Wie weggeblasen

… ist die schlechte Laune von gestern. Buchstäblich sogar. Seit endlich der Sturm angekommen und das Wetter umgeschlagen ist, geht es mir wieder bestens.

Nachdem gestern Abend der Laternenumzug des Kindergartens noch relativ ruhig und trocken über die Bühne ging, ging es letzte Nacht richtig zur Sache. Zum Glück hatten wir alles sturmfest gemacht und die Fensterläden gut verriegelt, teilweise hörte sich das wirklich ziemlich wild an. Die Kinder verschliefen das Geklapper aber zum Glück und bis 4 Uhr morgens befand ich mich ebenfalls im Tiefschlaf.

Heute Vormittag, nach einem kurzen Nickerchen (das frühe Aufwachen rächt sich dann immer irgendwann nach dem Frühstück) wurde dann endlich ein Projekt in Angriff genommen, um das ich seit Wochen herumgeschlichen bin bzw. mich etwas gedrückt hatte. Nämlich der völlig zugemüllte und unsortierte Keller. Da aber meine Tante noch zu Besuch ist und ich somit sowohl Hilfe als auch Unterhaltung hatte, machten wir uns gemeinsam an die Arbeit.

Also gute Musik aufgelegt, Ärmel hochgekrempelt und anschließend wühlten wir uns durch sämtliche Kistenberge, sperrmüllwürdige Kellerleichen und Dinge, die ich seit Jahren nicht mehr wirklich richtig angeschaut habe bzw. gar nicht mehr wusste, daß sie noch existieren. Es ist wirklich erstaunlich, was sich so alles ansammelt, vor allem hat mein Mann die wirklich schlechte Angewohnheit, Dinge einfach dort hinunterzubringen und dann in den Lagerraum zu stellen/werfen, ohne einen guten Platz dafür zu finden oder zu überlegen, ob wir dieses Teil überhaupt noch benötigen.

In solchen Momenten werde ich dann auch recht radikal, greife mir ein Stück nach dem anderen, schmeiße es in den Flur und befördere es anschließend in die Mülltonne oder zum Wertstoffhof. Das hat einfach etwas wahnsinnig Befreiendes, auch wenn ich im ersten Augenblick noch denke „Vielleicht brauchen wir das doch noch irgendwann ??“. Aber Dinge, die mittlerweile 3-4 Mal umgezogen wurden, ohne Verwendung zu finden, braucht man denke ich wirklich irgendwann nicht mehr …

Die Hälfte ist nun geschafft, die andere Hälfte wartet noch, ich bin aber voller Motivation und es beflügelt mich einfach, endlich wieder mehr Stauraum zu haben, der ohnehin knapp ist hier im Haus. Den Rest habe ich mir für morgen vorgenommen, denn nach 2-3 Stunden Herumwühlen merke ich dann doch wieder, daß ich fast am Ende der Schwangerschaft angekommen bin, alles ziept und zwackt und mein Körper einfach eine Pause braucht …

 

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Eine Antwort to “Wie weggeblasen”

  1. simetra Says:

    das entrümpeln steht mir auch bald bevor – und auch wenn ich es gerne vor mir herschiebe (denn es ist ja nunmal viel arbeit), so kann ich dir nur zustimmen: es hat etwas befreiendes!

    und ich denke, ich werde genügend sachen finden, die ich bestimmt nicht mit umziehen werde… 🙂

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