Mama, wer bringt die Geschenke ?

Es ist Ende August. Trotzdem rödeln bei uns schon sämtliche Weihnachts-Cds rauf und runter, die Kinder quengeln jeden Tag, daß ich endlich den Kamin anfeuern soll und ich warte nur darauf, daß die Lebkuchen in den Geschäften herumstehen …

Heute Morgen beim Frühstück ging es dann ans Eingemachte. Zwischen Joghurt und Honigbroten fragte mich meine Tochter „Du Mama, wer bringt eigentlich an Weihnachten die Geschenke ? Und wer verpackt sie ?“.

Da saß ich erstmal kurz stumm auf meinem Stuhl. Und rätselte, wie ich antworten solle. Meine Kinder sind knapp 4 und 5 1/2 Jahre alt. Bei allen anderen Fragen bezüglich Aufklärung u.s.w. bleibe ich total cool und mir fällt das antworten nicht schwer. Aber in diesem Punkt komischerweise schon. Soll ich ihnen sagen, daß alles eine riesen Show ist, wir die Geschenke für sie einkaufen, verpacken und unter den Baum legen ? Kam mir ziemlich grausam vor, da sie beide total fasziniert sind von der „Christkind-bringt-die-Geschenke-Geschichte“, sie glauben fest daran, daß es eine Art Magie gibt, ein unsichtbarer Geist praktisch, der ihnen Geschenke mitbringt …

Andererseits meldet sich dann meine rationale Seite und flüstert mir ins Ohr, daß das alles Unsinn ist und ich ihnen sagen sollte, was Sache ist.

Ich habe es dann so gelöst, daß ich sagte, daß das Christkind die Geschenke bringt, wir sie verpacken und dann unter den Baum legen …

Die Kinder waren zufrieden und glücklich mit dieser Antwort, ich bin immer noch unsicher, ob es richtig ist, sie in diesem Glauben zu belassen.

Wie ist das denn bei Euch ? Speziell bei Kindern in dem Alter ? Gibt es noch Christkind, Osterhasen und Co. ?

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7 Antworten to “Mama, wer bringt die Geschenke ?”

  1. h1ddenl1dar Says:

    Ich glaube, dies ist eines der wenigen Rätsel, die man als Kind selbst lösen muss. 😉 Unser Sohn ist 5 und glaubt noch an Weihnachtsmann, Osterhasen & Co. Und ich find’s gut. Irgendwann, vermutlich schneller als mir lieb ist, wird er eh dahinter kommen.
    Deshalb wird zwar dann das Weihnachtsfest nicht schlechter, aber ich glaube, die Vorfreude, das Wunschzettelschreiben etc. das ist dann schon anders.

  2. Martina Says:

    Also bei uns bringt das Christkind (wahlweise der Weihnachtsmann, das ist hier im Norden wohl so ;-)), und der Osterhase die Geschenke…. Wir versuchen es dann auch immer spannend zu machen für Matteo (gerade 4 geworden) und ich denke, er glaubt wirklich noch daran…, obwohl ich manchmal dachte er hat es schon spitz bekommen, dass wir die Geschenke besorgen (denn er ist ja ein helles Köpfchen), aber dem ist eher nicht so. Ich finde, in dem Alter kann er das ruhig noch glauben, das macht die Sache für ihn irgendwie „geheimnisvoller“. Außerdem lesen wir ja in der Weihnachtszeit diverse Geschichten, in denen das Christkind /Weihnachtsmann vorkommen, wie sie in jeden Stadt kommen und Geschenke verteilen und so, da dürfte man diese Geschichten ja auch gar nicht vorlesen, wenn man es den Kindern anders erklärt.

    • anjemi Says:

      hallo martina,
      erst heute habe ich an dich gedacht! ich habe leider lange nichts mehr von dir gelesen! wie ist es dir im juli ergangen? du hattest doch da deine OP, oder? wäre schön, wieder von dir zu hören!!!

      LG anjemi alias jermanitha (allein in griechenland)

  3. anjemi Says:

    meine große (5 jahre) glaubt sehr fest an den weihnachtsmann. ich will ihr die illusion auch nicht nehmen und wir haben es bisher so gehandhabt, dass wir einen wunschzettel schrieben bzw. malten mit einem lieblingswunsch, den ihr der weihnachtsmann dann bringen sollte. das geschenk konnte sie sich im örtlichen spielzeuggeschäft aussuchen, und sie bestand darauf, dass ich dem weihnachtsmann genaue anweisungen gab, wo er sich das geschenk besorgen konnte. die restlichen geschenke kaufen die eltern und großeltern. da weiß sie bescheid. immer, heiligabend, klingelt es an der tür. papa oder mama sprechen sich ab und lotsen vorher die kinder ins kinderzimmer. dann kommt der weihnachtsmann, stampfend und schnaufend und unterhält sich ein wenig mit der mama oder dem papa, je nachdem, wer nicht bei den kindern ist. dann fällt die tür laut ins schloss, der weihnachtsmann ist weg und die bescherung beginnt. das klappt sehr gut und bisher waren die kinder auch gar nicht neugierig, da sie einen heidenrespekt vor dem mann in der roten kutte hatten. in der zeit, die sie im zimmer verbringen, aufgeregt und erwartend, legt das andere elternteil alle geschenke unter den weihnachtsbaum.
    so wurde es schon zu meiner kindheit gemacht und mal schauen, wie lange es bei meinen kindern möglich ist. da die große ja 5 jahre älter als die jüngste ist, wird sie ihr sicher schon eher die illusion nehmen.
    aber ich finde es einfach schön, wie die kinderaugen noch vor ehrfurcht und freude leuchten, wenn auf dem weihnachtsmarkt ein nikolaus oder weihnachtsmann daherkommt. ich erinnere mich, dass ich es als kind toll fand und werde auch, so lange die kinder es glauben, vom weihnachtsmann erzählen, der jedes Jahr die Geschenke verteilt und sogar bis nach griechenland kommt 😉

  4. aleXXblume Says:

    Ich habe solche Fragen immer mit einer Gegenfrage beantwortet: „Was denkst du denn, wer das macht?“ Daran konnte ich immer sehen, wie der augenblickliche Sachstand zum Thema war 🙂 Solange unser Großer selber davon überzeugt war, habe ich ihn daran glauben lassen, sobald er aber Zweifel anmeldete, wischte ich diese nicht weg, sondern ließ das Mysterium vorsichtig „ausklingen“… schließlich wollte ich nicht lügen.

    • tekelek Says:

      Das mache ich auch sehr oft. Ich glaube, das habe ich auch heute früh getan und die Antwort war, das Christkind brächte die Geschenke. Also eben noch eine Weile Märchenstunde 😉

  5. Schussel Says:

    Ich habe zwar noch kein Kind in dem Alter, aber die Frage interessiert mich brennend! Soll ich mit der Christkind-Geschichte überhaupt anfangen? Wie? Wann? Und wann wieder damit aufhören?

    Mir gefällt die Gegenfragevariante von Alexxblume ziemlich gut…

    In meiner AuPair-Familie damals kam übrigens immer nur je 1 Geschenk vom Weihnachtsmann. Der Rest kam wahrheitsgemäß von Oma, Mama, Opa, Tante… damit die Kinder die Tradition vom gegenseitigen Beschenken von Menschen, die man mag, kennenlernen. Das fand ich auch gut.

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