Hart im Nehmen

Der kleine Sohn krabbelt ja nun bereits seit 2 Monaten. Und seit einer Woche auch die Treppe hinauf. Anfangs schaffte er es nur auf das Podest im Erdgeschoß. Bald dann auch die ersten 2-3 Stufen. Und am Wochenende dann der Durchbruch, ganz alleine von unten bis ganz oben !

Eigentlich finde ich das toll. Er ist so begeistert und ehrgeizig, am liebsten würde er den ganzen Tag hinaufklettern. Das Problem ist nur, daß er das Hinuntersteigen noch nicht beherrscht. Und daß er das nicht einsehen möchte. Treppengitter können wir nicht befestigen, allerdings ist es mir auch lieber er lernt das Klettern schnell, denn auch das beste Treppengitter kann einen bösen Sturz nicht verhindern, wenn sich das Kind darüberhängt. Außerdem verlässt man sich dann darauf und ist im Ernstfall nicht zur Stelle …

So saß ich am Montag an der Treppe und beobachtete mit halbem Augen meinen Sohn. Die andere Hälfte ruhte auf einem Zeitungsartikel und meiner Teetasse. Plötzlich hörte ich einen Schrei, richtete meine voll Aufmerksamkeit auf den oberen Teil der Treppe und sah nur noch, wie mir unser Baby Kopf voraus entgegenratterte ! Auf der fünften Stufe fing ich ihn auf und das Gebrüll war natürlich groß. Glücklicherweise ist unsere Treppe aber aus Holz und die Kanten sind schön abgerundet, so daß eigentlich nichts wirklich Schlimmes passieren kann. Es war denke ich mehr der Schreck über den Sturz und die Tatsache, daß eine Mama eben nicht rund um die Uhr direkt neben ihrem Baby sitzt.

Nach ausgiebigem Trösten setzte ich ihn im Erdgeschoß auf den Boden, nur um ihn Sekunden später schon wieder auf der Hälfte der Treppe zu finden. Der Wille ist eben doch größer als der Schreck und Schmerz.

Ich hoffe trotzdem, daß er bald herausfindet, daß es gesünder und einfacher ist, rückwärts hinunterzusteigen. Mir ist das momentan dann doch etwas zuviel Nervenkitzel und schließlich gibt es hier auch noch mehr zu tun, als den halben Tag die Treppe zu bewachen 😉

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3 Antworten to “Hart im Nehmen”

  1. h1ddenl1dar Says:

    Oh ja, auch hier übt die Treppe eine magische Anziehungskraft aus. Gestern kam er schon bis auf Stufe drei. Finde ich schon enorm. Vielleicht wäre er auch noch weitergeklettert, ich habe ihn dann aber von der Treppe gepflückt. Die steile, abwärtsführende Treppe hat seit heute ein Gitter und ich bin wirklich froh drum, denn diese Momente, wenn man aus dem Bad kommt vom Händewaschen und das Kind liegt da an der Kante und schaut in den Abgrund… Das war mir auch zu viel Nervenkitzel.

  2. meinereiner Says:

    uah…

    (wobei ich mehr Angst habe, dass die kleinen zwischen den Stufen durchrutschen, als dass sie „einfach nur“ unsanft absteigen – das lernen sie ja verhältnismäßig schnell; dennoch werden wir ein Treppengitter installieren – wie Du schon sagst, es gibt mehr zu tun, als den ganzen Tag die Treppe zu bewachen…)

  3. engelswelt Says:

    Huch…

    Das Löwenbaby krabbelt eigentlich nicht rückwarts die Treppen runter, obwohl wir (samt der großen Schwester) es ihr mehrmals gezeigt haben. Von daher geht es eben die Treppe im Flur hoch und runter wird sie dann getragen….

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