Luxusschwanger

Vorhin dachte ich mir, daß es eigentlich Quatsch ist, wenn ich mir eine baldige Geburt wünsche. Warum ? Naja, ich geniesse hier im Moment ein wahres Luxusleben. Mein Mann ist noch bis kommenden Sonntag zu Hause und hat Urlaub. Er hegt und pflegt mich, räumt auf, spült ab, bespaßt die Kinder fast rund um die Uhr, sorgt dafür, daß ich mich hinlegen kann, wann mir gerade danach ist, erledigt Einkäufe, u.s.w. …

Alles was ich dafür tun muß ist, ein 4-kg-Kind vor mir herzuschleppen, was zugegebenermaßen langsam aber sicher lästig wird, aber doch noch nicht so lästig, daß ich diese Zeit nicht geniessen könnte.

Beim ersten Kind hatte er auch relativ lange vor der Geburt schon Urlaub (Dezember/Januar ist in der Firma sowieso meist kaum etwas los bzw. über die Feiertage arbeitet niemand), da wusste ich aber noch nicht, wie es nach der Geburt sein würde, ich wusste noch nicht, daß die Ruhe vorher kostbar ist und daß die erste Zeit mit Baby zwar wunderschön, aber auch mindestens genauso anstrengend ist.

Beim zweiten Kind war vor der Geburt nichts mit Urlaub (Ende Sommer/Anfang Herbst ist Messezeit, das bedeutet Stress pur) und eine Woche nach der Geburt war ich dann alleine mit zwei winzigkleinen Kindern (knapp 20 Monate Abstand sind kein Zuckerschlecken …).

Dieses Mal geht es mir so gut wie noch nie. Und mir wurde eben schlagartig bewußt als ich gerade gemütlich oben im Bett lag und einen kleinen Mittagsschlaf abhielt, daß es zwar mit Ankunft unseres zweiten Sohnes insgesamt noch schöner wird, aber nicht mehr so ruhig und entspannt. Die großen Geschwister werden anfangs bestimmt auch etwas neben der Spur sein, Vorbereitung hin oder her, der Schlaf wird zwar wieder tiefer, aber unter Umständen noch mehr unterbrochen sein als jetzt und diese Stille wird es die nächsten Wochen nicht mehr in dieser Art geben.

Zum Glück habe ich das rechtzeitig erkannt und versuche nun, das alles noch bewußter wahrzunehmen und die letzten Stunden/Tage gebührend zu würdigen 🙂

Morgen habe ich noch ein Treffen mit der besten Freundin vereinbart, vielleicht gehen wir noch ein letztes Mal vor der Geburt zusammen frühstücken, dieses Mal ohne den Stress im Hintergrund, daß ich ja bald nach Hause muß um Essen zu kochen und die Kinder vom Kiga abzuholen, das kann mein Mann gut alleine erledigen. Oder wir treffen uns einfach auf einen gemütlichen Spaziergang im Park, nochmal in Ruhe ratschen, spazieren, ganz ohne Kinderwagen, Tragetuch oder Stillen …

Wobei ich natürlich trotzdem nicht böse wäre, wenn sich unser Sohn dieses wirklich coole Datum morgen aussuchen würde. 11.1.11, klingt doch super 🙂

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