6 Arme bräuchte man …

Ich hätte gerne mal eine Portion Langeweile. Dazu eine Prise Nachtschlaf.

Man sollte nie, aber auch wirklich NIE erzählen, daß die Kinder gerade toll schlafen. Es könnte nämlich sein, daß schon in der folgenden Nacht Schluß mit ungestörtem Nachtschlaf ist.

Erst war es nur der große Sohn, der uns jede Nacht weckte, weil er zwar den Weg aus seinem Zimmer heraus, nicht aber zum Klo und wieder zurück ins Bett fand. Er erzählte von Alpträumen, Angst, u.s.w., und wir waren ziemlich ratlos und müde irgendwann. Nachdem ich ihm aber erklärt hatte, daß jeder Mensch manchmal Angst hat und es mir selber immer noch ab und zu unheimlich im Dunkeln ist wenn ich alleine bin, nahmen die nächtlichen Besuche allmählich ab.

Bis dann vor 3 Tagen der Jüngste anfing. In der ersten Nacht meinte er noch, von 1:30 Uhr bis 5:30 Uhr Sprechübungen machen zu müssen – natürlich nur mit Publikum, sobald ich es wagte das Zimmer zu verlassen brüllte er so laut, daß ich sofort kehrtmachte, um den Rest der Familie nicht aufzuwecken. In der folgenden Nacht schliefen zwar die Söhne, dieses Mal rief jedoch die Tochter nach mir, die sonst fast immer durchschläft und anschliessend konnte ich bis zum Morgengrauen nicht mehr einschlafen.

Letzte Nacht nun wieder der kleine Sohn, der plötzlich einen fiesen Pseudokrupp samt erhöhter Temperatur bekam und die gesamte Nacht an bzw. auf mir verbrachte.

Der große Sohn hustet und schnieft ebenfalls und ist stellenweise sehr unleidlich.

Nebenbei müsste ich eigentlich den ganzen Tag Kleidung, Spielzeug und Co. aussortieren und in Kisten packen für den Kleidermarkt in drei Wochen. Den normalen Haushalt erledigen und Dinge, die seit Wochen oder Monaten schon herumliegen und darauf warten, angepackt zu werden. Die Kinderzimmer warten auf eine Entmüllung und Säuberung, der Keller beherbergt leider noch viel zu viele Kisten für meinen Geschmack.

Außerdem würde ich gerne mal Bekannte treffen, zum Frühstück einladen oder ähnliches, damit aus Bekanntschaften endlich Freundschaften werden können.

Ich versuche täglich, soviel wie möglich zu schaffen und doch habe ich das Gefühl, nie fertig zu werden. Wo bleiben bloß meine sechs Hände ? Eigentlich würde mich zur Zeit aber schon eine Mütze Schlaf glücklich machen. Und dann klappt das vielleicht auch mit den sechs Händen. Die reichen dann auch für mehr Blogeinträge, die zwar alle immer in meinem Kopf sind, aber nicht auf den Pc kommen …

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Eine Antwort to “6 Arme bräuchte man …”

  1. aleXXblume Says:

    Oweh, Du Arme! Ich kenne Deine Situation soooo gut und schick Dir einen Rieseneimer Gelassenheit vorbei. Mach eins nach dem anderen und versuche, cool zu bleiben angesichts der Berge von Arbeit, die einen in jeder Ecke anschreien. Du bist nicht alleine! 🙂

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