Frau Holle

Nein, hier hat es natürlich noch nicht geschneit. Aber das Märchen von Frau Holle ging mir heute Vormittag durch den Kopf, deshalb die Überschrift.

Seit heute morgen um 5 Uhr bin ich auf den Beinen, nach einer fast durchgemachten Nacht (nein, nicht die Kinder, dafür übelstes Sodbrennen, das in keiner Position nachließ – irgendwie hatte unser zweiter Sohn beschlossen, mir seinen Popo ständig in den Magen zu rammen 😦 …). Bevor die Kinder aufstanden, hatte ich bereits die Spülmaschine eingeräumt und angeschaltet, die Waschmaschine beladen, den Trockner ausgeräumt und die darin liegende Wäsche sortiert und eingeräumt und außerdem gleich noch geduscht und Haare gewaschen …

Dann schnell Kinder in den Kiga gebracht und anschließend zu meinem liebsten Biosupermarkt gedüst, da dieser heute seinen „10% auf den gesamten Einkauf“-Tag hat, was ich jeden Monat gerne nutze 🙂

Kaum war ich zu Hause, fühlte ich mich eben wie die Goldmarie im Märchen von Frau Holle. Die Arbeit sprang mich regelrecht an, schrie nach mir, zwar nicht ganz wie im Märchen „Hol mich heraus, ich bin fertig gebacken“ oder „Pflück mich, ich bin reif“, aber in etwa so „räum mich aus, das Geschirr ist fertig gespült“, „bring mich zum Container, ich bin fast am Überlaufen“ und „steck mich in die Waschmaschine, ich möchte sauber werden“. Außerdem glotzte mich noch die vollgeladene Einkaufsklappbox an, der Boden im Erdgeschoss braucht wieder mal eine Wischerbehandlung, u.s.w. …

Manchmal geht alles ganz schnell und im Nu ist das Haus auf Vordermann, manchmal habe ich das Gefühl, ich breche zusammen allein beim Gedanken an die vielen Dinge, die noch erledigt werden wollen.

Heute ist so ein Tag, deshalb habe ich mich auf das Nötigste beschränkt, mache nun meine wohlverdiente Blogpause und der Rest muß eben bis nachher warten.

Trotzdem finde ich es immer wieder unglaublich, wieviel Arbeit in so einem Haus und vor allem in einem Haushalt mit bald 5 Personen steckt. Und außerdem bin ich doch jedes Mal wieder überrascht, wie anstrengend alles plötzlich am Ende der Schwangerschaft wird. Wenn man anfängt zu schnaufen, obwohl man erst die halbe Spülmaschine ausgeräumt hat. Wenn alles zieht und zwackt im Bauch, obwohl man doch nur einen Einkaufskorb in die Küche getragen hat.

Und manchmal geht mir dann der Spruch meiner (kinderlosen) Cousine durch den Kopf, die mich vor 1-2 Jahren doch allen Ernstes fragte „Sag mal, was machst Du jetzt eigentlich den ganzen Tag so ?“ …

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Eine Antwort to “Frau Holle”

  1. wunderschoenbunt Says:

    ich hab ja bisher nur eins und „nur“ eine dreiraumwohnung, aber ich frag mich manchmal eher was habe ich eigentlich vor kind mit meiner zeit angefangen??

    liebe grüße!

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