nächsten Tagen Joggingschuhe gekauft, denn da ich beim Essen ungern Abstriche machen möchte, muß mehr Bewegung her. Dieses eine Ziel halte ich für realistisch und umsetzbar, alles andere wird aufs Folgejahr verschoben.
Ich wünsche jedenfalls allen Lesern die noch übrig sind ein wundervolles Jahr 2013 mit viele positiven Überraschungen !

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2 Antworten to “Letzter Tag”

  1. Ansku Says:

    Ich hatte die letzten Jahre sehr oft Pech mit Silvester, irgendetwas gab es immer, was nicht so geklappt hat wie geplant. Also nehme ich es jetzt auch gelassen und werde heute abend bei Freunden mit Fondue feiern, keine große Party, einfach nur eine nette Runde mit netten Leuten.
    Euch ebenfalls einen guten Rutsch und ein wundertolles 2013!

  2. Nicole Says:

    Ich wünsche dir und deinen Lieben einen entspannten Rutsch in das Jahr 2013.
    Ihr macht das schon genau richtig, immer schön auf euren Bauch hören.

    Hier gibt es seit Jahren eine Party in unserem Haus mit vielen Freunden. Ich finde es toll, aber es ist auch immer ein enormer Kraftaufwand. Heute werde ich unsere Freunde mal diskret darauf stupsen, dass ich auch gerne einmal auswärts feiern möchte (inklusive Übernachtung und Frühstück am nächsten Morgen ;-)).

    Liebe Grüße aus Berlin
    Nicole

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