Anhalten bitte

Die Tage rasen momentan förmlich dahin. Gefühlt ist es eine Stunde nach dem Frühstück schon wieder Abend, Freitag folgt auf Montag. Dazwischen ein schubendes Kleinkind, das mir durchgehend am Bein hängt und wahlweise wütend kreischt oder jämmerlich heult, nicht weiß was es eigentlich will und vollkommen unzufrieden mit seiner Situation ist. Das Laufen klappt noch nicht, das Sprechen trotz eifrigster Versuche auch noch nicht (sehr amüsant war heute Abend das Nachahmen meines Niesens in Form eines „Haschi !“) und überhaupt ist alles doof. Hunger ? Ja, aber was soll ich nur essen ? Durst ? Ja, aber soll ich jetzt alleine aus dem Glas trinken oder es mir doch lieber von Mama an den Mund halten lassen ? Müde ? Ja, eigentlich schon, aber Schlafen ist auch irgendwie blöd …

Das könnte man nun beliebig fortführen. Dazu kommt noch panische Angst, sobald ich den Raum verlasse und wenn es nur für 2 Sekunden ist.

Es passiert sehr viel, das ich gerne bloggen würde, komme aber nicht dazu. Untertags sowieso nicht, abends bin ich platt. Die Nächte sind unruhig, da wird denke ich alles neu Gelernte intensiv verarbeitet, manchmal reicht es, wenn ich den Jüngsten ein paar Minuten in den Arm nehme und drücke sobald er weinend aufwacht, manchmal dauert es eine halbe Stunde, bis er wieder einschläft.

Ansonsten haben wir hier die Eissaison eröffnet, vorgestern war Karamelleis dran (war mir viel zu süß und intensiv, noch verbesserungswürdig), heute Schokoladeneis. Nebenbei habe ich ein Blech Haselnüsse geröstet für das Haselnusseis, das demnächst auf dem Plan steht. Außerdem bin ich dem Cupcakefieber verfallen, seit ich vor einer Woche einen ersten Versuch gestartet hatte, gehen mir diese niedlichen Törtchen nicht mehr aus dem Kopf. Heute also neben Schokoladeneis auch noch Zitronencupcakes mit einer Füllung aus selbstgemachtem Lemoncurd (da könnte ich mich reinlegen, ich liebe alles was mit Zitronen zu tun hat). Klingt nach viel Kalorien und Arbeit, aber Kochen und Backen entspannt mich und gerade am Wochenende kann ich mich in dieser Hinsicht ausleben. Da hängt nämlich unser schubender Jüngster auf Papas Arm oder wird von seinen Geschwistern bespielt und ich kann fast ungestört werkeln. Und wenn das Wetter in den nächsten Wochen weiterhin einigermaßen frühlingshaft bleibt, werden die angefutterten Kilos einfach mithilfe meines Lieblingssportgeräts (Fahrrad mit kleinem Kind im Anhänger dahinter) wieder abtrainiert (dann bleibt das Auto stehen und es wird auch der Wocheneinkauf mit dem Fahrrad erledigt – 6 km einfache Strecke sind denke ich geeignet für ein gutes Training).

Diese Woche dann zusätzlicher Stress in Form des hiesigen Kleidermarktes, da ich Mitglied im Elternbeirat des Kindergartens bin, werde ich dem Ganzen nicht entkommen können. Das obligatorische Kuchenbacken für den Verkauf ist das geringste Übel, siehe oben. Es steht aber auch die Verpflegung sämtlicher Helfer an, das Vor- und Rücksortieren der zum Verkauf stehenden Kinderkleidung und anderer Artikel, außerdem bin ich zuständig für die Überwachung, die auch das Aufräumen zerwühlter Kleiderstapel vorsieht. Am Sonntag ist dann alles vorbei und die Kasse hoffentlich gut gefüllt, handelt es sich bei diesem Markt doch um die Haupteinnahmequelle des Elternbeirates.

Nun aber erstmal ins Bett krabbeln und ein wenig Energie für die neue Woche sammeln ….

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Eine Antwort to “Anhalten bitte”

  1. Anika Says:

    Hi, war haben ja lange nichts mehr gehört.
    Von diesen Cupcakes habe ich auch schon viel gelesen, hatte vor zu C. seinem Geburtstag welche zu machen. Verräts du mir dein Rezept? Denn bisher habe ich noch nicht das passende gefunden.
    LG Anika

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