Indische Küche

Wir haben es doch noch geschafft, indisch Essen zu gehen. Die Kinder waren nach zwei Stunden Mittagsschlaf sehr wach und fit, also gingen wir gegen 18 Uhr los.

Wir kannten das Restaurant noch nicht, ich hatte aber im Internet bereits Bewertungen gelesen und die Homepage angeschaut, es klang vielversprechend. Das Ambiente war sehr angenehm, indisch, aber nicht wirklich kitschig, die Tische durch Paravents voneinander getrennt und dezente indische Musik im Hintergrund.

Als Gruß des Hauses gab es wie in fast allen indischen Restaurants Pappadams mit 3 verschiedenen Dips. Anschließend probierten mein Mann und ich die Vorspeisenplatte für zwei (fand ich für das was angeboten wurde ziemlich teuer), die Kinder futterten indische Hühnersuppe.

Als Hauptgang hatte ich Lamm mit frischem Koriander, Minze und grünen Chillies bestellt, schlußendlich stand dann aber Huhn vor mir. Auf meine Nachfrage wurde mir mitgeteilt, daß ich doch Huhn bestellt hätte, hatte ich aber definitiv nicht. Außerdem war das Essen nicht scharf, wie angekündigt, sondern so mild, daß mein knapp vierjähriger Sohn die Hälfte wegfutterte :-). Mir wurde das Angebot gemacht, das Huhn doch noch gegen Lamm einzutauschen, das hätte mir aber zu lange gedauert …
Auch wegen der Schärfe fragte ich nach und bekam als Antwort, daß ich ja gefragt hätte, wie scharf das Gericht sei, und deshalb ging der Befehl an die Küche, das Essen nicht scharf zu machen. Ich hatte einfach etwas Angst, da ich beim letzten Inderbesuch (war aber ein anderes Restaurant) scharf geordert hatte und das Essen kaum herunterbekam vor lauter Brennen. Der nette Kellner klärte mich auf, daß es wahrscheinlich ein südindisches Restaurant gewesen sei, da die Südinder so scharf kochen würde, daß nicht mal er es runterbekäme. Tja, und heute saßen wir eben in einem nordindischen Restaurant, muß ich mir merken für die Zukunft …

Da ich von Grund auf neugierig bin, musste natürlich auch noch ein indisches Dessert her. Ich habe jedoch beschlossen, daß ich es beim nächsten Mal bleiben lasse, denn so ganz hat es meinen Geschmack nicht getroffen. Warme, feingeriebene Karotten mit Honig, Nüssen und Rosinen, „Kulfi“ (indisches Eis), eine undefinierbare braune Kugel und Mangocreme lagen auf dem Teller. Die Mangocreme war lecker, der Rest – mmh, ich bin eben doch keine Inderin. Vor allem die Karotten erinnerten mich stark an diesen ekelhaften Karottensaft mit Honig in der Flasche …

Insgesamt aber ein sehr schöner Abend, beim nächsten Mal werde ich nur beim Bestellen anders vorgehen. Nun weiß ich, daß in diesem Restaurant „scharf“ bedeutet, daß das Essen europäisch „scharf“ und nicht indisch „scharf“ serviert wird. Und daß ich nochmal extra betonen werde, welche Fleischsorte ich auf dem Teller haben möchte. Das Essen an sich war gut, das Lassi überaus lecker und wie oben beschrieben das Ambiente angenehm.

Es handelte sich übrigens um das „Haveli“ in Obermenzing, falls noch jemand testen möchte 🙂

Advertisements

2 Antworten to “Indische Küche”

  1. meinereiner Says:

    Hast Du nicht eine Freundin in Unterföhring?! Macht doch mal einen Sonntagsausflug dorthin und fahrt weiter nach Ismaning ins „Namaskar“, das kann ich wärmstens empfehlen (eben auch das Buffet am Sonntag Mittag! 😉 )

    Lasst den Tag noch schön ausklingen… Prohost!!! 🙂

  2. GEM Says:

    Oh, danke für den Tip. Das Restaurant ist nämlich bei uns um die Ecke ;-), waren aber auch noch nicht drin (aber leckeres Lassi und nicht-scharfes Essen klingt für mich schonmal gut!).

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s


%d Bloggern gefällt das: