Zwischen den Welten

Zur Zeit ist alles durcheinander. Ein Teil unseres Haushaltes ist noch in München. Ein großer Teil im neuen Haus im Keller. Und ein weiterer, kleiner Teil hier in der zwischengemieteten Wohnung. Wir leben momentan aus Umzugskisten, einzige Möbel sind unser Ehebett, Tisch und Stühle, ein Sofa und zwei kleine Metallküchenregale. 2-3 Mal die Woche fahre ich nach München mit dem Kleinsten, packe dort unter großen Geheule und Protesten seinerseits die letzten Kisten, zwischendurch versuche ich, Ordnung in den Haushalt hier in der Wohnung zu bringen, am liebsten würde ich auch noch im neuen Haus aufräumen und putzen, aber mit Baby im Schlepptau und ohne wirklich Zeit übrig zu haben ist das sehr schwierig.

Zum Glück habe ich meine Mutter, sie ist seit Wochen unsere Vertretung auf der Baustelle, sie räumt, putzt, malt, organisiert und passt bei Bedarf auf die großen Kinder auf, wenn ich mal wieder länger in München bin. Ohne sie würde ich das alles kaum schaffen, zu viel ist zu tun und ich muß an zu vielen Orten gleichzeitig sein. Zudem ist der Jüngste momentan nur am Weinen, sobald ich ihn absetze oder aus dem Raum gehe, die Kisten in München packe und trage ich überwiegend mit ihm auf dem Rücken, denn dieses verweifelte, fast panische Weinen und Schreien ertrage ich einfach nicht. Wahrscheinlich kommt alles zusammen, Entwicklungsschub, Krabbelnlernen, Umzug, Zahnen, u.s.w. …

Manchmal möchte ich einfach nur meine Sachen packen und wegfahren. Der Druck und Stress ist groß, wir sind nirgendwo richtig zuhause, es gibt kaum Ruhepausen (die Nächte sind dank zahnendem Baby immer noch sehr kurz) und ich sehne mich danach, endlich an einem Platz bleiben zu können, wieder Wurzeln schlagen zu können und neue Energie zu tanken.

Es ist nun alles absehbar und das hält mich noch über Wasser. Ich denke oft schon an Weihnachten, wie ich mit den Kindern zusammen in unserer neuen Küche Plätzchen backe, wir zusammen nach einem Winterspaziergang am Esstisch sitzen und Punsch trinken und es wieder viele gemütliche, ruhige Momente gibt. Noch etwa 5-6 anstrengende Wochen (dazu rechne ich nicht nur den Einzug ins Haus, sondern auch das Kisten auspacken, einräumen, u.s.w. …), die schaffen wir nun auch noch ….

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5 Antworten to “Zwischen den Welten”

  1. Anika Says:

    Lass dich drücken, ihr habt es bald geschafft! Wäre ich in der Nähe, würde ich dir sicher mal einen Babyfreien, nur Mamavormittag verschaffen. Und wenn es dir echt zuviel wird, dann packt euch doch zusammen, kommt vorbei und erholt euch 1-2 Tage!!!

  2. Moni Says:

    …….hier kommt ein kleines Energiebonbon…ich hoffe es hilft ein bisschen, wenn auch nur mental 🙂

  3. Rinna Says:

    Kopf hoch!! Das schafft ihr auch noch!!

  4. meinereiner Says:

    beim schwedischen Möbelhaus haben wir am Wochenende den ersten Weihnachtsschmuck gesehen (und gekauft, *hüstel!) – vielleicht machst Du einfach mal eine bummelige Auszeit, holst Dir Anregungen (die Du ohnehin nicht brauchst) und schaltest einfach mal ab; so eine Oma in der Nähe ist Gold wert…

    Das Ende ist in Sicht: das Haus steht, Schule und Kindergarten laufen, den Rest schafft Ihr auch noch – und dann habt Ihr Euer Idyll!!!!! 🙂

  5. io Says:

    Halt die Ohren steif, es wird bald besser. Hier kommt nach knapp 4 Wochen so langsam Alltag auf.

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