Mitternachtsbrötchen

Naja, es war nicht ganz Mitternacht, kurz danach, aber der Name passt finde ich ganz gut 🙂

Letzte Nacht war einfach für die Tonne. Das Tochterkind wollte ewig nicht einschlafen und gesellte sich schließlich gegen 22 Uhr zu uns. Das Einschlafen funktionierte noch ganz gut. Dann wurde ich aber gegen 2 Uhr durch die röchelnden Atemzüge unserer Tochter geweckt (wenn sie träumt, atmet sie immer durch den offenen Mund …) und lauschte diesen bis ca. 3 Uhr morgens.

Da ich zu diesem Zeitpunkt immer noch hellwach war und der jüngste Sproß in meinem Bauch anfing, Party zu feiern, stand ich kurzerhand auf.

Normale Menschen lesen in solchen Momenten vielleicht ein Buch, setzen sich vor den Fernseher oder surfen durchs Internet. Ich dachte mir, ich bereite schon mal Brötchen fürs Frühstück zu 🙂
Also schleppte ich die Getreidemühle in die Speisekammer, um nicht den Rest der Familie aufzuwecken (das Ding macht ein riesen Getöse …), warf eine Schale Dinkel hinein und machte mich an die Arbeit. Ca. 15 Minuten später stand ein leckerer Dinkel-Joghurt-Hefeteig in der Küche und ich fühlte mich müde genug, um noch einen Einschlafanlauf zu wagen.

Mittlerweile war es bereits 3:30 Uhr …

Es gelang mir auch, ein wenig einzudösen, als gegen 4 Uhr laute Schreie aus dem Kinderzimmer kamen, Sohnemann war aufgewacht und wollte nach einem Toilettenbesuch ebenfalls bei uns einziehen …

Das Einschlafen gelang mir ca. um 5 Uhr, bis mich mein Sohn dann kurz nach 6 Uhr mit einem gezielten Schlag in die Rippen weckte, um mir mitzuteilen, daß er eben einen furchtbaren Alptraum gehabt hätte.

Also weckte ich gleich beide Kinder auf, zog mich an und machte mich anschließend auf die Suche nach meinem Mann. Ich fand ihn schließlich im Bett unseres Sohnes – er hatte sich nach dem Umzug beider Kinder in deren Zimmer geflüchtet 🙂

Vorteil dieser Nacht war, daß wir frische, leckere Vollkornbrötchen zum Frühstück hatten und jetzt auch zum Abendbrot noch einige übrig sind (um 3 Uhr nachts habe ich es noch nicht so mit Mehl- und Flüssigkeitsmengen …), Nachteil, daß ich den ganzen Tag über mehr oder weniger als Zombie unterwegs war.

Wer gerne auch mal diese Brötchen backen möchte (muß ja nicht unbedingt um 3 Uhr morgens sein ;-)), hier das ungefähre Rezept:

Mitternachtsbrötchen

10 g Hefe

1 TL Salz

ca. 200 g Joghurt

Wasser nach Bedarf

Dinkelvollkornmehl (gekauft oder frisch gemahlen) nach Bedarf

Ich backe Brot generell ohne Rezept, deshalb nur ungefähre Angaben. Die Hefe in etwas Wasser (ca. 100 ml ?) auflösen. Den Joghurt und das Salz unterrühren. Dann soviel Mehl dazugeben und verrühren, bis ein weicher Teig entstanden ist (das Vollkornmehl quillt noch auf, der Teig sollte also schon noch einigermaßen feucht sein !).

Diesen etwa 2-3 Stunden zugedeckt gehen lassen. Dann mit bemehlten Händen kleine Brötchen formen, nochmals ca. 30 Minuten gehen lassen. In der Zwischenzeit den Ofen auf 250 °C O/U-Hitze vorheizen.  Gut schwaden (mit einem Blumensprüher Wasser in den Ofen sprühen), die Brötchen hineinschieben und auf 220 °C zurückdrehen. Nach ca. 20-25 Minuten sind die Brötchen fertig.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: