Zwickmühle

Ich habe ein Problem. Kein großes, aber für unseren Sohn eventuell schon. Normalerweise stillt er gegen 5:30 Uhr, schläft dann bis kurz nach 7 Uhr, stillt wieder und jetzt kommt der Punkt, ich habe das Gefühl, er würde dann gerne noch eine Runde weiterschlafen …

Momentan ziehe ich ihn dann gleich an, nehme ihn mit zu uns und kurz darauf fahren wir Richtung Kindergarten. Er heult dann aber nach dem Aufstehen fast die ganze Zeit, jammert herum und schläft irgendwann dann doch im Auto ein, meist aber erst auf dem Rückweg, vorher findet er einfach nicht zur Ruhe.

Nun frage ich mich, was ich machen soll. Wenn ich das so weitermache wie bisher, gewöhnt er sich vielleicht in 2-3 Wochen daran und 7 Uhr wird irgendwann seine offizielle Aufstehzeit. Oder ich lege ihn nochmal ins Bett, schaue, wie lang er dann noch schläft und passe den Morgenablauf an ihn an und nicht umgekehrt. Praktischer für mich ist es natürlich, wenn ich ihn um 7 Uhr schon fertigmachen kann, es muß aber nicht unbedingt sein. Für unser beider Nerven ist es vielleicht aber besser, ich lasse ihn noch eine Runde schlummern.

Morgen werde ich einen Versuch starten, und ihn einfach nochmal hinlegen. Ich bin gespannt, was passiert, vielleicht wacht er ja schon eine halbe Stunde später auf und ist putzmunter und gut gelaunt 🙂

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7 Antworten to “Zwickmühle”

  1. nilaja Says:

    Ich würde ihn Testweise schlafen lassen.
    Dann kannst immer noch entscheiden was für Euch am optimalsten ist.
    Ein Versuch ist es ja wert.

    VG
    Nilaja

  2. Dorothea Says:

    Ich persönlich fand den Tagesrhythmus, den Gina Ford in ihren Büchern empfiehlt, für meine Kinder super (New Contented Little Baby Book: The secret to calm and confident parenting. Inzwischen auch auf Deutsch erschienen). Sehr strukturiert, manchmal für meinen Geschmack zu strikt, aber ich habe es gut auf meine Situation abgewandelt.

    Sie plädiert dafür, die Kinder um 7 Uhr zu wecken. Nach 2 Stunden Wachzeit sollen die Kinder um 9 Uhr wieder hingelegt werden, für 30-45 Minuten. Spätestens um 9:45 Uhr wieder wecken. Nächster Mittagschlaf gegen 12/12:30, idealerweise bis 14/14:30 Uhr. Nachmittags noch einmal gegen 16/16:30 maximal eine halbe Stunde und um 19 Uhr ist Zapfenstreich.

    Natürlich hat das bei uns am Anfang nicht gleich geklappt. Aber ich habe meine Tochter immer wieder zu diesen Zeiten hingelegt und es hat wirklich nur ein paar Tage gedauert, und sie hatte es intus. (Leider plädiert sie auch fürs Schreienlassen – das wiederum habe ich nicht gemacht!) Für mich war das super, weil es so schön verlässlich war und ich den Tag gut für Unternehmungen/Termine planen konnte. Aber das ist natürlich Typsache.

    Ford argumentiert, dass Kinder in dem Alter nicht länger als 2-2,5 Stunden wach sein können und dann wieder schlafen sollen, sonst werden sie unausgeglichen, weinen, sind überreizt und nölig. Die Erfahrung habe ich absolut genauso gemacht. Meine Tochter war und ist ein total ausgeglichenes, fröhliches Kind und ich bin sicher, dass das z.T. auch durch den strukturierten, für sie verlässlichen Tagesablauf kam. Außerdem hatte es den schönen Nebeneffekt, dass sie von Anfang an eine gute Schläferin war.

    Es gibt sicher viele Kritiker dieser Methode, die argumentieren, dass man Kinder nicht dressieren sollte, etc. Finde ich auch, nur dass ich denke, dass man den Kindern einfach einen Tagesablauf vorgeben sollte und sie nicht selbst „bestimmen“ lassen sollte. M.E. nach haben gerade die Eltern die meisten Probleme mit schreienden und schlecht schlafenden Kindern, die die Ruhebedürfnisse der Kinder nicht respektieren und meinen, es würde sich alles von alleine einpendeln.

    Oh je, ich hoffe, ich starte jetzt keine große Debatte hier…

    • nilaja Says:

      Feste Schlafenszeiten sind bestimmt nicht verkehrt, aber hat die Frau Ford eine Idee, wie man die Kinder dazu bringt mittags zwei Stunden zu schlafen (ohne sie schreien zu lassen)?
      Meine schlafen nämlich am Tag eigentlich seit der Geburt immer genau 30 Minuten am Stück.
      Diese 30 min. sind aber auch sehr verlässlich.
      Hat somit auch seine Vorteile….

      VLG

      • tekelek Says:

        Und wenn Du sie nach diesen 30 Minuten einfach im Bett lässt, ihnen nochmal den Schnuller gibst (falls sie einen nehmen) oder ähnliches ? Schlafen sie dann nicht weiter ? Das hat beim ersten Sohn ganz gut geklappt, der zweite Sohn schläft sowieso meist mindestens eine Stunde am Stück …

      • nilaja Says:

        Nein, leider schlafen sie dann nicht mehr weiter.
        Meistens stehen sie dann auf und „rufen“ oder brüllen.
        Naja, was soll’s, ich habe mich schon daran gewöhnt und irgendwie ist es auch eine Routine.
        Solange sie in der Nacht einigermaßen schlafen…

    • tekelek Says:

      Ich bin eher dafür, die Kinder ihren eigenen Rhythmus finden zu lassen, den ich dann notfalls modifiziere, wenn er wirklich gar nicht passt. Ich bin aber damit immer ganz gut gefahren und wenn wir mal etwas unternommen haben, haben die Kinder unterwegs geschlafen (im Auto, im Buggy, u.s.w. …). Allerdings muß man dann auch wirklich drauf achten, wann das Kind müde wird und darf den richtigen Moment nicht verpassen. 2-2,5 Stunden wären bei uns z.B. schon zuviel, meist dauert es höchstens eine Stunde, dann ist unser Sohn schon wieder schlafbereit …
      Bei den anderen Beiden war es so, daß sie innerhalb der ersten Monate einen eigenen Rhythmus entwickelt haben, den sie dann auch stur beibehielten – so stur, daß unser Sohn sogar jammernd mit unseren Jacken angekrabbelt kam, als wir bei Verwandten zu Besuch waren, weil seine Bettgehzeit erreicht war und er ganz offensichtlich nach Hause wollte 🙂

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