Piep

Nur mal ein kurzes Piep, für mehr reicht es im Moment nicht.

Hier im Hause sind gerade alle bis auf meinen Mann dick erkältet, der Kleinste schubt, zahnt und rotzt, keine gute Kombination wenn man ruhige Nächte haben möchte. Keine ruhigen Nächte heißt, daß ich tagsüber relativ planlos durch die Gegend stolpere, meist schnell gereizt bin und zudem schlecht meine Erkältung auskurieren kann.

Trotzdem sind wir zur Zeit sehr viel Draußen und unseren Kleinsten bekomme ich oft nur unter lautem Protestgebrüll und Gestrampel wieder ins Haus. Die Tochter übt fleissig Inlineskaten und kann mittlerweile richtig sicher fahren, es fehlt lediglich der Feinschliff. Wenn nicht gerade geskatet, geradelt oder mit dem Kettcar herumgeheizt wird, dann finde ich die beiden Großen meist auf dem monströsen Haselstrauch auf der Wiese vor unserem Haus, der größentechnisch eigentlich eher in die Kategorie Baum einzuordnen wäre. Dort hangeln sie sich stundenlang von Ast zu Ast und bisher gab es zum Glück keine schlimmeren Unfälle.

Unser kleiner Sohn beherrscht nun das Wutsch-Fahren perfekt (mittlerweile heißt das Teil „Pukylino“, es handelt sich dabei um eine Art Babylaufrad), er kann lenken, Hindernisse überwinden (selbst kleine Mauern sind kein Problem, da wuchtet er einfach das Vorderrad nach oben und hoppelt darüber) und Rückwärtsfahren. So langsam ist er auch dabei herauszufinden, wie man damit richtig Gasgeben kann und ohne Helm wird er in Zukunft nicht mehr fahren dürfen. Das freie Laufen ist damit natürlich wieder unattraktiver geworden, denn wozu laufen, wenn man auf vier Rädern viel schneller unterwegs sein kann ;-). Aber auch hier gibt es Fortschritte, von an Wänden/Schubladengriffen/Händen entlanglaufen ist ein Übergang zu an einer Hand laufen/immer länger frei stehen/von Möbel zu Möbel laufen erkennbar. Nach dem jetzigen Schub wird er denke ich richtig durchstarten in Sachen Laufen und vor allem Sprechen. Es wird gebrabbelt und geredet was das Zeug hält, noch nicht jedes Mal verständlich, aber doch auffallend mehr als vor ein paar Wochen.

Das Mittelkind ist gerade mal wieder in einer schlimmen „Keiner mag mich. Alle schimpfen immer nur mit mir. Ich bekomme immer am wenigsten.“- Phase und ab und zu geht mir das ziemlich auf die Nerven bzw. manchmal stehe ich vor ihm und weiß nicht so richtig, wie ich am besten reagieren soll. Es entspricht definitiv nicht der Realität, er empfindet das nur so, aber wie kann man das ändern ? Erschwerend kommt hinzu, daß er hier an der Straße zu den jüngsten Jungs gehört, aber natürlich bei den Großen mitspielen möchte. Die davon nur mäßig begeistert sind bzw. ihn im Spiel dann entweder ausnutzen oder als Prügelknaben benutzen. Wenn dann noch ein auch nur ansatzweise lautes Wort zuhause fällt, ist es vorbei. Vielleicht hilft in dieser Sache nur die Zeit und Geduld haben ..

100 Prozent angekommen sind wir denke ich alle noch nicht, aber auf einem guten Weg. Langsam findet alles seinen Platz (wobei die letzten Wochen aufgrund des bösen Schubes des Jüngsten auch wieder sehr viel liegenblieb), die neuen Freundschaften vertiefen sich allmählich und das Alltagsleben bekommt wieder so etwas wie einen Rhythmus. Vielleicht findet sich auch irgendwann wieder mehr Zeit zum Bloggen oft schweben schon fertige Artikel in meinem Kopf herum, mir fehlt dann aber schlicht die Zeit, sie niederzuschreiben. Heute habe ich eine der seltenen Schlafpausen des Jüngsten genutzt, da in dessen Wachphasen eine PC-Pause quasi unmöglich ist. Mal sehen, wie es nach dem Schub wird !

Advertisements

3 Antworten to “Piep”

  1. maike Says:

    Es gibt sowohl das Pukylino als auch das Wutsch. Pukylino ist ab 1, Wutsch ab 1,5 Jahren.

  2. io Says:

    Das ist normales Sandwich-Kind-Verhalten 😉 Mein Bruder hat sich bis vor kurzem immer noch bitterlich darüber beschwert, dass er als LETZTER Geburtstag habe, also mein Vater im November, mein kleiner Bruder im Dezember, ich im Januar und meine Mutter 6 Tage vor ihm im Februar. Alles ganz ungerecht. Jetzt hat Tertia nach ihm Geburtstag und alles ist gut 😉

    Aber Spaß bei Seite, die Mittleren brauchen meist die doppelte Aufmerksamkeit und denken trotzdem immer noch, sie würden zu kurz kommen. Wir haben Glück, dass Silencia so ein Sonnenkind ist, da ist es nicht so extrem, aber ich kenne das von anderen Mittleren sehr oft.

  3. 3fach Mutti Says:

    Ich habe auch 3 Kinder. Aber bei uns fühlt sich keines der Kinder benachteiligt, zumindest hat das noch keiner geäußert. Das gebockt wird oder jedes Kind mal schwierige Zeiten hat, hat doch nichts damit zu tun, in welcher Rangordnung man in der Familie lebt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: