Archiv für die Kategorie ‘Familie’

Abendgespräch

11. Oktober 2012

Gestern Abend lag ich wie immer mit dem grossen Sohn noch ein wenig im Bett, wir kuschelten und unterhielten uns.

Sohn: Du Mama, ich bin sooo froh, daß ich hier in dieser Familie lebe.

Ich: Das ist schön.

Sohn: Weißt Du Mama, wenn ich nicht hier wäre, wäre ich vielleicht bei einer ganz gemeinen Familie und wäre ganz unglücklich. Ihr seid nämlich ganz liebe Eltern …

Diese kurzen Gespräche zwischendurch zeigen mir immer, daß ich bzw. wir auf dem richtigen Weg sind. Es beruhigt mich und zeigt mir, daß auch die Ausraster oder kleinen Ungerechtigkeiten, die wie überall auch hier manchmal auftreten, nicht das Grundvertrauen und das Sicherheitsgefühl unserer Kinder erschüttern können.
Und es motiviert, so weiterzumachen wie bisher, es beruhigt in Hinsicht auf die kommenden Jahre und erfüllt mich jedes Mal noch mehr mit unendlicher Liebe zu meinen Kindern …

Maustag in Bildern

9. Oktober 2012

Hier noch ein paar Bilder vom Maustag, leider sind es nicht sehr viele. In der Höhle war es zu dunkel, während der Stadtführung blieb keine Zeit zum Fotografieren, lediglich während der Feuerwehrautofahrten holte ich die Kamera aus dem Rucksack …

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Von der Maus, Schränken und Rasensaat

5. Oktober 2012

Die letzten Tage waren sehr ereignisreich und lassen sich trotzdem in eine so kurze Überschrift verpacken ;-)
Am Mittwoch besuchten wir den Maus-Türöffnertag, eine Aktion der Sendung mit der Maus, die bundesweit dazu aufruft, die Türen für die Kinder aufzumachen. Aktionen gab es sehr viele, jedoch waren die meisten nicht für alle drei Kinder geeignet und so meldeten wir uns für den Maustag in der Stadt Giengen (in der Nähe von Aalen) an. Dort lud die gesamte Stadt ein, hinter sonst verschlossene Türen zu schauen und somit gab es sehr viele Angebote an einem Ort.
Wir hatten uns für eine Führung durch die Charlottenhöhle (momentan die längste Tropfsteinhöhle Süddeutschlands), eine Stadtführung und einen Besuch bei einem dort ansässigen Feuerwehrautohersteller angemeldet.
Die Führung durch die Höhle war sehr interessant (auch wenn es erst etwas Anlaufschwierigkeiten gab, da der Mann an der Kasse etwas überfordert war mit den vielen Menschen, die ihm alle erzählten, daß sie für eine kostenlose Führung angemeldet seien), wir mussten sie aber leider vorzeitig abbrechen, da wir sonst die Stadtführung versäumt hätten (die Organisatoren hatten einen ziemlich straffen Ablauf vorgegeben). Wenn ich jedoch gewusst hätte, wie wenig kindgerecht diese sein würde, hätte ich liebend gern darauf verzichtet ….
Das Highlight war dann eindeutig der Besuch der Feuerwehrautofabrik. Der große Sohn fuhr ganze vier Runden mit einem Feuerwehrauto, inklusive Sirenen- und Blinklichteinsatz. Zwischendurch war er plötzlich verschwunden, was sonst gar nicht seine Art ist, er hatte eine Spritzenvorführung entdeckt und ganz spontan und ohne Abmeldung bei uns daran teilgenommen. Nach einigen Schreckminuten hatten wir ihn wiedergefunden und es folgte eine Führung durch die Fertigungshalle.
Wir werden auf jeden Fall wieder teilnehmen am nächsten Türöffnertag, denn nicht nur die Kinder, sondern auch wir hatten viel Spaß :-) .

Am Abend desselben Tages versuchte ich dann noch, via Ebay einen Schrank für unseren Keller zu ergattern. Seit langem war ich schon auf der Suche, aber entweder waren die Schränke häßlich, die Maße passten nicht oder sie waren schlichtweg zu teuer. Auch an diesem Abend hatte ich kein Glück und wurde in letzter Sekunde noch überboten. Etwas traurig schlief ich ein, denn der Schrank hatte mir wirklich gut gefallen.
Am nächsten Morgen blätterte ich dann neben dem Frühstück die kostenlose Zeitungsbeilage durch, die normalerweise fast immer sofort im Altpapier landet. Und was sah ich dort bei den Kleinanzeigen ? Zwei Kleiderschränke und diverse andere Möbel zu verschenken ! Gegen Abend machte ich mich noch auf den Weg, um diese zu besichtigen. Und war völlig überwältigt. Diese Schränke gab es nicht nur umsonst, sie waren auch noch wunderschön ! Aus massivem hellen Eichenholz vom Schreiner angefertigt, genau in der richtigen Größe und einfach zum Verlieben. Neben diesen Schränken bot die Besitzerin mir auch noch zwei Nachtkästchen und eine Spiegelkommode im selben Design an und weil ich so begeistert war, werden auch diese Möbel von meinem Mann abgeholt in diesem Moment.

Vorher machten wir uns aber an eine Arbeit, die noch dringend vor dem ersten Bodenfrost erledigt werden musste, nämlich die Rasenanlage im Vorgarten. Einen Motorpflug und eine Walze hatte ich mittags bereits besorgt und da ich die Mietzeit ausnutzen wollte, bevor mein
Mann nach Hause kam beschloß ich kurzerhand, den Pflug bereits auszuprobieren. Wer schon einmal solch einen Pflug benutzt hat, sitzt wahrscheinlich schon lachend vor dem PC. Denn dieses Ding hat unheimlich viel Power, ist immens schwer und zu allem Übel haben wir sehr schweren Lehmboden. So steuerte dann nicht ich den Pflug, sondern der Pflug mich und nach der ersten Runde war ich klatschnass geschwitzt und hatte das Gefühl, meine Arme nicht mehr bewegen zu können. Zum Glück erging es meinem Mann im Verlauf des Nachmittags nicht viel besser.
Trotzdem waren wir nach knapp drei Stunden mit allem fertig und nun hoffe ich, daß die Saat gut aufgeht und wir bald um das gesamte Haus herum einen schönen Rasen haben werden.

Morgen wird dann unser Holz für den Winter geliefert, es wird also nicht langweilig …

Bücherwürmer

23. Juli 2012

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Ohne Kommentar …

Vatertagsmenü

17. Mai 2012

Bevor ich das Rezept für diesen superleckere Vorspeise von heute mittag vergesse, muß ich sie hier noch festhalten. Wer Avocado und Mango mag sollte sie ausprobieren, ich hätte mich reinlegen können, ebenso mein Mann.

Eigentlich wollte ich etwas ganz anderes machen, mangels Zutaten musste ich dann jedoch improvisieren. Und das ist dabei herausgekommen:

Avocado-Mango-Salat

1 reife Mango

2-3 reife Avocados (je nach Größe, ich hatte zwei kleine und eine große hier)

1 großer Bund frischer Koriander

etwa 200 g Krabben (frisch oder tiefgefroren)

100 ml Orangensaft

Saft einer halben Zitrone

Salz

Pfeffer

1 TL Senf

ca. 2-3 EL Olivenöl

Agavendicksaft

Die Avocados halbieren, das Fruchtfleisch herauslösen und in kleine Würfel schneiden. Die Mango schälen und ebenfalls würfeln. Mit etwas Zitronensaft mischen, um eine Braunfärbung zu verhindern. Dann kühlstellen. In der Zwischenzeit die Krabben auftauen oder frische Krabben gleich untermischen.

Den Orangen- mit dem Zitronensaft, Senf und Olivenöl mischen. Mit Salz, Pfeffer und Agavendicksaft abschmecken. Den Koriander kleinschneiden und unterrühren. Anschließend das Dressing mit dem Salat mischen und geniessen.

Die Krabben haben dem ganzen noch den letzten Pfiff gegeben, ich habe tiefgefrorene von Iglo verwendet, sehr lecker. Dazu habe ich selbstgebackenes Baguette serviert, ein Traum.

Außerdem gab es heute noch eine griechische Moussaka und einen Rhabarberstreuselkuchen.

Ein sehr gelungener Tag mit lieben Gästen (meine Eltern), viel Sonne und hervorragendem Essen :-)

Schön spontan

13. Mai 2012

Am heutigen Muttertag haben wir einfach einen faulen Sonntag genossen. Morgens holten die Kinder mit ihrem Papa zusammen leckere Croissants (von denen unser Vielfraß aka der kleine Sohn zwei Stück wegfutterte), ich bekam einen etwas mageren aber mit Liebe gepflückten Wiesenblumenstrauß von unserer Tochter, außerdem die obligatorischen Geschenke aus Schule und Kindergarten (einen kleinen Spiegel mit Glasmosaiksteinen beklebt vom Sohn, eine Stein-Draht-Herzskulptur von der Tochter).

Mittags gab es leckeren Auberginenauflauf mit selbstgebackenem Baguette (viele gehen ja essen oder lassen sich von ihren Männern bekochen, ich koche auch am Muttertag lieber selber, da weiß ich, was auf den Teller kommt und kann ganz entspannt geniessen ;-) ), anschließend überlegten wir hin und her, was wir noch unternehmen könnten, als die Nachbarin klingelte und nachfragte, ob wir sie und ihre Kinder auf einen Ausflug an den Lech begleiten wollten (ihr Mann hatte heute Dienst im Krankenhaus und konnte leider nicht mitkommen). Also sagten wir ihr ganz spontan zu und saßen 3 Stunden später im Auto.

Nur wenige Kilometer entfernt machten wir uns dann auf den Weg, wanderten durch den Wald, an einem Lechstausee entlang, bewunderten kleine Tümpel, die “Teufelsküchen” genannt werden und endeckten viele schöne Ecken, die wir auf jeden Fall wieder besuchen werden. Am See gibt es auch ein nettes Ausflugslokal, die “Teufelsküche”, die aber heute viel zu voll war, vielleicht ein anderes Mal. Stattdessen machten wir Rast auf einer Bank und fielen dort über die mitgenommen Melonenstückchen und Apfelspalten her.

Am witzigsten fand ich heute den Kommentar unseres Sohnes nach den ersten zwei Kilometern. Dieses Kind das sonst nach 500 Metern bereits anfängt zu jammern meinte “das war schon alles ? Wir sind doch erst 4 Schritte gelaufen !”. Also nahmen wir die längere Route bergauf, bergab und bis auf ein zwischendurch eingestreutes “jetzt sind wir aber genug gelaufen” gab es keinerlei Proteste. Im Gegenteil, ich denke, dieses Jahr sind unsere Kinder endlich bereit für “richtige” Wanderungen, zumindest die großen. Perfekt für unseren Sommerurlaub, den wir wenn alles gut geht in den Bergen verbringen werden. Das Schleppen des Kleinsten blende ich jetzt einfach mal aus …

Insgesamt ein sehr schöner Tag, den wir aber natürlich auch ohne das Etikett “Muttertag” gehabt hätten.

Zuhause ist es am schönsten

13. April 2012

Fast zwei Wochen Osterferien liegen nun hinter uns. Nach einer turbulenten ersten Woche ging es zu den Schwiegereltern. Dort feierten wir letzten Sonntag den Geburtstag unserer Nichte, es folgten drei Tage Völlerei (schlanke Küche ist meiner Schwiegermutter leider quasi unbekannt), völlig überdrehte Kinder (am schlimmsten habe ich den Tag in Erinnerung als sie zwei Stunden fernsahen und anschließend noch einen zweistündigen Zirkusbesuch absolvierten) und wenig Schlaf.

Der Kleinste litt sehr unter dem Ortswechsel, wahrscheinlich schubbedingt, das Einschlafen wurde jedesmal von einem mindestens halbstündigen Schreianfall begleitet und auch die Nächte verliefen eher suboptimal.

Seit gestern sind wir nun wieder zu Hause und schon beim Passieren des Ortseingangs seufzte unser Mittelkind erleichtert und verkündete, daß er sich richtig freue wieder da zu sein :-) . Das jüngste Familienkind konnte sein Glück ebenfalls kaum fassen, selbst das Schlafengehen verlief völlig problemlos und entspannt. Die Große ist da schon eher anpassungsfähig, ich denke sie hätte ein paar Tage mehr dort auch genossen, freute sich aber auch auf ihre Freunde hier. Ich selber bin froh, den Besuch dort ohne Gewichtszunahme überstanden zu haben, trotz unzähliger Eier in Speckbutter, Rahmsuppe und Co. …

Das Wetter störte uns keineswegs, im Gegenteil, ich mag richtiges Aprilwetter sowieso viel lieber als diesen unnatürlichen Frühsommer der letzten Jahre. Unserem Garten kommt es auch zugute, der im Herbst noch ausgesäte Rasen wird immer dichter, heute haben wir ihn noch fleissig gedüngt und müssen nicht einmal die Rasensprenger einsetzen, da es draußen eh schon feucht genug ist. Alle Pflanzen die wir im November aufgrund der warmen Witterung noch gesetzt hatten haben den strengen Frost überlebt und ich freue mich täglich über die Triebe und Knospen, die ich finde. Da wären z.B. Himbeeren, ein Apfelbaum, Gojibeeren und eine Kiwipflanze (ja, selbst diese hat -20 Grad überstanden !), außerdem diverse Thymianpflänzchen. Noch in der Warteschleife fürs Pflanzen stehen Erdbeeren, Rhabarber, Rosmarin, Salbei, Petersilie, Schnittlauch und Rucola. An Saatgut liegen hier Mangold, Spinat und Radieschen herum, die Kinder scharren bereits mit den Hufen und möchten am liebsten sofort aussäen :-) . Langsam bin ich nur etwas besorgt, ob das angelegte Beet auch groß genug ist. Eigentlich wollte ich auch noch Tomaten anbauen, die müssen eventuell noch ein Jahr warten bis ein Platz frei wird.

Morgen werden wir den 60.Geburtstag meiner Mutter nachfeiern, dann wird am Montag wieder der Alltag einziehen mit Schule, Kindergarten und Berufsleben. Und vielleicht gelingt es mir dann auch wieder, das was im Kopf herumschwirrt zu bloggen …

Piep

27. März 2012

Nur mal ein kurzes Piep, für mehr reicht es im Moment nicht.

Hier im Hause sind gerade alle bis auf meinen Mann dick erkältet, der Kleinste schubt, zahnt und rotzt, keine gute Kombination wenn man ruhige Nächte haben möchte. Keine ruhigen Nächte heißt, daß ich tagsüber relativ planlos durch die Gegend stolpere, meist schnell gereizt bin und zudem schlecht meine Erkältung auskurieren kann.

Trotzdem sind wir zur Zeit sehr viel Draußen und unseren Kleinsten bekomme ich oft nur unter lautem Protestgebrüll und Gestrampel wieder ins Haus. Die Tochter übt fleissig Inlineskaten und kann mittlerweile richtig sicher fahren, es fehlt lediglich der Feinschliff. Wenn nicht gerade geskatet, geradelt oder mit dem Kettcar herumgeheizt wird, dann finde ich die beiden Großen meist auf dem monströsen Haselstrauch auf der Wiese vor unserem Haus, der größentechnisch eigentlich eher in die Kategorie Baum einzuordnen wäre. Dort hangeln sie sich stundenlang von Ast zu Ast und bisher gab es zum Glück keine schlimmeren Unfälle.

Unser kleiner Sohn beherrscht nun das Wutsch-Fahren perfekt (mittlerweile heißt das Teil “Pukylino”, es handelt sich dabei um eine Art Babylaufrad), er kann lenken, Hindernisse überwinden (selbst kleine Mauern sind kein Problem, da wuchtet er einfach das Vorderrad nach oben und hoppelt darüber) und Rückwärtsfahren. So langsam ist er auch dabei herauszufinden, wie man damit richtig Gasgeben kann und ohne Helm wird er in Zukunft nicht mehr fahren dürfen. Das freie Laufen ist damit natürlich wieder unattraktiver geworden, denn wozu laufen, wenn man auf vier Rädern viel schneller unterwegs sein kann ;-) . Aber auch hier gibt es Fortschritte, von an Wänden/Schubladengriffen/Händen entlanglaufen ist ein Übergang zu an einer Hand laufen/immer länger frei stehen/von Möbel zu Möbel laufen erkennbar. Nach dem jetzigen Schub wird er denke ich richtig durchstarten in Sachen Laufen und vor allem Sprechen. Es wird gebrabbelt und geredet was das Zeug hält, noch nicht jedes Mal verständlich, aber doch auffallend mehr als vor ein paar Wochen.

Das Mittelkind ist gerade mal wieder in einer schlimmen “Keiner mag mich. Alle schimpfen immer nur mit mir. Ich bekomme immer am wenigsten.”- Phase und ab und zu geht mir das ziemlich auf die Nerven bzw. manchmal stehe ich vor ihm und weiß nicht so richtig, wie ich am besten reagieren soll. Es entspricht definitiv nicht der Realität, er empfindet das nur so, aber wie kann man das ändern ? Erschwerend kommt hinzu, daß er hier an der Straße zu den jüngsten Jungs gehört, aber natürlich bei den Großen mitspielen möchte. Die davon nur mäßig begeistert sind bzw. ihn im Spiel dann entweder ausnutzen oder als Prügelknaben benutzen. Wenn dann noch ein auch nur ansatzweise lautes Wort zuhause fällt, ist es vorbei. Vielleicht hilft in dieser Sache nur die Zeit und Geduld haben ..

100 Prozent angekommen sind wir denke ich alle noch nicht, aber auf einem guten Weg. Langsam findet alles seinen Platz (wobei die letzten Wochen aufgrund des bösen Schubes des Jüngsten auch wieder sehr viel liegenblieb), die neuen Freundschaften vertiefen sich allmählich und das Alltagsleben bekommt wieder so etwas wie einen Rhythmus. Vielleicht findet sich auch irgendwann wieder mehr Zeit zum Bloggen oft schweben schon fertige Artikel in meinem Kopf herum, mir fehlt dann aber schlicht die Zeit, sie niederzuschreiben. Heute habe ich eine der seltenen Schlafpausen des Jüngsten genutzt, da in dessen Wachphasen eine PC-Pause quasi unmöglich ist. Mal sehen, wie es nach dem Schub wird !

Zwischen den Jahren

26. Dezember 2011

Erstmal wünsche ich allen noch schnell frohe Weihnachten, bevor die Feiertage schon wieder vorbei sind.

Hier waren die letzten Tage eher etwas anstrengend. Der kleine Sohn schlief ab Freitag nachts extrem schlecht, schrie am Samstag Abend sogar eine ganze Stunde durch, sämtliche Beruhigungsversuche schlugen fehl. Der Auftritt der Tochter an Heiligabend in der Kirche brachte  ungewohnte Unruhe in den Tag (sonst gehen wir nicht in die Kirche, aber diese Aufführung war der Abschluss eines Chorprojekts, an dem das Töchterchen mit Begeisterung teilgenommen hatte). Nach einer weiteren unruhigen Nacht auf Sonntag dann gegen späten Nachmittag ein völlig fertiges und krankes Baby, dem beim  kinderärztlichen Notdienst  ein geplatztes Trommelfell diagnostiziert wurde (und ich Rabenmutter hatte bei dem Geschrei nur an die durchbrechenden Zähne gedacht …), heute morgen präsentierte sich dann auch der andere Gehörgang sekretverkrustet …

Eigentlich war geplant, heute zu den Schwiegereltern zu fahren. 3 Stunden Autofahrt wollte ich unserem immer noch sehr angeschlagenem Jüngsten nicht zumuten, also schickte ich schweren Herzens die Grossen mit dem Papa los und sitze nun als Strohwitwe hier herum. Viel machen kann ich nicht, da das kranke Kind Alarm schlägt, sobald ich mich auch nur 2 cm wegbewege, ich kann nur hoffen, das bessert sich die nächsten Tage (am Freitag kehrt der Rest der Familie zurück).

Heute war mir dann eher zum Heulen zumute, da ich mir die Feiertage ein wenig anders vorgestellt hatte, dann stiess ich aber auf einer kleinen Blogrunde eher versehentlich auf den Blog einer Frau in meinem Alter, ebenfalls Mutter von drei Kindern, die an Krebs in fortgeschrittenem Stadium erkrankt ist. Als dann just in diesem Moment auch noch “Geboren um zu Leben” im Radio lief, wurde mir ganz anders und plötzlich kamen mir meine Sorgen eher klein und nichtig vor. Ich habe eine tolle Familie, gesunde Kinder, einen tollen Mann und mir fehlt nichts, ausser ausreichend Schlaf und ab und zu etwas Ruhe. Ich wüsste nicht, wie ich auf solch eine Diagnose reagieren würde und bin dankbar, dass ich bis jetzt eine ziemlich stabile Gesundheit habe. Die paar Tage mit Klette an mir werden schnell vorbeigehen und sind schnell vergessen.

So, jetzt aber weiter aktiv den Sohn bekuscheln (er hängt gerade auf meinem Arm) und auf baldige Genesung hoffen.

Tor zur Welt

17. November 2011

Endlich mal wieder online. Die letzten Tage hatten wir keinerlei Internetverbindung und an solchen Tagen merke ich dann immer, wie sehr ich daran gewöhnt bin, jederzeit online gehen zu können. Mal schnell nach einem leckeren Rezept für den Fenchel im Kühlschrank gucken ? Kurz eine Telefonnummer raussuchen ? Nach dem Wetterbericht für die nächsten Tage schauen ? Emails lesen ? Normalerweise kein Problem, dank immer noch ausstehendem Telekombesuch aber nicht möglich.

Mein Vater hat glücklicherweise die Laufzeit unseres Internetsticks verlängert (vielen Dank dafür !), ich hoffe aber trotzdem, daß wir noch vor Weihnachten einen normalen Anschluß haben werden.

Ansonsten viel Arbeit, wenig Schlaf, also alles wie immer. Zur Zeit ist meine Tante zu Besuch, sie darf das Gästezimmer unseres Hauses einweihen (und findet es ganz wunderbar :-) ) und wird mir die nächsten Tage helfen, weiter Ordnung in unsere Behausung zu bringen. Diese Hilfe wird denke ich vor allem darin bestehen, den Kleinsten zu bespaßen, damit er mir nicht ununterbrochen am Bein hängt (Schub, Schub, Hurra !) und den Mittleren vom Kindergarten abzuholen (das kostet jedes Mal Zeit und Nerven, da ich den Kleinsten und mich komplett kältefest einpacken muß, er dann meist unterwegs quakt, da hungrig oder müde, und ich mich auf dem Rückweg von einem weiteren hungrigen und müden Kind anmaulen lassen muß). Zwischendurch werden wir es uns auch mal gemütlich machen, einen leckeren Tee trinken und quatschen.

Vielleicht gibt es demnächst auch noch den einen oder anderen Blogbeitrag, denn während der blogfreien Zeit gab es unheimlich viel Erlebnisse und Gedanken, die ich hätte aufschreiben wollen.

Nun aber erstmal ab ins Bett, das kleinste Kind ist nach wie vor nicht wirklich schlafwillig, das Minimum liegt bei zwei Unterbrechungen pro Nacht und selbst das ist auf Dauer schon zuviel.


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