Kleinkind

Seit Samstag ist der Jüngste im Hause nun ein Kleinkind. Es war ein schöner erster Geburtstag mit viel Sonne, leckerem Schokokuchen (zwei Stücke verspeiste das Kind und war sehr begeistert) und einem vergnügten Nicht-mehr-Baby.

Und ich freue mich sehr auf das zweite Jahr mit all seinen Meilensteinen, Laufen, Sprechen und dem Beginn der Ich-Entwicklung.

Zum jetzigen Zeitpunkt sieht der Entwicklungsstand folgendermaßen aus. Unser Sohn läuft noch nicht frei, an Möbeln entlang und am Laufwagen funktioniert das Vorwärtskommen aber schon ganz gut. Das Sprechen hingegen nimmt ihn voll in Beschlag, den ganzen Tag führt das Söhnchen Selbstgespräche, einzelne Wörter sind schon gut erkennbar wie z.B. „heiss !“ (sehr wichtig, wenn man einen Kaminofen mit Sichtfenster im Wohnzimmer stehen hat), „auf !“ (begleitet vom Öffnen der Tür), „zu !“ (beim Schliessen), „Oua“ (Oma), „mmhhham“ (bei großem Hunger) und natürlich „Mama“ (auch gerne eingesetzt wenn eigentlich der Papa gemeint ist, obwohl dieser vereinzelt auch schon „Papa“ gerufen wurde).

Unser zweiter Sohn isst genauso gern wie seine Geschwister. Egal was, Hauptsache gut zubereitet und in großen Mengen. Ob es Thaicurry oder Nudeln mit Tomatensauce sind, er probiert alles und geniesst das Essen. Mir wird manchmal schon ganz bang wenn ich an die Pubertät denke, dann sind Großküchenmengen gefragt ;-).

An Charme mangelt es ihm nicht, er ist ein durchweg freundliches und fröhliches Kind, und man muß ihn schon sehr ärgern, um ihn aus der Ruhe zu bringen. Er liebt seine Geschwister über alles und würde am liebsten den ganzen Tag mit ihnen herumtoben. Morgens wenn die große Schwester zur Schule geht steht er an der Glasscheibe unserer Haustür und winkt ihr eifrig hinterher. Kommt sie mittags nach Hause krabbelt er in Windeseile zu ihr hin, streckt ihr die Arme entgegen und möchte auf ihren Arm.

Am meisten freut er sich aber auf seinen Papa. Wenn dieser abends kommt hüpft das Kind ganz aufgeregt herum und kann es nicht erwarten, endlich geknuddelt zu werden. Da gibt es dann schon des öfteren Gemecker, weil der Papa erstmal Jacke und Schuhe ausziehen möchte, bevor er den Jüngsten endlich auf den Arm nimmt.

Abends wird das frischgebackene Kleinkind noch vorm Schlafengehen gestillt und wir geniessen diesen ruhigen, innigen Moment beide. Wenn er mich dann zwischendurch ganz selig und zufrieden anschaut und wohlig seufzt, vergesse ich jegliche Pläne, ihn bald ganz abzustillen. Bleibt nur zu hoffen, daß er dies irgendwann von sich aus macht, denn ich habe keine Lust auf ein nahezu gewaltsames Abstillen wie beim großen Sohn …

Das Windelfrei klappt mal besser, mal schlechter. Mal windet er sich und kreischt herum, als ob es um sein Leben ginge, sobald ich ihn auf seinen Topf setze, dann bekommt er eine Windel um und ich lasse ihn wegkrabbeln, mal hockt er minutenlang darauf und guckt hinterher ganz stolz das Ergebnis an. Ich mache da weder ihm noch mir irgendwelchen Stress, ich möchte es lediglich fortführen und sei es auch nur, daß er mal eine halbe Stunde am Tag ohne Windel ist.

Insgesamt bin ich sehr, sehr gespannt auf die nächsten Monate und freue mich wahnsinnig, daß wir dieses Kind in unserer Familie haben. Es hätte wirklich einer gefehlt in dieser Familie, wenn er nicht da wäre …

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Eine Antwort to “Kleinkind”

  1. Kathrin Says:

    Liebe Kat(h)rin,

    Vielen Dank für die sehr schöne Beschreibung Deines Alltags mit drei Kindern! Du beschreibst sehr liebevoll und aufmerksam und erst im Hintergrund liest man von den anstrengenden Tagen, die man als dreifach Mutter natürlich hat.
    Ich versuche meinen Fokus an den anstrengenden Nachmittagen auch auf die vielen schönen Momente mit den Kindern zu legen – oft dienen mir Deine Einträge als kleiner Anschubser…

    LG
    Kathirn

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