Großwerden

Der Kleinste bekommt (fast) schon die ersten Zähne, aber auch an anderer Front passieren Dinge, die das Großwerden wieder mal deutlich machen.

Gestern waren die beiden Großen zusammen auf dem Kindergeburtstag der besten Freundin unserer Tochter, 7 Jahre alt ist sie nun. Und unsere Tochter durfte als beste Freundin natürlich anschließend dort übernachten. Nun hat sie zwar schon aushäusig übernachtet, aber bisher nur ein Mal bei meinen Eltern. Also eine Premiere.

Ich saß dann hier am Abend, beide Söhne im Bett, mein Mann beim Fechten, und wartete schon auf einen Anruf, daß ich sie abholen kommen soll. Es kam jedoch kein Anruf. Am nächsten Tag rief ich dann bei der Freundin an, einfach um mich zu erkundigen, wie es gelaufen ist, und statt einem „Wann holt ihr mich ab ?“ kam lediglich ein „Darf ich noch eine Nacht hier bleiben ?“ 🙂
Ich würde sagen, die Abnabelung ist zu einem großen Teil vollzogen und bisher haben weder die Tochter noch ich/wir Probleme damit. Ich bin auch gar nicht wehmütig oder sonstiges, eher erleichtert, bedeutet das doch auch wieder ein Stück Freiheit für uns als Paar …

Heute Morgen dann auch der Entschluß der Tochter, mit der Herzensfreundin und deren Eltern zu I.KEA zu fahren, und nur einen kurzen Abstecher nach Hause zu machen, um den Kindersitz fürs Auto abzuholen. Erst gegen 16 Uhr trudelte ein rotbackiges, glückliches und etwas überdrehtes Kind hier ein, das gestern erst gegen 22 Uhr eingeschlafen und heute morgen um 7 Uhr aufgestanden war, und nun seit 19 Uhr bereits schläft 😉

Was mir allerdings etwas Bauchschmerzen bereitet ist die Tatsache, daß wir spätestens im Oktober umziehen werden und die Freundin dann nicht mehr so schön um die Ecke wohnt, sondern 50 km entfernt sein wird. Es ist nämlich nicht irgendeine beliebige Freundin, sondern die erste echte beste Freundin. Die Freundin, mit der man stundenlang quatschen kann, mit der man zusammen im Bett liegt und sich Bücher anschaut und mit der man einfach glücklich ist. Mein Kind tut mir jetzt schon leid. Im Herbst kommt sie an einen neuen Ort, mit unbekannten Kindern, einem neuen Lebensabschnitt (Schule) und muß sich erneut eingewöhnen (der erste bewußte Umzug fand vor 2,5  Jahren statt, auch da litt sie schon …). Aber auch das gehört zum Großwerden und Reifen dazu, und ich hoffe, wir werden den Kontakt einigermaßen halten können bzw. sie findet dort eine ähnliche Freundschaft …

Somit hatte ich heute nur die beiden Söhne hier, was auch mal ganz schön war. Kein Gekeife und Gestreite zwischen den großen Geschwistern, eher Kuscheln der beiden Brüder (nur einmal gab es großes Geschrei, als der große Bruder versuchte, den kleinen vom Bauch auf den Rücken umzudrehen – ich weiß bis jetzt nicht, wie er ihn dabei gepackt hat, auf jeden Fall muß es wehgetan haben …), ein gemütliches Mittagessen nur mit einem Kind, und ein großer Sohn, der abschließend meinte „Du Mama, das ist doch mal ganz schön ohne Schwester !“ 🙂

Ab Morgen wird es dann richtig entspannt, da werden die beiden Großen abgeholt von meiner Mutter und bleiben dann ein paar Tage (bzw. solange sie sich trauen) bei Opa und Oma. Ab Morgen also „Ein-Kind-Eltern“ und das auch noch über die Feiertage. Da ja bekanntlich EIN Kind KEIN Kind ist, werden mein Mann und ich das ausgiebig geniessen und die Kinder wirklich erst dann abholen, wenn sie nach uns schreien …

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