Zucchini mal anders …

Heute Mittag wusste ich mal wieder nicht wirklich, was ich kochen sollte.

Im Kühlschrank lag noch ca. ein Kilo Zucchini herum, im Regal fand ich ein halbes Kilo Bulgur (hatte ich vor Monaten gekauft, aber noch nie ausprobiert) und dann war da noch der Schafskäse, der wegmusste.

Daraus entstand eine Art Auflauf, der äußerst lecker war und recht einfach zuzubereiten ist. Die Kinder meckerten erst („Ihh, das esse ich nicht !“, „Was ist das denn ? Das sieht ja komisch aus“), nach vorsichtiger Annäherung („Hmmm, das riecht aber lecker !“) probierten sie doch und siehe da, es wurde in die Liste der Lieblingsessen aufgenommen (die so lang ist, das ich die Gerichte kaum mehr zählen kann ;-)).

Wer daran interessiert ist, hier das (ungefähre, da frei erfunden) Rezept:

Bulgur-Zucchini-„Lasagne“

5 mittelgroße Zucchini

250 g Bulgur (Weizenschrot, gibt es beim Türken oder im Biosupermarkt)

750 ml kräftige Gemüsebrühe

1 Dose gehackte Tomaten oder ca. 3-4 frische gehackte Tomaten

1 Päckchen (200 g) Schafskäse

2 Knoblauchzehen

Olivenöl

Die Zucchini längs in Scheiben schneiden (ca. 0,5 cm dick), mit Salz bestreuen und ca. 20 Minuten Wasser ziehen lassen. Den Bulgur in einem ausreichend großen Topf mit etwas Olivenöl anrösten. Mit der Gemüsebrühe ablöschen und bei kleiner Hitze etwa 15 Minuten quellen lassen (immer wieder umrühren, sonst brennt er an). Die gehackten Tomaten und die gepressten Knoblauchzehen dazugeben, evtl. noch mit Gemüsebrühegranulat oder Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Zucchini mit Küchenpapier abtupfen, anschließend in reichlich Olivenöl beidseitig anbraten, bis sie sich bräunen. Den Boden einer mittelgroßen Auflaufform mit Zucchinischeiben auslegen. Dann eine Schicht Bulgur darübergeben, zuletzt mit zerkrümeltem Schafskäse bestreuen. Weiter schichten, bis alle Zutaten verbraucht sind, zuletzt kommt eine Schicht Bulgur und darüber der restliche Schafskäse (wer gerne Schafskäse isst, kann auch gerne mehr nehmen …).

In den vorgeheizten Backofen (200 °C, O/U-Hitze) auf die mittlere Schiene stellen und ca. 30 Minuten backen.

Die Kinder fanden, daß die Bulgurkügelchen wie Mininudeln schmecken (so unrecht haben sie gar nicht – schließlich handelt es sich um grob geschroteten Weizen und Nudeln werden ja bekanntlich aus Hartweizengriess hergestellt) und futterten wie die Weltmeister. Ich muß aber dazu sagen, daß sie meine Experimentierfreude gewohnt sind und somit auch gerne ungewohntes probieren, ich habe keine Ahnung, ob andere Kinder genauso darüber herfallen …

Eventuell könnte man das Ganze auch noch mit frischen Kräutern aufpeppen, Thymian könnte ich mir gut vorstellen, evtl. auch wenig Salbei.

Die Portion war übrigens viel zu groß, selbst zu viert wären wir pappsatt geworden. Wer also für ca. 3 Personen kochen möchte, sollte das Rezept halbieren (wir essen den Rest dann heute Abend :-)).

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8 Antworten to “Zucchini mal anders …”

  1. bauchherzklopfen Says:

    Jetzt hab ich hunger… und noch zucchini im kühlschrank (aber leider keinen bulgur) – ich denke, ich werde das mal am we nachkochen. danke für die tolle idee!!!

    • tekelek Says:

      Dann wünsche ich schon mal guten Appetit 🙂
      Ich könnte mir das Ganze auch sehr gut mit Auberginen vorstellen – dieses nussig-herbe passt bestimmt auch gut zu Bulgur …

  2. anjemi Says:

    Klingt sehr lecker. Leider bekomme ich hier in Griechenland komischerweise keinen Bulgur, erst heute habe ich zufällig danach gesucht, weil ich ein Taboulé zubereiten wollte.
    Aber mal eine andere Frage: Warum salzt du die Zucchini vorher? Ich kenne das nur von Auberginen, sollte man das auch bei Zucchini tun?
    LG

    • tekelek Says:

      Bei Auberginen macht man das mit dem Salzen meist, um Bitterstoffe zu entfernen. Die Zucchini salze ich, damit sie nicht so wässern beim Braten oder Backen, da das meiste Wasser durch das Salz herausgezogen wird. Außerdem hat das Salzen den Vorteil, daß das Aroma der Zucchini besser herauskommt und man beim Kochen nicht mehr salzen muß.
      Muß man nicht machen, aber ich finde das Ergebnis einfach besser.
      Wegen dem Bulgur – den kann man doch bestimmt auch im Internet bestellen. Oder Du lässt Dir Weizen grob schroten (ich weiß ja nicht, ob es in Griechenland Reformhäuser oder ähnliches gibt, die sowas machen …).

  3. anjemi Says:

    danke, hab´ ich wieder etwas gelernt 😉 dass mit den bitterstoffen der aubergine kannte ich und ich habe mich halt gewundert und gedacht, du machst es bei der zucchini aus dem selben grund…

    nein, *lächel* in GR gibt es keine reformhäuser, bio-märkte gibt es ein paar wenige, aber die sind noch nicht richtig gut bestückt und unverschämt teuer. vielleicht lass ich mir von meiner mutter, die in 14 tagen kommt, bulgur mitbringen. oder ich frage den libanesen einfach, woher er seinen bulgur bekommt 😉
    LG

  4. féizào Says:

    Oh, das klingt lecker! Das muss ich mir merken. Wenn auch auf zwei Personen reduziert. 😉
    Ich liebe Bulgur eh, auch wenn ich ihn meist nur mit Tomaten und Knoblauch mache.

  5. tempobohne Says:

    Das wird kommende Woche SOFORT ausprobiert. Köstlichst!

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