Ausgelaugt

Die vergangenen drei Wochen haben mich ziemlich ausgelaugt. Ständig diese Sorge um den Finger unseres Jüngsten, diverse Arztbesuche, dann das hohe Fieber ab dem letzten Wochenende und die große Angst vor einer weiteren Verschlechterung seines Zustandes.

Unter der Antibiotikagabe ging es ihm die letzten Tage zusehends besser, er ist aber nach wie vor sehr empfindlich, schläft schlecht und weint, sobald ich mich ein paar Meter von ihm entferne. Heute suchten wir erneut die Bereitsschaftspraxis auf, wie die letzten Wochenenden auch, da ich zwar nur bis heute das Antibiotikum geben sollte, der Finger aber nach wie vor gerötet ist(allerdings lange nicht mehr so schlimm wie Anfang der Woche) und unser Sohn auch noch sehr rasselt beim Atmen. Der Arzt hörte ihn ab und meinte, daß es sich bei dem Rasseln um die Reste einer Lungenentzündung handle und bestätigte auch meinen Eindruck, daß der Finger zwar nicht wirklich schlecht, aber auch noch nicht richtig gesund aussähe.

Nun also noch eine weitere Woche Antibiotikum. Eigentlich nicht schlimm wenn sich dieses Kind nicht so vehement wehren würde. Selbst wenn einer von uns die Hände festhält und der andere den Unterkiefer nach oben zieht, damit er das Zeug nicht ausspucken kann, versucht er dennoch, es so lange wie möglich im Mund zu behalten und irgendwie wieder nach Draußen zu befördern. Mit vereinten Kräften und unter massivstem  Geschrei wandert dann zwar alles in den Magen, aber mir blutet jedes Mal das Herz. Unsere großen Kinder haben sich nie so massiv gewehrt, wenn sie Medikamente eingeflösst bekamen, allerdings waren sie auch schon ein paar Monate älter und akzeptierten die Situation eben irgendwann …

Die Gesamtsituation schafft mich als Mutter aber auch sehr. Die Nächte sind zerstückelt (im Schnitt wacht unser Kind alle 2 Stunden brüllend auf, oft weiß ich gar nicht, was er hat bzw. was er möchte), ich muß mein Kind zu Dingen zwingen die zwar gut für es sind, die es aber verabscheut (siehe oben, Medizin verabreichen, außerdem Inhalieren, geht fast nur unter Dauergebrüll und um sich schlagen) und ich komme kaum zu anderen Sachen, die mir auch wichtig wären.

Insgesamt bin ich aber nach wie vor sehr froh, daß unser Sohn wieder lachen kann, an seinem Laufwagen herumflitzt und einfach wieder er selbst ist. Nach einer kurzen Durststrecke wird es auch mehr Schlaf geben und alles verblasst zu einer weiteren spannenden Geschichte aus dem Leben unseres dritten Kindes. Bis dahin muß ich einfach noch durchhalten. Und ich hoffe, daß die erhöhte Temperatur und der fiese Husten des Mittelkindes sich nicht auswachsen zu einem handfesten Infekt, ich brauche wirklich eine kleine Pause ….

 

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2 Antworten to “Ausgelaugt”

  1. nilaja Says:

    Ich bin froh, dass es Euch besser geht.
    Hoffentlich bekommst Du bald Deine Pause.
    VlG
    Nilaja

  2. geologenkinder Says:

    Ich drück mal die Daumen das dieser Alptraum jetzt endlich vorbei ist.

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