Nervenprobe und Autsch

Die Nächte geraten immer mehr zur Nervenprobe. In den ersten Wochen/Monaten wollte unser Sohn höchstens 1-2 Mal nachts gestillt werden. Dann waren es plötzlich alle 3-4 Stunden. Und letzte Nacht wollte er dann 2 Stunden nach dem letzten Stillen gegen Mitternacht wieder ran. Da biß er bei mir aber auf Granit. Mein Schlafdefizit ist sowieso schon groß genug und ich gehöre einfach nicht zu den Frauen, die nachts nebenbei stillen und sich am nächsten Morgen kaum daran erinnern können !

Also nahm ich ihn zwar in den Arm, aber gab ihm nicht die B.rust. Und erntete großes Gebrüll. Das Kind weinte, heulte und schrie, wand sich in meinen Armen und ich erklärte ihm immer wieder, daß es jetzt keine Milch gibt. Stattdessen bot ich ihm Wasser an und nach etwa eineinhalb Stunden schlief er wieder in seinem Bett weiter. Und zwar bis kurz vor 6 Uhr !

Ich glaube einfach nicht, daß er Hunger hat. Dann würde er auch nicht wieder einschlafen, sondern sich immer weiter hineinsteigern. Kuscheln möchte er auch nicht wirklich, denn er zappelt in unserem Bett nur herum, während er in seinem eigenen Bett nur wenige Minuten braucht, um wieder einzuschlafen. Aber eben erst, wenn er die Sinnlosigkeit seines Gebrülls eingesehen hat.

Was mir jedoch hauptsächlich Probleme bereitet, ist meine linke B.rustwarze. Das Kind beisst und zerrt schon den ganzen Tag daran herum, seit Wochen, und nun fängt es auch noch nachts damit an. Ich habe während der Stillens enorme Schmerzen und noch eine Stunde danach wummert und pocht es darin. Das kenne ich nicht von den anderen Beiden, obwohl ich sie bis zum ersten Geburtstag gestillt habe. Allerdings waren die Großen nach dem 7.Monat eigentlich tagsüber schon komplett abgestillt und aßen Brei, weshalb die Belastung auch nicht so groß war. Und sie bekamen sehr spät die ersten Zähne. Der Kleinste hat zwar noch keinen sichtbaren Zahn, aber es beult gewaltig unterm Zahnfleisch und ich denke, das ist auch mit schuld an seiner enormen Unruhe beim Stillen und Essen. Keine Ahnung wie ich das lösen soll. Hat jemand Tipps ?

Insgesamt bin ich sehr unzufrieden mit der momentan Stillsituation. Ich habe immer gerne gestillt, aber im Moment bin ich in großer Versuchung, mit dem Fläschchen anzufangen, was ich vorher nie in Betracht gezogen hatte. Hier gab es nie Fläschchen, nicht mal nach dem Abstillen ! Aber die Schmerzen, der Schlafmangel und das total hibbelige Kind setzen mir zu. Da ist nicht mehr viel Geniessen und Innigkeit, mehr Kampf und pure Nahrungsaufnahme 😦

Wenigstens macht unser Baby beim normalen Essen gute Fortschritte, Brei wird zwar nach wie vor vehement abgelehnt, dafür stopft er alles andere munter in sich hinein. Der Renner waren gestern Nudeln mit Spinat, Karotten und Frischkäse, da entdeckte ich ein paar Stunden später sogar zum ersten Mal Teile davon im Stuhlgang, was ja bedeutet, daß er wirklich richtig gegessen hat 🙂
Ansonsten spiele ich mit dem Gedanken, „Babymuffins“ zu backen. Da ich im Besitz einer Getreidemühle bin, kann ich frisches Vollkornmehl herstellen. Und dann werfe ich einfach verschiedene Zutaten mit hinein. Zucchini, Karotten und Co.. Vielleicht noch ein wenig Käse oder Schinken. Das normale Essen ist ihm nämlich meist zu glitschig, es lässt sich nicht besonders gut greifen und solche Dinge wie Muffins oder Brot sind einfach „handlicher“. Oder hat noch jemand Tipps zum Selberessen für Babies ?

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2 Antworten to “Nervenprobe und Autsch”

  1. Blumenkind Says:

    Hier dasselbe, KInd 1 ein Jahr ohne Probleme gestillt, bei Nr. 2 nach 4 Monaten über Wochen ein tiefer blutender Riss in der Brust.wa.rze der mit natürlichen Mittel nicht wegzukriegen war. NR. 2 saugt immens kräftig, egal, wie oft ich ihn anlege, vermutlich liegts daran. Geholfen haben Fucidinecreme und Eosinelösung von der Frauenärztin verschrieben.Jetzt heilt es laaaangsam zu. Bissl Linderung brachte Seide vom Meter als Einlage in den BH zu legen und Nr. beim Stillen auf den Rücken zu legen und mich über ihn abzustützen beim Stillen. Nicht sehr bequem, aber so kann er nicht so an der Br.ust zerren. Vielen Glück!

  2. aleXXblume Says:

    Nur kurz, wegen Zeitmangel: Bei uns lag es definitiv am Zahnen, wenn so oft und vehement nach der B.rust verlangt wurde. Falls du damit leben kannst, überleg dir, ob du ihm nicht mal so 2-3 Nächte lang Schmerzmittel verabreichst. Dann kann er besser schlafen – und du auch wieder zu Kräften kommen. Im Normalfall sollte ihm das keinen größeren Schaden zufügen. Ist aber natürlich deine Entscheidung – es sind halt Medikamente.

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