Herdentrieb

Bisher hatten wir ein ruhiges Leben. In München gab es in der Nachbarschaft kaum Kinder zum Spielen (bis auf eines, das Einzelkind und total zickig war), Verabredungen trafen die Mütter und nicht die Kinder und Herdentrieb oder ähnliches gab es kaum.

Nun ist vieles anders. Die Kinder verschwinden nach Draußen sobald das Mittagessen beendet und die Hausaufgaben gemacht sind und treffen sich mit unzähligen Kindern. Und damit beginnt nun auch etwas, was ich bisher von meinen Kindern nicht kannte, jedenfalls nicht in diesem Ausmaß.

Zwei Beispiele möchte ich hier nennen. Zum einen gibt es einen Fahrbäcker. Dieser kommt zwei Mal die Woche, hält hier in der Straße und verkauft nicht nur Brot und anderes Gebäck, sondern auch kleine Süssigkeitentüten, das Stück für 50 Cent. Einige Kinder kaufen jedes Mal eine dieser Tüten oder Brezen. Ab und zu habe ich meinen Kindern auch mal Geld gegeben, das Ganze nahm aber überhand und ich möchte das nicht mehr unterstützen. Trotzdem klingelt vor allem der große Sohn immer Sturm wenn der Bäcker kommt und brüllt mich beim Türe öffnen an, ich solle ihm sofort einen Euro geben, er wolle Süssigkeitentüten kaufen. Ich weigere mich seit ca. 3 Wochen und habe nun immer ein heulendes, kreischendes und um sich schlagendes Kind vor mir, das einfach nicht einsehen möchte, daß es nicht drin ist, jede Woche dort einzukaufen …

Das zweite Beispiel sind diese blöden Starwars-Karten. Aus für mich unerfindlichen Gründen ist Starwars ja gerade wieder in aller Munde bzw. es werden Millionen von Merchandisingartikeln auf den Markt geworfen. Ein paar Jungs in der Nachbarschaft haben sich nun von ihrem Taschengeld eine Metallbox voller Karten gekauft. Für 15 Euro ! Auch hier wieder der große Sohn, er forderte ich solle sofort mit ihm zum Spielzeugladen fahren und genau diese Karten kaufen. Ich erklärte ihm, daß dann sein Konto leer  und nächste Woche vielleicht etwas anderes cool sei. Er bestand auf diesen Karten. Kurze Zeit später kam der Nachbarsjunge und präsentierte stolz seine Box. Und ich konnte es nicht fassen, wie billig diese gemacht ist und wie wenig Karten sich darin befinden. Also setzte ich mich nochmals mit meinem Sohn zusammen und erklärte ihm, warum ich auf keinen Fall mit ihm diese Karten einkaufen gehen werde. Ich erntete wildes Gebrüll, Tränen und Wutschreie, ein Kind, das sich am Boden herumwälzte und um sich schlug, wirklich anstrengend.

Einerseits kann ich ihn gut verstehen. Er möchte dazugehören, möchte auch cool sein und mitreden können. Aber mir stößt es sauer auf, daß das nur über solche Spielzeugartikel möglich sein soll, die völlig überteuert und gleich wieder uninteressant sind. Ich habe versucht ihm zu erklären, daß das nicht cool ist. Daß seine Freunde keine wirklichen Freunde sind, wenn sie ihn nur mitspielen lassen, wenn er sein ganzes Taschengeld für Müll ausgibt (natürlich ist es kein Müll in den Augen 5-8jähriger Jungs, das verstehe ich schon, aber er hat eben nicht viel Taschengeld und noch einige andere Wünsche).

Es gibt Herzenswünsche, die werden oft auch erfüllt und es gibt Wünsche, die eben nur aus dem Herdentrieb heraus entstehen. Und die kann ich nicht unterstützen. Mein Gefühl sagt mir, daß es falsch ist. Jetzt sind es diese Karten, später im Leben dann bestimmte Kleidung, eine bestimmte Automarke oder andere Dinge. Hauptsache man gehört dazu, egal zu welchem Preis und ohne Rücksicht auf die eigene Individualität. Aber es ist wirklich schwer, sein vom Kummer gebeuteltes Kind im Arm zu halten, das Rotz und Wasser heult und völlig verzweifelt ist. Das Problem ist nur, daß ebendieses Kind bei jeder Gelegenheit Rotz und Wasser heult, da die Artikel die als „cool“ gelten beinahe wöchentlich wechseln.

Wie macht das denn meine Leserschaft ? Gibt es da einen Mittelweg ?

Klar gibt es auch hier mal Ausnahmen. Die Tochter bekommt einen „Filly“-Adventskalender, sie findet diese Viecher seit Monaten toll, ich finde sie gräßlich, aber ich muß sie auch nicht mögen. Der Sohn bekommt die heißersehnte Legofeuerwehr (endlich das kleine Lego, nicht mehr das „Baby“-Lego), da weiß ich auch, daß er sich diese schon sehr lange wünscht und auch viel damit spielen wird. Und vielleicht auch neidische Blicke von den Freunden ernten wird und in diesem Fall der Coole sein wird. Was mich stört ist dieses beinahe wöchentliche Herumgejaule, dieser Konsum- und Herdentrieb …

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10 Antworten to “Herdentrieb”

  1. Barbara Says:

    Noch reicht bei uns ein: Weil mir das nicht gefällt – bei den kleinen Zwistigkeiten in dieser Richtung – ich mag nun mal keine Cars all überall – noch dazu kennt unser Großer den Film noch nicht.

    Aber einen Eindruck wie es mal werden kann habe ich auch schon, da er sich weigert einen Pulli den er morgens noch total schön fand, je wieder anzuziehen, weil sein Freund in doof findet….
    Ich bin gespannt und hoffe, dass wir das Thema irgendwie gut hinter uns bringen….

  2. Sigrid Says:

    Das ist wohl das Los aller Eltern. Es hilft wohl nur hart bleiben und immer wieder erklären. Bei uns (das große Waldkind is fast acht) reicht auch noch: „Das gefällt mir nicht.“; „Dafür habe ich kein Geld.“
    Mal sehen wie sich das noch entwickelt. Enttäuschte, verärgerte und um sich wütende Kinder sind schwer auszuhalten. Aber ich seh nich ein, jede „Mode“ mitzumnachen.

  3. aleXXblume Says:

    Bei uns gibt es eine ganz klare Regel, die sehr viel erleichtert. Was wir den Kindern von unserem Geld kaufen, entscheiden auch wir – im Sinne der Kinder und unserer Erziehungsvorstellungen. Vom Taschengeld dagegen darf gekauft werden, was gefällt und was gewünscht wird. Es ist schließlich genau aus diesem Grunde Taschengeld. An diesem Budget sollen die Kinder lernen, was welchen Wert hat, was ihnen wertvoll erscheint und wofür sie ihr Geld ausgeben wollen. Das können sie m.E. aber nur, wenn sie wirklich frei (abgesehen von tatsächlich schlimmen Dingen, die gesundheitsgefährdend etc. sind) entscheiden können. Wir fahren mit dieser Regel sehr gut. Auch mit der weiteren Regel, dass es bei Taschengeld grundsätzlich keinen Vorschuss gibt. Auch nicht das kleinste Bisschen.
    Mit den Süßigkeitentüten würde ich es z.B. so machen, dass ich mit meinem Kind ausmache: einmal im Monat (oder wie oft auch immer du es für ok hältst) gebe ich dir 50 ct für so eine Tüte, aber wenn du öfters eine haben möchtest, musst du dir das von deinem eigenen Geld kaufen. Das klappt sehr gut.
    Auch wenn beim gemeinsamen Shoppen um etwas gebettelt wird, dann verweise ich gerne aufs Taschengeld. Und schwupps, hört das Quengeln sehr oft auf, da dann plötzlich realisiert wird, dass es einem die Sache doch nicht wert ist. Dann entsteht auch mehr Verständnis dafür, warum es MIR das ebenfalls nicht wert ist.
    Meine Kinder müssen von ihrem Taschengeld keine Dinge des täglichen Lebens bestreiten, sondern es ist wirklich ein reines „Luxus-Taschengeld“ für besondere persönliche Wünsche.
    Ich kann mich selber noch sehr gut an eine Begebenheit erinnern, als ich mit meinen Eltern in den USA im Urlaub war (ich war 18) und wir einen Tag in Las Vegas verbrachten. Ich hätte so gerne mal ein kleines Glücksspiel gespielt, nur so zum Spaß, aber mein Vater gab mir kein Geld, vor allem nicht mal mein eigenes. Und das hat mich so gedemütigt. Ich habe mich in diesem Moment extrem ohnmächtig und seiner Willkür ausgeliefert gefühlt – das will ich auf keinen Fall für meine Kinder. Sie sollen ihr eigenes Geld auch wirklich selbständig verwalten dürfen. Ansonsten ist Taschengeld eine Farce, finde ich. Vor allem bleibt der Lerneffekt weg.
    Ach ja, und wenn du nicht möchtest, dass er wirklich alles kurzfristig rauswirft, dann kannst du es auch noch so machen (das kenne ich auch von einigen) , dass er grundsätzlich, wenn er Geld bekommt (Taschengeld, Geldgeschenke von Verwandten etc.) immer einen Teil (z.B. ein Drittel) für große Wünsche spart und nur den anderen Teil für kleinere Dinge ausgeben kann.
    Wir regeln das übrigens über ein Taschengeldkonto im Computer, wo wir das dann einfach als Betrag aufschreiben. So ist es am einfachsten und es imitiert auch schon das Konto der Erwachsenen.
    Für am wichtigsten, egal wie du es letztendlich machst, halte ich jedenfalls klare Absprachen, Das erspart auf beiden Seiten viel Nervenaufreiben.
    Achja, und bei allen Überlegungen solltest du natürlich nicht vergessen, dass dein Sohn sich in einer schwierigen Situation beifndet, weil er ja neu dazugekommen ist. Das macht ihn auch viel anfälliger dafür, dass er über solche Dinge dazugehören möchte. Ob da konsequente Härte angebracht ist, würde ich mir noch mal überlegen, oder ob es nicht besser wäre, mal offen mit ihm darüber zu reden, warum er denn unbedingt auch cool sein will. Vielleicht stecken ja auch Ängste dahinter, die er gar nicht hätte, wäre er noch unter seinen „alten“ Freunden.
    Sorry, dass es so viel wurde!!! Vielleicht hilft es ja ein wenig zur eigenen Meinungsbildung. 🙂

    • tekelek Says:

      Daß er sich in einer schwierigen Situation befindet ist mir bewusst. Er leidet am meisten unter Eifersucht, Umzug, Kindergartenwechsel, u.s.w. …
      Aber das ist für mich kein Grund, ihn anders als sonst zu behandeln (bis auf etwas ausgedehntere Kuschelrunden am Abend). Das mit dem Taschengeld sehe ich wie Du. Er bekommt allerdings nur 60 Cent pro Woche und da sind 15 Euro sehr, sehr viel Geld. Das ist alles, was er in den vergangenen 2 Jahren zusammengespart hat. Und das ist für mich der Punkt. Ich könnte natürlich sagen, er kann damit machen was er will. Ich weiß nur, daß er hinterher wahnsinnig unglücklich sein wird, wenn diese Karten plötzlich nicht mehr „in“ sind oder beschädigt werden. Und daß er sich die ganzen weniger teuren Kleinigkeiten die er gerne hätte dann für die nächsten Wochen und Monate nicht mehr kaufen kann.
      Das wäre sowohl für ihn als auch für mich blöd. Denn er ist dann wütend und traurig, und ich muß diese Wut wochenlang aushalten. Wenn er weiter daran festhält und für mich ersichtlich ist, daß es wirklich ein Herzenswunsch ist, dann soll er sie sich kaufen. Ich möchte nur, daß er sich das wirklich gut überlegt und nicht spontan ohne Nachdenken loszieht und die Karten kauft. Vorgestern haben wir uns sehr lange darüber unterhalten. Und seitdem hat er nicht mehr davon gesprochen …
      Das mit dem Aufschreiben im Computer (oder auch auf Papier) finde ich eine gute Idee. Er kann mit 5 Jahren einfach noch nicht überblicken, wieviel Dinge wert sind, das muß er noch lernen. Aber der Lerneffekt ist finde ich genauso groß bei einem Spielzeug für 3 Euro das gleich kaputtgeht, wie bei einem für 15 Euro das ca. 1 Woche Halbwertszeit hat.
      Vielen Dank für die lange Antwort und die Tipps 🙂

  4. Carina Says:

    Ich kenne dieses Problem nur zu gut – und zwar von beiden Seiten. Als Kind habe ich sehr darunter gelitten, dass ich solche Modeartikel nicht bekommen habe und sie mir auch nicht von meinem Taschengeld kaufen durfte. Aus Erwachsenensicht ist es stark, nicht um jeden Preis dazugehören zu müssen, nicht jede Mode mitzumachen. Für Kinder ist dies meiner Erfahrung nach jedoch schwer bis unverständlich. Ich habe damals nicht verstanden, was es bedeutet, ein unabhängiger und starker Charakter zu sein. Meinen Eltern hat es viel bedeutet – mir nicht, denn ich habe überhaupt nicht verstanden, was denn Gutes daran sein soll, irgendwelche faszinierenden Modeartikel nicht zu bekommen und dann auch noch ausgegrenzt zu werden. Natürlich sagt man sich als reife Person, dass es sich nicht um „wirkliche“ Freundschaften handeln kann, wenn man nur dann akzeptiert wird, wenn man bestimmte Voraussetzungen mitbringt – und seien es irgendwelche StarWars-Karten. Aber das sind Erwachsenenansichten, die sich meiner Meinung nach nicht 1 zu 1 auf die Welt der Kinder und ihr Sozialgefüge übertragen lassen.
    Als Mutter eines 6-jährigen Sohnes kann ich aus heutiger Sicht sagen, dass es mir natürlich wichtig ist, meinem Kind zu vermitteln, dass man nicht jede Mode mitzumachen braucht. Das erlebt er an uns und ich spare auch nicht an Kommentaren zu Beyblade-, StarWars- und Cars-Hype. Trotzdem soll er seine Erfahrungen machen dürfen, auf der einen und der anderen Seite. Wir haben das so geregelt, dass er wöchentlich einen bestimmten Betrag an Taschengeld bekommt (1,-€), für den er sich kaufen kann, was er möchte. Sein Geld steht ihm ohne Restriktionen komplett zur freien Verfügung und er muss sich gut überlegen, was ihm denn wichtig(er) ist. Natürlich geht so mancher Euro für StarWars-Karten o.Ä. drauf. Wenn dann zum Ende der Woche etwas Neues trendy ist, dann hat er eben Pech gehabt. Mittlerweile hat er aber auch bemerkt, wie willkürlich und sprunghaft diese Modeartikel sind und wie viel Geld damit Kindern aus den Taschen gezogen wird und vetritt diese Auffassung sogar in Schule und Hort. Meistens legt er sein Taschengeld zur Seite und spart für einen größeren Herzenswunsch (der so schnell wohl kein Modeartikel werden wird^^).
    Ich glaube, wir können unseren Kindern noch so viel erklären, erzählen und mit gutem Beispiel vorangehen; am effektivsten war es bislang, sie die Erfahrungen machen zu lassen, die uns selbst zu unseren Überzeugungen geführt haben.

    • tekelek Says:

      Ich bin ganz einer Meinung mit Dir. Ich mache das sonst genauso. Wenn er beim Einkaufen etwas unbedingt haben möchte, verweise ich auf sein Taschengeld und meist legt er es dann schnell wieder zurück, weil es ihm dann doch zu teuer ist. Er hat beispielsweise schon mal eine Kinderzeitschrift für 3 Euro gekauft mit einer beigelegten Plastiksäge (er wollte die Zeitschrift nur wegen dieser Säge haben), diese ging dann nach einmaligem Benutzen kaputt. Er war so sauer und enttäuscht, daß er seitdem ziemlich vorsichtig ist beim Einkaufen solcher Zeitschriften.
      Das Problem mit dieser Box ist in meinen Augen, daß er sie nur in diesem Moment haben möchte, ohne darüber nachzudenken. Und 15 Euro ist alles, was er angespart hat in den vergangenen 2 Jahren. Wenn er hartnäckig bleibt und dieses Ding weiterhin kaufen möchte, dann soll er das machen. Bei solchen Summen möchte ich aber, daß er ein wenig länger als 5 Minuten darüber nachdenkt. Mit 5 Jahren kann er zwar schon einige Entscheidungen selber treffen und macht das auch, aber bei manchen Dingen gebe ich doch noch etwas Hilfestellung, in diesem Fall in Form einer längeren Überlegungszeitspanne. Er hat seit unserem Gespräch vor 2 Tagen nicht mehr davon gesprochen, mal sehen, ob das Thema nochmals aufkommt.
      Insgesamt finde ich dieses Thema ziemlich schwierig. Einerseits möchte ich, daß er über sein Taschengeld frei verfügen kann, andererseits habe ich eben in manchen Situationen das Gefühl, ich müsse ihm zumindest einen Denkanstoß geben, daß er etwas besser über eine Ausgabe nachdenkt …

      • aleXXblume Says:

        Drüber reden und Denkanstöße geben schließt ja ein letztendlich trotzdem freies Verfügen nicht aus. Bei uns läuft es auch so, dass solche Dinge meist eh nicht gleich gekauft werden können (z.B. weil ich sie für ihn am Computer bestellen muss) und da ergibt sich von alleine Bedenkzeit. Als feste Regel könnte ich mir das auch vorstellen, dass man z.B. in der Familie ausmacht, alles was mehr als x Euro kostet, wird nicht sofort gekauft (Ausnahmen bestätigen die Regel) sondern erst mal eine „Nacht drüber geschlafen“. Das tun ja wir Großen auch bei „größeren Anschaffungen“, auch wenn die bei uns in einer anderen Eurokatagorie spielen. Es hatte sich in Deinem ursprünglichen Posting nur eher so angehört, als würdest du das entscheiden, was er mit dem Taschengeld machen darf und was nicht und ich denke, darauf bezieht sich die eine oder andere Antwort.
        Viel Erfolg weiterhin beim Thema Taschengeld! 🙂 Das ist ein ausuferndes und interessantes Thema… Danke fürs Anschneiden!

  5. nilaja Says:

    Einen Mittelweg zu finden ist wirklich schwierig.
    Bei uns ist noch so, dass die „Große“ noch kein Taschengeld bekommt.
    Deshalb darf sie sich manchmal beim Einkaufen eine Kleinigkeit aussuchen.
    Meist ist es momentan ein
    Filly-Pferd oder eine Zeitschrift.
    Größere Sachen gibt es dann zu Weihnachten / Geburtstag oder viel zu oft von der Oma. 🙄
    Deswegen bekommt sie von uns auch das „tolle“ Filly-Schloss zu Weihnachten. 🙄
    Aber sie braucht es ja UNBEDINGT.
    Zu Weihnachten ist es ja ok, auch wenn es mir nicht gefällt.

    Taschengeld sollte eher dafür da sein, dass man es für das ausgbit was man will. Auch Müll.
    Ich würde er sich von seinem Geld kaufen kann, was er will.
    Aber eben nicht sofort, sondern in ein paar Tagen, z.B. am Wochenende.
    Vielleicht überlegt er es sich bis dahin anders.

    Und was ist, wenn er die Süßigkeiten auch von seinem Geld bezahlen soll?
    Sind sie immer noch so interessant?

    Schwieriges Thema…
    Anscheinend müssen da alle Eltern früher oder später durch.

    • tekelek Says:

      Grundsätzlich sehe ich das auch so. Er hat sich auch schon einiges an „Müll“ gekauft und oft hinterher selber erkannt, daß die Investition wohl doch nicht so lohnend war. Die Süßigkeiten möchte er von seinem Taschengeld kaufen. Er bekommt allerdings nur 60 Cent pro Woche, der Fahrbäcker kommt allerdings zwei Mal pro Woche, er bräuchte also einen Euro …
      Das Wüten bleibt also erhalten, denn er regt sich natürlich dann trotzdem auf, weil alle anderen Kinder zwei Tüten pro Woche kaufen können und er nur eine. Ich sehe aber nicht ein, das Taschengeld nur deswegen zu erhöhen, weil alle anderen Kinder mehr Geld bekommen (er ist fast der Jüngste an der Straße und ich finde 60 Cent pro Woche in dem Alter vollkommen ausreichend).
      Bei den Karten möchte ich, daß er sich die Sache länger überlegt als nur ein paar Minuten. 15 Euro wäre alles was er besitzt. Und da sehe ich mich in der Pflicht, ihn zumindest zum Nachdenken anzuregen und die Ausgabe etwas hinauszuzögern. Seit zwei Tagen hat er nicht mehr davon gesprochen, mal sehen, ob das nochmal Thema wird …

      • aleXXblume Says:

        60ct pro Woche für einen 5jährigen finde ich übrigens auch vollkommen ok! Bei uns lief das auch so – mit 5 waren es 50 ct (ist ja aber auch schon ein Weilchen her!) seit Beginn der 1. Klasse wurde das auf 1 Euro aufgestockt und dann jedes Schuljahr 50ct mehr. Inzwischen ist er 10, in der 5. Klasse Realschule und bekommt seit diesem Schuljahr nicht mehr wöchentlich, sondern monatlich sein Taschengeld, und zwar 15 Euro im Monat.

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