Nacht ? Welche Nacht ?

Die letzte Nacht hatte es wirklich in sich. Schlaf gab es so gut wie keinen und nicht nur das, unser Jüngster drehte völlig durch.

Wir hatten ihn gestern Abend wieder einmal aus unserem Schlafzimmer ausquartiert (nach 2 erfolglosen Versuchen, in deren Verlauf er jedes Mal krank wurde und aus praktischen Gründen wieder zurückwanderte), allerdings glaube ich nicht, daß das anschliessende Inferno etwas damit zu tun hatte. Gegen 22 Uhr lagen wir im Bett, um 24 Uhr wurde ich zum ersten Mal von Schreien aus dem Kinderzimmer geweckt. Da liess sich der Sohn noch sehr schnell beruhigen, ich stillte ihn kurzerhand (normalerweise stillt er gegen 4 oder 5 Uhr morgens), da ich die leise Hoffnung hatte, dadurch eine ruhige Nacht erkaufen zu können. Es sollte allerdings anders kommen.

Gegen 3 Uhr morgens drang erneut Geheule an mein Ohr. Und der Sohn liess sich dieses Mal leider nicht beruhigen. Bis 5:30 Uhr schrie er was das Zeug hielt. Vielleicht hätte es geholfen, ihn erneut zu stillen, aber ich habe keine Lust darauf, ihn überhaupt nachts zu stillen, also verzichtete ich auf diese Option. Es half jedoch weder Kuscheln, noch Schnuller, noch das angebotene Wasser oder Zurücklegen in sein Bett, das Kind schrie und schrie und schrie. Erst als ich ihn so fest hielt wie ich konnte, so daß er kaum mehr Zappeln konnte, kam irgendwann Entspannung in meinen Sohn und er schlief völlig erschöpft ein.

Ich schwankte zwischen Aufstehen (mittlerweile war es 5:30 Uhr, der Wecker unserer Tochter klingelt um 6:15 Uhr) und noch ein paar Minuten Hinlegen (mittlerweile bin ich dankbar für jede Minute Schlaf) und entschied mich für Letzteres. Als ich gerade eingenickt war, mittlerweile war es 5:50 Uhr, rief der große Sohn aus seinem Zimmer …

Die verbleibenden 15 Minuten schafft ich es sogar noch, kurz einzuschlafen, wurde aber jäh von meiner Tochter aus meinem Traum gerissen, die wie immer nicht alleine den Lichtschalter in ihrem Zimmer fand ( heute Abend werde ich ihr einen Leuchtstern auf den Schalter kleben, das ist sicher !!).

Ich war dann gelinde gesagt etwas angefressen und weit entfernt vom Ausgeschlafensein, was die großen Kinder leider gleich zu spüren bekamen und der Tag mit beiderseitigem Ankeifen begann (natürlich habe ich mich anschliessend gleich entschuldigt und ihnen erklärt, warum es mir nicht gut geht, das wurde auch akzeptiert). Nun weiß ich nicht so recht, was ich tun soll. Noch einen Versuch wagen und eventuell wieder so eine Nacht riskieren (was ich nur schlecht überleben würde) oder ihn wieder zurückholen, bis der Entwicklungsschub vorüber ist, in dem er gerade steckt ? Oder davon ausgehen, daß es einfach eine ungünstige Sternenkonstellation war und er heute Nacht durchschlafen wird …

Daß das Kind schubt ist klar ersichtlich. Den ganzen Tag hängt er jammernd an meinem Bein und bekommt sofort die Krise, sobald er auch nur ansatzweise den Sichtkontakt zu mir verliert. Selbst wenn er zum Umfallen müde ist, möchte er nicht schlafen und ist nur unter Gebrülle dazu zu überreden (wenn ich ihn wach lasse, heult er den ganzen Tag herum und ist höchst unzufrieden). Und noch vieles mehr …

Eine Idee habe ich noch, vielleicht hilft es, wenn ich vorübergehend mit in seinem Zimmer schlafe, auf der Matratze neben seinem Bett. So lange, bis er sich an die neue Umgebung gewöhnt hat. Mal sehen …

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5 Antworten to “Nacht ? Welche Nacht ?”

  1. Cornelia Says:

    Bist Du sicher, dass er ganz gesund sind.
    Das Schlafverhalten, das Du beschreibst, war zwar normal für meine Ältere, aber sie hat sich nachts immer so verhalten. Zwei Stunden am Stück zu schreien, könnte ja auch eine andere Ursache haben. Guck doch mal in seine Ohren. Du hast doch bestimmt ein Othoskop.
    Viele Grüße
    Cornelia

    • tekelek Says:

      Er hatte erst letztens eine Mittelohrentzündung, da klang das Schreien aber anders, sehr verzweifelt, letzte Nacht war es eher wütend. Die Ohren waren auch nicht schmerzempfindlich und heute tagsüber war er vergnügt wie immer, bis auf diese ständige Mamafixiertheit. Er wirkt nicht krank oder als ob er Schmerzen hätte, ich tippe eher auf Umschaltungen im Gehirn, da er momentan sehr mit Sprechen- und Laufenlernen beschäftigt ist. Da ja nachts die Verarbeitung stattfindet könnte es auch einfach sein, daß er mit den aktuellen Veränderungen nicht ganz klarkommt.

  2. moni Says:

    vielleicht ist Pucken eine Option….

  3. moni Says:

    Doch es funktioniert…natürlich würde ich es nur machen wenn es ihn wirklich beruhigt.
    Wir haben nach viel Trubel (Umzug…viele neue Gesichter) auch ein unruhiges Töchterchen gehabt. Unsere Hebamme hat sie dann mit 11 Monaten abends mit einer großen Baumwolltischdecke gepuckt und sie hat sich pudelwohl gefühlt und in den Schlaf gefunden.

    liebe Grüße
    Moni

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